Hilfe! Einseitiges Bremsen Trabant 601

  • die rechte Seite war von den Bremswerten zu schwach, links nicht.


    Gegen die Bremsleitungen hat der TÜVer meines Vertrauens nichts gesagt, ich solle die nur richtig einwachsen wegen Korrosion.


    Das waren die einzigen Bremsleitungen die ich bei Trabantwelt.de bestellen konnte, das würde in meinen Augen keinen Sinn ergeben. Er hat auch nichts beanstandet, also bleiben die schon Mal drinne. Vielleicht bestelle ich Mal neue Nachsteller für rundum... Ihre Funktion auszufahren und dann die Bremsbacken gegen den Federdruck außen zu halten erfüllen unsere allerdings noch.

  • "Und wo du schon sagst was in Deutschland erlaubt ist, kupferleitungen gehören leider nicht dazu"


    Dafür gibt es derzeit offenbar keine einheitlich-gültige Prüfvorgabe.


    Mal so - mal so.

  • Bei den 5.20-13 aus DDR Produktion ist mir das häufig aufgefallen das der Außendurchmesser mitunter 1-2 cm abweicht, besonders bei Runderneuerten. Ob das bei heutigen Reifen auch noch vorkommt weiß ich nicht, man sollte die Möglichkeit aber in Betracht ziehen wenn man auf der Suche nach dem Fehler ist.

  • Krapproter


    Naja wir haben 4 gleiche Nagelneue Falken Reifen, welcher ein bekannter auf seinem Trabi auch fährt, allerdings ohne Bremsenprobleme. Ich denke das können wir ebenfalls ausschließen oder ? Selbst wenn der Umfang ein bisschen abweichen sollte untereinander Produktionsbedingt, erklärt das ja nicht 54 Prozent Abweichung oder ?

  • Nun können Unterschiede im Abrollumfang zw. linkem u. rechtem Vorderrad unter Umständen (!) beim Bremsen während der fahrt durch geringes Schiefziehen auffällig sein, keinesfalls aber auf der Prüfrolle! Und genau das liegt doch hier vor!

    Jawohl, Sie haben richtig gehört! Wir machen Hausbesuche! Selbstverständlich ohne langwierige vorherige Terminabsprache! Wir kommen auch zu Ihnen! Stets zu Diensten...Ihre Steuerfahndung! :grinsi:

  • Na denn weitersuchen. Wenn denn alles in Ordnung ist und solche "Geringfügkeiten" keine Rolle spielen dann muss es auch Bremsen.

  • Wenn die Nachsteller richtigrum und leichtgängig sind können sie nicht die Bremskraft beeinflussen. Sie bewirken nur einen immer gleichmäßig langen Pedalweg. Wenn sie denn sozusagen wirkungslos sind wird nur entsprechend der Pedalweg länger je nach Abnutzung der Backen und Trommeln.

  • Bremsbacken und Trommeln prüfen,

    Nicht das da eine Übermaß ausgedreht wurde.


    Bremsbeläge auch Achs gleich?


    Das könnte ein Fehler sein.

  • Sind die Federn, die die Beläge zusammenhalten denn auch auf beiden Seiten richtig rum montiert? Also die eine außen und die andere innen, je nachdem wo die Bremsleitung verläuft. Anscheinend können die Beläge sonst kippen und somit hätte man entsprechend weniger Bremswirkung.


    Grüße aus Kassel

  • Sneerik Die waren bisher glaube ich beide gleich montiert 🤔


    Aber wie können die Beläge kippen, wenn sie durch die zwei Künstlerstifte mit den Federn hinten gehalten werden ?

  • Vorne kippen die Backen nicht, da es ja die Niederhalter gibt. Die korrekte Einbaulage der Federn ist nur wichtig, damit sie nicht an der inneren Bremsleitung scheuern.


    Wenn die Bremsnachsteller nicht funktionieren bzw. zurück rutschen. sollte das sich vor allem in einem langen Pedalweg äußern. Bei intakter Hydraulik ist der Druck in allen Zylindern der gleiche, und somit auch der Anpressdruck der Backen gegen die Trommeln. Einseitige Bremswirkung bei Vollbremsung kann daher kaum durch falsches Spiel an einer Seite verursacht werden.


    Wenn an der Hydraulik alles neu ist, die Trommeln schon einmal quer getauscht wurden, wie sieht denn das Tragbild der Bremsbeläge aus? Rechts verglichen mit links? Wir hatten doch hier im Forum erst vor gar nicht so langer Zeit erst ein ähnliches Problem mit hinteren Premium Bremsbelägen...

  • Hast recht, Sklatt51 , kippen kann da nichts durch die "Bremsbackenseitenlage". Was ist ein Künstlerstift?

    Die oben auf Backen montierte Feder soll nicht auf der drunterliegender Verbindungsleitung RBZ scheuern können, andere drunter setzen. hat aber auch keinen Einfluss auf mangelnde Bremsleistung.


    Ich stelle mir die Frage, was würde ich machen, um achsgleiche Bremswirkung zu erzielen.

    Nebenkriegsschauplätze , wie Reifendurchmesser, Miramisscheiben, Nachsteller, Kupferleitung sind nicht unwichtig, zur Problemfindung aber eher nicht hilfreich.

