Beiträge von Fridl

    Ich hab mal vor ein paar Jahren beider Münchner S-Bahn erlebt: In Schrittgeschwindigkeit nähern, anhalten, aussteigen, Schranke manuell schließen, einsteigen, rüberfahren, anhalten, aussteigen und zurüchlaufen um die Schranke manuell wieder zu öffnen. Der Triebwagenführer hat sich da gut fit gehalten.

    ...erst recht, als ich ihm von der quasi-Alltäglichkeit solcher Aktionen erzählt habe, wenn man Trabant fährt).

    Hier im urbanen Bereich Südbayerns bedarf es keines Trabanten, um gefühlt täglich sowas zu erleben. Selbst wenn vor und hinter einem alles frei ist, wird man ewig angeglotzt und dann, wenn man ran ist, wird einem in Zeitlupe vor den Bug gegrätscht.


    Wird neuerdings sogar von der Polizei praktiziert. Ist mir neulich passiert. Als ich Sekunden später eine Überholmöglichkeit nutzte, fand die junge Polizistin natürlich plötzlich das Gaspedal. Danach wurde ich rausgewunken, und gefragt, ob ich Alkohol, Medikamente oder Drogen zu mir genommen hätte, mit der Begründung, dass es doch sehr befremdlich sei, wenn jemand einen Streifenwagen überholt. Wie bitte? Weder sie noch ich hatten in dem Moment Lust auf eine Diskussion, sonst hätte ich mal gefragt, seit wann Streifenwagen ohne Sondersignal von der Einhaltung der StVO entbunden sind... Ich unterstelle ihr zwar keinen Drogenkonsum, aber irgendwie hat sie überhaupt nicht geschnallt, was sie da fabriziert hatte.

    Der mit dem cliffgrünen Dach ist definitiv kein 89er und die anderen beiden haben mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen Originallack mehr. Vor allem der mit dem baligelben Dach falls es ein 89er sein soll.

    Der Film aus den 60ern ist zwar nett anzusehen, aber wenn ich mich recht erinnere, wurde diese Technik bereits in den 80ern als ineffizient betrachtet, und nicht zuletzt deswegen die Flieger auch in größerem Umfang ausgemustert. So ein Hubschrauber mit Faß unten dran hat ein ähnliches Fassungsvermögen, kann viel präziser abwerfen, und muss vor allem nicht am Boden aufgefüllt werden.


    Wenn wir schon von Löschflugzeugen reden, dann bräuchte man ein ganz anderes Kaliber, was aber im Binnenland eben nur bedingt einsetzbar ist.


    Im Katastrophenfall ist zwar jedes Hilfsmittel willkommen, aber dafür eine veraltete Fliegerflotte jahrzehntelang einsatzbereit zu halten, kann sich schlicht und ergreifend niemand leisten.

    nach 200-300km Schierstoffreserve erschöpft

    Das habe ich nicht geschrieben. Bitte richtig lesen und korrekt zitieren.


    Und ja, dass mein Beispiel nicht direkt auf den Trabant abbildbar ist, war wie ich denke erkennbar. Sollte nur eine Antwort auf die Spekulation sein, wie sich schnell verschleißende Nadeln bei nur geringer Fahrleistung auswirken. Nämlich fast gar nicht.

    Heinz, Fazebuuk tut nicht weh ;)

    Es geht wohl weniger um den Grad des Schmerzes, als vielmehr darum, dass es schon sehr befremdlich ist, wenn hier im Forum Dinge gepostet werden, deren Inhalt man nur dann vollständig lesen/ansehen kann, wenn man bei einem anderen Dienstleister, der mit diesem Forum überhaupt nichts zu tun hat, ein Konto eröffnet.

    Inwieweit der sich bei Jahresfahrleistungen von oft nur 1-2000km (manchmal mehr, nicht selten noch weniger) bemerkbar machen würde, wäre durchaus mal interessant... :zwinkerer:

    Beim Lada sind solche Nadelkränze an den Kreuzgelenken wartungsfrei montiert. Wenn dort nach 200-300tkm die Schmierstoffreserve erschöpft ist, äußert sich das zunächst nur in zunehmender Geräuschentwicklung. Wir sind seinerzeit noch ein paar Tausend km (davon gut 500 mit Wohnwagengespann) gefahren, bis neue Kreuzgelenke in der ČSSR erstanden werden konnten. Die Nadeln waren am Ende zu 60-70% zu Staub zermahlen. Außer dem knirschenden Geräusch ohne weitere Auffälligkeiten. So mancher Trabantfahrer würde das vielleicht nicht mal hören... ;)


    Ich möchte das natürlich ausdrücklich nicht zur Nachahmung empfehlen. Mir hatten ja nüscht...

