Steigende Preise, Verknappung und kein Ende in Sicht ?

  • Ergo: aus sauberen Quellen derzeit noch kaufen was geht, die Preisrakete hat schon abgehoben....

    Mir machen ehrlichgesagt die enormen Preissteigerungen ausserhalb des Hobbybereiches noch deutlich mehr Sorgen, z.B. bei Baumaterialien fast aller Art. Incl. der teilweise plötzlich arg limitierten Verfügbarkeit. M.E. wird hier zu weiten Teilen willentlich und kräftig Krisensahne abgeschöpft. Das ach so viele seit letzten März gesparte Geld muss schließlich raus aus den dicken Taschen... :zornig:

  • Verknappung = Preissteigerung, das Gesetz des Kapis.

    Trabant - seit 1958 ohne Rückruf

    und auch den Elchtest bestanden

  • So arg knapp dürfte allerdings beispielsweise das Holz gar nicht sein, bei den Mengen Käferholz, die die letzten Monate aus allen Wäldern herausgeholt worden sind.


    Gruß

    Benjamin

    Fährt und schraubt gern IFA *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* :love:

  • ...und die immer noch fein säuberlich gestapelt als Langholz in den Wäldern liegen!


    Hier ist reine Spekulation Grund des Übels. Zumal die irren Preise bei den Waldbesitzern gar nicht ankommen, weshalb die im Moment eher weniger als mehr verkaufen und das Zeug lieber liegen lassen.

    Die dicken Profite machen Sägewerke und Zwischenhändler. Wie immer. Das war schon vor Jahrhunderten in unzähligen Branchen so.

    Bei Webern, Klöpplerinnen, Spielzeugmachern...und vielen anderen.

  • ca. 52% des Waldes sind staatlich. Also dürfte rund die Hälfte des Holzes, das verkauft wird nicht von privat kommen. Vielleicht möchten ja unseren geliebten Volksvertreter nur unser bestes und uns kurz vor der Wahl (durch die hohen Einnahmen beim Holzverkauf) eine kleine Steuersenkung bescheren.

    ;)

  • nur das im Moment fertig bearbeitetes Holz schiffeweise nicht abgefertigt wird, obwohl doch die Lager alle leer sind...

    Und ob unser Holz, auch bei uns bleibt ist ja heutzutage mehr als fragwürdig. Der einfachkeit halber und der Umwelt zuliebe wird unser ja weggeschafft und wir kaufen unser woanders zu....

  • Die steigende Preise beruhen vorallem auf der Grundlage des aktuellen Baubooms, der Kunde ist der Bittsteller und wird im Zuge der Wertschöpfung gemolken. Ich bin ehrlich gesagt froh, dass wir das Thema Haus und Sanierung. Und wenn man bedenkt das einige politischen Kräfte noch mehr Marktliberalisierung durchsetzen wollen...

  • Also im eigentlichen Sinne wäre Liberalisierung ja die Beseitigung von Vorschriften, die den freien Markt behindern.

    Konsequent umgesetzt sollte das ja bedeuten, daß u.a. 6,5 Cent pro kWh EEG-Umlage sofort wegfallen müßten. Kann nix schlechtes daran finden ;-)

    sapere aude! incipe! (Horaz)
    (bzw. frei nach F. v. Schiller: "Erdreiste Dich zu denken!")

  • Der aktuelle Bauboom ist eine Folge des billigen Geldes. Glaubt hier wirklich jemand, dass die weltweite "Nullzinspolitik" und die ganzen Anleihenkaufprogramme spurlos am Geldwert vorrueber gehen? Bei den offiziell mitgteilten "Inflationsraten" handelt es sich zumeist um die Verbraucherpreisindizes. Diese erfassen keine Invstitionsgueter. Im Bereich der Investitionsgueter haben wir jedoch bereits seit Jahren eine kaloppierende Inflation.


    Nicht die Waren werden teurer sondern das Geld verliert (politisch gewollt) am Wert. Fuer Leute, welche auf eigener Rechnung aktiv sind, ist dies ein geringeres Problem. Schlecht ist die Situation es fuer Arbeitnehmer und Sparer. Auch daran sollte man denken, wenn man irgendwo sein"Wahlkreuz" setzt. Hinterher schimpfen, gilt nicht!


    Geld ist derzeit keine gute Geldanlage. Und weil das immer mehr Leute begreifen, steigen die Preise. Ist ganz einfach.

  • Ich meine letzte Woche was gelesen zu haben, daß die Amis jetzt irgendein Zoll auf kanadisches Holz haben, was die Nachfrage dessen sinkt und das holen die dann aus unser Europa.

    Anscheinend sind dann die Transportkosten niedriger als dieser Zoll. Sind die aber auch niedriger als die heutige Preissteigung?

