Beiträge von Fridl

    Wenn einer angemessenen Steuererhöhung beim Treibtoff für Kraftfahrzeuge eine ebenso angemessene Entlastung bzgl. Kosten zum Erreichen des Arbeitsplatzes gegenübersteht, warum nicht? Genau in diese Richtung sollten wir denken!

    Schon wieder kann ich mir nicht verkneifen, mit zu diskutieren :|


    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein generelles Tempolimit dazu beiträgt, dass es stressärmer auf den Autobahnen zugeht. Auch in Deutschland ist ein großer Teil der Autobahnen mit permanenten Tempolimits versehen. Ich konnte bisher nicht erkennen, dass es in diesen Bereichen entspannter zugeht, als anderswo.


    Hauptfaktor für Stress dürfte aus meiner Sicht eher die Verkehrs- und damit verbundene Idiotendichte sein (diese beiden Werte korrelieren allerdings u.a. zeitabhängig unterschiedlich). Häufig passiert es ja auch, dass man in tempolimitierten Bereichen einem bestimmten Teil der stressverursachenden Verkehrsteilnehmer besonders wehrlos ausgeliefert ist, weil Flucht nach vorn nicht legal möglich, oder durch Dreierblockade (alle drei Protagonisten fahren permanent nebeneinander, zocken das gleiche Spiel auf dem Handy und treten in unvorhersehbaren Abständen gleichzeitig auf die Bremse) physisch verhindert wird

    "Gepflegt mit Tempomat 160 fahren"

    - wo bitte geht das noch weiter, als einige km am Stück? Wo man doch derzeit quasi nur noch von einer Baustelle in die nächste fährt...

    Da kann ich auch gerade mal ein aktuelles Gegenbeispiel liefern. Kommt immer drauf an wann und wo. Selbst auf der berüchtigten A9.


    Am 2.11.2018 (Brückentag) abends von München nach Dessau. Selten vorher so entspannt, schnell und dennoch ökonomisch (vom Spritverbrauch her) zu Hause angekommen. Sofern erlaubt, entspannt mit 190-200 km/h (ohne Tempomat) durchgerollt, oft länger in der ganz rechten Spur. Wäre auch deutlich schneller gegangen, aber mit meinem eher mittelmäßig motorisierten und etwas betagten Fernostblech mag ich nicht ohne Not schneller fahren.


    Insgesamt (auf den ganzen 500km, das ist extrem wenig) maximal 1-2 SUV weggehupt, die in Kurven weder Spur noch Tempo halten können. Und das aller-angenehmste: Durch die (erstaunlich wenigen) Baustellen ebenfalls konstant mit der zulässigen Geschwindigkeit gerollt. Und am Ende der Baustelle ohne runterzuschalten

    ganz gemütlich wieder auf Reisegeschwindigkeit beschleunigt.


    So wenig Nerven als auch Benzin habe ich auf der Strecke schon lange nicht mehr verbraucht (mal abgesehen von einer Fahrt mit leerem Trailer).


    Gruß Steffen


    PS: Aktuell einziger Nachteil der Fahrt an solchen Brückentagen: Am Buffet der AGIP-Tankstelle am Grenzübergang Hirschberg wird scheinbar neuerdings an solchen Tagen Hilfspersonal beschäftigt, welches keine Lust hat, Zwiebelmettbrötchen zu schmieren ;-) (2018 2x erlebt davor 20 Jahre lang nie) ;-) Ist insofern ok, weil es trotzdem immer Bockwurst gibt, ;) Aber wenn sich das häuft, muss ich mal bei der Geschäftsführung nachfragen ;-)


    PPS: Achso, es gibt ja schon wieder was neues:

    BEVOR hier ein 120er Tempolimit eingeführt wurde.

    Erklärt wurde die vorher auffällige Unfallhäufung ab etwa Höhe Wollin/Ziesar mit der vermeindlich bis dahin schon langen Fahrzeit der "Transitreisenden" und mit der weitgehend flach-gerade-gleichförmig-eintönigen Strecke. MIT den 120 ist es, ebenso nachweislich, deutlich besser geworden...