    Ist das normal, daß beim Trabant mit dem QEK alle Lämpchen der KMVA leuchten und er trotzdem nur so langsam fährt?

    Mit einem Bremsfallschirm aka Wohnwagen im Schlepptau, hat man schon mit einem für damalige Verhältnisse recht ordentlich motorisierten Zugfahrzeug gut zu tun. Wo soll beim Trabant die Leistung herkommen, wenn nicht ordentlich Benzin durch die KMVA gurgelt? Außerdem ist auf dem Video zu sehen, dass es fast die ganze Zeit bergauf ging. Dafür war er doch recht flott unterwegs, sogar bis in den dritten Gang. Und oben angekommen hat er sogar im 4. ganz gut Fahrt aufgenommen.


    Fahrfusshebel Gibt es einen Grund, warum du für die Tour den 601er genommen hast? Ist ja schon sportlich.

    Wenn ja - nachhaltig wäre das nicht.

    Nachhaltigkeit hin oder her, umweltfreundlich ist schon allein die Herstellung der Akkus definitiv nicht. Und selbst wenn heute die Ersatzteilversorgung gut wäre: Die Li-Akkus halten mit geeigneter Ladetechnik im Heimwerkerbetrieb schon recht lange. Da wird es eher fragwürdig, ob man nach Jahren noch Ersatzteile bekommt. Und ebenso fraglich, ob sich die Hersteller mal auf Standards einigen.


    Vor der Anschaffung eines Gerätes muss man eh immer die Vor- und Nachteile abwägen. Manchmal scheidet das Akku-Gerät wegen fehlender Leistung aus, manchmal ist es in Ermangelung einer Steckdose am Einsatzort die sinnvollste Option usw. usf.

    Verbrauchen eigentlich Akku betriebene Elektrogeräte durch den Ladevorgang mehr Strom als per Kabel direkt ans Netz angeschlossene Elektrogeräte ?

    Ja natürlich. Du musst in einen Akku immer etwa 30-40% mehr Energie hineinpumpen, als du wieder herausholen kannst. Durch den Wirkungsgrad des Ladewandlers an sich geht ebenfalls Energie flöten. Sonst wäre es ja ein Perpetuum Mobile.

    Die Außenseite des Risses außerdem V-förmig anschleifen, damit er sich gut mit Harz auffüllen lässt. Ob man die Innenseite mit einem Blech oder Glasfaser verstärkt, ist gehupft wie gesprungen. Je nach Vorlieben, Verfügbarkeit und Fertigkeit.

    Ja und? Was erwartest du von der Boulevardpresse? Wenn es keine Klatsch-Schlagzeilen gibt, dann werden eben welche gemacht. Das war schon immer so, und wer sowas liest ist selber schuld.


    Die Geschichten von Baby Schimmerlos sind zwar fiktiv, aber keineswegs an den Haaren herbei gezogen.

    Ich würde den Autor fragen, warum bei mir ein Kraftstoff ohne (Bio)-E nach langer Lagerung von hellgelb in ein zartes braun/ölig wechselt und warum (Bio)-E-lastiger Sprit grün wird und stinkt wie Gülle.

    Mit Bio hat das ganze nicht viel zu tun. Auch hochreiner Primasprit wurde und wird schon immer aus Biomasse (beispielsweise Melasse) hergestellt, und an dem Produkt altert bekanntlich nix. Nur ist das Herstellungsverfahren aufwändig von der Prozesssteuerung und auch vom Zeitbedarf her. Fuselöle, technische Alkohole verschiedener Qualitäten und auch Methanol müssen unter Einhaltung sehr enger Temperaturintervalle einzeln herausdestilliert werden. Deshalb ist ja auch das Schnapsbrennen nicht ganz ungefährlich, wenn man es nicht richtig kann. Viel billiger ist es, wenn man die ganze Brühe incl. Fusel in einem Schritt rausplätschern lässt, und da liegt m.E. der Hund im Pfeffer. Diese biologischen Verunreinigungen verwesen eben irgendwann und machen den Alkohol zu Jauche. Ganz genau wie bei verunreinigtem Wasser, nur eben etwas langsamer.


