Merkwürdige Unwucht

  • So ich melde mich nochmal bezüglich dem Problem und meine es eigentlich auch schon selber gefunden zu haben.

    Ein Fahrvideo kann man sich da denke ich mal sparen.

    Die Antriebswelle vorne rechts hat doch ziemlich viel Spiel beidseitig, also sowohl am Getriebe als auch am Scharnier. Das Spiel vom Scharnier hab ich vorher nur zwischen den zwei Backen getestet, vermutlich hat es aber zwischen den Bolzen und den Anlaufstellen der Antriebswelle ordentlich Spiel. Habe mal ein Video zusammengeschnitten wo man erst die problematische Achse vorne rechts sieht, dann nochmal im Vergleich die andere Seite. Auch die Linke hat etwas Spiel beidseitig, jedoch nicht ansatzweise soviel wie die Rechte. Ich meine auch gelesen zu haben, dass ein bisschen Spiel relativ normal ist und es auch keine wirklich spielfreien Gelenke gibt, aber zumindest rechts wird das denke ich mal mein Problem sein. Ich habe auch noch eine Ersatzwelle für vorne rechts mit Scharnier als Ersatzteil da, die ich dann bei Gelegenheit mal einbauen würde.

    Meine Frage wäre jedoch jetzt noch, was mit der Getriebeseite ist. Was läuft denn da ein? Reicht es, wenn ich neue Gleitsteine verbaue oder muss das Achswellenrad bzw. das Getriebe raus? Das werde ich zwar irgendwann sowieso machen lassen müssen, aber es funktioniert soweit noch tadellos und ein paar Kilometer würde ich das schon noch gerne drin lassen.

    Naja ihr könnt euch ja selber ein Bild davon machen, im Video sieht man sowieso mehr als wenn ich das jetzt hier ausführlich beschreibe.

    0:00-0:30 --> Antriebswelle vorne rechts

    0:30-0:44 --> Antriebswelle vorne links (nur zum Vergleich)

    Danach nochmal die rechte von oben gefilmt.


    https://mega.nz/file/Af51DbBQ#…uEnUh3RJh3vflY7JesNUdFsEU


    Gruß, Erik

  • Das klappert schon ganz schön dolle. Neue Gelenkwellen sind schon relativ spielfrei. Zumindest würde man dann nicht mit so leichtem gewackel so viel Spiel merken.

    Nichts desto trotz das auswuchten der Räder nochmal überprüfen.

  • ...und ob es nicht in der Lauffläche des Reifens eine abgelöst Stelle (Blase) gibt. Schon gesehen.

  • Sneerik, hast Du Dein Problem lösen können, was war es jetzt genau? Bei mir hat auch eine Scharniergelebwelle etwas (ganz wenig) Spiel, lange nicht so viel wie im Video, aber das Lenkrad flattert.

    Und an alle die Frage, wie bekomme ich am besten direkt unter die getriebeseitigen Manschetten neues Fett gepresst? An der Radseite gibs ja zum Glück die Schmiernippel, hatte da zuvor aber auf der Fahrerseite die Manschette zurückgezogen, um zu sehen wie es da mit dem Fett aussieht, und diese dann kaum wieder über den kleinen Ring (Gleitbuchsenhälften)bekommen. Ich habe einige Versuche und viel Zeit gebraucht, deswegen habe ich die anderen Manschetten nicht angefasst, das muss doch auch leichter gehen bzw. eine Möglkeit geben da direkt das Fett unterzudrücken.

  • Wieso, das geht doch ganz einfach. Schnurfeder zurück, Manschettenkragen zurück, Fett rein, Manschettenkragen mit jeweils 2 jeder Hand aufdrücken und kreisförmig auflegen, Schnurfeder drüber, fertig.

    Aussen ist das doch kaum anders, die Gleitbuchsen schiebt man ein wenig mit zurück. Die Manschette bleibt da drauf.

  • Und ich hatte die Manschette von den Gleitbuchsen runtergezogen. Und die fettige Manschette mit meinen immer fettiger werdenen Fingern da dann wieder rüber zu bekommen bei den nicht mehr sommerlichen Temperaturen war nicht so leicht.

