Posts by Marlene

    Deluxe Wie unser Beispiel zeigt, heißt der negative Test der anderen Kinder erstmal nichts: Unser großer war auch eine Woche nach Beginn der Quarantäne noch "negativ", aber kurz vor Ende hatte er dann leichte Symptome und war PCR- positiv. Aus der Kita- Gruppe hat es teilweise ganze Familien mehr oder weniger stark erwischt. Wir haben eben Glück gehabt, aber das muß ja nun nicht immer so sein...

    Bekannte Nebenwirkungen: Beeinträchtigung des Nervensystems bis zu Lähmungen.

    Ich bin ein absolut unerschrockener Impfbefürworter, das tangiert mich nicht :-D

    Na, Schauspieler müssen es ja wissen, die spielen doch auch Ärzte usw. Die kennen sich bestimmt ganz doll aus. Seufz. Bei uns auf der Arbeit wird am 11.6. geimpft. Es geht langsam los...

    Ich hab heut die zweite FSME- Impfung gemacht. Ist auch nicht schön, so ne Gehirnhautentzündung...

    So, die Quarantäne ist vorbei. Hoffentlich wars das jetzt... Der große saß ja brav 4 Wochen daheim. Hats aber sehr gut weggesteckt.

    fahrgast Forschungsförderung läuft ja nicht so, daß die öffentliche Hand die Gießkanne rausholt und sagt "nu macht mal". Du brauchst ein förderfähiges Vorhaben. Ist ja auch sinnvoll, sonst landen wir bei den Alchimisten, die sich für ihr Bemühen um die Goldherstellung gut bezahlen ließen. Wenn nun, was in der Natur der Sache liegt, nur wenige (wenn überhaupt) aussichtsreiche Ansätze für Therapeutika bestehen, dann können auch nur wenige gefördert werden. "Schwere Verläufe": lies mal das pdf vom RKI zu Remdesivir. Das ist ja das blöde, daß man mit Therapieren relativ schnell am Ende der Fahnenstange ist. Prävention durch Impfen ist m.M.n. (nicht nur) bei einer Viruspandemie immer das Mittel der Wahl.

    Was mir im Zusammenhang mit der Diskussion um die Kapazitätsgrenzen der Intensivstationen zu aufgefallen ist:

    Natürlich könnte man die Intensivstationen in einer Weise ausrüsten, dass sie zumindest theoretisch auch durch eine Pandemie dieses extrem seltenen Ausmaßes nicht überfordert werden würden. Aber dabei gibts zwei Haken: Erstens wäre das extrem teuer und würde nur alle 60 Jahre wirklich gebraucht und zweitens stellt sich die Frage, welches Personal z.B. die ECMO- Geräte anschließen sollte, denn dafür brauchts enorme praktische Erfahrung. Wenn in einer Station theoretisch 20 Leute dafür vorgesehen sind, im Normalbetrieb aber nur 4 gebraucht werden, was dann? und genau das ist ja die Krux: Du kannst Erfahrung in diesem Bereich ohne Fälle nicht beliebig vermehren.


    Sicher vielen bekannt, möchte ich mal die Innensicht einer Intensivstation empfehlen (wer kein Blut sehen kann, bitte nicht anklicken):

    https://www.ardmediathek.de/se…Y2hhcml0ZS1pbnRlbnNpdg/1/

    fahrgast Wenn Du die Möglichkeit hast, mit deutlich geringerem Aufwand einen Impfstoff zu entwickeln und gleichzeitig eine hohe Erfolgsaussicht besteht, einen brauchbaren Impfstoff (bzw. sogar mehrere!) zu erhalten oder mit enormem Aufwand bei völlig ungewissem Ausgang nach einem Virostatikum zu suchen, was würdest Du tun? Wieviele Virusinfektionen mit gut verträglichen und sicher wirkenden Therapeutika kennst Du? Eben. Bei vielen Virusinfektionen ist impfen -wenn überhaupt- die einzige Chance. Oder eben aussitzen. Bei neuen Viren sucht man halt, obs was annähernd passendes bei den Therapeutika gibt. Nicht aus Spaß, sondern aus den genannten Gründen notgedrungen. Das leuchtet doch unmittelbar ein, daß es viel "einfacher" ist, die körpereigene Abwehr im Kampf gegen das Virus zu nutzen, als diesen komplizierten Biestern, die ja vom eigenen Körper des Patienten nicht zu trennen sind, zu Leibe zu rücken.

