Greta und die Umwelt 2020

  • Was Deli sagt find ich gut......Gewinnmaximierung.


    Ich mag Star Trek (TNG) nicht nur wegen der Raumschiffe......auch die Philosphie die angestrebt wird. Weg von Macht und Gewinn, hin zur Erforschung von allem.


    In gewisser Weise arbeite ich auch darauf hin. Ich habe kein Bestreben nach immer mehr und mehr. Ich mag Dinge die Bestand haben. Ich sammle und nutze die alten Dinge des Alltags nicht weil ich Ostaligiker oder sowas bin, sondern weil ich toll finde mit einer Qualität zu arbeiten die ewig hält. Denn genau das ist Nachhaltigkeit!


    Und genau das hat die Jugend in der Nachhaltigkeitsdiskussion noch garnicht verstanden. Es muss immer das Neuste und Aktuellste sein. Egal ob Handy, Kleidung oder gar Nahrungstrends.

    Ein Vorteil der Mangelwirtschaft war eben auch die Pflege und der Erhalt des Vorhandenen. Und das dem Nachwuchs in der Überflussgesellschaft begreiflich zu machen, ist praktisch unmöglich.


    Klar könnte ich das durch Entzug versuchen meinen Nachkommen begreiflich zu machen. Aber was wäre das Ergebnis, wenn ich meine Kinder zum Außenseiter mache?

    Das würde erst ansatzweise funktionieren, wenn ein Großteil an einen Strang zieht. Und genau das werde ich vermutlich nicht mehr erleben.

  • Wo nimmst du denn diese Infos her?


    Übergangsregelungen

    1. Wenn der Hersteller bescheinigen kann, dass die Feuerstätte den Grenzwerten für Staub von 0,15 g/m³ Abgasluft und für Kohlenstoffmonoxid von 4 g/m³ Abgasluft eingehalten werden.
    2. Wenn der Schornsteinfeger eine Messung vor Ort an der Feuerstätte durchführt und bestätigt, dass die Grenzwerte für Staub von 0,15 g/m³ Abgasluft und für Kohlenstoffmonoxid von 4 g/m³ Abgasluft eingehalten werden.

    Ist einer dieser zwei Nachweise erbracht, können Sie mit Ihrem alten Ofen – zeitlich unbegrenzt – weiterhin heizen.

    Kann weder der Hersteller, noch ein Beauftragter des Schornsteinfegerhandwerks den Nachweis erbringen, verlangt die 1. BImSchV 2. Stufe eine Nachrüstung oder die Außerbetriebnahme der Feuerstätte. Aktuell sind davon die Öfen betroffen, die vor dem 31.12.1984 in Betrieb genommen wurden. Je nach Alter des Ofens gelten unterschiedliche Übergangszeiten von Ende 2014 – Ende 2024. Die meisten Öfen sind zum maßgeblichen Zeitpunkt über 30 Jahre in Betrieb.

    Wenn ich einen See seh, brauch ich kein Meer mehr. :winker:

  • Sorry Sebastian, aber wenn ich das mit der. Medaille lese werde ich dünnhäutig.

    Wir verliessen 1991 fluchtartig Berlin weil unser einziger und heute ältester Sohn mit Beginn der Heizsaison röchelnd im Bettchen lag und um jeden Atemzug rang. Pseudokrupp sagte die Ärztin.

    Und das war nur Berlin, da möchte ich nicht südlich von Leipzig oder in sonst einer damals total versauen Gegend gewesen sein.

    Uns hat die andere Seite der Medaille einen Scheiß interessiert, es ging bei dem 11 Monate alten Kind ums Überleben.

  • Der Ansatzpunkt beim Wirtschaftssystes , der stetigen Ressourcenverwendung und der immer mehr einher gehenden Globalisierung ist definitiv richtig. Kapitalismus lebt nunmal von ständigen Wachstum und der Erschließung neuer Märkte. Koste es was es wolle und wenn es am Ende Menschenleben sind. Die Kehrseite ist eine weitere Umverteilung zu den "Wirtschaftseliten" hin, Ausweitung abhängiger bzw prekärer Beschäftigungsverhältnisse und weitere Reduzierung der Mittelschicht. Die nächste Weltwirtschaftskrise wird kommen, da zuviel Geld am Markt gewertet wird, welches nur in der Theorie existiert.


    Extra 3 hat erst kürzlich ein schönes Video zum Thema Mutter Erde veröffentlicht, der schön verdeutlicht wie die Politik weltweit arbeitet.