    Das kann schon sein, aber ob da ein wirklich so ursächlicher Zusammenhang besteht... Außer man pennt bei 160km/h genau so schnell ein wie bei 120km/h, denn im letzteren Fall hätte man ja mehr Zeit zum Aufwachen. Besser wäre es, man schläft gar nicht während der Fahrt...

    Hallo zusammen,


    schon wieder eine Frage, diesmal nicht zu den Gleitschalen an sich sondern zum Zusammenspiel Gleitschale-Schleuderring.


    In meinem Reparaturhandbuch von 1979 ist noch die alte Ausführung mit dem Schleuderring, der die Gleitschale auch von außen umfasst, beschrieben. Dort ist ein Spiel zwischen Gleitschale und Schleuderring von mindestens 1mm vorgegeben.


    Im WHIMS von 1990 finde ich eine Zeichnung zu der neueren Ausführung von Gleitschale und Schleuderring, so, wie es in meinem 77er der Fall ist, aber ohne jede Vorgabe eines Spiels.


    Warum Frage ich das? Nach ca. 110km Probefahrt (bei Bedarf kann ich gerne Bilder nachreichen), ist rechts schon wieder mehr Fett ausgetreten, als mir lieb ist, links allerdings gar nix.

    Rechts, wo das Fett austrat, war der Schleuderring jedoch auch mehr als 1mm von der Buchse entfernt (keine Ahnung warum, evtl. bei der Montage nicht beachtet oder verrutscht), Links war deutlich weniger Spiel, eigentlich fast gar keins.


    Wie weiter oben im Thread schon beschrieben, hatte ich die Stoßflächen der Gleitbuchsen vorher soweit abgezogen, dass sie klapperfrei auf den neuen Antriebswellen saßen. Wie sich beim Zusamenbau zeigte, sind offensichtlch nicht einmal die Außendurchmesser der neuen Antriebswellen links und rechts identisch, denn die Gleitbuchsen waren nur auf der jeweils angepassten Seite verbaubar.


    Nun zur den eigentlichen Fragen:


    1. Ist das Spiel von 1mm zwischen Gleitbuchse und Schleuderring bei der neueren Ausführung überhaupt noch relevant?

    2. Muss ich mir jetzt nochmal Gleitbuchsen für die eine Seite anpassen, oder packt das dann der richtig positionierte Schleuderring?


    Vielen Dank und viele Grüße

    Steffen


    PS: Zur Fettfüllung habe ich mich jetzt doch für LM47 entschieden, nachdem der Kollege JL im vorauseilendem Gehorsam schon die Radlager mit selbigem Fett vormontiert hatte.

    ... wenn da nicht plötzlich 50m für den Spurwechsel fehlen würden, weil 50m vor Erreichen des LKW schon der Trabant rumgurkt, der aus dem Augenwinkel übersehen wurde.

    Diese These halte ich allerdings für eher unrealistisch. Denn nach meiner Erfahrung wird in der Regel bereits nach links gezogen, sobald ein LKW am Horizont auftaucht. Dabei ist völlig unerheblich, ob 50-100m dahinter noch ein alter, schmaler und niedriger Kleinwagen fährt. Bis auf wenige Ausnahmen fahren viele Rechtsfahrer, die erst spät zum Überholen eines LKW ansetzen, eher routiniert und aufmerksam. Wie viele Unfälle gab es denn in letzter Zeit, bei denen ein Oldtimer-Kleinwagen von hinten unter einen LKW geschoben wurde?


    Ich glaube eher an die Theorie der kleinen Silhouette. Weil uns dadurch das menschliche Gehirn manchmal eine Situation vortäuscht, die nicht der Realität entspricht. Das habe ich selbst schon öfter erlebt, aber natürlich ist das kein Grund, einfach so ein langsameres Fahrzeug von hinten wegzuputzen.


