Posts by Marlene

    Ich habe für mein Land 11 Jahre im THW gedient anstatt Wehrdienst. Ich würde eine allgemeine Dienstpflicht anstelle des Wehrdienstes als Standard- und der alternativen Dienste (Zivi, Bereitschaftspolizei, Zivilschutz) als Ausnahmeleistung sehr begrüßen, denn es würde der Zersplitterung der Gesellschaft entgegenwirken, den Dienstleistenden ein Gefühl für Staatsbürgerpflichten geben und gelernt hat man da auch allerhand. Vielleicht auch deswegen bin ich bis heute ehrenamtlich tätig... Meine Altersgenossen sehen die Dienstzeit -egal, ob Bund, Zivi oder Zivilschutz- durchweg positiv.

    Von der Impfquote zum Notar... Ich hab' leider nicht die Zeit, hier dauernd reinzuschauen und auf alle die interessanten Beiträge zu antworten, daher nur kurz: Die Impfquote im LK ERZ lag neulich unter 50%. Da ist doch alles klar. Natürlich ist es auch eine Frage der Disziplin, aber vor allem der Immunisierung, wie viele Leute sich a) überhaupt und b) mit schweren Verläufen anstecken. Auf ITS liegen annähernd 100% ungeimpfte. Im Umfeld habe ich mehrere Fälle, bei denen es aufgrund der Impfung trotz belegten "Kontakts" gerade nicht zur Ansteckung kam. Mag jeder glauben, was er will: Impfen ist die richtige Strategie und als kleiner Anstoß für die unentschlossenen/unwilligen Mitbürger kommt ja nun wohl wirklich die Impfflicht. Ich hätte in diesem Land, das irgendwelche Pflichten ja per se für absolut unzumutbar hält, kaum noch dran geglaubt. Was hätten wir z.B. mit der Wehrpflicht für ein Potential an Soldaten/Zivis für die Freisetzung von Klinikpersonal...

    Wir habens geschafft: LK ERZ hat über 2000 Inzidenz und Chemnitz als erste Großstadt über 1000. Die Intensivpatienten werden ausgeflogen und die Bundeswehr hilft im KH aus. Hier darf jetzt niemandem mehr was passieren, sonst muß er sich bald selbst operieren. Nur noch vier von 16 OP- Sälen können hier betrieben werden. Es nervt etwas, das hätte mit genügend Impfungen und mehr Disziplin nicht so kommen müssen. Rückblickend hätte man im September eine allgemeine Impfpflicht anordnen müssen. Die wird ja nun wohl hoffentlich kommen, damit der Mist wenigstens nächstes Jahr in vernünftige Bahnen kommt.

    Sachsen hat die niedrigste Impfquote, die zweithöchsten 7-Tages-Inzidenzen (nach Thüringen) und die höchste Hospitalisierungsquote in Deutschland. Für mich ergeben sich daher keine vernünftigen Zweifel an der Wirksamkeit der Impfung. Sogenannte "Durchbrüche" sind völlig normal, entscheidend ist der Anteil der Geimpften auf der ITS; der ist mit 10 Prozent signifikant niedriger als derjenige der Ungeimpften.

    Tomsailor Dieser Wert besagt, wie oft die Maschine sozusagen drüberlaufen mußte, um den Nachweis zu führen. Wenige Durchläufe = viel Virusmaterial, viele Durchläufe = wenig Material. Nachweisgrenze liegt bei 40. Unsern 5-jährigen hatte es mit einem Wert von 32 erwischt, der hat außer ner leichten Schniefnase keine Symptome und uns auch in der Quarantäne nicht angesteckt. Übrigens war bei uns der Schnelltest (Bosonbio) korrekt positiv. Gute Besserung!

    Bitte um illustrierende Erklaerung, was da wo/wie erkenntlich sein soll.

    Es ist doch offensichtlich, daß man nicht einfach zwei gleiche Kalendertage der Jahre 2020 und 2021 miteinander vergleichen kann, weil die Kurvenverläufe der Jahre nicht deckungsgleich sind. Wenn Du allein anhand der Infektionszahlen Rückschlüsse auf die Wirksamkeit der Impfung ziehen möchtest -was methodisch falsch ist, weil ganz wesentliche Faktoren, wie z.B. die Frage, ob die Ausbreitung bei den Geimpften oder den Ungeimpften stattfindet und wie sich der Wegfall von Kontakt- und Reisebeschränkungen auswirkt, unberücksichtigt bleiben müssen-, dann kannst Du das erst tun, wenn Du die vierte Welle insgesamt betrachten kannst. Es ist nämlich durchaus zu erwarten, daß das lokale Maximum deutlich niedriger ausfällt, als im Winter '20/'21. Und dann hättest Du nur einen steileren Anstieg, dafür auf ein geringeres Maximum bewiesen, woraus keine Aussage über die Wirksamkeit der Impfung folgt.