    Und ich bleibe dabei, wir können unseren Kindern nichts zum Vorwurf machen, was wir ihnen vorleben. Meine Frau und ich haben unseren Lebensstil die letzten Jahre auch deutlich verändert und unser Sohn macht das gern mit. Im übrigen finden die meisten FFF Demos in DE am Freitag nach Schulschluß statt.


  • Wenn man wissen will, wie es früher so lufttechnisch in der DDR war, dann empfehle ich eine Winterreise z.B. nach Sofia. Der Smog war so extrem - im Hotel mit Klima und Filter hat alles nach Abgasen gestunken. Selbst die Klamotten im Koffer zu Hause danach.

  • Die Welt in der wir heute leben ist von den meisten so wie sie ist gewollt.
    Ja auch ich nutze das Internet und das Handy . Aber zu einem großen Teil dem Druck der Zukunft von außen Geschuldet . Ich ch könnte ganz gut auch ohne moderne Technik irgendwo in der Natur leben ohne Not .

    Persönlich fand ich das Leben in den 70 Jahren sehr angenehm . Wenn man sein Konsumverhalten auf den Lebensstandard Essen Trinken Kleidung Technik von damals zurück setzen würde könnte man gut Leben und hätte Taler im Überfluss .
    Aber wenn man das mitten in Deutschland versucht wird man Dumm angeschaut

  • Wobei der prinzipielle persönliche Wunsch nach einem Neuwagen und des Umsetzung auch nicht unbedingt der Technologieverweigerung und Nachhaltigkeit dienen....

  • Persönlich fand ich das Leben in den 70 Jahren sehr angenehm .

    Ich nicht.

    Diese Stadt hier wurde früher Ruß-Chemnitz genannt. Daran hat sich bis zum Ende der DDR nichts geändert. Wir hatten Ofenheizung. Die Kollegen vom VEB Kohlehandel haben das Kontingent an Brikett einfach vorm Haus auf die Straße gekippt. Noch am selben Tag, nach Feierabend, musste das dann in den Keller gebracht werden. Dann hat man täglich mehrere Eimer hoch in die Wohnung geschleppt. Und wenn der Kachelofen endlich durchgebrannt war, ging es zu Bett.

    Das ist heute besser.


    Ich bin Befürworter von Kernenergie und ich bin gegen die Leistungslimitierung von Staubsaugern und gegen das Glühbirnenverbot. Mich würde mal eine seriöse Statistik interessieren, was tatsächlich die größten Dreckschleudern sind. Denn genau dort sollte man den Anfang machen.

  • Oh je, Kernenergie. Als Chemnitzer findest Du das ok. Ich habe lange in der potentiellen Sperrzone einer Biblis- Havarie gelebt, war beim Katastrophenschutz und sage: Wenns unbedingt sein muß, dann irgendwo in der Pampa, aber nicht in einem dichtbesiedelten Land wie Deutschland.

    Kapitalismus: "An sich" mag ich ihn und seine Auswüchse auch nicht. Tatsächlich ist unsere aber die einzige Wirtschafts- und Gesellschaftsform, die lange zuverlässig funktioniert (im Sinne von Frieden und Wohlstand garantiert) hat. Alle Alternativen (wobei da m.E. bislang niemand was überzeugendes vorgeschlagen hat) haben den Nachteil, daß man nicht weiß, obs klappt. Insofern setze ich auf eine Evolution des gegenwärtigen Systems. Revolutionen lehne ich als historisch interessierter Mensch wegen der damit immer verbundenen Nebenfolgen, die man beschönigend "Kollateralschaden" nennen mag, ab. Das hat fast immer zu Mord und Totschlag geführt...

    FFF: Was mich bei standard stört, ist die Gleichsetzung "der Jugend", die sich mit dem SUV in die Schule gurken läßt (sind da nicht eigentlich die Eltern schuld?) mit den Protestlern. Woher willst Du wissen, wie die (wenn sie denn mal in die Schule gehen;-) zur Schule kommen? In einem stimme ich aber zu: Das gesellschaftliche Geschenk einer kostenlosen Schulbildung könnten Greta T. und die anderen schon mehr wertschätzen und am Samstag die Shopping- Mall blockieren. Die Schule kann ja nun nichts für den Klimawandel.

    Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.

