DOT 4 trifft auf NBR Schläuche

  • Hallo,
    Ich möchte euch zeigen was DOT 4 Bremsflüssigkeit mit NBR Schläuchen (drucklos) anrichtet.

    Die beiden Schläuche sind innen wie angelöst und weich, sie wurden vor ca. 1,5 Jahren erneuert.

    In Zukunft kommt jedenfalls nur noch DOT 3 hinein.


    Ein Oldtimer ist wie die Freundin Deines besten Freundes, Du kannst Sie ansehen, ja bewundern aber bitte nicht berühren!

  • Das hat nur bedingt mit der "Qualität" zu tun und auch bei DOT3 wird NBR mittelfristig das selbe Phänomen zeigen.

    Bei Flüssigkeiten auf der Basis von Glykol sollte es schon ein Schlauch aus EPDM oder Silikon sein.

  • Aber selbst die halten nicht zuverlässig dicht, z.B. bei einem Kumpel die von TW im Set mit dem HBZ gekauften auch nicht. Wobei da auch der etwas zu große Innendurchmesser eine Rolle spielt.

  • Ich werde auch einen EPDM Schlauch verwenden.

    Die Anschlüsse am HBZ und dem Behälter sind an der größten Stelle 11mm breit.

    Der NBR Schlauch hatte innen 9mm Durchmesser und passte sehr gut.

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  • Aus was die bestehen weis ich auch nicht.

    Unabhängig ob die sich mit DOT 4 vertragen, sind diese schon über 30 Jahre alt.

    Da hätte ich bedenken wegen möglicher Rissbildung an den Anschlüssen.

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  • Aus was bestehen denn die alten DDR Schläuche ?

    Wenn ich das so rauslese sind die nicht wirklich für DOT4 geeignet ...

    Inwieweit unterscheidet sich DOT4 oder 5.1 denn in der chemischen Zusammensetzung von der DDR-Bremsflüssigkeit?



    Unabhängig ob die sich mit DOT 4 vertragen, sind diese schon über 30 Jahre alt.

    Da hätte ich bedenken wegen möglicher Rissbildung an den Anschlüssen

    Meine Devise war bisher, wo der Schlauch i.O. aussieht, alles trocken ist und ich nicht unbedingt ran muss, lass ich es auch bleiben... Meine originalen Schläuche vom Ausgleichsbehälter zum Hauptbremszylinder sind jedenfalls nach wie vor unauffällig. Mit DOT4.


    VG

    Benjamin

    Fährt und schraubt gern *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* *Lada Niva*

  • So sieht es bei meinen beiden 2-Kreisern erfreulicherweise auch aus. Darum kann ich an eine DOT4-Unverträglichkeit bei den DDR-Schläuchen nicht so recht glauben... :/

  • Aggressiver ist sicher der falsche Ausdruck. Es gibt sehr viele Kunststoffe, die gegen Lösungsmittel unbeständig sind, weil Kohlenwasserstoffe die Polymere verändern oder zerteilen.

    Glykole sind höherwertige Alkohole und was letzterer mit einigen Kunstoffen anrichten kann, ist weithin bekannt. Wenn sich die Zusammensetzung von einer Charge Bremsflüssigkeit zur nächsten geringfügig unterscheidet, besteht auch die Möglichkeit, dass sich die Wirkung auf Polymere ändert. Und das im negativen, aber auch positiven Sinn.

  • Aus meiner Sicht folgende Empfehlung:

    Wenn ich Bremsen neu mache, dann gleich auf DOT 5 umstellen.

    Mein Trabant fährt seit Ende 2015 ohne Probleme damit. Die Backen mussten nach dem Alpentrip erneuert werden, aber sonst nichts.

    Bei folgenden Autos im Bekanntenkreis ist das ebenso: P601 (1978), Wartburg 353 (1969), P601 (1968 - seit 2018), Trabant Kübel, 2 x P601 (BJ Ende der 80iger), Wartburg 311 Coupe, Wartburg 311 Limousine.

    Die Liste ist sicherlich noch erweiterbar.

    Jetzt wo ich tot bin ist alles soviel leichter,
    ihr müsst alle aufstehen und ich schlaf einfach weiter.


    Nicht lange raten, recherchieren! Original-Trabant.de

  • Das alte "Streit-" oder besser Ansichtsthema. ;)

    Ich halte 4 Trabanten dagegen, an denen nach etwa gleich langer Zeit (incl. teilw. ellenlang überzogenem Wechselintervall) alles dicht und funktionstüchtig geblieben ist, mit schnöder DOT4. Da ist der eine einzige minimal suppende (nur beim Entquietschen der Bremse überhaupt aufgefallene) RBZ am 89er als Ausnahme von der Regel direkt erwähnenswert. Sonst war all die Jahre einfach nix... :)

  • Hast du selbst mit genau diesen Erfahrungen gesammelt?

    Ich habe die von diesem Händler in allen Fahrzeugen drin. Sie sind jedenfalls DOT4- fest und kommen dem Original durch die leichte Strukturierung relativ nahe. Nachteil ist die größere Steifigkeit gegenüber dem Original. Aber wenns kein Original mehr gibt, scheint mir das die beste Lösung.

    Da hätte ich bedenken wegen möglicher Rissbildung an den Anschlüssen.

    Solange die originalen noch dicht sind, würde ich die nicht anfassen. Aber ich mußte an die HBZ ran und wenn man die alten Dinger einmal abhat, sind sie futsch, jedenfalls gings mir so.

    Fahr' lieber mit der Bundesbahn!

    Einmal editiert, zuletzt von Marlene () aus folgendem Grund: Ergänzung zu oldtimerfreund eingefügt.