Beiträge von Postkugel

    Die Postkugel hat nach 22 Jahren treuem Dienst jetzt nach 340 Tkm einen Ausstauschmotor erhalten. (2.0L). Nicht, weil der Oelverbrauch exorbitant oder die Maschine defekt war, sondern weil ich es nicht mag, die Technik "totzunueddeln". Eine solche Laufzeit ist bei diesem Motor absolut normal. Man schafft eigentlich auch noch 50-100 tkm mehr.


    Diese Ueberholung hat was knapp ueber 4000 Euro gekostet.


    Wenn mir ein Hersteller eines batterieelektrischen Pkw's einen vergleichbaren MTBF-Wert bietet und mit aehnlichen Austauschkosten um die Ecke kommt, bin ich dabei.


    Also meine Vorgabe: 300 Tkm oder 20 Jahre bei 80% Akkukapazitaet am Ende der Lebensdauer. Reichweite 500km (im Winter oder mit Klima versteht sich), Ladezeit von 30 auf 100% maximal 30 Minuten. Kosten fuer den Akkutausch: 4500 Euro incl. Einbau. Der Hersteller, der dies bietet, darf sich gern bei mir melden. Bis dahin bleibt der batterielektrische Antrieb fuer mich nichts als ein Rueckschritt zum Zwecke der Profitmaximierung auf Kosten der Umwelt. Denn batterielektrische Fahrzeuge sind derzeit zu 100% mit Kohlestrom unterwegs (DKW=DampfKraftWagen).


    Vermutlich sind aber bereits 3 Generationen batterieelektrische Fahrzeuge durch die Presse gewandet, ehe ich an den Motor der Postkugel mal wieder "ran" muss. Und ob es dann was Besseres gibt oder ich gar noch was benoetige, steht in den Sternen.

    @TV


    Naja, das sind alles "so Projekte", vermutlich mit viel Steuergeld gefoerdert. Und stehts durch die rosarote Brille beworben. Erinnert mich an Merkels Passiv- (oder waren es gar Ueberschuss?)haeuser zu Berlin. Kann man chic finden. Muss man aber nicht. Vor allem, wenn man weiss, wie es so im Wissenschaftsbetrieb in Sachen Forschungsgelder laeuft.


    An dem Faktum, dass ein batterieelektrisches Fahrzeug nach rd. 7 Jahren einen neuen Akku benoetigt, dessen Preis ziemlich sicher den Zeitwert des Fahrzeuges uebersteigt (=wirtschaftlicher Totalschaden), duerfte sich auch bei einer Zweitnutzung kaum etwas aendern. Es sei denn, der Rueckkaufwert des Akkus liegt bei mind. >=2/3 des Neupreises :/ :lach:

    Diskussionen mit "Ich kennen einen der wen kennt" sind in meinen Augen muehssig, weil es stets "Ausrutscher" gibt, und man damit exakt nichts belegt.


    Die heute ueblichen Li-Akkus machen rd. 3000 Halbzyklen mit. Vollzyklen nur etwa 1000. Meist wird man zu 70% entladen und hat einen Wert irgendwo dazwischen. Die Teile sind nach 6-7 Jahren fertig. Viele Hersteller sagen 8 Jahre oder 160 Tkm bei 70% Kapazitaet. Man wird dann aber fast 100% laden muessen um 70% herauszubekommen. Stichwort "Ladewirkungsgrad". Ob es sinnvoll ist, "10 Liter zu tanken und dann 3 Liter gleich wegzuschuetten" muss sich jeder selbst ueberlegen. Fakt ist, dass sich der Innenwiderstand des Akkus ueber die Lebensdauer etwa verdoppelt, und das mindert den Wirkungsgrad bei Laden *und* beim Entladen.


    Das ehem. Fahrzeugakkus als PV-Speicher genutzt werden, kenne ich eigentlich nur von Staplerakkus. Da sind Bleiakkus, und die Motivation kommt aus einer ganz anderen Ecke: Diese werden bei rd. 80% Restkapazitaet rausgeschmissen und die kann man dann zum Schrottwert bekommen. Diese Restkapazitaet genuegt locker, dass sie in einer PV-*Insel*anlage bei gelegentlicher Nutzung noch 2 Jahre Dienst schieben. Der Verlust stoert nicht, weil, die Sonne schickt keine Rechnung. Danach gehen die Dinger zum Schrottwert auf den Schrott und man hat faktisch einen Gratisspeicher.


