Diagonalreifen auf dem 601?

  • Ich habe es geschafft meine Felgen, für Chromradkappen, zu lackieren... Da aber die alten Reifen mittlerweile 17 Jahre alt sind, müssen neu her. Ich habe mir gedacht wieder auf Diagonalreifen umzusteigen. Da ich das optisch ganz passend finde.ich bin mir allerdings noch nicht ganz sicher bzgl. Fahrverhalten. Macht das einen großen Unterschied? Das Auto wird nur auf trockenen Straßen gefahren.

    Fährt von euch noch jemand Diagonalreifen?

  • Ja, auf fünf Autos und 12 Anhängern....


    Die Heidenauer kann man bedenkenlos im Alltag bewegen und haben sogar den Vorteil, ein gutes Nässeverhalten an den Tag zu legen.


    Authentisch und praktikabel.

  • Ich bin gerade von Diagonal auf Radial umgestiegen.

    Grund dafür war, dass ich einmal auf der Heimfahrt in den Regen gekommen bin und da die Diagonalreifen das Wasser nicht wegbekommen haben. Das war eine mege Auquaplaningrunde ...

    Vorallem auch durch die Spurrillen und schmale Achsbreite bestärkt.

    Originalität hin oder her, da habe ich mehr Muffe die Karre in den Graben zu setzen.

  • Lukas96

    Waren es neue Diagonalreifen von Heidenau?

    Jetzt wo ich tot bin ist alles soviel leichter,
    ihr müsst alle aufstehen und ich schlaf einfach weiter.


    Nicht lange raten, recherchieren! Original-Trabant.de

  • Ende 2012 ... die Reifen sind bis sie runterkamen ca. 8000 km Saison gefahren. Ich hätte die auch weiter gefahren, aber da hört bei mir die Originalität auf, wenn es schon bei 80 km/h anfängt zu schwimmen ...

    Aber ich möchte da keinem drein reden, dass sind meine persönlichen Erfahrungen.

  • Authentisch und praktikabel.


    Der Federungskomfort ist jedenfalls mit Diagnalreifen besser, und auch die Abrollgeräusche

    sind geringer.

    So ein Wartburg 312 liegt bspw. mit Diagonalreifen wie eine Sänfte auf der Straße.
    Radial poltert mehr, so meine Erfahrung.

    Edited 2 times, last by Krümel: Ein Beitrag von Krümel mit diesem Beitrag zusammengefügt. ().

  • Lukas96 schonmal darüber nachgedacht weshalb es für Reifen ein empfohlene Alternative von 6 Jahren gibt?

    Sich wundern das 8 Jahre alte Reifen hart sind, und dadurch schlechteren grip haben, sowas verstehe ich nicht!

  • Das hört sich ja schonmal super an... danke Jungs für die vernünftigen Antworten, ich habe ehrlich gesagt damit gerechnet mal wieder in der Luft zerrissen zu werden ;).


    Welche Größe benötige ich denn? Und das sind Schlauchreifen richtig?

  • Schlauchlose 5.20 x 13 vom Reifenwerk Heidenau.

  • Grandpa da gehe ich mit dir mit bei einem Alltagsauto. Aber die Reifen sind ja mehr gestanden als gefahren.

    Und das Problem sehe ich weniger in der Machart der Reifen, ob Diagonal oder Radial sondern mehr im Profil. Bei den Heidenaupellen kann der Reifen noch so neu sein, er bringt das Wasser nicht weg, aus dem einfach Grund, da er (Profil P36) nur Rillen in Laufrichtung hat, keine in Querrichtung. Dadurch sammelt sich das Wasser im unteren Teil des Profils, was ein schwammiges Fahrverhalten hervorruft.

    Dafür muss es noch nicht einmal in Strömen Regnen. Wasser in Fahrbahnrinnen reicht da vollkommen aus.

    Mir ist natürlich auch bewusst, dass Heidenau sich mit seinem Angebot der Oldtimerreifen an Schönwetterfahrer wendet und das finde ich auch gut so. Auf einem 500er oder 600er sehen moderne Radialreifen unpassend aus, meiner Meinung nach. Und da viele Trabis selten bei strömendem Regen fahren und jeder Fahren kann was er will, finde ich die Reifenfrage die gleiche wie die nach dem richtigen Öl ... jeder muss selber wissen was er will.

  • ja da gehe ich mit, jeder kann fahren was er möchte. Aber ob ein Reifen viel gefahren wird, oder viel steht, altern tut er trotzdem, und 8 Jahre sind 8 Jahre. Natürlich durch weniger Sonne nicht ganz so schlimm, aber jenach Zustand der Garage kann das auch nachteilig sein, wenn sie z.b. im Sommer sehr warm wird.

  • schonmal darüber nachgedacht weshalb es für Reifen ein empfohlene Alternative von 6 Jahren gibt?