    Ich wills ja nur verstehen

    Der Unterschied zwischen einer Grippewelle und der Coronapandemie ist die viel höhere Zahl von schweren und tödlichen Verläufen bei der letzteren. Die Grippewelle 2018 war nicht schön, aber sie war im Verhältnis zu dem, was derzeit an den Kliniken hier abgeht -wie gesagt, ich bin unmittelbar in das Geschehen involviert- nicht vergleichbar. Ein Punkt ist aber zu bedenken: Statt COVID "nur" eine Grippe zu nennen, sollte man im Auge behalten, daß auch die "gute, alte Grippe" böse ins Auge gehen kann. Fluch und Segen zugleich ist halt der Umstand, daß wirklich schwere Infektionswellen nur alle sechs Jahrzehnte mal auftreten. Und mit COVID darf man wohl nur die spanische Grippe aus den 1910/20er Jahren wirklich vergleichen. Die letzte Pandemie vergleichbaren Ausmaßes (asiatische Grippe der 1960er) trägt ja nicht zu Unrecht den Titel einer "vergessenen" Pandemie.

    Ich kann garnicht beschreiben wie ich das finde, wenn die Vermieter den Hals nicht voll bekommen. Wohnraum ist ein Grundbedürfnis, was aber heute größtenteils den raffgierigen Kapitalisten mit ausschließlicher Gewinnmaximierungsabsicht überlassen ist.

    Das ist vollkommen richtig. Aber man kann eben " mit einem Gesetzesbruch" im Rechtsstaat nichts richtiges anfangen. Man muß an der richtigen Stelle um politische Mehrheiten kämpfen, dann kann man das richtige Gesetz ändern. Und man muß eben kommunalen Wohnraum schaffen, um den Miethaien ihr Süppchen zu versalzen. Denn nur so ist das Problem wirklich zu beheben.

    Grandpa Versuch' mal nicht, mich zum Verteidiger von Krankenhausschließungen zu machen. Ich rede über die Gefahren der aktuellen Pandemie, nicht über Gesundheitspolitik im allgemeinen. Bisher haben die Intensivstationen gereicht, aber diese bislang nie dagewesene Lage bringt sie an den Rand der Überlastung. Darum gehts.

    sollen in Ostdeutschland, etwa vier Mal so viele Menschen im Knast sitzen, wie Strafgefangene in der ursprünglichen DDR.

    Hast Du da mal ne Quelle? Wenn ich sehe, wie viele ehemalige Haftanstalten geschlossen sind und was an Neubauten existiert... Die DDR mußte immer wieder mit Amnestien den Druck rausnehmen. Aber ich kenne tatsächlich nicht die Zahlen, würde mich schon interessieren. Man findet auch auf die Schnelle nicht wirklich was dazu.

    Du kannst ja gern mal Arbeit, Familie und Wohnung verlieren

    Ich habe viel mit Menschen vom sog. "Rand der Gesellschaft" zu tun. Wer seine Arbeit verliert, meldet sich ordentlich beim Arbeitsamt und erhält bescheidene, aber ausreichende Unterstützung. Die Leute, um dies hier geht, haben leider immer "versäumt", Anträge zu stellen, wie sie auch gern wegen "Fehlstunden" ihre Ausbildung, Arbeit usw. verloren haben. Tut mir leid, für Märchen von Sozialromantikern bin ich berufsbedingt zu sehr abgebrüht. Klar wollen die auch besser leben, aber sie tun genau nichts dafür. Alles zu anstrengend.

    Die Belegungen der ITS mit C19 Patienten liegt aber bis auf 1 Bundesland unter 30%, der Rest sind normale ITS Patienten.

    Was soll das heißen "unter 30%"? Das findest Du jetzt wenig? Das wird Deiner Meinung nach nicht zu einer Überlastung führen, wenn der Anzeil weiter zunimmt? Mit Verlaub, das ist Quatsch.

    Es gab Studien

    Von wem? Und was wären diese "Studien" angesichts der realen Lage wert? Die reale Lage ist, daß die Intensivstationen überlaufen werden, wenn nichts unternommen wird. Die reale Lage hier in Chemnitz ist, daß der normale Krankenhausbetrieb auf 50% runtergefahren ist, um genügend zusätzliche Kräfte für die Intensivstation freizusetzen.

