Beiträge von Deluxe

    In meiner Schraubergarage hängt ein ganz normaler Heizkörper, der mit dem selben Wasser betrieben wird wie die Fußbodenheizung um Rest des Gebäudes. Der hält den Raum frostfrei und wärmt ihn wenn gewünscht auf Arbeitstemperatur auf. Mehr braucht es ja nicht.


    Klappt aber auch nur, weil die Werkstatt eben mit im Haus und nicht übern Hof ist.

    Sagt was Ihr wollt, aber so richtige Alternativen sind das doch alles nicht.

    Rechtlich halbgar, im Ernstfall mit katastrophalen wirtschaftlichen Folgen, es setzt immer voraus, daß mineralölbasierte Breennstoffe vorrätig sind und und und...


    Die einzige Alternative ist und bleibt für mich ein Ofen. Holz findet sich immer irgendwo, er macht keine Nässe und es braucht auch keinen Strom und keine Importketten, um sich mit Brennmaterial zu versorgen.

    Und ja, natürlich klappt auch das nicht, wenn es alle machen - völlig klar.

    Hier gibt es zwei kurze Zirkulations-Zeiträume morgens und abends, die programmiert sind. Und in der gesamten anderen Zeit läuft die Zirkulation nur an, wenn der Hahn geöffnet wird. Da gibts die sogenannte Impulssteuerung. Warmwasserhahn kurz öffnen und gleich wieder schließen, Zirku-Pumpe läuft an und etwa 2-3min später ist das warme Wasser am Hahn.

    Ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber wenn man das macht bevor man z.B. kurz zum Pinkeln geht, hat man hinterher fast ohe Wartezeit und ohne Wasserverlust Warmwasser am Hahn.


    Und heißes Wasser im Speicher vorhalten muß ich auch nicht, das spart Energie und Legionellen. Wenn es gebraucht wird, erwärmt es sich über den Wärmetauscher des Pufferspeichers im Durchlauferhitzer-Prinzip.

    Hier wird gar nichts weggeblendet.

    Aber bei Becher im Text ist nunmal von den Müttern die Rede - daß das symbolisch gemeint ist, als Metapher für ALLE, sollte erkennbar sein...


    Sofern die Bilder in den Medien echt sind, wovon ich ausgehe, weil es bei jeder Mobilmachung der Weltgeschichte immer gleich aussah:

    Seht Euch die Abschiedsszenen vor diesen Rekrutierungszentren an, die uns derzeit präsentiert werden. Schaut in die Gesichter der Mütter, Frauen und Bräute, der Kinder, Großväter usw.

    Also ich bin jeden Tag froh, wenn ich von Ferne die Dampfwolke des Kraftwerks Lippendorf aus dem Kühlturm steigen sehe. Dafür muß ich nur wenige Meter den Berg hoch aus dem Dorf raus...

    Nee, sowas gab es bei uns auch nicht. Und ich hatte auch schon als Kind keinerlei Interesse an sowas.

    Es gibt ja Leute, die sagen Krieg ist Schei**, aber die Technik ist toll. Kann ich mich nicht so richtig dafür erwärmen - das ganze eiserne Brachialzeug. Sicher gibt's da Interessantes dabei, aber als ich neulich mal ganz allein durch die noch nie besuchten Hallen in Pütnitz zog, merkte ich erneut, wie mich dieses ganze Gerümpel abstößt und wieviel wohler mir in der Zivilfahrzeugsammlung ist.


    Einen gut ausgestatteten Ural oder wenigstens W50 kann man zwar sicher immer mal brauchen - aber der ganze Panzerkrempel usw. - mir bleibt es fremd.

    Mein Großvater väterlicherseits (1916 - 2003) wäre jetzt 106 Jahre alt und hat sehr viel aus dieser Zeit erzählt. Luftwaffe, Sperrballons um die Leunawerke, später bei der FlAK an der Westfront und schließlich britische Kriegsgefangenschaft. Heimkehr 1948. Alles in allem viel Glück im Unglück - die Ostfront und Sibirien blieben ihm erspart und gesund ist er auch geblieben.

    Ich habe von ihm sämtliche Fotoalben aus jener Zeit und von der Wehrmachtsauskunftsstelle auch alles in Kopie erhalten, was es an Unterlagen zu ihm gab.

    Sein Fazit: Nie wieder Krieg.


    Mein Großvater mütterlicherseits (1929 - 2013) wäre jetzt 93 und hatte im März 1945 seinen 16. Geburtstag. Den haben sie gleich danach noch zum Volkssturm verpflichtet, er war beteiligt als eine Chemnitzer Autobahnbrücke mangels Sprengstoff mit Fliegerbomben gesprengt wurde und dann sollte er mit einem Karabiner und zwei Handgranaten die Amerikaner entlang der heutigen Autobahn A4 zwischen Chemnitz-Rabenstein und Wüstenbrand aufhalten. Hat ihm noch einen Oberschenkeldurchschuß knapp hinterm Knochen und viele Wochen Lazarett eingebracht. Die Narbe samt sichtbarer Delle durfte ich mir als Kind mal ansehen.

