Wie benutze ich eine verstellbare Handreibahle richtig?

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  • Hallo zusammen,


    ich bin gerade dabei die Vorderachse meines 601 zu regenerieren da diese vom Vorbesitzer nicht sonderlich gut gepflegt wurde (in Bezug auf Abschmieren etc.).

    Heißt, neue Originale Laufbolze/ Federgabel Buchsen.

    Federgabeln sowie Laufbolzen kommen ebenfalls neu da die alten Rostnarben hatten.

    Prinzipiell würde ich gerne von euch wissen wie das mit dem Aufreiben genau funktioniert bzw. wie hier die Spezialisten unter Euch das so machen.

    Ich habe hier Originale verstellbare Handreibahlen liegen 1x 18-21 und 21-24.

    Schraubstock und alles ist ebenfalls vorhanden, Achsschenkel sind ausgebaut und gereinigt ,Buchsen bereits eingepresst.

    Wie gehe ich jetzt am besten genau vor?


    - Womit fette oder öle ich das ganze beim Aufreiben?

    - Drehe ich immer nur in eine Richtung?

    - In welche richtung drehe ich wenn ich die Handreibahle raus“ziehe“?


    Wäre echt super nett von Euch wenn jemand eine Art kurzes Tutorial niederlegen könnte wie man eine verstellbare Handreibahle in Bezug auf die Trabant Buchsen richtig benutzt 😊


    Man(n) will es ja direkt beim ersten mal richtig machen.


    Ich habe auch Gewinde und alles geschnitten so ist es nicht (bin Technisch versiert) aber diese Buchsen sind ja doch etwas empfindlicher und nicht alltäglich.


    Vielen lieben Dank vorab

  • Am besten wäre es, Du schaust über die Schulter, der es wirklich kann. So einfach, wie es ausschaut, ist es bei weitem nicht.

    Du darfst stets nur ganz wenig nachstellen und schön in der Achse bleiben.

    Am besten, Du besorgst Dir gleich weitere Buchsen. Die ersten wirst Du wohl versauen.

  • wie bleibt man schön in der Achse?

    Biete Serienmotoren, Sportmotoren, Rennmotoren, Sport-VSD, Vergaserumbauten, Regenerierung Drehschieberflächen, Gehäusereparaturen, Aluschweißen, Sandstrahlen mit verschied.Material auf Anfrage

  • Ich kann die Aussage von @ V603 nur bestätigen. Es ist sicher kein Hexenwerk, aber auch nicht Kinder leicht. Die Reibahle muss so genau es geht ausgewinkelt werden, das geht nur per Augenmaß. Dazu musst Du sehr kleine Schritte machen um die Oberfläche nicht zu sehr aufzurauhen und kein Übermaß zu erhalten. Schon allein den richtigen Punkt von gesunder Leichtgängigkeit aber noch kein Spiel zu finden ist spannend. Und dann Quellen die Buchsen ja ggf noch wenn das Fett in die Lager kommt.


    Wenn ich mich recht entsinne, legen einige User die Buchsen vor dem reiben in Öl ein.


    Ich habe das jetzt ein mal unter Anleitung gemacht und werde das beim nächsten mal auch nochmal so machen.


    Hast Du Kontakte in deiner Region?


    Viele Grüße


    Kai

  • wir hatten das auch schon ausführlich besprochen, wie und wo man auf passen sollte.

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  • Nein ich komme aus 41189 Mönchengladbach und habe keine Kontakte bzw. nicht die Möglichkeit mir das bei jemanden abzuschauen.

    Deswegen ja dieser eröffnete Thread.


    Ich habe mir versucht soviel wie möglich an Wissen zu diesem Thema anzulesen aber Theorie und Praxis…

    Ihr wisst ja.


    Deswegen frage ich ja explizit danach wie Ihr, die es ja schonmal gemacht haben, macht.

    Es kann ja nicht sein das jeder beim ersten mal jemanden anderen dabei zugesehen hat wie es geht 😊


    Was ich bisher weiß


    - Buchsen evtl. vorher in Öl einlegen (was für Öl?)

    - Ahle auswinkeln

    - in kleinen schritten vorgehen damit nicht zuviel ausgerieben wird


    Womit Öle oder fette ich während des Aufreibens?



    Danke vorab:-)

  • Eigentlich gar nicht, da dies ein trockner Schneidvorgang ist.

    Wozu Ventile? 0,6 EDS Hemi


    Seine Freunde nennen ihn Mossi, die Anderen sprechen nur vom "dicken Typ mit der Zigarre".


    www.trabant-original.de

  • Die Buchsen werden in Ölsuspension eingelegt. Das findet google schon......ist eine Mischung aus Öl (z.B. Motoröl) und Graphit (MoS2).


