Posts by Fridl

    Gute Frage auf der Grundierung steht Acryl aber auf dem Lack ist keine Angabe zu finden.

    Mit Acryl als Grundierung auf Metall habe ich bisher ausschließlich schlechte Erfahrungen gemacht. Ich verwende so etwas nicht einmal mehr am Gartenzaun.

    woran erkennt man das es genug ist bevor das anfängt zu laufen?

    Lackieren kann ich auch nicht wirklich gut. Ich mache es in der Regel so, dass ich erstmal in mehreren Arbeitsgängen nur hauchdünne Schichten auftrage (zu allererst nur an Ecken und Kanten), und zwischendurch 10-15 Minuten ablüften lasse. Das Ganze so oft, bis es vollständig deckt. Beim Finish besteht die Kunst dann darin, genau so viel Lack aufzutragen, dass der Lack (inklusive der vorher aufgebrachten "Schichten") gerade so zu fließen beginnt, sodass eine glatte Oberfläche entsteht. Wie gut das funktioniert, hängt auch vom verwendeten Lack ab. In der Regel mache ich vorher auch Probespritzungen, einerseits zum üben, andererseits, um das Lackmaterial besser kennenzulernen, und ggf. auch besser einzustellen. Manchmal entscheiden 2% mehr oder weniger Verdünnung über den Erfolg.

    Zu den Nieten, da habe ich keine gefunden, was nimmt man denn da, normale Blindnieten?

    Nein, Blindniete haben am Fahrzeug überhaupt nichts verloren. Wenn du genau hinschaust, wirst du selber sehen, dass da ein normaler massiver Niet drin steckt. Und nach nur einem Blick in den Ersatzteilkatalog https://trabitechnik.com/index…t=19&sub=30&language_id=0 siehst du auch, wie das Teil heißt: Flachniet A 3 x 8 TGL 0-7338, sollte für wenige Cent bei jedem gut sortierten Schraubenhändler im Regal liegen.

    Wo bekomme ich die Zwischeneinlagen für die Blattfedern ?

    Ob die Zwischenlagen wirklich viel zum Komfort und der Haltbarkeit der Feder beitragen, wage ich mittlerweile zu bezweifeln. Früher habe ich auch mal Gummistreifen aus alten Fahrradschläuchen zwischengelegt.


    Bei meinem 77er gab es vorn original überhaupt keine Zwischenlagen, und ich habe die Feder einfach so gut gefettet wieder zusammen gebaut. Hinten gab es stark verschlissene Hartgewebe-Zwischenlagen, die habe ich einfach jeweils eine Etage höher befördert. Und eine aus meiner Sicht verschlissene Hauptlage ersetzt.


    Meiner Meinung nach bewirken die Zwischenlagen nichts weiter, als den Verschleiß einer schlecht gewarteten Feder zu reduzieren.


    Viele Grüße

    Steffen

    Wie sieht es eigentlich mit den Silentbuchsen in den Querlenkern aus? Sollten die jetzt auch neu gemacht werden?

    Vor einigen Jahren hätte ich diese Frage noch grundsätzlich mit "Ja" beantwortet, Inzwischen habe ich da meine Zweifel, da die Ersatzteile inzwischen auch schon über 30 Jahre alt sind. Ich habe schon neu bebuchste Querlenker gesehen, bei denen sich nach wenigen 1000km die Gummiringe nach außen verabschiedet haben.


    Behelfsmäßig kannst du die verbauten Buchsen auch im Schraubstock überprüfen. Innenring fest einspannen, und den Lenkerarm dann jeweils um maximal einen halben Federweg in beide Richtungen verdrehen. Wenn der Lenkerarm danach nicht wieder in die Ausgangsstellung zurück geht, dann hat sich der Innenring verdreht und die Buchse ist defekt. Diese Prüfung für jede Buchse einzeln machen.