    Ich erkenne auch in der Ferne einen PKW auf Grund seiner Silhouette. Mein Gehirn, das mehr auf Muster als auf andere rational nachvollziehbare Dinge trainiert ist, sagt mir: PKW ist schneller als ein LKW. Die Silhouette des PKW ist darüber hinaus noch sehr viel kleiner, als die der geläufigen Erkennungsmuster. Also noch viel weiter entfernt als real. Auf diese Weise ist mir schon öfter passiert, dass ich sehr überrascht war, wie schnell ich mich plötzlich von hinten annäherte. Das ist natürlich kein Grund, da hinten reinzukrachen. Eine wirklich brenzlige Situation hatte ich selbst auch noch nie.


    Um nochmal auf den Geländewagen zurück zu kommen: Sowohl bei Geländewagen als auch bei alten VW-Bussen kann ich mich nicht erinnern, dass ich mich hinsichtlich Abstand und Geschwindigkeit schonmal so verschätzt hätte, wie es bei Kleinwagen gelegentlich mal vorkommt.


    Gruß

    Steffen

    Das verstehe ich nicht.


    Warum musst du jemanden der mit vermutlich konstant 89 km/h (+/- x) fährt, wie es moderne LKWs in der Regel tun, unbedingt bergab mit 110 km/h überholen, wenn du ohnehin die darauf folgende Steigung nicht einmal mit den 89 km/h schaffst?


    Warum wunderst du dich über das Verhalten der LKW-Fahrer? Wenn sie könnten, wie sie wollten, würden sie dich mitsamt dem Trabant einfach platt machen. Zumindest könnte ich das sehr gut nachempfinden. Auf Grund ihrer Loyalität und deiner rücksichtslosen Fahrweise sind sie aber nun zum Bremsen gezwungen.


    Also denk mal darüber nach.

    Gruß Steffen

    ...einfache Lüsterklemme. Von der denken immer viele Trabantbesitzer, sie sei nachträglich reingepfuscht. Ist aber original.

    ...ach sieh an... Da muss ich doch, sobald ich das nächste mal in der Heimat bin, nachschauen, ob das nicht genau die Lüsterklemme ist, die ich, "befohlen" von einem Herrn L. aus dem Freisinger Raum gegen eine Lötverbindung mit Schlauchüberzug ersetzte...


    Gruß Steffen

    Um die Tragfähigkeit der Hebesäule würde ich mir auch erstmal die wenigsten Sorgen machen. Ganz genau kann ich das aber erst sagen, wenn ich am kommenden Wochenende nicht vergesse, in der heimatlichen Garage mal nachzuschauen. Wenn es ein wirklich alter Polo ist, dann sollte die Leermasse zwischen 800 und 900 kg liegen. Dafür langt es definitiv. Es gibt ja für die Mannsfeld-Kippvorrichtung auch zugelassene Adapter für Wartburg oder Shiguli, und diese wiegen leer über 900kg.


    Vielmehr würde ich dir dringend davon abraten, zu versuchen, das Fahrzeug durch Anheben an nur einem Vorderrad zu kippen. Ich glaube nicht, dass das gut geht.


    Ich versuche mal, verbal zu beschreiben, wie der Shiguli-Adapter funktionierte. Von der eigentlichen Kippvorrichtung wurden dabei nur die Hebesäule und die kleinen Böcke ohne Schwelleraufnahme verwendet. Alles andere wird durch den Adaptersatz ersetzt bzw. ergänzt.


    Aaalso... Erstmal ist der Wagen auf der Seite anzuheben, die später unten bleiben soll, und beide Räder abzunehmen. An die Radnaben werden dann zwei Adapter angeschraubt, die mit den Unterstellböcken verbunden werden. Beide Adapter werden außerdem durch ein Rohr fahrzeugslängsseits miteinander formschlüssig verbunden, somit ist also auch die Lenkung blockiert. An diesem Rohr ist, etwa im Schwerpunkt des Fahrzeugs eine weitere Aufnahme vorhanden. An dieser Aufnahme wird dann ein zweites Rohr quer unter dem Fahrzeug befestigt, welches auf der anderen Seite eine Aufnahme hat, die unter den Schweller passt, und eine Aufnahme für die Hebesäule. So wird das Fahrzeug dann gekippt.


