Bremsleitungen dauerhaft konservieren

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  • Ich mache ja gerade meinen Kübel fertig und bin bei den Stahlbremsleitungen. Ich hab mir nun überlegt wie man die Dauerhaft schützen kann. Es geht hier um ein reines Sommer- und Schönwetterfahrzeug.
    Ich hab mir dazu mal Schrumpfschlauch 12mm mit einem Schrumpfverhältnis 3:1 gekauft(Wandstärke nach dem Schrumpf 0,65mm und würde bis auf 4 runter schrumpfen, die Leitung hat außen 5mm). Ich hab 6Meter gekauft zu 2,75€ der Meter. Mit einen 0.6er Draht hab ich die Anschlussmutter gesichert und den Draht durch den Schlauch gefädelt (damit man sie nicht die Leitung entlangschiebt).
    Dann mit einem Heißluftfön den Schlauch schrumpfen lassen. Vom Ergebnis bin ich erstmal positiv überrascht. Der Schlauch liegt von Mutternende bis Mutternende sauber satt auf der Leitung. Sieht fast wie so eine heutzutage beschichtete Leitung aus.


    Nun wollt ich mal Meinungen dazu hören. Ich denke das es eine gute Lösung ist. Im Winter kann ichs nun nicht testen, sowas wird der Wagen nie sehen. Ich hab mit Lackieren oder mit anderen Mittelchen bisher nicht so überragende erfahrungen gemacht. Ein Bild kann ich morgen mal liefern, wenns jemand sehen will. Ich hab erstmal eine ganz kurze Leitung zum probieren gemacht. Ich hab noch überlegt ob ich vorher noch was auf die Leitung mache bevor ich den Schlauch rüberschiebe. Sowas wie unser Dinitrol was wir beim Flieger nehmen, weil das nach dem abtrocknen erstmal wischfest ist und den Schlauch innen nicht vollkleistert.

  • Ob das mit dem Schrumpfschlauch etwas bringt, kann ich nicht sagen. Aber das ist auf jeden Fall eine gute Idee.


    Ich habe Cu/Ni/Fe Leitungen und diese mit technischer Vaseline eingepinselt (hab das Zeug heiß gemacht). Nach einem Winter sahen die Leitungen noch aus wie neu. Hatte sie ja vor kurzem erst wieder ausgebaut, bei der Revision der Hinterachse.
    Nachteil bei Vaseline oder anderen Fetten ist das Geschmiere. Besonders, wenn man die leitungen wieder abbauen muss. Da sollte kein Fett in die Leitungen, Schläuche oder RBZs gelangen.

  • Bei einem reinen Sommerfahrzeug würde ich nur die rohen verzinkten Bremsleitungen einbauen und ggf. dünn mit Konservierungsfett einreiben. Was wird denn da kaputt gehen, wenn das Fahrzeug nie Salz sieht?


    Im ganzjährig genutzten Fahrzeug die originalen Leitungen einbauen, periodisch konservieren und nach 7-10 Jahren wechseln (gemäss Werksvorschrift sind es m.W. 7 Jahre). Andernfalls könnte man die Leitungen noch aus Kunifer nachbauen. Diese dürften länger halten - das Problem sehe ich da eher bei den Nippeln, die irgendwann unbrauchbar werden, wenn sie festgammeln und beim Lösen kaputt gehen.


    Die Idee mit dem Schrumpfschlauch ist zwar erstmal gut, allerdings sieht man nicht, wie die Leitung darunter aussieht.... Die Kunifer-Leitung ist auf den Meterpreis nur geringfügig teurer als der Schrumpfschlauch. (beim KSD z.B. 3.33 / m) Stahlleitung verkupfert und kunststoffbeschichtet wäre sogar billiger als Schrumpfschlauch.


    Beim Schrumpfschlauch hat man den Vorteil, dass man die Farbe wählen kann - z.B. gelb, blau, rot, schwarz 8)


    Edit: Made in Ost war schneller ;-)


    Edited 4 times, last by phi ().