    Das ganze Propagandieren und Getue der Regierung und der Medien, ist einfach nur noch Bullshit.

    Und ich finde es "Bullshit", wenn angesichts der Faktenlage, die nicht von der Regierung und den Medien, sondern vor allem und zuerst von den Intensivmedizinern selbst betont wird, immer noch mit heißer Luft und fehlenden Belegen versucht wird, die Lage zu verharmlosen.

    fahrgast Antivirale Mittel sind viel schwieriger zu finden als z.B. Antibiotika. Das liegt in der Natur der Sache. Überleg' mal, wie lange es gegen AIDS bzw. HIV nichts gab: Jahrzehnte! Das lag nicht am mangelnden Willen.

    Es gibt ja Remdesivir, aber das Problem ist, daß die Infektion erstmal erkannt werden muß. Und dann kanns schon zu spät sein. Viren sind vom technischen Standpunkt gesehen echt bewundernswert. Bakterien kannst Du einfach totmachen, es sei denn, sie entwickeln Resistenzen. Viren nutzen Deine eigenen Zellen - die willst Du nicht totmachen. Du kannst nur versuchen, die weitere Verbreitung einzudämmen, indem Du die biochemischen Vorgänge blockierst. Wenns aber schon weit fortgeschritten ist, wird das nichts mehr. Und wenn man sieht, wie lange ein Infizierter symptomfrei bleiben kann... Außerdem hat das Zeug derbe Nebenwirkungen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Remdesivir

    Na, rumgesessen hat in der DDR keiner, aber Tricks mit Wohnraum soll es durchaus gegeben haben. Und die Penner sind aus Überzeugung Penner, das war so, ist so und wird so bleiben. Die wurden in der DDR halt weggefangen. Ich sag jetzt nicht, was ich besser finde.

    Ich brech' zusammen. Schleichdiktat. Scheiße, unser großer kommt nächstes Jahr in die Schule. Ich hab mir mal auf "Grundschulkönig" den sogenannten Sinn dieser Sache angeschaut. https://www.grundschulkoenig.d…/diktatformen/laufdiktat/

    Kommt dem Bewegungsdrang entgegen. Ogottogott. Wir mußten übrigens während der Schulstunden stillsitzen. Für den Bewegungsdrang gabs die Pausen. Haben wir überlebt. Das hat mit DDR nichts zu tun: Schule West und Ost hat sich mMn vor 1989 nicht so sehr unterschieden, mit Ausnahme der DDR- typischen Besonderheiten wie Rapport und länderspezifischer Abartigkeiten wie Ganzwortmethode. Über das gegliederte System kann ich nichts schlechtes sagen; die Nieten waren wir am Gymnasium halt schnell los und froh drüber. Aber das da heute ist ja gruselig, und das ist ein Kultusminister von der angeblich konservativen CDU.

    Ok, dann werden Diktate halt zuhause geschrieben. Schleichen darf das Kind dann in der Schule.

    Meine Oma (Jahrgang 1922) war Volksschullehrerin in Hessen. Kriegsbedingt wurde sie mit 22 Jahren als Ersatz für den frontdienenden männlichen Lehrer an eine einklassige Volksschule (also: Alle 8 Jahrgänge in einem Raum!) berufen, obwohl sie noch in Ausbildung war. DAS waren Bedingungen. Sie mußte detaillierte Berichte über ihre Arbeit verfassen, die mir vorliegen. Eigentlich sollte ich das mal veröffentlichen... Man staunt, was die Kinder damals für ein Niveau hatten...

    Ohne besondere Sympathie für die Kläger zu haben: Das Gesetz war aber mangels Gesetzgebungskompetenz rechtswidrig. Das hätte dem Berliner Senat ein aufmerksamer Student nach der Vorlesung Staatsorganisationsrecht schon sagen können. An sich müssen die Mieter den Klägern sogar dankbar sein, daß die den schnellsten Weg zum Verfassungsgericht gewählt haben. Denn über die Klagen der Vermieter wäre es auf dem Klageweg ohnehin zum BVerfG gekommen und ohne Zweifel gekippt worden. Und je später das Ding für nichtig erklärt worden wäre, desto mehr Nachforderungen müßten die Mieter auf einen Schlag stemmen.