  • Du wirst es nicht glauben, ich kenne gleich 3 Familien mit halbwüchsigen Fr-Protestlern (Demos während der Schulzeit übrigens), die sich regelmäßig von Mutti und Vati kutschieren lassen, einer davon hat sich sogar freitags hinterher abholen lassen (trotz Buslinie...). Die Diskussion mit seinem Papi darüber war einfach nur köstlich, der hat's nicht gerafft (oder nicht raffen wollen). ;)

    Und darüber hinaus sehe ich z.Zt. umleitungsbedingt jeden Morgen wieder live, was sich in Sachen Elterntaxi alleine an unserer mittelgroßen Schule hier so an ziemlichen Irrsinn abspielt. Genau da, wo (eigentlich) auch die Schulbusse halten, wird 'gehelicoptert', was das Zeug hält....:rolleyes:

    Ansonsten hatte ich "die Jugend" nicht umsonst in Anführungszeichen gesetzt und an anderer Stelle mit "zumindest Teile davon" relativiert - weil man natürlich (!) nicht eine ganze Generation über einen Kamm scheren kann (das tun Medien und Politik ja schon ausreichend...).

    Vmtl. geht sogar einem ziemlich großen (oder gar dem größeren?) Teil der Teenies das Thema wahlweise (auch) auf die Nerven oder am Allerwertesten vorbei.

    Es gab da (ausnahmsweise) mal eine Erhebung zu potentiellen und tatsächlichen FFF-Demo-Teilnehmern in einer bayr. Region - da standen dann wohl ca. 10000 Teilnehmer etwa 40000 Nichtteilnehmern gg.über, wenn ich mich recht erinnere...

    Aber auch bei den regelmäßigen Teilnehmern sollte man den heutigen Gruppenzwang nicht unterschätzen, den eine großenteils ins Internet und die soz. Medien verlegte Jugend(Kommunikations)kultur auszuüben imstande ist. Wer da nicht mitmacht, was "alle machen", ist schnell im "Dislike-Out" gelandet - schneller und extremer, als das in Vor- FB und Co -zeiten je möglich gewesen wäre.


    Hambacher Forst war noch ein gutes Stichwort....

    - Ich bin schon sehr gespannt, wie sich FFF, Inst.Reb. und sonstige 'Umweltaktivisten' (und die Grünen) zur in Kürze anstehenden großflächigen Waldrodung für E.Musk's "Giga-Factory" positionieren werden, ob 'man' sich dagegen auch so inbrünstig engagieren wird (erst war von 30, dann von 60 ha die Rede - inzw. schon von 90...).

    Wird aber wohl nix passieren, weil: ist ja "nur Nutz- und Kiefernwald" - der kann natürlich weg. Und Tiere leben da bestimmt auch kaum welche...

    Ausserdem ist es ein sinnvoll notwendiges Opfer für ein edles Ziel: Förderung der E-Mobilität - und obendrein dient es noch dem oben angesprochenen Wachstum, aber sowas von! Und überhaupt: soo eng darf man das mit dem Umwelt- und Klimaschutz nun auch wieder nicht sehen...;).

  • Oh je, Kernenergie. Als Chemnitzer findest Du das ok. Ich habe lange in der potentiellen Sperrzone einer Biblis- Havarie gelebt, war beim Katastrophenschutz und sage: Wenns unbedingt sein muß, dann irgendwo in der Pampa, aber nicht in einem dichtbesiedelten Land wie Deutschland.

    Von mir aus in der Pampa, da hab ich nichts dagegen. Allerdings wird es in unseren Nachbarländern praktiziert. Und so weit weg sind die nicht, als das wir das nicht ebenfalls machen könnten. Wäre jedenfalls logisch.

    Ich finde das lautstarke Gewinsel derer, die Angst um ihre Ärsche haben einfach übertrieben. Und außerdem sind bislang mehr Kohlekumpel bei ihrer Arbeit ums Leben gekommen, als es Opfer von Kernschmelzen gab.

  • Von mir aus in der Pampa, da hab ich nichts dagegen. Allerdings wird es in unseren Nachbarländern praktiziert. Und so weit weg sind die nicht, als das wir das nicht ebenfalls machen könnten. Wäre jedenfalls logisch.

    Ich finde das lautstarke Gewinsel derer, die Angst um ihre Ärsche haben einfach übertrieben. Und außerdem sind bislang mehr Kohlekumpel bei ihrer Arbeit ums Leben gekommen, als es Opfer von Kernschmelzen gab.

    Wenn dir das Gefühl der Angst vor dem großen Knall und der Strahlung fehlt dann ziehe doch hier her an die Deutsch Belgische Grenze. Bei Lüttich steht das Marode Kernkraftwerk von Doel bekannt aus den Medien . Es ist berühmt für seine Technischen Probleme und den Rissen im Beton der Anlage. Ich glaube die Menschen die hier leben teile deine Ansichten nicht .

  • Doel liegt zwischen Antwerpen und die Scheldemündung. Du meinst Tihange.

    Sind beide schon seit der Bau 'Rissreaktoren'.


