Posts by Gunnar

    So ne Ampel mit Zeitsignal habe ich bisher einmal an ner Baustelle erlebt. Als die 55 im Schneckentempo zur 54 wechselte, freute ich mich über die sinnvolle Orientierung, stellte den Motor ab und wollte mich in aller Ruhe Radio und Navi widmen. Als dann 45 bis 0 aber im Höllentempo runterrasselten, änderte ich ganz schnell meine Meinung. In der Form ist das ja irgendwie fürn A**** Wenn, dann muß das schon vorhersehbar laufen.

    Auch gibt es keine Regelungen, die Ampelschaltungen ermöglicht, die Radfahrern und Fußgängern die komplette Kreuzung kurzzeitig für alle Richtungen freigibt.

    Oh, das fänd ich spannend. Dann will bestimmt jeder der Schnellste sein und die kacheln sich gegenseitig um, statt ne Sekunde zu warten. Da hol ich mir Popcorn, wenn es soweit ist...

    aber es ist tatsächlich als Fahrradfahrer nervig, sich zweieinhalb Minuten gegen einen Ampelpfahl lehnen zu müssen, um Grün zu bekommen

    Stimmt, nervig ist das wohl. Aber man muß ja nicht am Pfahl lehnen, man könnte auch absteigen und die Motorisierten fragen, warum sie nicht mal den Motor abstellen ;-)

    So kenn ich das auch. Wenn wenig Platz ist, dann gemächlich anpirschen, damit der Überholte merkt, daß er gleich überholt wird, und dann vorsichtig vorbei fahren. Könnte ja auch sein, daß er seinen Kurs mal nicht halten kann.

    Übrigens hab ich mal die StVO konsultiert ;-) §9 sagt zwar, was beim Abbiegen alles zu beachten ist, aber der Begriff selbst ist nicht erklärt. Ist abbiegen also nur der Moment der signifikanten Richtungsänderung oder der gesamte Vorgang? Im Zweifelsfalle fallen mir spontan dutzend Orte ein, wo LKWs ab sofort über dutzende oder hundert Meter Schritt fahren müßten, weil theoretisch von rechts ein Radler auftauchen könnte. Wohlgemerkt im fließenden Verkehr. Das kann ja nicht der Verordnung sein.


    Auch das Parken in 2. Reihe soll ja signifikant teurer werden. Find ich eigentlich auch gut. Aber wie ist das eigentlich mit Lieferverkehr? Kann mir nicht vorstellen, daß sich ein Fahrer das leisten kann, öfters horrend zur Kasse gebeten zu werden, wenn er z.B. in Berlin oder so Imbisse und Cafés beliefert.

    Also ich habe das in der Fahrschule mit den 1,5m als Richtwert beigebracht bekommen, den man nötigenfalls auch erhöhen muß, aber unter entsprechender Vorsicht auch verringern darf. Einen Fixwert halte ich nach wie vor für praxisfremd, auch wenn für mich die Motivation, so einen Fixwert festzulegen, nachvollziehbar ist.

    Theoretisch sind ja langsame Fahrzeuge auch angehalten, bei Gelegenheit rechts ranzufahren, um andere vorbeizulassen, würde für Radler ja dann auch gelten. Theoretisch also alles i.O., praktisch macht das fast niemand.

    Gleiches gilt für das Schritttempo beim rechts abbiegen. Natürlich hat der Radler dann bessere Chancen, doch noch auszuweichen und lebendig davon zu kommen, aber praktisch wird es einige Radler wohl eher noch anstacheln, sich vorbeizuquetschen, eben weil der LKW langsam fahren muß. Statt also Radler zu sensibilisieren, daß man das nicht macht, werden andere jetzt reglementiert. Finde ich nicht richtig, zumal mir keiner erzählen kann, daß LKWs mit 30...40...50 Sachen so unvorhersehbar schnell abbiegen, daß man als Radler unausweichlich drunter klemmt.


    Inwiefern es mir jetzt helfen soll, daß Radler sich Rechte rausnehmen wie Motorradfahrer auch, weiß ich leider nicht ;-)


    Die einzig richtige Lösung ist die aus Münster. Dort hat die Polizei eine Radlerstaffel eingerichtet und greift rigoros durch bei den Radlern und siehe da, plötzlich können sich die Kollegen an die schon bestehenden Regeln halten und alles ist paletti.

    Und (um auch mal für die Radler Partei zu ergreifen) wenn Mutti mit Kleinkind auf dem Rad aufm Dorf nicht auf der Bundesstraße fahren will und deswegen auf den Fußweg ausweicht, weil es keinen Radweg gibt, finde ich 55-100€, die künftig zu zahlen sind, auch nicht angemessen.