    Der Volksaufstand wird ausbleiben: Einfach im September Parteien wählen, die ein BUNDESGESETZ zur effektiven Kontrolle der Mietpreise umsetzen wollen. Und einen Bauminister stellen, der mehr als 50 Wohnungen bauen will, denn Spekulation gedeiht nur bei auch tatsächlicher Knappheit.

    wenn Ich die Prozentuale Belegung der Betten mit C19 sehe, weis Ich auch nicht was jetzt bei der Dritten Welle anderst ist als vorher

    Die dritte Welle beginnt bereits auf einem höheren Niveau als die 2. Schaut man sich den Kurvenverlauf der zweiten Welle, bei der erst am 1.12. wirklich wirksame Maßnahmen ergriffen wurden, an, dann muss man befürchten, dass die dritte Welle die Intensivstationen überlasten wird, während sie die 2. Welle "nur" bis an die Grenze der Belastbarkeit gebracht hat. Das umso mehr, weil wirksame Maßnahmen (also ein harter lockdown) derzeit nicht früher als in zwei Wochen zu erwarten sind.

    https://www.intensivregister.de/#/aktuelle-lage/zeitreihen

    Die Momentaufnahme als Latrinenparole hier (Rostock) suggeriert nämlich andere Empfindungen als das in den Medien propagierte "Fullhouse" kurz vorm Untergang.

    Wie schon gesagt: Du sprichst von Rostock. Das ist in der Karte ein hellbeiges Gebiet mit 15,8% freien Intensivbetten. Oder anders gesagt: Ihr habt im LK (216tsd Einwohner) aktuell 9 COVID- Fälle auf der Intensivstation und 6 invasiv beatmete. 48 Betten sind frei. Chemnitz (247tsd. EW) ist Rotland mit knapp 8,23% freien Betten, 47 COVID auf Intensiv und 29 invasiv beatmeten, noch 13 Betten frei. Möge es Euch durch Eure dünne Besiedlung erspart bleiben, hiesige Verhältnisse zu erleben. Und möge es uns gelingen, den Trend umzukehren, bevor der nächste Herzinfarkt sich mit dem Verkehrsunfall um das letzte Bett streiten muß.

    gestorben werden muss trotzdem

    Das möchtest Du den Hinterbliebenen erklären? Soll man das verallgemeinern? Das würde ein enormes Einsparpotential im Gesundheitswesen eröffnen...


    Die Tante meiner Frau liegt mit 69 und COVID auf der Intensivstation und wird beatmet. Landkreis Sächs. Schweiz-Osterzgeb. Vermutlich (man hält es wegen der Nachbarn geheim) auf Onkels Geburtstagsfeier angesteckt. Hat sich vor nem Monat noch über uns erstaunt gezeigt, daß wir nicht den Geburtstag meiner Frau mit meine Schwiegermutter zusammen gefeiert haben. Gestorben werden muß halt.

    bei uns geltende Verbot klassischer Diktate

    Oh Gott. In Sachsen sind Diktate verboten? Wo bin ich hier nur hingeraten... Aber wer weiß, wie das heutzutage in Hessen ist. Als ich dort die Grundschule besuchte, hatte man diese Experimente à la Schreiben nach Gehör und Ganzwortmethode gerade wegen verheerender Ergebnisse ad acta gelegt. Und 40 Jahre später kommt der Mist wieder aus den Löchern? Schlimm.

    Der eine oder andere Insider der medizinischen Versorgung im KH fragt sich auch, wo denn die ganzen schweren Fälle der dritten Welle so gelagert und versorgt werden.

    Du spricht in Rätseln. Meinst Du jetzt, da oben bei Euch? Ihr habts mit 72 COVID-Intensivpatienten und 44 invasiv beatmeten ja (noch?) gut, wie ein Blick in das DIVI- Intensivregister sehr schön belegt. Bei uns in Sachsen sieht das mit 363 und 172 ganz anders aus, da kriegt sie auch der "Insider der medizinischen Versorgung" mit. Meine Frau sitzt quarantänebedingt 3m weg von mir im Homeoffice und validiert einen COVID- Befund nach dem andern auf der hiesigen Intensivstation. Und immer wieder auch Leute unter 50.

    https://www.intensivregister.d…elle-lage/kartenansichten

    Naja, schwer erziehbar ist ja tatsächlich Unfug. Die sind einfach gar nicht erzogen und werden dann verhaltensauffällig. Oder, wenn man ein böser Zyniker ist, verhaltensoriginell...