  • Durch den Schlauch ist die gesamte Leitung (bis auf die Enden natürlich) hermetisch abgedichtet. Ich halte es für absolut unwarscheinlich das sich da Rost bilden kann der zum Bruch der Leitung führt. Zumindest nicht die ersten 20 Jahre, bei einer angenommenen Jahresfahrleistung von 1-2tkm.
    Bei solchen Laufleistungen relativieren sich verschiedene Wechselintervalle, wie z.B. auch die Bremsleitungen.


    Das Fahrzeug wird von technischer Seite nur aus Neuteilen zusammengebaut. Alles was sich im Motorraum und unter dem Auto befindet, ist aus Neuteilen die zusätzlich pulverbeschichtet oder galvanisch nachberhandelt wurden zusammengesetzt. Dafür habe ich über 10 Jahre fleißig gesammelt. Manches Teil war garnicht so einfach bzw. kostengünstig aufzutreiben.

  • Moin Tim,


    ob sich der Unterschied überhaupt bemerkbar machen würde? Wer sagt denn dass die Leitungen überhaupt das rosten anfangen? Hält der Schrumpfschlauch auch wenn die Leitung an den Befestigungen am Unterboden reibt? Wird der Schlauch nicht auch irgendwann hart und porös?


    Fragen über Fragen und das alles wegen ein paar billigen Bremsleitungen eines reinen Sommerfahrzeuges.

    Matt ist das neue Hochglanz
    Zwei Zylinder, zwei Takte und ein Mikuni: da geht was! :thumbsup:

  • Ich hab im Leben noch keine Bremsleitung am Trabi gesehen, die Aufgrund von Reibung Scheuerstellen hatten. Ich glaube auch nicht das die Leitungen so angebaut alsbald rosten das ist richtig und ja es hat auch eien optischen Hintergrund, also es soll auch einfach gut aussehen. Mein Unterboden hat als Finish Wagenfarbe (RAL 1014) und da ist schwarz ein schöner Kontrast ;) der Schutz ist dann ein hübscher Nebeneffekt.


    Hart und porös ist ein Argument, welche aber nur durch Zeit zu widerlegen wäre. Aber ich sag mal so, ich hab auch im Motorraum Schrumpfschlauch an Kabeln verwendet. Das ist zwar nicht der Unterboden, aber dort ist bei Fahrzeugen mit deutlichem anspruchsvollerem Fahrprofil nichts negatives festzustellen.


    Ich hab auch bei Google mal rumgesucht nach Erfahrungen. Was ich aber gefunden habe waren halbgare und meist laienhafte Aussagen von Amateuren. Und es ging nirgens so richtig auch um Stahlbremsleitungen, eher um Stahlflex und Ähnliches.

  • Na dann kann man sich doch darauf einigen dass es mehr ne Optiksache bei dir sein wird mit dem eventuellen Nebeneffekt einer Konservierung von Leitungen die auch ohne eine solche wahrscheinlich in 10 Jahren noch genauso aussehen würde. ;)


    Passt der Schlauch denn auch über die Verschraubung oder muss man das quasi an neuen ungebogenen Leitungen machen?

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  • Ma ne Frage an der Stelle.... Was sagt denn der Tüv dazu da er ja keine freie Sicht auf den Zustand der Bremsleitung hat ???


    Ansonsten is es ne feine und optisch saubere Sache...ich find die Idee super.

  • Wenn die Leitungen neu sind, sollte auch der TÜV nichts dagegen habe. Ob lackiert oder ummantelt ist völlig egal. Die Leitungen dürfen nur nirgends scheuern, darum geht's. Zum Teil siehst Du doch die Bremsleitungen eh nicht, weil sie z.B. überm Tank oder über der Achse langgehen (bei anderen Autos).


    Bremsleitungen sind z.T. sogar ab Werk ummantelt, bei Toyota habe ich das mal gesehen.


    Ansonsten konserviere ich meine Leitungen mit Mike Sanders, harte Mischung. Fertich.