    Nur, damit ich nicht falsch verstanden werde:

    unter Sicherheitsaspekten sind die Regeln sicher nachvollziehbar. Und daß man die Fahrzeuge mit dem größten Gefahrenpotential reglementiert, ist sicher auch naheliegend. Trotzdem finde ich die Regelungen aus praktischer Sicht problematisch und mir fehlt eindeutig mindestens eine Kampagne, die ALLE Verkehrsteilnehmer, auch die, die eher zu den Opfergruppen gehören, dazu anhält, ihr Verhalten zu überdenken.

    Seid gegrüßt alle miteinander


    Höre grad im Radio, wie sich der Bundesrat und das Verkehrsministerium feiern, weil diverse Verschärfungen heute abgenickt worden sind.

    Klimaschutz, Sicherheit, Immissionsschutz, alles wird dabei wieder in einen Topf geworfen, ein argumentatives Wischiwaschi, an sich eigentlich schon eine Katastrophe oder Blamage, je nach dem wie man will. Und sicher, das alles ändert am tatsächlichen Geschehen im Straßenverkehr wenig bis nichts, wenn kaum Kontrollen stattfinden, ein zentrales Problem, was Ministerien und Presse irgendwie nicht zu jucken scheint.


    Aber was haltet ihr generell so von den Neuerungen?


    Fahrverbot innerorts ab 21km/h zu schnell statt ab 31. Sportlich, andererseits ist zu hohe Geschwindigkeit innerorts auch besonders gefährlich. Die Frage ist: ab wann gibt es dann ab sofort Punkte? Und wie verschieben sich die Bußgelder? Aber wie auch immer, alles eine Sache der Selbstbeherrschung letzten Endes.

    Schlimmer finde ich da schon das wieder angesprochene, aber noch vertagte Tempolimit 30 innerorts in Städten.


    Daß das parken auf Radspuren oder in zweiter Reihe auch teurer wird, ist ja zu begrüßen, aber was haltet ihr aber davon, daß

    a) LKW beim Rechtsabbiegen nur noch Schritttempo fahren dürfen?

    b) Fahrräder mit mind. 1,5m (2m außerorts) Abstand zu überholen sind?


    Meiner Meinung nach fehlen hier dringend exakte Definitionen der Begriffe.

    Was z.B. ist abbiegen? Gehört das Fahren auf einer Abbiegespur dazu? Ist ausfahren aus einem Kreisverkehr auch abbiegen?

    Und was passiert demnächst z.B. auf der LuWu und der Reilstraße in Halle? Einspurige Verkehrsführung mit nebenliegender Radspur. Ohne Ausweichen auf den mittleren Schienenbereich (mit überfahren des Bordsteines) dürfte man kaum zuverlässig 1,5m einhalten können.

    Werden Radfahrer dann zukünftig vom Steintor bis zum Zoo zum Verkehrshindernis? Oder gilt die Regelung nicht, wenn die Radler eine markierte Spur haben?


    Und wieso wird mit keiner Silbe erwähnt, daß man auch Radler reglementieren muß? Durchquetschen durch wartende Fahrzeuge, vorbeiquetschen an LKWs, mißachten von Rotlicht und Vorfahrtsregelungen, kein Blick zur Seite oder nach hinten, alles alltäglich und permanent bei Radlern zu beobachten bei jeder x-beliebigen Stadtfahrt. Wieso gibt es dafür keine höheren Bußgelder, wenn sich jemand dadurch selber in Gefahr bringt?


    Ich finde, der motorisierte Verkehr wird hier (mal wieder) einseitig als Buhmann dargestellt.

    Und nun Feuer frei zur Diskussion.

    Das Schwierige ist halt, daß man beim Schreiben/Lesen weder Mimik noch Gestik sieht. Im Grunde genommen hören sich die Hinweise manchmal von oben herab an, sind aber nicht so gemeint.


    Viele Dinge kann man sowieso auf viele verschiedene Arten machen. Letzten Endes ist auch dein Nutzungsprofil entscheidend und mit guter Konservierung und mehr oder weniger kontinuierlicher Nacharbeit von kritischen Stellen kannst du u.U. trotzdem sehr lange Freude an deinem Neuaufbau haben und ein vorzeigbares Fahrzeug haben. Daß es trotzdem nicht jedermanns Maßstäben genügt, tja das ist halt so. Alles gut :-)

    Bisher hab ich die Firma nicht kontaktiert, sondern einfach Sachs-Stoßdämpfer eingebaut, weil ich die auch da hatte. Problem ist damit erledigt und die dämpfen auch komfortabler.

    Wenn allerdings 4 Stoßdämpfer identisch rumpeln, ist das für ehrlich gesagt kein Fall von schief gelaufen, sondern von mangelhafter Qualitätskontrolle firmenintern.

    Und da zwischen Erwerb und Einbau 2 Jahre lagen, brauch ich mich da auch wohl nicht mehr zu melden.

    Für den 66er hatte ich mir auch Stoßdämpfer bei Schwarz besorgt. Die waren super und ich konnte mir sogar die Dämpfungswerte aussuchen (in der Druckstufe etwas weicher).