    Zur Sicherung kam dann auch nicht der hohe Dreibock zum Einsatz, sondern ebenfalls ein individuelles Tool in Form einer Stütze, für die neben der Hebesäulenaufnahme ebenfalls eine spezielle Befestigung vorgesehen war.


    So etwas in der Art wirst du dir für den Polo auch bauen müssen. ansonsten wird das ein Himmelfahrtskommando.


    Viele Grüße

    Steffen


    PS: Von meiner Kippvorrichtung existieren nach wie vor leider nur noch Hebesäule und Sicherungsbock (sowie modifizierte Reste des Shiguli-Adapters). Hat noch jemand den einen oder anderen Unterstellbock übrig?

    Ihr habt, glaube ich das Signalhorn vergessen. Sollte ein später s-deluxe nicht auch per se eine Zweiklang-Fanfare zu bieten haben?


    Mit der Poliererei kannst du es ja mal vorsichtig versuchen, wenn du erstmal ein wenig abrasives Mittel probierst. Aber ich glaube einige andere Baustellen wären erstmal wichtiger, wie weiter oben schon erwähnt wurde.


    In diesem Sinne: Herzlich Willkommen und mach was draus.


    Viele Grüße

    Steffen

    Der Rest ist Unfug.

    Was meinst du damit genau? Unfug, die Kraftstoffe angemessen zu besteuern? Warum? Natürlich müssten dabei Regelungen getroffen werden, um den öffentlichen Personenverkehr bezahlbar zu halten, und die Kilometerpauschale erhöht werden. Aber sonst: immer gerne!


    Von mir aus sollte man damit vor allem die aktuell völlig aberwitzig definierte Kfz-Steuer ablösen. Seit Baujahr 2009 ergibt sich die Steuer aus dem mittleren CO2 Ausstoß pro Fahrstrecke, der nach einem genormten Verfahren ermittelt wird. Der CO2 Ausstoß ist doch aber nahezu linear vom Kraftstoffverbrauch abhängig. Abgesehen von minimalen Streuungen bei der Emmission anderer Schadstoffe. Daher wäre es also am naheliegendsten, den CO2 Ausstoß mit dem Kraftstoff zu besteuern anstatt mit anderen abstrusen Methoden.


    Und bevor hier gejammert wird, dass das alles für den Otto Normalverbraucher zu teuer würde:

    Früher war der Sprit im Osten auch nicht billig und die meisten konnten bzw. wollten es sich trotzdem leisten. Ich erinnere nur an Preise für Normal: 1,50, Extra 1,65 in der DDR, Super in der CSSR seit Mitte der 1980er 9 Kronen (ca. 3 Mark) Gemessen am normalen Einkommen und an der nationalen Kaufkraft des Geldes war das sehr viel teurer als heute.


    Gruß Steffen

    ...Diesel 1,569€...

    Das ärgerlichste an der Geschichte ist, dass die Brühe immer noch nicht angemessen besteuert ist. Somit wirft die dieselgeile Gesellschaft die Kohle hauptsächlich den Ölkonzernen in den Rachen und der Fiskus lässt sich wertvolle Einnahmen entgehen.

    Das Ganze erinnert mich an eine hier kürzlich geführte Diskussion über die Haltbarkeit (im Betrieb) von Gummiteilen hinsichtlich neu produzierten versus ungebrauchter Lagerware versus noch intakter Gebrauchtware. Ein Tenor war dabei, dass weder die neu produzierten, noch die lange gelagerten originalen Neuteile die Erwartungen bzgl. Haltbarkeit erfüllten. Einwandfrei erhaltene Gebrauchtteile so lange wie möglich zu erhalten war die überwiegende Meinung.