    Willkommen im Klub. Das sage ich nun schon fast 2 Jahre lang.

    Eben nicht. Du verharmlost die Infektion seit zwei Jahren. "Harmlos" wird sie aber erst durch die Impfung, weil sie nämlich das mühsame und bei dieser Krankheit bisher für Millionen Menschen auf der Welt tödliche Lernen des Immunsystems durch Ansteckung ersetzt durch menschliche Genialität. Ein Hoch auf die Wissenschaft!


    wieso begrüßt die Deutsche Krankenhausgesellschaft die Beendigung der epidemische Lage?

    Erstens habe ich nicht von "den" ITS gesprochen, sondern von der hiesigen und zweitens sieht das die Intensivmedizin anders: https://rp-online.de/politik/d…eedom-day-ab_aid-63692791

    Es ist ja eigentlich sinnlos. Die Postkugelfraktion ist sowieso von der Richtigkeit ihrer Auffassung überzeugt und die andern eben nicht. Aber nur mal kurz: Das ist natürlich Humbug, einfach die Kalendertage zweier Jahre miteinander zu vergleichen. Man muß sich schon die Gesamtkurve anschauen. Dabei fällt schon ein deutlicher Unterschied 2020/2021 auf. Siehe hier: https://experience.arcgis.com/…17327b2bf1d4/page/page_1/

    "Kurvendiskussion" ;-) Insbesondere kommen die Zahlen auch durch die Schulen zustande; kaum Impfungen aber auch keine Maßnahmen wie in 2020.

    Mir isses egal, ich bin geimpft. Daß man da bei Virusinfektionen trotzdem krank werden kann, wissen wir seit anno Tobak. Aber wir müssen nicht unbedingt auf die ITS. Und nur darum gehts bei dem ganzen Zinnober. Impfung ist Erkrankung light. Für die lieben Ungeimpften mußte in Karl-Chemnitz-Stadt schon wieder die zweite COVID- Station eröffnet werden. Nächstes Jahr ist das Drama rum und Sars-CoV-2 wird eine Krankheit wie jede andere Grippe sein, mit der unsere Immunsysteme weitgehend umgehen können. Meins, weil ich geimpft bin, Deins, weil Du genesen bist und die andern sind tot oder warn noch nicht auf der Welt. "Händelbar", wie man da neudeutsch dazu sagt.

    Ich hab neulich im Wartburg auch nach dem geschlossenen BÜ in Walldorf (respektive nach dem erwarteten Zug) statt nach dem 60-Schild geschaut und durfte trotz Anhängers auch bloß 15,- löhnen. Den Hänger sieht der Sachbearbeiter dank des Winkels in der Regel und es stand auch im Verwarnbogen...

    Naja, wenn man sein Leben lang als Pseudo- Raumschiffkapitän unterwegs war, dann darf man vielleicht auch mal echten Weltraum schnuppern wollen. Zumal das ja jetzt "jeder" kann. Der sich die Fahrkarte leisten kann :-D Besser wärs aber, diese Weltraumfliegerei würde überhaupt verboten. Kontakt zu Extraterristen, was würde General Wamsler von der TRAF dazu sagen?

    Das leuchtet doch ein, dass es eben einen Unterschied zwischen

    fehlerhafte[n] Urteile[n]

    und Rechtsbeugung gibt. Warum? Weil es halt den Tatbestand der Rechtsbeugung im StGB gibt. Was soll denn bitte als Rechtsbeugung strafbar sein, wenn nicht eben die vorsätzlich falsche und damit Willkürentscheidung eines z.B. unzuständigen Richters? Wobei: Ob der Mann vorsätzlich gehandelt hat, ist ja grade Gegenstand der Ermittlungen. Diese müssen aber bei Vorliegen eines Anfangsverdachts gemäß § 152 Abs. 2 StPO zwingend eingeleitet werden. Ich hätte bei der Sachlage auch ein Verfahren eingeleitet, ja: Einleiten müssen. Obs dann am Ende für eine Anklage reicht, kann man im vorhinein sowieso nicht wissen, dafür gibts ja die Ermittlungen. Wenn z.B. im Telefon des Beschuldigten eine SMS gefunden würde (Konjunktiv 2, bitte!) des Inhalts, daß er genau weiß, daß er unzuständig ist, aber der Partei zuliebe trotzdem entscheiden will? Was dann?