  • Das ist ja auch etwas dumm, es sei denn du wolltest die Buchsen erneuern. Durch die Lücke der fehlenden Buchse das Fett im Gelenk begutachten, interessante Möglichkeit. Wolltest du da ein Endoskop reinschieben oder wie hast du dir das gedacht? Warum einfach wenn es auch umständlich geht.

    Normalerweise macht man da das Spannband ab, schiebt die Manschette mitsamt Buchse beiseite und kann dann das gesamte Gelenk begutachten und eventuell auseinander nehmen.

  • Ja, war wohl wirklich etwas dumm und umständlich. Aber ich habe an dieser Stelle noch nie gearbeitet (nur direkt an den Nippeln war ich immer dran).

    Fast alle anderen hier haben es bestimmt schon mal getan, aber für mich war es mein erstes Mal und es war nicht schön. Je länger ich daran rummachte, umso glipschiger wurde alles. Beim zweiten Mal wirds besser, dann habe ich mehr Erfahrung. :D

    ^^:knudel:

  • Zum Schmieren der getriebeseitigen Schiebegelenke benutze ich einfach ein kurzes Stück Bremsleitung, einseitig etwas abgeflacht und bissel rund gefeilt. Das schiebe ich einfach zwischen Welle und Manschette beliebig tief rein. Die Verbindung zur Fettpresse übernimmt ein hinterer Bremsschlauch vom Trabant. Das Gewinde zum Verteiler hin passt genau in die Fettpresse. Steht so eine ähnliche Anleitung nicht auch im WHIMS?


    ich habe es gerade eben erst wieder praktiziert und mir nicht mal dabei die Pfoten dreckig gemacht.


    Gruß Steffen

  • Ja, da gibt es auch ein Bild bezüglich dazu mit dem Hinweis, das es deswegen oft vernachlässigt wird. Dann muss ich mir auch sowas basteln, ich glaubte halt nur wirklich das es auch anders geht.

    Gut, danke Euch, dann ist mein Anliegen dazu glaube ich auch erledigt.

  • (nur direkt an den Nippeln war ich immer dran).

    Da bin ich auch immer ganz gerne dran. 😃

  • . Je länger ich daran rummachte, umso glipschiger wurde alles.

    Soll dann auch vorkommen , wenn man mit den Nippel rummacht =O

  • Grüß euch,


    ich muss das Thema jetzt nochmal hochholen.

    Das eigentlich Problem wird vermutlich ein Mix aus mehreren Sachen gewesen sein. Zum einen das ausgelutschte Gelenk auf der Beifahrerseite, als auch eine minimal krumme Antriebswelle. Beim ganz langsam drehen sah man, dass sie einen leichten Buckel drin hatte.. kann vielleicht auch täuschen aber das würde es zumindest erklären. Zusätzlich war auch die Felge etwas verzogen. Da kommen dann noch neue Felgen aber das soll jetzt nicht das Thema sein.

    Vielmehr haben wir jetzt die Antriebswelle und das Gelenk gegen eine bessere getauscht. Die hat kaum merkliches Spiel und ist auch nicht krumm. In dem Zug haben wir gleich die Simmerringe im Getriebe mitgewechselt. So schön sogut. Leider kommen wir mit der Achsmanschette auf der Radseite nicht zurecht. Wir haben es versucht mit umkrempeln und dann über den Becher stülpen. Ich würde behaupten es hat fast geklappt aber eben nur fast. Und bevor ich jetzt die neue Manschette irgendwie kaputt mache, wollte ich mal fragen ob es da noch irgendeinen kleinen Trick gibt.

    Wir waren da jetzt zu zweit dran und an einer kleinen Stelle will die Manschette nicht drüber gehen. Wir haben die komplett an der dicksten Stelle umgekrempelt und dann an allen vier Seiten gleichzeitig wieder zurückgedrückt... muss man die vielleicht zusätzlich noch erwärmen oder gibt es da noch irgendeine einfacherere Methode?


