Diskussion zur Elektromobilität und E-Auto

  • In meinen Augen sind die Elektroautos die jetzt da so rumkreiseln vergleichbar mit dem P70 oder der Stromsparlampe, reine Versuchsobjekte gebaut in Serie. Der Weißheit letzter Schluss ist das nicht, Schade nur das das vom allgemeinen Steuerzahler finanziert wird.

  • Und wenn du dem Auto dann deinen normalen Rytmus für sagen wir einen Monat vorgegeben hast, wird es dir immer rechtzeitig eine Lademöglichkeit vorschlagen.

    Ganz ehrlich: Das ist dann der Punkt, da kaufe ich mit ein Pferd.


    Dieser ganze vollvernetzte Klimbim ist doch einfach nur nervig. Aktueller Pasat vom Kumpel hat 2 Displays, die beide irgendwie die Umrisse des Farzeuges darstellen und losbimmeln/heulen, wenn man auch nur irgendwie versucht, platzsparend einzuparken. Baut vernuenftige Karossen mit ausreichender Rundumsicht. Dann braucht es diesen ganzen Sensorklingelkaese nicht. Ja weniger "Knoepfe" das Auto hat, um so besser ist es. Und ich will meinem Autos auch nicht erst irgend etwas einprogrammieren. Sondern einfach losfahren. Jeder Zeit. Wann ich will. Wohin ich will. Einfach so.


    Das Auto ist ein schlichtes Fortbewegungsmittel und keine Spielkonsole.

  • Die Karossen sind nicht das Problem. Das Problem sind die Normen/Vorschriften für Park/Stellplätze, die nie mit der Autoentwicklung mitgewachsen sind.


    Ein Pferd kaufe ich mir nicht. Ich behalte den Trabant. :)

  • Ich stelle gerade fest, daß unser letzte große Ferienreise auch schon 5 Jahre her ist. Der zugewiesen Mietwagen der Klasse war ein Nissan Juck. Als Transportmittel über die andalusische Hänge war es ein gutes Werkzeug, aber ich habe beim Aussteigen immer warten müssen bis keiner mich dabei sah, denn das Gerät war so was von häßlich...

    Während der Fahrt blinkte zwischen den beiden Uhren immer ein nervendes Rotlicht; mit Hilfe der spanische Betriebsanleitung und G-translate fanden wir heraus, daß es kein Puff-alert war, sondern eine Anzeige, daß man den Gang wechseln solle. Ob hoch oder runter wurde aber verschwiegen.

    Ich weiß nicht, wer sich sowas ausgedacht hat, aber Gefühl für männliches Ego hatte diese Person nicht. Meine erste 12 Jahren als Automobillist sind vom 601K geprägt, da schaltet man auf Gehör. Und bei 'ne rote Lampe geht die Haube hoch.


    Ich will weder trödel am Spiegel noch Schnickschnack hinterm Lenkrad.

  • ... Der Weißheit letzter Schluss ist das nicht, Schade nur das das vom allgemeinen Steuerzahler finanziert wird.

    Sonst würden die Autohersteller solchen Blödsinn auch nicht mitmachen. Aber solange damit schönes Fördermittel-Steuer-Geld zu verdienen ist, warum nicht! Die wären ja blöd, da Nein zu sagen. Und der grüne Mob klatscht Beifall. Besser geht’s nicht.

  • Die Karossen sind nicht das Problem.


    Ein Pferd kaufe ich mir nicht. Ich behalte den Trabant. :)

    Vergleiche mal die durchschnittliche Rundumsicht in 60er-80/90er Jahre Autos mit der Nicht-Sicht in aktuellen PKW (von der unschlagbaren Übersichtlichkeit eines 601er/1.1er Trabant ganz zu schweigen). Da liegen Welten dazwischen und genau das ist sehr wohl ein "Karossen-Problem".