    Dazu dann mal der Hinweis:


    "Laut BRV (Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V.) gelten bei sachgemäßer Lagerung Reifen bis zu 3 Jahren als fabrikneu bis zu 5 Jahre als neu."


    Sprich, wenn Ich ein 5 Jahre gelagerten Neureifen beim Händler angeboten bekommen, sollte Ich diesen nur noch 1 Jahr fahren?


    Diese Empfehlung bezieht sich auf Winterreifen, aber nicht auf Sommerreifen und heutige Gummimischungen sollten da doch Langzeitstabil sein, außer bei einigen Markenreifen, die schon nach 3 Jahren die ersten Risse bekommen.

  • die Regelung das Reifen bis zu 5 Jahre als neu gelten, kann ich eh nicht nachvollziehen. Wie will man sicher gehen das sie fachgerecht gelagert wurden?


    Das Problem der porösität nach 3 Jahren, betrifft auch einige günstig reifen, die als testsieger vorgestellt wurden.

    Es gibt wenige Reifen die nach über 6 Jahren auf dem Auto noch wirklich weich sind. Aber ich bin da eh etwas vorsichtiger, und wechsel den Reifen lieber nen halbes Jahr früher, das ist der einzige Kontakt den ich zur Fahrbahn habe!

  • Ich hab am Kübel 2014 neue Reifen aufgezogen. Gefahren seit dem 3500km. Profil wie neu, keine Risse und weich. Fahren sich ganz normal. Ich würde die im Traum nicht tauschen. Europäischer Hersteller, Made in einem Land der EU hinter Dresden.


    Es kommt doch wie immer darauf an wie, wo, wann man fährt.

    Auf der Alltagspappe werde ich die Allwetter dort auch nach 5-10 Jahren je nach Zustand tauschen.


    Und die Diagonal kann man fahren, egal ob Ost oder Heidenau. Man muß eben den Fahrstil entsprechend einstellen.

    Im Alltag vielleicht nicht, aber am Oldtimer mit dem entsprechenden Fahrten...warum nicht.

    Das der sicherheitstechnisch nicht soviel kann wie der Radiale.....brauch man wohl kaum diskutieren.

    Und ein wenig kann man ja auch immer noch durch die fahrerrischen Fähigkeiten ausgleichen, sofern man die hat. Bei Alltagsfahrern die sonst ESP, ABS und andere Assis gewohnt sind ist das leider nicht immer der Fall.

    Da kann ein Fahrsicherheitstraining mit dem Trabant sehr inspirierend und aufschlussreich sein.

    Wenn man dann die Grenzen kennt, kann man auch damit umgehen, egal welche Pellen da drauf sind.

  • Ich kann über die Heidenauer auch nichts schlechtes berichten. Aquaplaning ist ab 80 km/h sowieso ein Thema, egal bei welchen Reifen.

    Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.

  • Dadurch das die 5.20-13 schon ansich schmaler sind als die 145er Radial brauchen sie auch gar nicht so viel Wasser verdrängen. Aquaplaning ist mir in den 26 Jahren mit den "Trennscheiben" am Trabi noch nicht wirklich untergekommen. Breite Reifen sind halt nicht in jedem Fall immer gut.

  • Viele denken breitere Reifen sind immer besser und bieten mehr Halt. Aber je leichter ein Auto ist, um so schmaler müssen die Reifen sein, damit der Druck und somit die Haftung zum Boden stimmt. Andersrum verteil sich zu wenig Gewicht auf zu viel Fläche.

    Als Fahranfänger und etwa später als Käferfaher dachte ich auch immer breitere Reifen sind besser und wurde irgendwann eines Besseren belehrt.

  • Hallo,


    ich bin vor nicht allzu langer Zeit auch von Radial (Semperit)- auf Diagonalreifen (Heidenau) umgestiegen, der Optik wegen.

    Als erstes fiel mir das laute Abrollgeräusch auf und mit den radialen lag er definitiv satter in der Kurve.

    Der Federungskomfort wiederum ist mit den Diagonalen spürbar höher.

    Die Reifengröße der radialen war die, welche dem Original am nähesten kommt.


    Bei starker Nässe musste ich mit den Diagonalen noch nicht fahren, kann dazu also nichts sagen. Auch nicht, wie lange sie im Vergleich zu den Radialen halten.


    Auf jeden Fall haben beide Sorten ihre Vor- und Nachteile, beide kann man gut fahren und ich persönlich bereue die doch relativ teuren diagonalen (noch) nicht.


    Gruß

    Benjamin

    Fährt und schraubt gern IFA *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* :love:

  • Ich kann dir noch als Tipp geben, bei den Diagonalen genau auf den Luftdruck zu achten. Hast du da nach dem Motto "Ein halbes Bar mehr spart einen Liter" zu viel Luft drauf, rollen die Reifen nicht vollflächig ab und haben somit auch weniger grip.

  • Und zu wenig ist auch nicht gut, dann haben die ruckzuck kein Profil mehr und fahren sich dann wirklich sehr schwammig.