    Für den 82er, der letztes Jahr fertig wurde, habe ich die Dämpfer wieder dort bestellt ... so ein Geraffel. Sowie die Temperaturen einstellig werden, klappern die Dinger so dermaßen vor sich hin, nicht auszuhalten.

    Also das Problem besteht nach wie vor.

    Ist ja ein Blattfederfahrwerk und sollte mit Radialreifen +2 bis +4mm Vorspur bekommen. Habe jetzt lange mit verschiedenen Werten probiert, immer wieder verändert, kürzere oder längere Zeit gefahren, nachgemessen usw.

    Am geringsten war das Problem bei 0 bis -1mm Vorspur, allerdings auch nicht weg. Schon eine geringe Korrektur auf +1 bis +2mm Vorspur macht die Sache spürbar unangenehmer. Bei sehr viel pos. oder neg. Vorspur ist die Sache logischerweise sehr viel ausgeprägter.


    Nach wie vor zieht er also nach rechts, wenn der Motor zieht. Je mehr der Motor zieht, desto deutlicher nach rechts. Geht man dann vom Gas, merkt man, wie der Wagen mehr oder weniger deutlich nach links einschwenkt.

    Bei Unebenheiten zieht er am deutlichsten nach rechts. Fahrt auf Kopfsteinpflaster führt z.B. sofort zum Ziehen nach rechts, bei aalglatter Straße dauert das wesentlich länger.

    Auch Geradeausfahrt ist nach wie vor schwierig. Eigentlich ist es eine permanente Korrektur zw. leicht nach links und leicht nach rechts. Sehr nervig.


    Ich bin der Meinung, es liegt am Lenkgetriebe. Denn am linken Rad ist deutlich ein Spiel zu fühlen, was sich bis zur Zahnstange zurück verfolgen läßt. Komischerweise ist am rechten Rad rein gar nichts zu spüren.

    Also werd ich wohl mal probeweise das LG tauschen müssen. Was anderes fällt mir nicht ein.

    Japp. Alles fest, nix gerissen, alle Schrauben routinemäßig nachgezogen, alle fest.

    Wie gesagt, ich suche den Fehler jetzt erstmal bei mir und nicht am Fahrzeug. Wenn ich 100%ig weiß daß die Spur auch nach nochmaliger Überprüfung stimmt, müssen wir weiter sehen.

    Fahrfusshebel ich werde erstmal mein Spurmaß tunen, um sicher zu gehen, was ich da überhaupt messe. Wer viel mißt, mißt viel Mist...


    Habe mir heute die Vorderachse nochmal intensiv angesehen. Rechte Seite angehoben, alles durchgerüttelt, abgeleuchtet und festgestellt, daß sich die Federgabel relativ zum Federauge bewegen ließ. Also alles auseinander gerupft, Federbuchse getauscht, sogar DDR-Teil, und festgestellt, daß es hinterher genau so war. Scheint also nur die Elastizität des Gummis in der Buchse gewesen zu sein, der die (minimale) Beweglichkeit bewirkte. Linke Seite verhält sich identisch.

    In den Spurstangen ist nix zu spüren, alle anderen Buchsen unauffällig, Motorlager ebenso.

    Beim Anheben auf der linken Seite war dann Spiel zu spüren, und zwar als ich das Rad rechts und links faßte und wackelte. Oben und unten angesetzt beim Wackeln --> kein Spiel. Im Endeffekt stellte es sich dann so dar, daß sich die Zahnstange im Lenkgetriebe verdreht, wenn man am Rad anfaßt und lenkt. Ist aber nur beim linken Rad zu spüren, rechts nicht. LG ist aber schon neu.

    Habe mich dann erinnert, daß ich vor 10...11 Jahren schon mal sowas hatte. TÜV hatte damals die Spurstangenköpfe bemängelt. Beim Reparieren merkte ich dieses Spiel aus dem LG, neues LG rein und wieder Spiel. Den TÜV störte das nicht und ich hatte auch niemals Probleme mit schief ziehen.

    Kann mir also kaum vorstellen, daß es jetzt daran liegen soll.

    Bin grad in der Garage. Sturz links 16mm, rechts 13mm.

    Laut Rep.-handbuch ist die Differenz zu groß, allerdings steht da auch, daß das Fahrzeug nach der Seite mit dem größeren Sturz zieht, was bei mir nicht hinhaut ... bzw. beim freien Rollen zieht er überhaupt nicht, nur wenn der Motor zieht und dann ja nach rechts.

    Die Vorspur war leicht negativ, was mich aber nicht übermäßig überrascht hat, weil neue Federn sich ja setzen und ich die Spur im Neuzustand auch schon auf 3mm eingestellt hatte.


    Was mir noch einfallen würde: Spurweite vorne zu hinten rechts und links. Wie äußert sich das, wenn der Wert signifikant unterschiedlich ist?

    Müßte ich mir aber erst ein Werkzeug basteln.