    Als mögliche Begründung wurde geäußert, dass speziell bei den Antriebsmanschetten die Fettfüllung den Erhalt der Geschmeidigkeit des Gummis gegenüber den "trocken gelagerten" begünstigt hat. Soweit trage ich diese Sichtweise auch mit.


    Allerdings gehe ich ebenso davon aus, das die gebrauchten Gummis durch das Fett nicht nur geschmeidig geblieben, sondern auch aufgequollen sind. Wie sonst ist zu erklären, dass die alte getriebeseitige Manschette nur noch mittels Kabelbinder zur Welle hin dicht hält?


    Die andere getriebeseitige Manschette musste ich gegen eine Neue ersetzen. Zur Wahl standen Manschetten zweier offensichtlich verschiedener Produktionschargen. Einen wirklichen Unterschied konnte ich nicht feststellen, beide waren gefühlt gleich eng und steif.


    Bei der Montage hatte ich allerdings den Vorteil der Scharniergelenkwelle. Erst die Manschette aufgezogen, dann den Bolzen eingepresst. Im Unterschied zur Gebrauchten hält diese neue Manschette nun auch ohne Kabelbinder dicht. Mal sehen, wie lange.


    Viele Grüße

    Steffen

    Hat es denn das Blech soweit herangezogen, dass der Luftdurchsatz nach hinten unten raus komplett blockiert ist? Schwer vorstellbar. Und selbst wenn, wird dann der kalte Motor dadurch nicht binnen 1-2 km überhitzen. Mach doch erstmal die anderen oben genannten Hausaufgaben, um zunächst die wahrscheinlichsten Fehlerquellen zu eliminieren.


    Und wenn du wirklich Angst hast, dass die Kühlluft hinten nicht mehr rauskommt, dann mach die Probefahrten halt mal provisorisch ohne Luftleitblech.


    Gruß Steffen

    ...Aber vielen Dank erstmal für den Link...

    Der Link zum digitalisierten Ersatzteilkatalog war nur der, den ich am schnellsten gefunden habe, um mein geschriebenes zu illustrieren.


    Im WHIMS, welches hoffentlich nachts unter deinem Kopfkissen und tagsüber aufgeschlagen neben dir in der Werkstatt liegt, ist der HB-Startvergaser eigentlich auch gut bebildert beschrieben.

    Guckst du hier: http://www.trabitechnik.com/in…cat=1&sub=6&language_id=0


    Kennzeichne oder notiere die Einbaulage des Drehschiebers (Pos. 30), entferne die Mutter (Pos. 33), nimm den Drehschieber raus, und sieh nach, was klemmt. Wie man eine Sechskantmutter löst, weißt du hoffentlich? ;-)


    Ging denn der Startvergaser überhaupt schonmal zu betätigen? Wenn ja, wurde nach der Reinigung alles genau so zusammen gesetzt wie es vorher war?


    Gruß Steffen

    ...Schonmal den Querlenker nach nur einem "leichten" gegen den Bordstein mit dem Rad rutschen gesehen?

    Ich denke mal dass dieser Anwendungsfall hier nicht diskussionsrelevant ist. Wenn der Lenker hin ist, braucht man sich um die Buchsen auch keine Sorgen mehr zu machen. ;-)


    Bleiben wir mal bei den normalen, nicht zerstörerischen Kräften, also bremsen, ruckhaftes beschleunigen oder überfahren leichter Fahrbahnstöße. Bei Geradeausfahrt wirken diese Kräfte überwiegend axial auf die schwenklagerseitigen Lenkerbuchsen und auf die Silentbuchse der Vorderfeder. Dass dort die Miramidscheiben unverzichtbar sind, hat glaube ich niemand bestritten.