    RBZ:

    Schieben Kolben RBZ der betreffenden Seite leicht raus?

    Hast du auch die Schräge der Abstützung trotz Kerbe für rechts kontrolliert?

    Ist gewährleistet, das voller hydraulicher Druck vom Verteiler HBZ bis zum letzten Punkt, also Entlüfterschraube ankommt? Nicht abwegig, das bei neuen Nachbauteilen irgentein Hindernis drin steckt.

    Trommeln:

    Hat der Dreher dir gesagt, wie das Trommelmass nach Bearbeitung ist? Rundlauf geprüft?

    Backen:

    Hast du neben Trommel Seitentausch auch mal die Backen von links nach rechts getauscht?

    Wie sah das Tragbild der Backen aus? Bei den aktuell verkauften Backen ist teilweise recht große Toleranz im Radius vorhanden. Ber dem recht weichen Belagmaterial brems ich nach Montage schon mal 2 - 3 Kilometer das Tragbild auf über 50% an. Gefühlvoll !! Sonst verglasen, verspröden und platzen die auch. Bis dahin ist einseitiges Bremse gar nicht ungewöhnlich.


    Seit Jahren ist für Vielfahrer nur noch Schund an Backenmaterial verfügbar.Selbst für Sonntags-, Eiscafé- und u1Tkm/Jahr Betreiber ohne Lagerbestand ist der Aufwand an Bremse für HU immens groß geworden, m.E. nach.


    Edith: Friedl war schneller.

    Bei gleicher Umgebung lebt doch jeder in einer anderen Welt!


    Artur Schopenhauer

    Edited once, last by WW_Trabi ().

  • Nach dem Tragbild der Beläge muss ich noch Mal schauen... Habe ich nicht soo genau drauf geachtet. Das mit dem Künstlerstift war meine Autokorrektur, damit meinte ich unterm Strich den Niederhalter.


    Ich gehe stark davon aus, dass für rechts voller hydraulischer Druck da ist, da dort ja schon Leitungen getauscht wurden ohne Veränderung der Wirkung. Was genau meinst du mit Schräge der Abstützung trotz Kerbe?


    Die Trommeln waren bei keinem Dreher. Die sind zusammen mit den Nachstellern die einzigen noch alten Teile an der gesamten Bremsanlage. Allerdings brachte mir ja auch der Seitentausch keinen Unterschied, womit die Trommeln dann auszuschließen wären oder ?


    Die Backen vorne Rechts habe ich auch schon Mal durch andere neue Backen getauscht.


    Die Möglichkeit die Bremsen einzubremsen habe ich dadurch dass der Trabi nicht angemeldet ist leider nicht... Müsste ihn ja dafür über den TÜV bekommen... Aber selbst nach einigen Wiederholungsversuchen auf dem Bremsenprüfstand blieb die Abweichung unverändert, somit glaube ich leider auch nicht dass es am einfahren liegen kann.


    Ich schaue am Sonntag noch Mal in Ruhe nach den Belägen... Vielleicht fällt was auf.

  • Ich hatte jahrelang immer wieder, teils über längere Zeiträume Probleme mit dem einseitigen Ziehen der Bremsen. Letztes Jahr war ich auch an Punkt, an dem prinzipiell alles bis auf die Trommeln an der Bremsanlage neu war. Zuletzt kam ein neuer HBZ rein. Ich hatte auch immer wieder Probleme mit den RBZ. Ich bin dann dazu über gegangen diese vor dem Einbau zu demontieren, zu kontrollieren und mindestens Bremszylinderpaster aufzutragen und das regelmäßig, wenn möglich jedes Jahr, zu wiederholen. Teilweise sind auch schon die Kolbendichtungsringe von neuen RBZ sehr dünn und nahezu plan mit den Kolben. Dann kommen gleich neue drauf. Das passiert mir allerdings nicht mehr, seitdem ich mir mal regenerierte RBZ von Mallin bestellt hatte. Und diese Pflege ist ja an sich kein Hexenwerk. Schöner Nebeneffekt: Alles an den Bremsen im Rad bleibt gängig und lässt sich problemlos demontieren.


    Herbst 2018 hatte ich mal wieder Standardbremsbelege eingebaut, die nach kürzester Zeit wieder anfingen eineitig zu ziehen. Ich habe nach der Winterpause 2019 die EBC Premium Bremsbacken von TW eingebaut. Seit dem ist Ruhe im Bremssystem. Kein einseitiges Ziehen mehr. Die kosten für vorn allerdings auch 40 EUR. Aber das rechnet sich.

  • Das Problem ist gelöst wir haben den Fehler gefunden! Die linken Bremsbeläge waren zwar auch neu, haben aber wohl irgendwo Mal ein paar Tropfen Bremsflüssigkeit abbekommen und sind weich geworden. Sie hatten sich regelrecht aufgelöst. Durch das weiche Material war die Bremswirkung links also tatsächlich zu stark und nicht rechts zu schwach. Jetzt geht's ab zum TÜV 👍

  • Woher waren die Beläge?

    sapere aude! incipe! (Horaz)
    (bzw. frei nach F. v. Schiller: "Erdreiste Dich zu denken!")