    Klugscheißmodus beendet.


    Gruß Steffen

    Ich hoffe, dass nun keiner auf die Idee verfällt, Trabant und Nervenklinik(aufenthalt) hätten irgendetwas miteinander zu tun... ;)

    Für unser Hobby ist es nicht zwingend erforderlich, verrückt zu sein, aber es erleichtert die Sache ungemein ;) . Dem Kennzeichen nach dürfte es eher ein Besucher, Angestellter, Student oder Bewohner aus der Nachbarschaft sein (wenn er legal dort steht, wo er steht, dann eher letzteres). Als Patient wird man hier nur mit einem M am Auto aufgenommen.


    Ich wäre übrigens selbst schon öfter mit dem Trabi gekommen, wenn ich ihn, wie ursprünglich geplant, hier hätte.

    Wir haben ihn nun am stand laufen

    Heißt das nur mal gestartet und kurz laufen lassen? Dann ist der Motor also kalt. Wenn du in diesem Zustand am Vergaser rumschraubst, wirst du eher was verschlechtern als verbessern. Dass im kalten Zustand der Leerlauf etwas Unterstützung braucht, muss ich hoffentlich nicht extra erwähnen.


    Wie Tim schon schrieb: Eingestellt wird am betriebswarmen Motor.

    Genau, ich kenne auch den Lehrsatz "In der Spielstraße darf sich die Tachonadel nicht bewegen". Damit hast du ja dann den Freibrief... :P ;) ^^


    Aber Spaß beiseite, wenn man um Schrittgeschwindigkeit zu fahren einen Tacho braucht, dann sollte man besser zu Fuß gehen. Oder vielleicht doch mal bei Gelegenheit eine Fahrschule besuchen. Das würde ich mir übrigens von einem Großteil der Verkehrsteilnehmer heutzutage wünschen.

    Bei mir ist das auch so. Wie fest die Nadel in Nullstellung kleben bleibt, hängt auch von der Temperatur und der Dauer der vorherigen Standzeit ab. Bei kühlem Wetter musste ich nach der letzten Winterpause sogar bei Tempo 40-50 leicht anklopfen, um die Nadel "aufzuwecken". Einmal losgelöst geht der Tacho einwandfrei, und für einen Trabant sehr sehr genau.


    Da der TÜV sich noch nie dafür interessiert hat (und vermutlich der Tacho während der Prüfung auch noch nie geklemmt hat), und es bei mir noch genug andere Baustellen gibt, hab ich bis jetzt auch noch nichts daran gemacht.

    Bei Lüsterklemme und Pannenband muss ich schmunzelnd an einen Bulgarien-Urlaub 1983 denken. Dort waren die Camper sehr kreativ bei der Herstellung ihrer Stromanschlüsse. Beispielsweise 2 verdrillte Litzen quer über den Platz gelegt und mit den blanken Enden in die Steckdose an der Kochstelle gesteckt. Um dem etwas entgegenzuwirken, kam ab und zu der Platzwart mit nem Prüffritzen über den Platz, aber am nächsten Tag war alles wieder wie vorher.


    Unser Anschlusskabel hat damals nicht ganz bis zur nächsten verfügbaren regulären Steckdose gereicht. Ein Nachbar hatte noch einen Kabelrest zum Verlängern aber keine Kupplungen. Also musste da auch Lüsterklemme, Isolierband und ne Plastetüte herhalten. Und just beim Schrauben kam der Prüffritze vorbei. Er sah sich an, dass die Schuko-Stecker fachgerecht montiert waren, blickte stirnrunzelnd auf die Lüsterklemme, sah, dass die richtigen Adern miteinander verbunden waren, winkte ab und ging weiter. Ob er auch wusste, dass von den vorhandenen Sicherungskästen nur diejenigen "funktionierten", bei denen die Schmelzeinsätze geflickt waren, ist nicht überliefert.