    Aber: Das macht man nur bei Eigenbau-Bastelloesungen fuer sich selbst. Serioes wird das kein Elektriker einem Kunden anbieten. Wer als Gewerbetreibender so etwas macht, hat entweder eine sehr gute Haftpflichtversicherung oder wenig Freude am Leben. Die Lobbyisten bei Carmen/BmBF etc. fabulieren zwar gern vom "2. Akkuleben" - werden im Einzelfall dafuer jedoch bestimmt keine Haftung uebernehmen.

    Und der Aufbau des Tankstellennetzes für Tankstellen mit fossilen Brennstoffen damals und heute war / ist komplett kostenlos oder wie? :rolleyes: Meine Güte, manchmal stellst du dich aber auch an. :)

    Die Kosten fuer Ladesaeulen wird halt auf den Strompreis umgelegt, der gern 50% ueber dem Haushaltstarif liegen darf.


    Fuer mich ist das KO-Kriterium fuer batterielektrisch angetzriebene Fahrzeuge jedoch, dass diese nach 7-8 Jahren zwangslaeufig einen wirtschaftlichen Totalschaden haben (Akku defekt). 30000 Euro durch 8 macht 3,750 Euro Abschreibung pro Jahr. Ich bin jedoch nur bereit, die Haelfte zu tragen.

    Die Stadt Berlin teilte auf Anfrage mit, dass eine vierflammige Gasdrucklampe einen Anschlusswert von 1.064 Watt besitzt. Eine LED-Leuchte, die dem konventionellen Leuchtmittel nachempfunden ist, hingegen nur 20 Watt. Pro Stunde Betrieb verbraucht die konventionelle Gasleuchte also rund eine Kilowattstunde Strom, die LED-Leuchte 0,02 kWh Strom.

    Wenn eine Lampe der 1.000-Watt-Klasse durch einen 20-Watt-LED-Strahler ersetzt wird, dann bleiben fast 1.000 Watt Anschlussleistung ungenutzt. Mit dieser Anschlussleistung kann man über Nacht (in 10 Stunden) den Strom für die durchschnittlichen 40 Kilometer tägliche Fahrstrecke laden. Pro umgerüsteter Laterne ist also genug Ladeleistung für ein E-Auto übrig.

    Sorry Tim, da liegst Du oder die Stadt Berlin (wen wundert's, wo die nichtmal Wahlen vernuenftig organisiert bekommen :P ) eine Zehnerpotenz daneben. Die LED-Funzel benoetigt rd. 200 Watt, also etwa 20% der HQL.


    Gute Natriumdampflampen (die Gelben) haben uebrigens etwa die selbe Lichtausbeute wie LED's. Sollten diese in besagter Strasse bereits (wie damals in der DDR :S ) zum Einsatz kommen, bringen die LED's kaum energetische Vorteile, weshalb man eine Umruestung der Strassenbeleuchtung auf LED durch die Kommunen wirtschaftlich betrachtet nicht unnoetig forcieren sollte sondern diese sinnig stets im Rahmen der erweiterten Reproduktion durchfuehrt.


    Etwas Hintergrundwissen: Ist die Natriumdampf-Hochdrucklampe eine Alternative zur LED?

    Solange der regenerativ erzeugte Strom die Kohlekraftwerke nicht zu 100% aus dem Netz gedraengt hat, ist jedes zusaetzliche batterielektrische Fahrzeug ein mit Braunkohle betriebener Dampfkraftwagen mehr aus der Strasse. Das sind einfach die Fakten.


    Und deshalb sollte jede regenerativ erzeugte Kilowattstunde zuvorderst dazu verwendet werden, die Kohlenkraftwerke aus dem Stromnetz zu draengen. So man denn wirklich die Umwelt schuetzen will. Nur will man das?

    Otto- und Dieselmotoren sind Direktwandler.


