Diskussion zur Elektromobilität und E-Auto

  • Wenn man bedenkt, wie viele Autoverwerter sich eine Goldene Nase verdient haben, allein bei uns im Umkreis waren 2 Verwerter, die haben die Prämie aus eigener Tasche bezahlt, die haben Teilweise Fahrzeuge stehen gehabt, die waren das Dreifache der Abwrackprämie wert.

  • Ich war damals bei einem großen Autoverwerter, um Teile für Juniors zerschossenen 4er Golf zu holen. Was da so für feine Autos (teilweise schon geschlachtet) rumstanden! =O

    Ein grüner 4er stand rum, wie frisch aus dem Laden, "von einem Opi, der hat vorm Abgeben nochmal geputzt ".

    Von DEM durfte ich aber nix abbauen... ;)

    Die Front mit Haube kam damals läppische 150 €uronen, soweit ich mich erinnere. So haben wir zumindest auch etwas von der Abfuckprämie gehabt... :)

  • Tomsailor


    Was da in Rostock passiert ist, ist leider das Gegenteil von dem was ko. Mmen muss. In Leipzig arbeitet man an einem Projekt, den Verkehr in der Stadt zu reduzieren. Teil dieser Planung ist aber auch der sinnvolle Ausbau des ÖPNV, aber auch Forderungen an die AG in Richtung Deflexibilisierung des Arbeitsmarktes.


    Mal sehen was da raus kommt.

  • Ich weiß, daß viele das Thema Homeoffice sehr kritisch sehen.


    Aber das wird zukünftig ein Teil der Lösung sein und vielleicht hat uns Corona an dem Punkt sogar etwas genützt, weil es viele ausprobieren mußten, die sonst nichtmal im Traum daran gedacht hätten.


    Nun funktioniert Homeoffice natürlich nicht, wenn es am Küchentisch passiert, zwischen wuselnden Kindern, Abwasch und sonstigem Alltagskram. Es funktioniert auch dann nicht, wenn Arbeitgeber daraus eine 24h-Dauerbereitschaft ableiten und, was ich für noch wichtiger halte, wenn Arbeitnehmer in devotem, teils vorauseilendem Gehorsam, sich so verhalten, daß sie zwischen Arbeitszeit und Freizeit nicht mehr unterscheiden können oder wollen. Zur Ausbeutung gehören nämlich immer zwei...


    Aber wer die räumlichen Möglichkeiten und einen Job hat, der nicht zwingende Präsenz am Firmensitz erfordert (und das betrifft heutzutage einen erheblichen Teil der Büro- und Verwaltungstätigkeiten), der könnte durchaus die Arbeitsfahrten reduzieren. Wenn er/sie es schafft, zum Feierabend dann auch die Tür des Arbeitszimmers hinter sich zu schließen und das, was hinter dieser Tür passiert, erst am Morgen wieder zur Kenntnis zu nehmen. Wer das nicht kann, der hat verloren. Und der sollte auch nicht im Homeoffice arbeiten.


    Aber die Pendelei, die seit 30 Jahren üblich ist, die ist und bleibt weder normal noch gesund. Und umweltfreundlich schon gar nicht.

  • Wenn es eine wie immer geartete Abwrackprämie geben sollte, ist mMn. umweltmäßig nicht viel gewonnen.

    Wie schon gehabt, fahren die aussortierten Autos dann oft im Ausland weiter und als Krönung wird dann noch der Kat ausgebaut, weil der mehr Geld bringt als das Restauto.

    Wahrscheinlich wird der Kat auch noch von Deutschland zurückgekauft, weil die armen Länder den überhaupt nicht in seine Bestandteile zerlegen können bzw. die Technik dafür nicht

    vorhanden ist.

  • Deluxe : Ich weiß, worauf Du mit Deinem Plädoyer pro Homeoffice hinaus willst. Mir stehen da aber zu viele "wenns" drin und ich fürchte, dass vieles davon (zum klaren Nachteil des Arbeit"nehmers") allzuoft zur Homeoffice-Realität gehört/gehören wird. Und ja, es gehören immer 2 zur Ausbeutung. Zumeist sitzt aber einer davon am längeren Hebel (bzw. Knebel) und wird ihn wohl auch zu nutzen wissen.