    Dass die Karren heutzutage schon im sogenanntem"Kleinwagen"segment irrsinnig aufgeblasen, insgesamt viel zu groß und zu schwer geworden sind, kommt noch hinzu.

    Ein vernünftiges Batt.-elektrisches Auto müsste kleiner, leichter und auch langsamer sein als all das, was aktuell (nur) mit überhöhter Förderung verkauft wird.


    P.S.: Ein Pferd käme für mich auch nicht in Frage - im Gegensatz zum Trabant mag ich den Geruch nicht... 8o

  • Es ging aber um die Größe im Bezug zu den vorhandenen Parkflächen und nicht darum wie gut man aus dem Fenster schauen kann. ;)

    Und auch wenn ich bei der Rundumsicht vollkommen mitgehe, ist der aufgeblasene Kleinwagen sicher nicht primär der Optik geschuldet.

    Spätestens wenn man im Kleinwagen Bj. 2020 ein Unfall hat, sitzt man in diesem ganz bestimmt sicherer als in einem Bj. 1960. :)

  • Es ging aber um die Größe im Bezug zu den vorhandenen Parkflächen

    aber die Parkflächen sind eben auch nicht kleiner geworden, wozu müssen die Autos immer größer werden? Obwohl man im Innenraum davon nich viel merkt, im Gegenteil sogar bei manchen. Außen riesig, und innen kaum Platz...

    Vielleicht sollte man einfach mal wieder anfangen praktische Autos zu bauen, und keine Prestige Objekte...

  • wozu müssen die Autos immer größer werden?

    Das es heute viele Autos gibt die keiner braucht...steht außer Frage.


    Aber auch für "normale" Autos ist die "normale" Parktasche auf Grund der Entwicklung heute oft zu klein.


    Auch werden die Fahrzeuge heute vermutlich nicht wieder (deutlich) kleiner werden (egal ob E oder Verbrenner), denn dann wird man die Sicherheitsstandards kaum erfüllen können.


    Und dann werden am Ende die Autos gebaut die die Kunden kaufen. Die werden nicht anfangen kleine pragmatische Auto ala Trabant zu bauen, denn die wird wohl kaum einer kaufen.


    Aber auch da sehe ich ein klein wenig Bewegung. Zumindest ein Teil der jüngeren Generation in Großstädten sieht das Auto nicht mehr als Statussymbol und kann darauf verzichten.

    Zumindest hier in Berlin sehe ich das als durchaus positive Entwicklung.

    Und würde ich wie damals direkt im Kiez (Prenzlauer Berg) wohnen, wäre mein Trabant auch nur noch ein reines Freizeitvergnügen.

  • im letzten Punkt stimme ich dir voll zu, es werden gefühlt immer mehr Leute die garkein Auto wollen, weil sie es eben nicht brauchen. Wir auf dem Land sind leider darauf angewiesen.

  • "Leider..." , "Positive Entwicklung"?


    Mag ja teilweise so sein (z.B., wenn die individuelle Mobilität immer weiter künstlich verteuert, aber auch und gerade die Mehrheit der berufstätigen Landbevölkerung essentiell auf sie angewiesen ist).

    Oder wenn die Stehzeuge in der Großstadt etwas weniger würden...


    Aber man sollte bei aller aktuellen "Verbrenner" (bzw. Direktwandler:thumbup: ) -verteufelung auch nicht ganz vergessen, womit/mit welcher Industrie und welchen Produkten dieses Land vor allen Dingen wirtschaftlich groß und exportstark geworden ist.

    Ob der ganze virtuelle und digitale Krempel oder die E-Mobilproduktion mit ihrer wesentlich geringeren Fertigungstiefe ebenso viel allgemeinen Wohlstand verbreiten (in die Breite und Mehrheit der Bevölkerung bringen) werden, bleibt abzuwarten. Hier ist ja eine deutlichere Zentralisierung "nach oben", den Profit auf weniger Köpfe verteilend, eigentlich unübersehbar.

