Keilriemen macht Geräusche

  • Ich habe seit längerem das Problem, dass mein Keilriemen bei bestimmten Drehzahlen Geräusche macht. Heute war es so, schlimm, dass ich rechts ran gefahren bin. Dabei habe ich gemerkt, dass er komplett durchrutscht und das obwohl ich ihn grade gespannt habe...

    Ich habe das Gefühl er ist einfach verschlissen durch zu festes Spannen. Ich weiß leider echt nicht wie ich den richtig spannen soll, die 10-15 mm helfen mir gar nicht, weil ich nicht weiß mit welcher Kraft das ganze passieren soll... Ich brauche irgend einen anderen Anhaltspunkt...

  • Du und deine Fragen.....😜


    Spann einfach nach. Vermutlich wird er sich verabschieden.

    Nimm einen neuen und spanne solange, bis du ein Gefühl dafür bekommst. Erklären kann man das ohnehin nicht korrekt.

    Er sollte schon vernünftig Zug um die Riemenscheiben haben.

  • Habe jetzt schon einen neuen verbaut, der jetzt nicht mehr rutscht. Will mir nur nicht die Lager von Axiallüfter und Lima versauen. Da hatte ich schon einiges an Ausfällen zu verzeichnen. Könnte auch damit zusammenhängen, falls ich zu dolle spanne.

  • hmm, ich lese überall in den Handbüchern immer die Warnung, dass zu kräftig gespannte Riemen die Lager zerstören, deshalb bin ich da so unsicher.

  • Ein sauber laufendes, gefettetes Lager kann viel mehr ab als du denkst. Und überspannen kann man da auch nicht viel, ausser man steht mit dem Kuhfuss 1,5m Länge unterm Auto und drückt ordentlich....

    Im Prinzip genügt es, den bereits etwas gelaufenen Riemen mit der Hand an der Lima mit ordentlich Zug zu spannen.

    Das hält mindestens die nächsten 10.000km die passende Spannung.

    Bei warmen Motor darf bei kurzem, kräftigem Gasstoss das Gebläse nicht hinterher laufen. Nicht mehr, nicht weniger.

  • Mein Lüfter ist noch nen alter aus DDR-Bestand, den hab ich schon einmal getauscht, die Lima musste ich schon zwei mal tauschen bisher, im Moment ist ne regenerierte drinne, voher auch eine mit neuen Lagern. Trotzdem nach 10.000 Lager platt..

  • Meiner Meinung nach würde ich auch unabhängig von der Problemstellung würde ich zunächst die Lager tauschen. Ich habe nun schon einige Lüfter und Limas zerlegt und tausche die Lager grundsätzlich gegen geschlossene Markenlager. Wenn man weiß, wie ruhig/geräuchlos die im Vergleich zu den alten Lagern drehen, dann macht man die immer neu (z.B. auch bei ungenutzten Regenerierungen aus DDR-Zeiten!). Hinzu kommt, dass die DDR-Lager offen sind. Einerseits ist das Fett nach mindestens 30 Jahren vollkommen alt und verschmutzt, und es befindet sich nur noch ein Bruchteil im Lager selbst. Der Rest hat sich dann schon im Lüfter und in der Lima verteilt.


    In diesem Fall würde ich mir auch mal die Riemenscheiben genauer ansehen, d.h. ob die Flanken extrem stark eingelaufen sind. Andererseits würde ich auch verschiedene Riemenhersteller probieren (z.B. Gates). Welche Marke wird aktuell genutzt?

  • Axiallüfterlager will ich auf jeden Fall neu machen demnächst noch. Riemenscheiben schaue ich mir mal an. Im Moment nutze ich Riemen von Conti. Vll probiere ich mal ne andere Marke.

  • Der Riemen wird so straff gespannt, dass er sich mit einigem Kraftaufwand um ein, zwei cm durchdrücken lässt (auf der langen Strecke zw. Gebläse und Generator). Das ist Gefühlssache und dabei geht es auch nicht um wenige Newton hin oder her.


    Man sollte allerdings einmal ohne Riemen das Gebläse- und Generatorrad drehen, ob das alles leichtgängig und geräuscharm läuft. Bei beiden darf man kaum einen Widerstand merken.