    Das andere Extrem sind Firmen, wo H.o. problemlos ginge, die sich aber mit Händen und Füßen dagegen wehren (geänderte Gesetze hin oder her). Die Bude, wohin meine Frau tagtäglich 50km unser gutes altes Westblech verschleißt, ist ein Beispiel davon. Sie könnte problemlos 2-3 Wochentage zu Hause arbeiten, darf aber nicht bzw. nur marginal mit Kopfstand - weil "man" es eben partout nicht will. :augendreh:

  • Ganz abschalten von der Arbeit kann ich persönlich oft nicht, ob nun im Home Office oder im Büro gearbeitet wird.

    Beide verlasse ich aber gleich pünktlich, bzw. das Home Office sogar pünktlicher, da eine Etage höher Frau und Kinder zum Kaffeetrinken rufen. ;) Und dann können se mich alle mal :D


    Die Ersparnis der Fahrerei zur Arbeit und zurück ist viel wert, ich kenne aber auch Kollegen, welche genau das benötigen, um zwischen Arbeit und Privat umschalten zu können.


    Gruß

    Benjamin

    Fährt und schraubt gern *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* *Lada Niva*

  • fahrgast

    Daß es unter den Arbeitgebern genügend Gangster gibt, ist völlig unstrittig. Manche leiden an der Zwangsvorstellung, daß nur permanente Überwachung und Druck dafür sorgen, daß jemand arbeitet.


    Da aber heutzutage niemand mehr gezwungen ist, sich dauerhaft mit einem solchen Arbeitsklima abzufinden und ganz allmählich immer mehr Firmen dahinterkommen, daß man bei ordentlicher Bezahlung auch gute Leute von woanders herbekommen kann, wird der Druck auf die AG in den nächsten Jahren eher wachsen, für vernünftige Verhältnisse zu sorgen.


    Das ist ein langsamer Prozess, zugegeben. Und gerade im Osten müssen die Unternehmen da noch manches lernen. Zum Beispiel, daß das Recht zur Kündigung nicht nur für den Chef, sondern auch für Mitarbeiter gilt. Da schläft ihnen dann oft das Gesicht ein, wenn mal einer geht...

  • Moin,

    ich finde das hin und wieder von zu Hause arbeiten nicht verkehrt. Meiner einer darf min.1x in der Woche von zu Hause aus arbeiten und das nicht seit Carola. Wird auch keinerlei ausgenutzt oder sowas zum negativen. Auch habe ich da ne gewisse Ruhe, nicht das reinhüpfen kurz was fragen oder sonst was für Gespräche was ablenkt, bin dadurch auch schneller fertig. Gruß

  • ..Recht zur Kündigung nicht nur für den Chef, sondern auch für Mitarbeiter gilt. Da schläft ihnen dann oft das Gesicht ein, wenn mal einer geht...

    :thumbup::D

    Jo, grade selbst erst wieder gehabt. Für mich aber ein gutes Gefühl in dieser Ausgangslage zu sein.

    Ebenso, von 4 Zusagen sich einen neuen Arbeitgeber aussuchen und den drei Anderen eine Absage schreiben, so wie sie früher einem eine Absage geschrieben hätten. 8o Schön wie sich das Blatt manchmal wendet. Von wegen ,,grüße jeden Idioten, denn er könnte morgen Dein Chef sein", ,,grüße jeden Idioten, denn Du könntest ihn als Angestellten gebrauchen".

    Aber Vorsicht, die Zeiten ändern sich auch wieder. Qualifikationen und Qualität heißt es dann wieder.


    Wie werden wohl die Arbeitsbedingungen im neuen Teslawerk bei Berlin sein, ähnlich schlimm wie drüben??

    Und sollten die nicht eigentlich schon längst produzieren?

    Ob der Herr Musk mal auf H-Antrieb umsatteln wird?

  • Glaub ich nicht. Und ja, mit Gewerkschaften und sonstigen Interessenvertretungen der Arbeit"nehmer"seite soll er's wohl nicht so haben.

    Produktionsstart wurde zunächst wohl auf Herbst verschoben, man munkelt aber auch schon von Frühjahr '22.

    Da aber heutzutage niemand mehr gezwungen ist, sich dauerhaft mit einem solchen Arbeitsklima abzufinden....


    Zum Beispiel, daß das Recht zur Kündigung nicht nur für den Chef, sondern auch für Mitarbeiter gilt. Da schläft ihnen dann oft das Gesicht ein, wenn mal einer geht...