    Noch eine andere Frage wäre bzgl. Der Manschette Getriebeseitig. Diese muss bei der einen Welle(Fahrerseite) noch über diesen dicken Bolzen (wo später die Gleitsteine draufkommen) geschoben werden. Wir haben uns bei dem Versuch jetzt schon 2 Stück kaputt gemacht und eine (Beifahrerseite) ging relativ einfach drüber. Im Whims wird gesagt man müsse halt den dicken Bolzen rausnehmen. Da der aber seit 40 Jahren oder so da drin ist, geht der nicht so einfach raus und ich will da auch nicht drauf rumkloppen, dass die Welle nachher womöglich auch krumm ist. Ich hatte hier aber irgendwo in einem anderen Thread gelesen, dass es aufjedenfall möglich ist, die neue Manschette über diesen dicken Bolzen zu bekommen, hat ja auch bei uns bei der einen Welle geklappt, nur eben die andere Seite nicht mehr... gibts da noch irgendeinen Tipp oder Trick von euch?


    Gruß Sneerik

  • Beim Lesen Deines Beitrags kam mir relativ früh der Gedenke, den Du im weiteren Verlauf als Idee selbst geäußert hast. ;) Erwärmen hat schon so manch ein kleines Wunder ausgelöst. Probierst es damit erstmal, ist ja kein Aufwand weiter.

  • Der Bolzen muss raus. Vor 30 und mehr Jahren als die Manschetten noch butterweich und neu waren mags auch ohne gehen.

    Im Schraubstock mit ein paar passenden Langnüssen geht der Bolzen gut raus und wieder rein.

    Die Außenmanschette geht auch recht leicht drauf. Warum das bei euch nicht geht...... :schulterzuck:

    Manschette zu klein.

  • ... Da der aber seit 40 Jahren oder so da drin ist, geht der nicht so einfach raus und ich will da auch nicht drauf rumkloppen...

    Selbst neue gehen nur mit der Presse rein und raus. Alternativ geht auch ein Schraubstock.

  • Danke schonmal für die Antworten!

    Ist halt echt komisch, da ich jetzt den Wechsel aller 4 Achsmanschetten zum 2. Mal mache. Vorher hatte ich halt (leider) welche aus Neuproduktion gekauft. Die habe ich alle über diesen dicken Bolzen gezogen und auch keine Probleme gehabt. Jetzt hab ich welche aus DDR Produktion gekauft in der Hoffnung, dass die länger als 1 Jahr halten... Aber wenn es mit Langnüssen und einem Schraubstock geht, werde doch lieber probieren diesen Bolzen auszupressen.

    Die Achsmanschetten auf der Außenseite sind ebenfalls neue DDR Lagerware, kann ich mir also nicht vorstellen, dass die zu klein wären. Wir werden es zeitnah nochmal mit einem Fön probieren + Umkrempeln. Hoffentlich klappts dann...

  • des reicht auch wenn du den bolzen bis bündig antrieb auspresst, dann bekommst du die Manschette gut drüber, und danach drückst den bolzen wieder bis mittig ein.

  • Mach dir nicht all zu viele Hoffnungen. Gerade und besonders die DDR Manschetten sind alle über 30 Jahre alt.

    Und die reißen nach dem einbauen oft im Zeitraffer.

    Lenkmanschetten wechsle ich bei meinen Autos mittlerweile im HU-Rhytmus.

    Vorm einbauen sehen die alten DDR Teile oft toll aus, sind weich, fühlen sich gut an.......kaum eingebaut fangen die Risse an.

    Um da ein Paar zu erwischen, die perfekt gelagert waren, ohne Licht und Sauerstoff.....ist wie Lotto.


    Ich probiere gerade...Laugebad, dann Ölbad, dann einbauen und beobachten. Mal sehen 8bs besser/länger hält.


    Das traurige Gummithema....... ;(

  • Das traurige Gummithema....... ;(

    Ohne ist ja auch irgendwie besser. 😃