Drehstrom Lichtmaschinenanker Schleifringkörper

  • Hallo zusammen,

    in der Garage ist es gerade zu frostig was zu arbeiten, darum habe ich mich an die Überholung der 12 V DLM gemacht.

    Laut Vorbesitzer alles Bestens alle in Ordnung, nur sauber machen...Pfeifendeckel.


    Habe die DLM mal zerlegt und nicht schlecht gestaunt was da an einem Schleifring noch über ist.


    Habt Ihr das schon mal so extrem gehabt, dass einer fast vollständig und beim anderen fast 4mm fehlen?

    Wodurch kommt so was?


    Und nun zu den Fragen,


    - passen alle Schleifringkörper die so angeboten werden auch die Z.B von der MZ ETZ

    - Klar Lager wird hinten und vorne neu

    - mit was habt Ihr den Schleifringkörper festgeklebt?

    - oder gleich neuen Anker?


    Danke an alle mit öligen Fingern

    Grüße Rudolf



  • Das kann schon mal Passieren ist halt Verschleiß. Ob MZ passt, keine Ahnung, hier gibt es aber passende recht günstig


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    Der Körper selber ist nur aufgepresst auf die Welle, wenn der Anker in Ordnung ist, wozu Neu, mach einfach den Ring und die Lager neu.

  • Ich hatte schon mehrfach den Fall, dass eine Kohle und/oder der dazugehörige Schleifring verschlissen waren. Das andere war neuwertig. Die Ursache für das Phänomen würde mich auch interessieren.


    Die Schleifringkörper für den Trabant/Wartburg/... und MZ unterscheiden sich in den den Anschlussfahnen. Beim Trabant sind diese abgewinkelt, bei der MZ gerade (wie in dem Link).


    Der Körper ist nicht auf die Welle aufgepresst, sondern geklebt. Beim Verkleben sollte man auf die Zentrierung (Rundlauf) achten (sonst könnten die Kohlen bei hoher Drehzahl evtl. springen). Für den Schleifringkörper hatte ich seinerzeit Sikaflex genommen, weil das gerade noch da war.

  • Die Ringe auf meinen Limas konnte Ich runterziehen und habe die neuen nur aufgepresst, gab es da dann auch wieder Unterschiede?!


    Also habe Ich dann auch welche von der MZ teilweise verbaut, habe bei diesen die Fahnen immer selber abgewinkelt.

  • Möglich, dass es Unterschiede gibt. Aber da der Grundkörper den Schleifringes aus einer Art Keramik besteht und somit spröde ist, könnte er beim Aufpressen brechen. In meinem Fall, war genug Spiel vorhanden, daher der Hinweis mit dem Rundlauf.


    Die Fahnen der MZ-Ringe sind zu kurz, um sie abzuwinkeln. Also muss man sie erst verlängern. Da der alte Ring eh schrott ist, dann man die Fahnen bündig abtrennen und an den neuen Ring anlöten.

  • ok, werde es versuchen, zuerst muss jedoch das Lager runter.


    Danke an Matze, an den Hinweis mit den Fahnen, die meisten Ringe in den Angeboten sind mit geraden, also MZ Fahnen, gewinkelt hab ich nur bei ldm gesehen.


    Was mich zudem wundert, die Schleifringkörper liegen preislich zwischen 10€ und 40€.

    Gibt es da Qualitätsunterschiede oder woran liegt es?


    hat ggf. schon mal jemand auf Kupferschleifringe umgebaut?


    Grüße

  • Lass dich von den Preisunterschieden nicht verunsichern. Die sind bei den Ersatzteilen mittlerweile normal. Ich habe neulich eine Getriebewelle gekauft, die Preisspanne reichte von 15€ bis 125€. Ich würde sagen, das liegt einfach daran, dass es sich hier um Ersatzteile handelt, die nicht mehr hergestellt werden. Der "Wert" eines Ersatzteils ist damit leider ein bisschen spekulativ.


    Berichte Mal bitte von dem Wechsel des Schleifringkörpers, wenn du fertig bist. Ich bin bisher immer nur bis zum Lager gekommen, die Schleifringe habe ich noch nicht angefasst.

  • Alles angekommen und schon verbaut.

    Habe Schleifringe bekommen wie von Matze beschrieben, die "Anschlüsse" zu kurz obwohl das Shopbild was anderes gezeigt hat. Die alten Anschlüsse verwendet und verlötet.

    Am Anker angezeichnet welcher Anschluss der obere welcher der untere war.

    Habe Abzieher usw. gerichtet um den alten Schleifringkörper abzuziehen.

    Ging ganz einfach. Einmal mit der Hand gedreht und runter war der Ring. Habe alles mögliche erwartet nur das es so einfach geht nicht. Achse gereinigt.

    Patex Alleskleber in den Ring laufen lassen, Einschub bis auf den Drahtring und zusätzlich mit Sekundenkleber fixiert. Über Nacht aushärten lassen. Anschlüsse verlötet.

    Welle in die Kühltruhe, Zwischenring aufgeschoben. Welle aus Kühltruhe, Lager 6003 mit Heißluft erwärmt und aufgebracht. Mit 15er Nuss auf Innenring etwas nachgeholfen.

    Limagehäuse/ Wicklungen gereinigt und rot angesprüht.


    Zusammenbau fertig. Test steht noch bevor.


    Ging alles einfacher als gedacht.


    Grüße an alle mit öligen Fingern

    Rudolf

  • Hast Du einen neuen Halter für die Kohlen genommen? Es sieht beinahe so aus, als hätte die eine viel Luft.

  • Hallo V603,

    was meinst du mit neuen Kohlen genommen?

    Der links im 1. Bild ist der "Neue", mit den alten angelöteten Anschlüssen im Bild 3.

  • Okay verstehe was du meinst.

    Einen neuen Halter nicht, der Halter ist noch gut, nichts abgebrochen,

    aber

    neue Kohlen angelötet, Schleifringe und beide Kugellager neu

    und gereinigt. Elektrisch den Anker durchgemessen, ca. 1,6 Ohm.

    Soweit alles in Ordnung


    Test steht noch aus, da ich die drei Gehäuse-Halteschrauben durch Inbus-Schrauben ersetzen will.