  • Ja passen problemlos rüber, der Schlauch ist 12 und mann muß nur wie oben beschrieben mit nem dünnen Draht die Überwurfmutter sichern, sonnst schiebt man sie bis zum nächsten Bogen........

  • "Ob lackiert oder ummantelt ist völlig egal."


    Kannst du die Aussage rechtssicher belegen?


    1: gibt es auch Spiegel um den Zustand der Leitung optisch zu klären
    2: kenne ich es aus der Vergangenheit, das die Prüfer sehr, sehr allergisch auf mit Farbe und UBS verschmierte Bremsleitungen reagieren.


    Und wenn das der der Fall sein sollte, ists für die Katz.


    Ich pinsele etwas Sanders rauf und gut......

  • Mossi:


    Damit habe ich neue Bremsleitungen gemeint - sprich lackiert und/oder ummantelt vom Hersteller.


    Das da nicht nachträglich mit Unterbodenschutz drauf rumgepinselt werden darf, sollte eigentlich klar sein...

  • Ich halte davon ehrlich gesagt gar nichts. Eben schon wegen des Fahrprofils und der Originalität wegen. Da sammelst du 10 Jahre Originalteile und schrumpfst Plasteschlauch um die Leitungen. Aus meiner Sicht am Ziel vorbei geschossen. Kuck mal, mein 68er und der 87er haben noch die originalen Leitungen. Bis auf die hinteren, die auf den Lenkern sitzen. Die stehen ja gerne und erfahrungsgemäß im Dreck. Die könnte man umschrumpfen. Den Rest würde ich lediglich fetten.

  • "Damit habe ich neue Bremsleitungen gemeint - sprich lackiert und/oder ummantelt vom Hersteller."


    Genau. Mit einem semitransparenten Heißwachs - bspw. bei Sachsenring. Und Ansonsten ist die Farbgebung aber eher eine Folge des Herstellungsprozesses - und damit keine keine nachträgliche Beschichtung.

  • Nein Thomas mit original hat es nichts zu tun. Das einzige was original ist, das bis auf die Sitzbezüge und das Verdeck, alles original DDR-Teile sind, aber von Originalzustand wird der Wagen ganz weit entfernt sein.


    Und irgendwas muß ich mit den Leitungen machen. Es ist alles neu lackiert, verzinkt, pulverbeschichtet uswu usw. Die Leitungen sind auch neu, sehen aber halt etwas "blass" aus im Gesamtpaket. Fett oder andere Schmutzfänger kommen nicht in Betracht.


    Wie wir festgestellt haben, ist es für mich eher der Optik wegen. Aber ich meine das es ein guter Schutz auch in einem anspruchsvolleren Fahrprofil sein kann.

  • Leitungen neu verzinken lassen!!!!

  • Ich bin mir einigermaßen sicher, daß die spitze Zunge von Wasser durchaus in der Lage ist, auf Dauer zwischen Schrumpfschlauch und Leitung zu krabbeln...
    Nur: das ist eine Frage des Nutzungsprofils...und wenn so ein Auto nur im Sommer mal 2000km pro Jahr gefahren wird, passiert da überhaupt nichts.


    Ihr werdet lachen:
    Ich als bekennender Fettkonservierungsfreund nehme für Bremsleitungen prompt Wachs aus der Spraydose...
    Das hört relativ schnell auf zu kleben, wodurch sich nicht soviel Dreck an der Leitung sammelt und es ist so transparent, daß man sieht was los ist.

  • ich denke auch, das der Schrumpfschlauch auf der Bremsleitung nicht besonders ideal ist. Ich werfe mal nur das Stichwort Kapillarwirkung in den Raum. Wasser hat schon erstaunliche fähigkeiten. Ich denke, wenn es erstmal da drin ist wird es verdammt schwer es wieder da los zu werden.
    Wenn man aber die Leitungen vorbehandelt, sozusagen einen Füllstoff (wie auch immer der aussehen könnte) bei gibt, sollte sich das Problem der Kapillarwirkung reduzieren. Keine Kapillare keine Kapillarwirkung ;-) und die Optik stimmt dann auch.