    Wohlbemerkt:

    wenigstens fahrlässige Rechtsbeugung

    ist aus gutem Grund nicht strafbar, denn, wie sagt der Lateiner: Errare humanum est. Irren ist menschlich.

    Also bitte, laßt mal die Fachleute machen, entgegen der Stammtischmeinung treffen sie -wir- ihre/unsere Entscheidungen in der Regel wohlüberlegt und auf der Grundlage dessen, was wir in jahrelanger Ausbildung gelernt haben. Daß es dabei immer mindestens eine Seite gibt, die mit der Entscheidung unzufrieden ist, gehört halt zum Berufsbild. "Likes" sammelt man da eher keine, wer das braucht, muß Influencer werden.

    Wir machen grade folgendes: Wir diskutieren unterschiedliche Schulerfahrungen. ;-) Solange das nicht endlos wird, brauchts doch dafür nun keinen eigenen thread. Diese Rubrik ist doch so ein bißchen der freie Austausch über dies und das. Muß auch mal sein...

    Och, jetzt malt doch nicht den Teufel an die Wand. Sogar das Dampflokverbot bei der Bundesbahn hielt nur von 1977 bis 1985. Irgendwann könnte es halt mal schwierig werden, an den Kraftstoff zu kommen, wenn immer mehr Tankstellen mangels Bedarfs zumachen, aber das wird vielleicht in 20, 30 Jahren so sein. Dann müssen wir den Sprit halt im Internet bestellen. Der kommt dann mit der elektrischen Drohne :-D

    Polytechnischen Unterricht gab es in der BRD jedenfalls nicht.

    Stimmt so nicht. Irgendwann wurde das Fach "Werken" in "Polytechnik" umbenannt. Aaaaber: Es hing enorm von der Verfügbarkeit brauchbarer Lehrkörper ab, ob da was sinnvolles gemacht wurde. Von der Zerlegung und Instandsetzung eines Opel Olympia bis zu ziemlich sinnlosem Rumgepansche mit Ton konnte einen da alles erwischen. Insofern würde ich dem entsprechenden DDR- Unterricht den Vorzug geben, weil mir der aus den Berichten meiner dort sozialisierten Mitmenschen insgesamt stringenter und praxisnäher erscheint.

    Das im Osten verbreitete Klischee vom Schauspielunterricht o.ä. ist aber genauso ein Quatsch, wie äquivalente West- Vorurteile gegenüber dem Osten. Wir waren ja nicht alle auf der Waldorfschule. Und auch dort gabs kluge Leute. Fazit: Ich habe in 13 westdeutschen Schuljahren keinen Schauspielunterricht genossen, dafür eine Weile "Polytechnik" gehabt, wo wir dann eher untermotiviert gekocht, genäht und getöpfert haben. Wir waren halt die mit dem nicht so tollen Lehr(Leer?)körper...

    Und auf dem Gymnasium hielt man uns natürlich als künftige Reserve für geistige Höhenflüge nahezu vollständig von allem fern, was irgendwie praktisch verwendbar schien. Das merkt man Entscheidungsträgern mit höherer Schulbildung wohl auch durchaus an. Mein Idealbild eines Vorgesetzten ist jemand, der die Arbeit seiner Untergebenen aus eigener Praxis kennt. Aber gut: Wie war das mit dem sozialistischen Leiter und dem Zitronenfalter? Hat auch nicht immer funktioniert.

    Ist das nicht schon deswegen Schmuh, weil damals die Leute einfach von der Straße gesammelt wurden? Hier hat man ja vorher gelenkiges Junggemüse ausgewählt, um maximales Fleischgewicht zu bekommen. Abgesehen davon: Immer diese Rekorde. Öde sowas.

    In Hessen haben wir als Schüler den Samstag in Hartmut-Holzapfel-Tag umbenannt. Warum? Weil Kultusminister Hartmut Holzapfel (SPD) den Samstagsunterricht (vor allem wegen Lehrermangels) gestrichen hat. Aber wann war das eigentlich? Ich dächte, 1991 rum. Prüfung bei Wiki ergab: Der Mann kam 1991 ans Ruder. Also irgendwann da wars dann vorbei mit Samstagsschule. Und der Unterricht ging dafür werktags bis tw. um 15.00 Uhr.