    Vielleicht wird diese Erkenntnis dem einen oder anderen, mit rektal eingeblasenem Puderzucker aufgewachsenen, Wohlstandsnachwuchs ja irgendwann auch noch aufgehen...

  • Hier ist ja eine deutlichere Zentralisierung "nach oben", den Profit auf weniger Köpfe verteilend, eigentlich unübersehbar.

    Äh, ... das ist doch das Wesen des Kapitalismus, den "wir" alle 1990 so sehr wollten...

  • Gut, dass Du das "Wir" in

    Anführungszeichen gesetzt hast... ;)


    Darin, dass der Kapitalismus und insbesondere die "soziale Marktwirtschaft" sether eine kräftige Metamorphose gemacht haben (nicht eben zum Vorteil des kleinen Arbeiters und Angestellten), sind wir uns sicherlich einig, oder?

  • Zu den Parkplätzen: Ich finde sie sollten nicht größer und breiter werden, ebenso die Straßen. Das wäre nur ein Startschuß für noch mehr längere und breitere Autos auf unseren Straßen, die meistens nur als Statussymbol gefahren werden. Ohne jetzt Bespiele nennen zu wollen, aber mir gehen alleine in unserem näheren Umfeld genug kleine, alleinstehende, geschiedene oder nicht wohin mit ihrem Geld wissende Männer tierisch auf den Geist mit ihren breiten und teils lauten Spritfressern aus aller Welt (gerade auch aus den USA die Pickups, die wirklich nicht für europäische Straßen geeignet sind). Leider gelten diese Autos oft als Umweltengel, weil sie hohe Ladekapazitäten haben, auch wenn sie überwiegend alleine ohne Zuladung gefahren werden. Ich kaufe mir doch auch keinen Lienenbus und fahre damit alleine rum und verlange größere Parkplätze, weil der angeblich umweltschonender ist als ein Kleinwagen.


    Ansonsten gibt es auch heute noch Raumwunderautos, nur geht der Trend leider mehr und mehr in eine andere Richtig.

  • Nur daß die Politik mangels des großen Konkurrenten im Osten das Interesse daran verloren hat, den Kapitalismus an der Leine zu halten.

    Die hat ja auch -trotz Warnungen- an der TINA-Lüge geglaubt.


  • Peter Junghanns zeigt den Opel Manta, der 1974 gebaut wurde und jetzt komplett neu mit aktueller Elektrotechnik ausgestattet wurde. Wo bei anderen Autos der Kühlergrill sitzt, hat der Elektro-Manta eine elektronische Anzeige und LED-Scheinwerfer. Foto: Egbert Kamprath

    In Freital erleben Fans am Sonntag eine Europa-Premiere. Opel will bis 2028 seine gesamte Modellpalette auf Elektroantrieb umstellen. Mit der neuen Technik soll auch eine Legende wieder aufleben. Wie das aussieht, haben Autofans am Sonntag in Freital auf Schloss Burgk erlebt. Im Rahmen der „XS Carnight Classic“ zeigte Opel seinen elektrischen Manta zum ersten Mal in Europa in der Öffentlichkeit. (Quelle: saechsische.de, Freital, 18.07.2021, 18.00 Uhr, von Franz Herz)

  • ich frage mich manchmal auch ob z.b. Bundeswehr Fahrzeuge eigentlich auch Steuern zahlen müssen.

    Ich meine bei den ganzen spazierfahrten die da gemacht werden und mit den teilweise leicht schwarzen Fahnen die aus dem Auspuff kommen in Kombination mit der Anzahl an Fahrzeugen kommt da sicherlich eine erhebliche Umweltbelastung zustande.

    Vielleicht sollte die Regierung dort mal als erste auf E-Fahrzeuge umstellen, dann sind nicht nur die luftfahrzeuge nicht Einsatzbereit, sondern die bodenfahrzeuge auch nur begrenzt....