    Dabei ist es doch typisch, dass Kernkraftwerke vorzugsweise an Staatsgrenzen gebaut werden, niemals mitten drin...

  • Nun Ja, selbst wenn alle Kernkraftwerke ohne Zwischenfall funktionieren: Das Zeug was da hinten raus kommt wird noch für die nächsten 1000, 10000 oder mehr Jahre (in Zehnerpotenzen) ein Problem darstellen. Selbst wenn es eine Lösung gäbe, das Zeug zu neutralisieren/abzureichern oder wie man das dann nennt, Wie viel Energie kostet das dann? Im Verhältnis zu der Energie, die man mit der Kernspaltung "gewonnen" hat? Aus dem Bauch heraus würde ich eher annehmen, dass die Gesamtbilanz eher negativ würde. D.h. man bräuchte viel mehr Energie um den Abfall zu beseitigen, als die Abfallerzeugung zuvor an Energie geliefert hat. Aber zum Glück bin ich kein Kernphysiker. ;-)


    Vor den oben genannten Hintergründen sehe ich es als sehr sinnvoll an, die Forschung an ... ich sag mal "Energieumwandlung" weiter voran zu treiben. Denn alle Technologien, die wir bisher kennen, haben irgendwo Nachteile, die ihre Vorteile irgendwann mal komplett aufheben oder auch übertreffen werden.


    Naja andererseits könnte es mir auch wurscht sein. Wenn das Atommüll-Problem aus dem Ruder laufen wird, werde ich mir vermutlich ganz gemütlich die Radieschen von unten betrachten. Falls es dann noch Radieschen oder eine Erde gibt.


    Gruß Steffen


    PS: Wie lösen wir eigentlich unser größtes Problem: Die Explosion der Erdbevölkerung? Mein eigener Beitrag dazu ist ja nur eher zufällig entstanden, weil ich es aus Blödheit versäumte, die Mutter meiner Kinder kennen zu lernen. Wie bringt man es aber in Asien den Leuten bei, dies zu kopieren?

  • Anderswo finden keine Paarungsaktivitäten statt?

  • Du hast doch eine Langzeitfreundin:/

    Das Leben ist zu kurz, um langweilige Autos zu fahren!

  • Von mir aus in der Pampa, da hab ich nichts dagegen. Allerdings wird es in unseren Nachbarländern praktiziert. Und so weit weg sind die nicht, als das wir das nicht ebenfalls machen könnten. Wäre jedenfalls logisch.

    Ich finde das lautstarke Gewinsel derer, die Angst um ihre Ärsche haben einfach übertrieben. Und außerdem sind bislang mehr Kohlekumpel bei ihrer Arbeit ums Leben gekommen, als es Opfer von Kernschmelzen gab.

    Ja - immer nur alles unangenehme schön raus in die "Pampa", KKWs, Windräder, Flugschneisen, Müllverbrennungs- und Sortieranlagen, da stört's schließlich keinen (Städter). :rolleyes:

    Ich würde was anderes vorschlagen (Achtung, Sarkasmus & Ironie) : auch die Städter müssten natürlich ihren Beitrag zu Klimaschutz und Energiewende leisten. Also: in jeden Stadtpark mindestens ein ordentliches Windrad, auf's Tempelhofer Feld (und später in Tegel) einen schönen großen Windpark, ringsherum alles schön mit Solarzellen vollpflastern. Energiewende zum Angucken und Anfassen, auf die Reaktionen wäre ich gespannt....:grinser:


    Weniger Opfer durch Kernschmelzen? - Selbst bei aussen vorlassen der rein militätrischen atomaren 'Ereignisse' von Hiroshima und Nagasaki eine ziemlich steile These... :augendreh: Alleine an den Folgen von Tschernobyl dürften wohl 10000e krepiert sein. Dazu kämen z.B. noch Harrisburg oder Fukushima, hier und da wird vielleicht auch mal "nebenbei" ne Kleinigkeit entwichen sein...

    Noch heute sterben Menschen an den Spätfolgen der Atomunfälle, die Dunkelziffer dürfte riesengroß sein (und das auch hierzulande ).

  • Der Fehler ist nicht, erstmal aus der Atomkraft auszusteigen. Daß wir das bisher nicht im Griff haben, ist unstrittig. Weder bei der Unfallgefahr noch bei der Müllfrage.


    Der Fehler ist, daß man sofort aus der Forschung ausgestiegen ist. Ich bin sicher, daß die Menschheit in 100 bis 200 Jahren spätestens Lösungen dafür haben könnte...


    Naja, und der Ausstieg im nationalen Alleingang ist eh Quark.