    In Richtung Hilfsrahmen wirkt der Lenkerarm aber auch als Hebel. Damit teilen sich die Kräfte in eine axiale und eine radiale Komponente. D.h. die axiale Belastung der hilfsrahmenseitigen Buchsen dürfte geringer sein, als schwenklagerseitig. Kurze leichte Stöße dürften am Hilfsrahmen ebenfalls schon gedämpft ankommen, da teilweise durch den schwenklagerseitigen Gummi absorbiert.


    Nur so wäre es für mich erklärbar, dass es am Hilfsrahmen offensichtlich auch ganz ohne die Scheiben zu funktionieren scheint, wie mehrere Kollegen hier schrieben.

    ...Also müsste man innen am Hilfsrahmen die Scheiben vorn unten hinten dazwischenpacken (wie der K-Rote schreibt)um den gleichen Bergrenzungseffekt wie am Schwenklager zu haben. Also müssten 4 innen je Seite. Packt man nur 2 innen drückt ein Arm ins Leere und einer gegen die Scheibe...

    Wo ist das Problem? Ein Lenkerarm wird in der einen Richtung begrenzt, der andere in die andere Richtung. Betrachtet man den Lenker insgesamt als halbwegs starr, wird damit die jeweils andere Silentbuchse ebenfalls vor axialer Belastung geschützt.

    Weil 2 innen den Lenker genauso begrenzen wie 4. Das macht keinen Unterschied. Der Lenker ist ja aus einem Teil. Wäre er geteilt bräuchte man 4,

    Genau so sehe ich das auch. Dabei ist es wie schon mehrere Vorredner erwähnten wurscht, ob die Scheiben beide innen oder beide außen sitzen, oder gar beide Scheiben an einer Buchse und an der anderen gar keine.

    Auch an den äußeren Buchsen habe ich die Scheiben auf beiden Seiten, außen mit großer Unterlegscheibe.

    Das erhöht aber nicht primär den Schutz vor axialer Belastung. Vielmehr hindert die Scheibe dort die Gummis von bereits defekten Buchsen daran, sich nach außen zu verabschieden. Durchaus auch sinnvoll, da sich so ein zunächst unbemerkt defekter Gummi (nach eigener Erfahrung) überraschend schnell herauswalken kann, und ohne fährt es sich bescheiden ;-)


    Gruß Steffen

    Die Buchsen sind nicht Vulkanisiert, sondern nur aus den 3 Teilen Zusammengepresst.

    Ah, das wusste ich nicht. Auf jeden Fall sind Gummi und Metall sehr fest miteinander verbunden. Bei einer intakten Buchse dürfen sich die Metallhülsen nur so weit gegeneinander bewegen lassen, wie es die Elastizität des Gummis zulässt. Nur so kann ja die Buchse ihren Zweck zuverlässig erfüllen.


    Meine Erfahrung ist: Sobald man einer neuen Buchse auch nur einmal "den Hals umgedreht" hat (also überdreht oder zu weit verschoben), dann ist sie hinüber. D.h. der Innenring lässt sich relativ frei drehen oder verschieben. Das kann schon bei der unachtsamen Montage passieren. Deshalb hatte ich immer angenommen, dass dies vulkanisiert sei. Kann es vielleicht sein, dass sie irgendwie verklebt sind? Beispielsweise durch Beigabe von etwas Gummilösung beim verpressen?


    Nach 12h Renneinsatz haben sich die Silentbuchsen im Querlenker außen am Schwenklager, obwohl neu, auch geteilt

    Das kenne ich. Die 12h Renneinsatz konnte man früher auch durch mehrjährigen Alltagseinsatz auf DDR-Straßen simulieren ;-)


    Gruß Steffen

    Den Hahn prüfst du, indem du die abgezogene Benzinleitung in ein Gefäß hälst und bei geschlossenem Hahn schaust, ob er tropft.

    Auf Grund der konstruktiven Gegebenheiten gehe ich mal davon aus, dass sich ein undichter Benzinhahn weniger am mangelhaften Sperrverhalten im regulären Benzinfluss manifestieren würde. Wenn die Vierloch-Dichtung am Kücken hinüber ist, dann leckt es vor allem genau dort.