    Das Wechseln der Buchsen ist, wie ich inzwischen gelernt habe, gar nicht so ein großer Akt, wenn man über einen richtig großen Schraubstock verfügt, und passende Druckstücke in Form von Stecknüssen benutzt. Bei den äußeren Buchsen (zum Achsschenkel hin) hilft eine Gewindestange beim Ein- und auspressen. Beim ersten Mal vor über 30 Jahren habe ich noch bei den Alten Buchsen das Innenleben rausgepopelt und dann den Außenring aufgesägt, wobei auch der Sitz im Lenker mehr oder weniger mit beschädigt wurde. Das wäre aber gar nicht nötig gewesen...

    Wenn ich den Rost runterschleife, ratet ihr mir dann trotzdem dazu, alles nochmal Sandstrahlen zu Lassen?

    Mit Schleifen alleine kommst du leider nicht bis auf den gesunden Grund aller Rostporen und -Narben, und schwächst nebenbei auch noch das eigentlich gesunde Material. Beim Strahlen wird eben überwiegend der (relativ weiche) Rost abgetragen und der Rest (relativ harter gesunder Stahl) nur leicht angekratzt. Nun nur dieses Verfahren dringt eben auch zuverlässig in die kleinste Rostpore ein.


    Es gibt aber auch Kompromisslösungen in Form von Negerkeks (CSD-Scheibe), schnell rotierender Nylonbürste, oder auch diverser anderer Spezialbürsten, wie @Hegautrabi vor ca. 2 Jahren schonmal hier im Forum vorstellte. Mit diesen Werkzeugen kommt man aber eben auch nicht in jede kleine Ecke, und auch sonst ist etwas Erfahrung hilfreich, um Einschätzen zu können, ob so eine Kompromisslösung in Frage kommt, oder nicht.


    Die auf den Fotos sichtbare Seite der Bremsankerplatte wird aus meiner Sicht höchstwahrscheinlich ohne Strahlen auskommen, wenn du nochmal mit einer schnell rotierenden Nylonbürste drüber gehst, und an allen Ecken und Kanten (auch um die Nietköpfe) ggf. ganz akribisch mit einem spitzen Gegenstand nacharbeitest. Wie aber der Rest, bzw. der eigentliche Achskörper aussieht, hast du uns bisher noch nicht besonders gut gezeigt.


    Wiederholt greife ich auch das schon oft gelesene Argument auf, dass sich auch zwischen Bremsankerplatte und Achsschenkel in 30-40 Jahren gerne Gammel sammelt.


    Viele Grüße

    Steffen

    Da hast du wohn beim Einspannen in den Schraubstock nicht aufgepasst. Die Halter und passende Niete gibts aber zu kaufen. Wieso hast du eigentlich die Blättchen und Federn nicht gleich bei der Demontage der Nachsteller herausgenommen?

    Wenn man die Teile nicht selber aufarbeiten kann, muss man sie ja trotzdem nicht gleich wegwerfen. So ein Laufbolzen nimmt ja im Teileregal nun auch nicht so viel Platz weg.

    also ich bin ja auch der meinung das die impfung die momentan auf dem markt ist nicht das heilmittel ist,

    Natürlich. Das wissen inzwischen die allermeisten. Aber die allerwenigsten haben einen Plan, was man stattdessen tun könnte. Jetzt bin ich darauf gespannt, was man deiner Meinung nach tun sollte, um die Pandemie zu bewältigen.


    Ich für meinen Teil gehe übermorgen zum Boostern (obwohl erst knapp 5 Monate seit der Zweitimpfung verstrichen sind), und habe nach wie vor keine Angst davor, irgendwelche Microchips verabreicht zu bekommen...

    Beim Achsschenkel hätte ich bedenken, dass man die Säure an der Verbindung zur Bremsankerplatte nie wieder raus bekommt, und danach die Gammelei erst richtig los geht. Viele Kollegen empfehlen ohnehin, die Ankerplatte vom Achsschenkel zu trennen, da man den Gammel dort sonst nie richtig weg bekommt.