    Wenn das alles stimmt, brauchen wir ein europäisches Exportverbot.

    Eigene Gartenhäuschen zuerst!

  • Mit dem Holz wird es noch wesentlich schlimmer. Schaut Euch einfach nur die ganzen Kaeferflaechen an. Wenn die abgeerntet sind, was noch max. 5 Jahre dauert, kommt von dort mind. die naechsten 30-40 Jahre nix. Das Ganze gepaart mir der derzeitigen Laubholzideologie, "naturtnahen Waldwirtschaft" (bedeutet, man macht Schutzgebiet in denen alles verkommt und faehrt neben diesen mit dem Panzer Harvester/Forwarder Tag und Nacht im Wald herum), Personalknappheit und unsinnigen Reviergroessen, Forstbeamte und Wissenschaftler welche ueber Generationen gereifte waldbauliche Erfahrungen ignorieren etc., eine doofe Bevoelkerung die dazu naoch Beifall klatscht...Laubholz ist kein Bauholz!


    Wohl dem, der einen eigenen Wald besitzt und von dort seinen Bedarf zu decken vermag.


    Hier mal einen "schoenes" Video ueber dam Umgangmit der "Ressource Holz" hier im Harz:

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    Und wer das Gesehene auf den Klimawandel schiebt: Meine Baeume stehen wesentlich tiefer als die in dem Video gezeigten, aber bei mir sieht es nicht ansatzweise so Schlimm aus. Aber ich bin ja auch nur ein privater Kleinstwaldbesitzer und habe nicht Forstwirtschaft studiert sonden lediglich das Wissen der Vorvaeter. Also liege ich natuerlich falsch.


    Was man in dem Video sieht ist nicht der Klimawandel sondern menschliche Dummheit in Reinkultur!

  • Ich bereue es kein bisschen wenigstens jetzt noch zugeschlagen zu haben, auch wenn die Preise schon recht weh tun. Nächstes Jahr wäre der Stapel mit dem gleichen Preis wahrscheinlich nur halb so hoch.

  • Wie ich unlängst in den Nachrichten hörte, ist die aktuelle Ursache für die Verknappung des Holzes die, dass der Export desselben derzeit noch einträglicher ist, als der Verkauf im eigenen Lande. Trotz bereits erheblich gestiegener Preise.

  • Nächstes Jahr wäre der Stapel mit dem gleichen Preis wahrscheinlich nur halb so hoch.

    Oder doppelt so hoch. Ist wie mit Klopapier - nur auf anderem Niveau.

    Sowas passiert, wenn in einen freien Markt eingegriffen wird (trumpistische Zölle) und gleichzeitig noch eine Änderung der Nachfrage den Markt aushebelt.

    Das die Baupreise seit Jahren durch billiges Geld und gleichzeitige Flucht ins Betongold nur noch eine Richtung kennen, daran ist keine Dürre schuld.

  • Wie ich unlängst in den Nachrichten hörte, ist die aktuelle Ursache für die Verknappung des Holzes die, dass der Export desselben derzeit noch einträglicher ist, als der Verkauf im eigenen Lande. Trotz bereits erheblich gestiegener Preise.

    Die Nachrichten sagen mitunter bekanntlich aber nur die halbe Wahrheit... ;) Wenn da mal nicht auch allerhand Kalkül dabei ist. Verknappung des Holzes durch überreichlichen Export, wohlwissend un den hohen Inlandsbedarf. Wenn die Preise erstmal die "richtige" Höhe erreicht haben, könnte die ach so große Exportnachfrage plötzlich gar nicht mehr so wichtig sein. Urplötzlich dürfte der eine oder andere Produzent und Händler dann sogar seine patriotischen Gefühle wiederentdecken... ;)

  • Genau, wie war auch wieder dieser Great Famine in Irland entstanden?

    Die (meist englische und dazu dem angelsächsische Kapitalismus gewidmeten) Landbesitzer konnten mehr an außerirische Kunden verdienen.

  • ...Urplötzlich dürfte der eine oder andere Produzent und Händler dann sogar seine patriotischen Gefühle wiederentdecken...

    Ja natürlich, was denn sonst. Das ist die völlig logische Konsequenz, und steht in keinerlei Widerspruch zu dem von mir gesagten. Genau so wenig, wie die von mir erwähnte Pressemeldung eine Halbwahrheit ist.


    Das Zeug wird einfach jeweils dorthin verscherbelt, wo der meiste Profit zu erzielen ist. Nichts anderes geht auch aus der erwähnten Meldung hervor. So funktioniert eben der Kapitalismus. Das hat in dem Fall nicht mal was mit Politik zu tun.

  • Das ist sowieso nur Ramsch, lass das Zeug, wo es ist.

    Aber: schlecht beobachtet. Schau Dir bitte den Grundpreis an.