    In meiner Ausbildung hat man mir auch praktische Handfertigkeiten gezeigt. Ich glaube kaum, dass man sowas durch reines erlesen und studieren von Theorie praktisch am Ende auch hinbekommt. Wenn man ganz ganz viel natürliches Talent hat, dann vielleicht, aber ansonsten ist das mehr son Ingenieurdenken.......ich eigne mir die Theorie durch lesen und dann kann ich das praktisch.


    Ich musste auch 3,5 Jahre lernen und lerne heute 25 Jahre später immer noch dazu.


    Bestenfalls gibts heute ein Video dazu. Aber vorsicht, dass machen auch meist Amateure unter dem Motto...passt schon....


    Meine Feststellung ist, dass dieses ausreiben von Hand nie perfekt funktioniert. Kann man machen, aber ich mache es nicht mehr und benutzte Maschinen. Von Hand bekommst du das nie ratterfrei hin, dafür hat die Handreibahle zu wenig Schneiden. Und 100-200 umin per Hand ist schier unmöglich.

  • Ich habe es 2-3 mal selbst gemacht und bin mit meinem Ergebniss durchaus zufrieden. So schwer finde ich es nicht.


    Die ersten 2 Buchsen waren auch Schrott , das geb ich zu .


    Ich finde , ein paar Buchsen nehmen und probieren. Wenn man nicht probiert , kann man nichts lernen. Und die Buchsen kosten nicht die Welt.

  • Ich finds jetzt auch nicht so kompliziert. Man muß halt Geduld haben und gemächlich immer nur wenig abtragen.

    Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.

  • Wenn man es neu macht dann ist das richtig.


    Man sollte aber nicht sofort jede Buchse wechseln wenn etwas Spiel drin ist. Auch Pertinaxbuchsen wachsen nicht nach.

    Bei einer HU muss das nicht perfekt spielfrei sein, denn es gibt Toleranzen von Sachsenring die man ggf. dem Prüfer vorlegen kann.


    In der SRI288 und bestätigt in der 307, wird ein Spiel bis zu 1mm!!! als Grenzwert angegeben.

    Und das ist wie ich finde schon sehr viel.

    Insofern ist ein geringes Spiel bei Federgabel und Schwenklager zulässig und kein Grund für einen erheblichen Mangel und die Verweigerung der Plakette.


  • Also es ist sicher kein Hexenwerk, aber nur vom Anlesen würde ich es mir nicht zutrauen.

    V603 hat schon recht, man sollte dafür am besten mal jemandem über die Schulter schauen.

    Ich habe meine ersten Buchse(n) unter Hegautrabi s kundiger Anleitung aufgerieben und selbst dabei noch Ausschuss produziert.

    Einmal verkantet und das Ganze noch mal. 😇

  • Einmal verkantet und das Ganze noch mal. 😇

    darum ist es auch Vorteilhaft vor zu drehen, je weniger man reiben muss, um so besser.

    Von wann ist die SRI288? Beim besten Willen wo wird da der 1mm gemessen?

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  • Die 307 ist von 1971. Und vorsicht.....bis 1mm ist zulässig, dass bedeutet ja nicht das man schon auf 1mm reiben kann!!!!


    Das heißt das z.B. bei 0,5mm Spiel nicht sofort die Buchse raus muss, sondern man noch weiterfahren kann, solange der Rest natürlich i.O. und nichts klappert.

    Es steht ja da, wenn andere Teile auch Verschleiß haben, dann verringert sich das zulässige Spiel entsprechend.

  • Unterlagen von 71 braucht man heute nicht mehr vor legen denke ich. Wer weiß ob das nicht von Sachsenring schon geändert wurde.

    Mich interessiert wie und wo der mm gemessen wird.

    Mit 1mm will keiner mehr fahren denke ich.

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  • Natürlich nicht schon beim Aufreiben.

    Es steht aber dort, dass alle 4 Lagerstellen der VA diesen maximal zulässigen Verschleiß noch haben dürfen und das halte ich für fahrlässig. So fährt man nicht herum!

    Ich meine, die SRI sollten nicht alle gleich bewertet werden, womöglich wurde so manche Entscheidung nicht vom Techniker sondern vom Kaufmann getroffen.

  • Tja, und nun?

    Wozu Ventile? 0,6 EDS Hemi


    Seine Freunde nennen ihn Mossi, die Anderen sprechen nur vom "dicken Typ mit der Zigarre".


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