    Ja und ja, beides schon selber erlebt und praktiziert. Das dumme Gesicht und die anschließende 1,5h Engelszungen-diskussion (im Rahmen derer u.a. plötzlich die Lohnerhöhung angeboten wurde, an die vorher 7 Jahre kein Weg heranführte - trotz der stark gestiegenen Arbeitsanforderungen) zu den unauslöschlichen Lebenserinnerungen. :top:

    Allerdings war ich da erst knapp 40 und das ist m.E. ein ganz wichtiger Punkt.

    Im 'besten Arbeitsalter' , so ca. zw. 25 und 45 also, tut man sich sicherlich erheblich leichter, etwas neues zu suchen und zu finden, als mit über Mitte 50, wenn man allmählich schon auf die Zielgerade des Arbeitslebens zusteuert und vielen Firmen eben ggf. doch schon viel zu alt (und evtl. auch zu teuer) ist bzw. wäre.

    Und gesünder wird man zumeist leider auch nicht.

    Fachkräftemangel hin oder her... :schulterzuck:

  • Trotzdem freut man sich als Beschäftigter über die jetzige Situation

    Ich sage bewußt nicht Arbeitnehmer, denn ich würde mich eher Arbeitgeber nennen denn

    ich stelle meine Arbeitskraft dem Chef zur Verfügung.

    All jene, denen früher der Spruch " Passt dir was nicht, es stehen zehn Ersatzleute vor der Tür "

    allzu zu oft über die Lippen kam, werden sich das wohl heute verkneifen.

    Sie sehen z. B. im Handwerk, dass sie sich sonst wieder selbst den Blaumann anziehen müssen,

    wenn ihr Laden weiterlaufen soll.

  • Ja und ja, beides schon selber erlebt und praktiziert.

    Dito.

    Als ich damals die Kündigung auf den Tisch gelegt habe, gab es allerdings kein Gespräch, sondern nach einem wütenden Blitzstart in Richtung Arbeitsamt (alternativen Mitarbeiter suchen) zwei Wochen relativ eisiges Schweigen. Ein Jahr später erfuhr ich, daß die Angst vor weiteren Kündigungen dann doch so groß war, daß plötzlich Lohnerhöhungen möglich wurden, die vorher immer kategorisch abgelehnt wurden. Und während man vor der Tür in regelmäßigen Abständen neue SUV vorfand, gabs für die Mitarbeiter nur das, wozu man gezwungen war.


    Das änderte sich dann plötzlich, aber erst mußte eben einer gehen, um diesen Lerneffekt auszulösen. Schön für die früheren Kollegen...

    Aber unter einem tragfähigen Konzept verstehe ich, daß man sich nicht auf Leute kurz vor der Rente verläßt, die noch ein bißchen Ahnung vom Fach haben. Sondern daß man versucht, sich einen motivierten Mitarbeiterstamm heranzuziehen, der zufrieden ist, gern auf Arbeit kommt und vom Einkommen auch leben kann. Wer das als Unternehmer nicht begreift, der wird mittelfristig erhebliche Personalprobleme haben.

  • Sie sehen z. B. im Handwerk, dass sie sich sonst wieder selbst den Blaumann anziehen müssen,

    wenn ihr Laden weiterlaufen soll.

    Auch wenn es nur ein Geschirrspülnebenverdienst war, habe ich mein Inhaber, der oben meditierte während wir unten in der Küche schufteten, mal dazu gezwungen. Die ƒ6,- die Stunde waren damals schon beschissen und das Trinkgeld sollte doch dem Personal zugute kommen statt einfach in die Kasse geleert zu werden.

  • Ich weiß das der Herr Musk in Deutschland sehr hohe Ansprüche an seine Mitarbeiter stellt. In Amiland auch und diese bei sich da drüben extrem ausbeutet, praktisch keine freien Tage, kaum Urlaub, wehe man meldet sich krank. Somit sind nicht nur Menschen in der 3. Welt ganz schön am A....wegen der Elktromobilität, sondern auch in den entwickelten Ländern.

    Und sowas soll ich unterstützen? Nee, danke.

  • Danke für den Artikel, sehr interessant und aufschlußreich !! :thumbup:

    Mit dem Hammer gehts recht zügig.....8)

    Einmal editiert, zuletzt von 600ter ()

  • Ab und zu lese ich noch im Forum, auch Themen wie E Mobilität. Da fiel mir dieser Beitrag auf:


    @ Postkugel: Du ziehst hier Verluste bei der Herstellung von Strom heran. Dann müsstest Du auch die Verluste für die Herstellung von Diesel berechnen. Oder glaubst Du allen Ernstes, dass für 5 Liter Diesel auch nur 5 Liter Erdöl gefördert werden?