    Fahrzeuge mit batterieelektrischem Elektroantrieb sind derzeit nichts anderes als Dampfkraftwagen. Weil deren Strom zu 100% aus Kohle mit dem Umweg ueber einen Dampfkessel gewonnen wird. Das soll also energieeffizienter/wirtschaftlicher/besser sein? Erschliesst sich mit nicht.


    Aber wie sprach schon Otto: "Was weiss denn so ein Baby was es trinkt, Hauptsach, das d`et Zeug ne`d stinkt!"

    Der Strommarkt ist ein Merit-Order Markt. Der Preis, der für ALLE erzeugten kWh Strom bezahlt wird ist der Preis, der vom gerade noch gekauften teuersten Anbieter verlangt wird. Die Kosten der Erzeugung spielen keine Rolle. Dass der Ökostrom also auch teuer wird, ist in diesem Markt völlig normal. Vielleicht sind diese Regeln des Marktes nicht ideal, aber Betrug ist das nicht.

    Das sind doch alles Taschenspielertricks, und nichts anderes. Hier werden gutglaeubige Menschen von wertschoepfungsfernen Gesindel abgezogen. Pfui!

    Hier wird der Ökostrom von 21 Cent auf 35 Cent erhöht.

    Da sieht man mal wieder, dass dieser "Oekostrom" nichts anderes als Betrug ist. Denn die Gestehungskosten fuer selbigen sind in keinster Weise gestiegen. Der Kollege wird fuer seinen eingespeisten PV-Strommit 6 Cent "verguetet".


    Schade, dass es keinen Atomstromtarif gib. *Den* wuerde ich nehmen.

    Ich denke, die Fokussierung auf den batterieelektrischen Antrieb wird das Flottenalter der Fahrzeuge erheblich reduzieren. Genau das liegt im Interesse der Pkw-Finalproduzenten. Ob das allerdings so kommen wird, steht in den Sternen und haengt ganz wesentlich von der wirtschaftlichen Entwicklung der naechsten 10 Jahre ab.


    Mir deucht auch, dass nach den Masstaeben unserer hippen linksgruenen Regierungsminderheit das Eigentum am privaten KfZ abgeschafft gehoert. Vielmehr wird man im Stile der Elektroroller diverse Mietmodelle fokussieren, bei denen man "lediglich" fuer die tatsaechliche Nutzung zahlt. Das dies einen erheblichen Verlust an persoenlicher Freiheit bedeutet und die Mehrkosten nur von jenen erkennbar sind, die wirklich rechnen koennen, steht auf einem anderen Blatt. Aber solche Modelle schaffen zusaetzliche Chancen, wertschoepfungsarm Mehrwert abzuschoepfen. Und nur darum geht es.


    Das Schlimme ist, das die angeblich "Linken" ihre eigenen Buecher nicht lesen und sich laengst zum billigen Handlanger des Kapitals gemacht haben.

    "Leider...", so so. :( Northstream 1 + 2 gelocht ist sicherlich auch toll ?

    Eskaliert kann eben nicht genug werden... :rolleyes:

    Es wird keinen Frieden geben, solange Putin und seine Traeumer vom sowjetischen Grossimperium an der Macht bleiben. Erst wenn dort Menschen regieren, die nicht mehr der Auffassung sind, man koenne durch Raub und Diebstahl Eigentum erwerben, erst wenn eine junge Generation in Regierungsverantwortung kommt, denen die Wuerde des Menschen wichtiger als die "Ehre des Vaterlandes" ist, wird es Frieden gaben. Bis dahin bestens einen Waffenmstillstand.

    Aber vermutlich die allermeisten, jedenfalls fast alle Leute, die ich so kenne.


    Das ist wie mit der Grippeschutzimpfung: Viele brauchen sie nicht und oft hilft die auchnicht.


    Wenn sich jemand aus Angst vor einer für ihn nahezu harmlosen Krankheit krank machen lässt, zweifle ich am Verstand der betreffenden Person. Und das ist keine Frage der Bildung, sondern ob man fähig ist, sich die richtigen Fragen zu stellen. Der Volksmund bezeichnet diese Fähigkeit übrigens als "Bauernschläue".