    Sein Fazit: Nie wieder Krieg.

    Als sie ihn später zur Wismut zwangsverpflichten wollten, fiel ihm diese Verletzung wieder ein und er zog bei den Untersuchungen und auf dem Heimweg geistesgegenwärtig ein bißchen das Bein nach. Das hat ihm wahrscheinlich den Uran-Schacht erspart und er konnte sein Leben lang als Schuhmachermeister sein Handwerk betreiben.

    Der fuhr mit seinem Trabant, wenn wir als Kinder mit drin saßen, mitunter extra einen anderen Weg, damit wir nicht an dem T-34 vorbeikamen, der in Karl-Marx-Stadt als Mahnmal auf einem Sockel stand. Ich habe nie wieder jemanden kennengelernt, der dieser ganzen Militärkacke so befremdet und feindselig gegenüberstand wie er. Und er wußte genau, warum...

    die Russen wissen was Krieg wirklich bedeutet.

    Sie haben ja im letzten Krieg ihre Erfahrungen gemacht.

    Richtig. Und die zentrale Lehre aus dem Zweiten Weltkrieg für Russland bzw. die UdSSR war: Nie wieder Krieg auf unserem eigenen Territorium. Der Gegner muß außerhalb der Grenzen geschlagen werden. Und genau deshalb ist es so verwerflich und dumm, daß der Westen im Rahmen der NATO-Osterweiterung auf diese zentrale nationale Erfahrung Russlands nicht nur nicht eingegangen ist, sondern sie komplett ignoriert hat.

    Sieht schlecht aus, für den Frieden.


    Das wird wohl eher ein erbitterter Winterkrieg. Die Russen haben gestern die Teilmobilmachung angekündigt - also den ersten Schritt zur Generalmobilmachung. Heißt für mich: Militärisch stehen sie wider eigenes Erwarten mit dem Rücken zur Wand. Was ja anhand der Frontverläufe auch schon länger sichtbar ist, sofern das Material der Wahrheit entspricht, welches uns hier in den Medien gezeigt wird.


    A propos Medien: Zumindest im ZDF findet die Kriegsberichterstattung nicht nur absolut tendenziös, sondern auch gendergerecht statt. Man kann sich vor Soldatinnen und Soldaten, Ukrainerinnen und Ukrainern, Russinnen und Russen kaum noch retten...

    Wochenschauqualität in Stolpersprache.


    Wenn da jetzt mehr als 300.000 unfreiwillige (!) Reservisten quasi zwangsrekrutiert werden und tatsächlich gut ausgerüstet zum Einsatz kommen sollten, ist die Ukraine demnächst keinen Pfifferling mehr wert. Es sei denn, diese Männer drehen die Waffen um. Wie wahrscheinlich das ist, vermag ich nicht einzuschätzen.


    Winterkrieg in der Ost-Ukraine. Kontinentales Klima, Temperaturen dauerhaft um die minus 25°C absolut üblich, bis minus 40°C durchaus möglich. Die armen Schweine die das mitmachen müssen...


    Manch einer verstand Putins Ansage gestern als Erneuerung der nuklearen Drohung. Was russisches Territorium genau ist, wird man sehen - Pessimisten gehen davon aus, daß die Ostukraine nach den fürs Wochenende geplanten Referenden bereits dazugezählt wird. Würde bedeuten, jeder Angriff der Ukrainer würde von Russland als Angriff auf russisches Territorium interpretiert. Ausgang offen.


    Wohin soll das alles eigentlich noch führen?????


    Laßt das Licht des Friedens scheinen
    Daß nie eine Mutter mehr
    Ihren Sohn beweint


    Johannes R. Becher, Textauszug aus der Nationalhymne der Deutschen Demokratischen Republik.

    In den nächsten Monaten werden in der Ukraine und in Russland viele Mütter ihre Söhne zu beweinen haben. Noch mehr, als bisher schon... :schluchzer:

    Gestern Abend mal weiter für Ordnung in der Werkstatt gesorgt. Lochwände aufgehängt, Werkzeug sortiert, ein paar Ablagen an die Wand geschraubt. Ganz langsam zieht sowas wie System ein. Aber fertig ist es noch lange nicht.

    SZ = Schlafzimmer ;)

    Wahlweise auch Sächsische Zeitung oder Süddeutsche Zeitung. :grinser:


    Also ich habe Dreifachverglasung, stelle fest daß es wirklich etwas bringt (bei Wärme und Schall) und der Ofen steht an der Innenwand neben der Tür, denn dort ist der Schornstein, an dem eine Etage tiefer ein zweiter Ofen und am anderen Zug die Heizung hängt.

    Durch die Fußbodenheizung ist es sowieso egal, die macht es überall gleichmäßig warm. Aber der klassische Heizkörper unterm Fenster hatte für die Raumluftzirkulation schon gute Gründe.