    Der Wirkungsgrad eines BEV liegt bei ca. 80%, der eines fossilen Fahrzeuges bei 35%.

    Entscheidend für Berechnung ist, was auf dem Zähler vor der Wallbox bzw. am Zapfhahn der Tanksäule steht. Wenn mein BEV 20kwh aus dem Stromzähler zieht, gehen 20% verloren (Abwärme, Leitungsverluste, ...). D.h. es werden 16 kwh in Vortrieb umgesetzt, 4 kwh sind Abwärme etc. (Werte immer pro 100km.)

    Ein Dieselfahrzeug dieser Größe verbraucht 6 Liter. Es werden ca. 2 Liter in Vortrieb umgesetzt, 4 Liter werden nutzlos verbrannt --> Physik, Wirkungsgradunterschiede.

    Oder um den Verbrauch über Brennwerte umzurechnen : 1 Liter Diesel enthält 9,8 kwh. Somit bewege ich meinen BEV mit ambivalent 2 Liter Diesel (bzw. 2,5 Liter Benzin, Brennwert etwas niedriger).


    Ein weiterer Vorteil: Ein BEV nutzt die kinetische Energie des Fahrzeuges zur Stromerzeugung.

    Wenn Du bei Deinem Fossilen bremst, erzeugst Du Wärme und Feinstaub (Problem an Kreuzungen in Städten).

    Ein Bremsvorgang eines BEV beginnt mit dem Befehl des Steuergerätes an den E-Motor: Erzeuge Strom! Der Motor arbeitet dann sofort als Generator und bremst mit dem Widerstand der Stromerzeugung das Fahrzeug teils massiv ab. Die Radbremse arbeitet nur bei starker Verzögerung. Daher sind Hinterradbremsen bei BEV mittlerweile Trommelbremsen, da freiliegende Scheibenbremsen mangels Beschäftigung festgammeln. Diese Rekuperation genannte Stromerzeugung kann ein reiner Verbrenner nicht (nur eHybrid). Die Energie verpufft sinnlos.


    Ebenso arbeitet die Abgasreinigung eines Verbrenners erst nach einigen Kilometern (Betriebstemperatur). Die Kurzstrecke ist daher extrem schadstofferzeugend, beim BEV ab 1. km emissionsfrei.


    Auch als Tipp: Bei Studien immer lesen, wer im Impressum oder dahinter steht. Ein BEV pisst ziemlich vielen Firmen der Minaralölindustrie ins Kontor. Oft stehen Institutionen zur Erhaltung oder Förderung von Kolbenmotoren dahinter, somit ist die Studie nicht ganz uneigennützig. Quasi Besitzstandswahrung - auch ein deutsches Phänomen.


    Ganz sauer stößt mich Dein letzter Satz auf.

    Du erwartest sicher von mir Verständnis, wenn Du mit Deinem stinkenden Zweitakter vor mir fährst. Ok, das habe ich, obwohl der Gestank mittlerweile eine Zumutung ist (ich habe selber 3 Trabanten und einen Shiguli).

    Aber mich dann als blöd hinzustellen, nur weil ich Dinge anders sehe als Du und einen BEV fahre? Tut mir leid, das ist unter meinem Niveau.


    Ganz zuletzt danke ich jedem Tag Gott, dass Menschen mit diesen Ansichten nicht große deutsche Firmen und Unternehmen leiten! Der Abstieg wäre analog des Automobilbaues in der DDR vorprogrammiert.


    Nix für ungut, denk mal drüber nach und schau über den Tellerrand dieses Forums hinaus ...

  • Vielleicht auch selber mal über den Tellerrand der (offenbar recht ausgeprägten) Batterieauto-Glorifizierung hinausschauen und denken? :winker:

    Auch ich frage mich ja schon lange, wo all der Ökostrom wohl herkommen soll, um die E-Mobilität tatsächlich "sauber" zu machen. Diverse Experten haben das auch getan:


    https://m.focus.de/auto/elektr…-e-autos_id_13418813.html


    Bestimmt alles nur ewig Gestrige und Lobbyisten der bösen Ölindustrie :zwinkerer: (an der, ganz nebenbei bemerkt, weltweit viele Millonen von Jobs hängen dürften).