    Wie verhält es sich eigentlich mit den Radlagersitzen? Werden die nicht auch von der Säure angegriffen, oder kann man das vernachlässigen?

    Ich muss Dir sagen: Da war noch mehr.

    Das müsstest du allerdings doch etwas genauer erklären. Denn mir selbst ist bis heute nicht klar, warum es 1990 so eine große Mehrheit für diejenigen gab, die völlig illusorische Versprechen abgegeben haben, und jedwede Kritik polemisch abbügelten.


    Ich war 1990 werktätig als Hilfsarbeiter in der Produktion eines damals nicht ganz unbedeutenden großen Industriebetriebes. Bis wenige Tage vor der betreffenden Wahl haben die allermeisten Kollegen diese Versprechen noch als unglaubwürdig erachtet, und das auch offen geäußert. Nach der Wahl waren die Meisten dann eher sehr zurückhaltend mit ihrer Meinungsäußerung....


    Ich will damit sagen: Häufig war wohl bei jener Wahl die Hoffnung Mutter der Entscheidung. Unabhängig von der eigentlich vorhandenen rationalen Entscheidungsfähigkeit.

    Das Loch ist in der Tat zu klein für ein Splint.

    Nö, da passt genau ein genormter Splint rein, welcher Durchmesser genau das ist, müsste ich nachsehen. Sicherlich war das auch mal so vorgesehen, denn umsonst wird ja am Ende des Bügels nicht diese Öse sein, in welche die Feder vortrefflich passt. Möglicherweise wurde der Splint einfach irgendwann wegrationalisiert,

    Und keiner der weiß wie die Umweltzonenbeschränkungen ab 2025 aussehen?

    Scheinbar nicht. Mir ist auch nicht bekannt, ob schon irgendetwas diesbezüglich offiziell verkündet wurde.

    Ja, so hatte ich es gemeint. Nach einem Blick in den Ersatzteilkatalog bin ich mir aber plötzlich doch nicht mehr sicher. Ich war immer der festen Meinung, dass in das Splintloch ein Splint gehört, vor allem nachdem ich den Bolzen nach unachtsamer Montage auch schon mal verloren hatte. Wo ich das so gesehen hatte, kann ich aber nicht mehr sagen.


    Sorry für die gestiftete Verwirrung.

    Zur Rükzugsfeder: wierum weiß ich auch gerade nicht auswendig. Aber in das Splintloch am Bolzen gehört ein Splint. Die Rückzugsfeder wird Vergaserseitig an dem Bügel eingehängt, an dessen anderen Ende der Gaszug hängt.

    Bei der Verwendung der RBZ-Paste meldete sich die Undichtigkeit nach 2 Jahren.

    Das kann aber auch am RBZ gelegen haben.

    Das möchte ich wohl auch meinen. Wenn nach 2 Jahren schon an der Bremserei etwas undicht ist, dann ist das definitiv ein Qualitätsproblem der RBZ. Normalerweise sollten sie auch ohne Mittelchen wesentlich länger unauffällig arbeiten.


    Wichtig ist nicht nur das Auftragen von Konservierungsmitteln, sondern vor allem ein penibel sauberes Arbeiten bei der Montage. Das kann ich nicht oft genug wiederholen. Ein Berühren der gereinigten Bremszylinderflächen mit blanken Fingern ist beispielsweise ein absolutes Tabu.


    Dann kann eine Bremserei auch ohne weitere Konservierung mal 10 Jahre unauffällig arbeiten. Bei normaler Wartung versteht sich.


    Gruß Steffen

    In den 80ern dürfte aber auch der Anhänger nicht mehr neu gewesen sein. Gab es den da überhaupt noch in dieser Form zu kaufen? Auch die 2stellige Buchstabenkombi spricht für was früheres. Die Schmutzfänger sehen nach Nachbauten aus Förderbandgummi aus, die Originalen waren doch bestimmt kleiner und nicht ganz so hell...


    Interessant übrigens die angeblich heute nicht mehr zulässigen Positionslichter.