    Der Riemen muss übrigens mit seinen Flanken / “Seitenwänden“ innen an den “Schultern“ der Riemenscheiben laufen, nicht auf deren Grund. Ansonsten stimmt etwas mit dem Riemen oder den Scheiben nicht.



    Gruß

    Benjamin

    Fährt und schraubt gern IFA *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* :love:

  • Soo, ich habe den Riemen jetzt noch mal per Hand gespannt. vorher habe ich immer einen Hebel benutzt um die Lima runterzudrücken. Der Lüfter läuft nicht nach, wenn ich Gas gebe, sollte also passen, allerdings quietscht er jetzt.. Den Axiallüfter hab ich auch noch mal getauscht, die Riemenscheibe sah nicht mehr wirklich gut aus. Ansonsten sollte alles passen. Der Axiallüfter rauscht auch etwas, der bekommt noch neue Lager.

  • Mit dem Hebel war richtig. Von Hand ist zu schwach, daher quietscht er auch.

  • Benutzt Du einen gezahnten Keilriemen?

    Das Quietschen kann auch daher stammen, dass der Riemen mittlerweile den Grund der Riemenscheibe berührt. Dann kannst Du so viel spannen, wie Du willst.

  • Das hatte ich bereits erwähnt.

    Der Riemen muss übrigens mit seinen Flanken / “Seitenwänden“ innen an den “Schultern“ der Riemenscheiben laufen, nicht auf deren Grund. Ansonsten stimmt etwas mit dem Riemen oder den Scheiben nicht.



    Gruß

    Benjamin

    Fährt und schraubt gern IFA *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* :love:

  • Tim.

    Den Hebel habe ich erstmal bewusst weggelassen. Das ist eine Spannhilfe, die aber nicht zwingend erforderlich ist.

    Denn: welcher Hebel, wo angesetzt?

    Ein Keilriementrieb unterscheidet sich grundsätzlich von anderen Riemenarten. Die Kraftübertragung findet innerhalb der Flanken statt. Wie bei einem Konus.

    Spannt man das Ganze zu fest, geht das auf die Lebensdauer des Riemens.

    Ein zu stramm gespannter Keilriemen reguliert seine Spannung recht fix von selbst nach unten, durch erhöhten Verschleiß.

  • Und ein zu lasch gespannter rutscht durch, quietscht und verschleißt ggf. auch im Zeitraffer.

    Vmtl. lag in dieser falschen Spannmethode und dem von vorn herein zu laschen Riemen die Hauptursache des Problemchens... ;)

  • wie stark ein Keilriemen gespannt werden muss hängt von der ab verlangten Kraft und vor allem von der Umschlingung der Riemenscheibe ab. Wie stark der Riemen gespannt werden soll, steht wohl auch im WHIMS wenn ich nicht irre.

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  • Denn: welcher Hebel, wo angesetzt?

    Ich benutzte den ganz großen Schraubenzieher der auch beim Türschanier zum Einsatz kommt (der ist ca. 40cm lang).

    Und den gegen die Motortrennhälfte von unten und gegen den oberen Bock von der Lima.

    NIEMALS gegen den Limahalter am Motorblock, denn der kann dabei brechen.


    Dabei denzent drücken bis man etwa das Ende des elatischen Bereiches des Riemens hat. Das in Worten zu erklären ist wie hier schon mehrfach erwähnt wurde...schwierig.

    Kaputt machen kann man wenig, wenn man beim spannen nicht drückt bis nichts mehr geht.


    Und in meiner Erfahrung sind die Vollflankenriemen immer besser gewesen. Die mit Zahnung haben schon hier und da mal Geräusche gegeben, die mit der Vollflanke sofort weg waren.

    Und auch da war bisher das Pneumant-Produkt immer unauffällig.

    Ich habe in 26 Jahren noch nie einen unterwegs ersetzen müssen.

  • Ich schiebe von unten den bekannten blauen Reifenlöffel hinter die Lima und drücke den mit den Fuß an, damit ich beide Hände frei habe. Dann zuerst die Lima an der Spannstrebe fest drehen. Ab dann kann man den Fuß schon lockern. Die Spannung wenn alles angeschraubt ist, ist deutlich weniger als mit dem Fuß angetreten, aber im guten Bereich, wenn man Eindruck- oder Drehproben macht.