Getriebeöl im P 50/1

  • Ich habe schon die Suchfunktion bemüht, aber keine rechte Klarheit bekommen. Welches Getriebeöl sollte man im P 50 mit originalem, unsynchronisierten Getriebe verwenden? In der Bedienungsanleitung steht etwas von Motorenöl 01 Mot 15 im Sommer und Motorenöl 01 Mot 10 im Winter. Welcher heutigen Ölnorm entspricht das?
    Gruß
    Horsti

  • sicher das das da si drin steht? Das würde bedeuten das du mindestens einmal im Jahr einen getriebölwechsel machen musst. In mein 601 getriebe kommt HLP68 rein.

  • Ein SAE 80 Öl mit niedriger legierung (max. GL3) funktioniert wohl recht gut bei dem unsynchronisierten Trabant Getriebe.
    Evtl. funktioniert auch Getriebefließfett (Ambroleum) wie im F8, da wäre ich mir aber ganz und garnicht so sicher.

  • 15W40 im Sommer, 10W40 im Winter. Bitte nicht dünner.
    Puschi???
    Klar steht das so drin.
    Und warum jährlicher Wechsel?

    Starterkranzschmierer, Luftwerkzeugbenutzer, 15W40 Mischer, Westblechpfleger, Autovordergaragemitwarmenwasserwascher, Wohnwagenmitheizungbesitzer, Hohlraumfluidierer usw. usf. och hör bloß uff....

    Einmal editiert, zuletzt von Fahrfusshebel ()

  • Nun, weil es einmal im Jahr Winter wird ;) Aber man kann das Öl ja mehrmals verwenden, wenn mans in einem sauberen Gefäß auffängt.

  • Vielen Dank für alle Eure Äußerungen! Ich habe eben eine Veröffentlichung gelesen in der es heißt:


    DDR-Bezeichnung: Motoröl Sommer entspricht heutiger Norm SAE 40 Einbereichs-Motoröl bzw. SAE 90 Getriebeöl
    DDR-Bezeichnung: Motoröl Winter entspricht heutiger Norm SAE 30 Einbereichs-Motoröl bzw. SAE 85 Getriebeöl


    Die Veröffentlichung war für MZ-Motorräder gedacht, ist aber sicher auf den Trabant übertragbar.


    Wenn im P 50-Getriebe Motoröl vorgeschrieben ist, nimmt man das entsprechende Motoröl (z.B. SAE 30 für Winter), wenn in anderen Trabant-Typen (evtl. P 60?) Getriebeöl vorgeschrieben ist, nimmt man eben das gleichviskose Getriebeöl SAE 85.


    Alle neueren Trabanten haben sicher nicht mehr diese ominösen Bezeichnungen der 50er Jahre für Ölnormen und die für diese Fahrzeuge vorgeschriebenen Öle sollte es wohl auch noch heute geben.


    Ich habe im Moment tatsächlich im P 50-Getriebe das SAE 30 Einbereichsmotorenöl drin, aber eher durch Zufall. Also werde ich es erstmal so lassen. Nachdem ich mich etwas ins unsynchrone Schalten eingefuchst habe, geht auch alles zufriedestellend. Der Freilauf geht; die Freilaufsperre habe ich aber noch nicht benötigt bzw. probiert.


    Viele Grüße
    Horsti

  • 15W40 im Sommer, 10W40 im Winter. Bitte nicht dünner.
    Puschi???
    Klar steht das so drin.
    Und warum jährlicher Wechsel?

    Weil einmal im Jahr Sommer wird. Das muss das Winteröl ja raus.


    Das wirklich ein Motoröl ins Getriebe kommt war mir neue. Wieder was dazu gelernt.

  • Rein aus Interesse: Wieso benötigt das P50 Getriebe zwei verschiedene Öle bzw das man sie dort im Winter/Sommer wechseln muss. Ist das Konstrunktion-Bauartbedingt?

  • der 353 hat auch eine Saisonöl-Empfehlung.....

  • Der Wechsel muß oder sollte saisonal nur erfolgen, wenn man Einbereichsöle verwendet. Früher gab es noch keine Mehrbereichsöle. 15W 40 finde ich eine gute Alternative dazu. Das werde ich auch demnächst versuchen.


    Es hat auf alle Fälle was mit der Schaltbarkeit und Beweglichkeit der Getriebezahnräder zu tun. Je dicker das Öl, um so schneller werden die Zahnräder beim Auskuppeln abgebremst und es knarzt im Getriebe beim Schalten, bis die Viskosität des Öles durch Erwärmung abgenommen hat.
    Gruß
    Horsti

  • Also ist das Wechseln des Öles wirklich nur deshalb notwenidg das es keine Mehrbereichsöle gab und somit nicht dem Getriebe selbst geschuldet. Aber wieso kein HLP68 wie beim 601er? Gab es dies auch nicht zur der Zeit?

  • Hlp gab es zu dieser Zeit freilich auch schon, nur hat man darüber sicher nicht nachgedacht, weil da noch ein paar andere Sachen zu beachten sind, Scheerfestigkeit, Aufschäumung etc.
    Vorher hatte ja auch keiner über 2T Öle nachgedacht ;)


    Das dünne hlp wird nicht funktionieren, da wird das Getriebe nur noch zum Dauertropfer....

    Starterkranzschmierer, Luftwerkzeugbenutzer, 15W40 Mischer, Westblechpfleger, Autovordergaragemitwarmenwasserwascher, Wohnwagenmitheizungbesitzer, Hohlraumfluidierer usw. usf. och hör bloß uff....

  • Mal eine Frage am Rande, fährt überhaupt jemand mit Getriebefließfett im P50/1? Meine Frage kommt daher das unser P50 jetzt seit langer Zeit wieder auf der Straße unterwegs sein darf, aber das Getriebe schon arg tropft. Das Getriebe soll aber erst in der nächsten Winterpause instandgesetzt werden. Daher ist meine überlegung übergangsweise mit Fließfett zu fahren (max. 1000km/Saison)

    Zweiter Platz - Kübel orginal - beim 15. Trabantfahrertreffen Anklam 2009
    Dritter Platz - Kübel orginal - beim 18. Trabantfahrertreffen Anklam 2012
    Erster Platz - Kübel orginal - beim 20. Trabantfahrertreffen Anklam 2014 :thumbup:

  • Ich weiß nicht. Ich hätte da vor allem beim Differential Sorgen, allerdings muß ich auch gestehen, daß ich erst wieder in die Getriebekiste gucken müßte, um mich zu erinnern, wie das G50 von innen aussieht.

    Aber da es werksoriginal mit Öl gefahren werden soll, würde ich auch dabei bleiben. Welches ist denn jetzt drin? Dickeres schafft keine Linderung? So undicht?

    sapere aude! incipe! (Horaz)
    (bzw. frei nach F. v. Schiller: "Erdreiste Dich zu denken!")

  • aktuell ist 15 W 40 drin. Dann werde ich es wohl mal mit dickerem Öl probieren.

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  • Fliessfett kannst du vergessen. Das Getriebe ist schleudergeschmiert und hat Sammeltaschen im Gehäuse für die Lager.

    Wenn's tropft, dann abdichten, denn undicht bleibt leider undicht ;)

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