    Vielleicht meldet sich ja ein hilfreicher Leipziger. Du kannst es ja auch mal hier versuchen:

    http://pannenhelfer.pappenforum.biz/html/karten.html

    Ansonsten würde ich an Deiner Stelle aber durchaus versuchen, die Störung selbst zu suchen. In der Betriebsanleitung gibts ja auch ein schönes Schema. Im Prinzip gibts zwei Ursachen für Motorstörungen: Zündseitige und kraftstoffseitige. Also mal schauen, wie die Zündkerzen aussehen. Ist eine naß und/oder rabenschwarz (ausgefallen bzw. Gemisch zu fett)? Wird das nach einem Tausch besser? Oder sind die weiß (Gemisch zu mager, Spritmangel)?
    Tropft vielleicht bei offenem Benzinhahn ne größere Menge Sprit aus dem Schlauch am Vergaserknie (Schwimmer abgesoffen, Schwimmernadelventil undicht)? Kommt bei abgezogenem Spritschlauch genügend Sprit unten an (min 300 ml/min)? Wenn ja, ist das auch bei abgeschraubtem und an den Schlauch angeklemmtem Vergaserdeckel so?

    Ist das kleine Loch im Tankdeckel frei?

    Sind die Kabel/Stecker der Zünderei alle in Ordnung? Nichts locker, Stecker vergammelt oder irgendwo angescheuert?

    Damit lassen sich schon viele Störungen erkennen.

    Viel Erfolg!

    Die Impfpleite ist der größte Vorwurf, den ich den politisch Verantwortlichen in Deutschland und Europa in dieser Krise mache. Um Kosten beim Impfstoff zu sparen, nimmt man die unabschätzbaren Kosten endloser Lockdowns in Kauf. Und die Priorisierung ist wieder eine sehr neudeutsche Marotte: Da wird erst ein Haufen Philosophen aka "Ethikrat" befragt. Das Ergebnis ist klar: Fein ziseliert und total vorbei an den praktischen Bedürfnissen. Spätestens in dem Moment, in dem klar war, daß alle verfügbaren Impfstoffe auch in einer normalen Arztpraxis zu handhaben gehen, hätte man von diesem bürokratischen Monster auf die Graswurzeltaktik umstellen müssen: Ziel muß eine schnelle Durchimpfung sein, nicht die größtmögliche Berücksichtigung irgendwelcher Ranggruppen. Und die erreicht man, indem eben jeder mit seinem Doc klärt, wie und wann er geimpft wird...

    Und ich möchte mich schon lang impfen lassen, darf aber (noch) nicht. Ich fand impfen immer prima :-D Hab sogar meine Jahrgangsbedingt unzureichende Masernimpfung beim Kinderarzt mit dem großen gleich ergänzt ("damals" wurde man nur einmal gegen Masern geimpft).

    Das mit den "Privilegien" wird solange gar kein Problem, wie sich genug Leute impfen lassen. Dann ist die Pandemie im Nu rum und die Beschränkungen fallen für alle weg, ob mit Pieks oder nicht.

    Die Verlängerung der Intervalle zwischen Erst- und Zweitimpfung hat sich zumindest bei Astrazeneca im Vereinigten Königreich anscheinend gut bewährt und insbesondere die Wirksamkeit erhöht. Und gerade jetzt, da absehbar ist, daß es in 12 Wochen jedenfalls genug Impfstoff geben wird, ist es ziemlich blöd, Impfdosen für die Zweitimpfung zurückzuhalten, statt die Erstimpfungen voranzutreiben. Ich könnte auch schreiben: Lauterbach hat recht.

    "Contergan" mit den modernen Impfstoffen zu vergleichen ist der berühmte Vergleich von Äpfeln mit Birnen. Damals hat man -wie auch beim Lederspray-Fall- gerade nicht wie heute genau auf die Nebenwirkungen bzw. Gesundheitsgefahren geachtet und frühzeitig reagiert, sondern fröhlich weitergemacht, obwohl man seitens des Herstellers genau wußte, daß der Kram für die Leibesfrucht saugefährlich war.

    Ein Risiko bleibt immer, aber nur durch Rumstehen wird dieser Mist auch nicht weggehen. Im Übrigen frage ich mich, mit welchen "klassischen" Impfstoffen man da impfen soll - es gibt ja keine gegen Sars CoV2...