Beiträge von FelixBRB

    Moin,


    Wenn er kalt gut anspringt aber warm nicht, dann ist die Fehlersuche aber nicht beim Anlasser zu beginnen. Der reagiert genau wie die Zündung wenig auf Temperatur. Sehr wahrscheinlich ist die Ursache beim Vergaser zu suchen. Je kälter der ist, desto fetter muss das Gemisch zum Starten sein. Daher muss man bei kaltem Motor ja auch den Choke ziehen. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass du das warm nicht tust. Zu fett springt er halt auch nicht mehr an. Kommt nun der schwache Zündfunke durch die niedrige Bordnetzspannung beim hohen Anlasserstrom hinzu, muss das Gemisch schon halbwegs passen. Wenn du den Anlasser dann wieder ausschaltest, geht die Spannung wieder hoch, der Funke wird stärker und dann gehts halt manchmal plötzlich doch noch. Daher würde ich mal den Vergaser auf Defekte prüfen, die ein zu fettes Standgas verursachen. Da wäre zum Einen die Einstellung an den Stellschrauben und natürlich das Schwimmernadelsystem.


    Gruß, Felix


    Edit: Natürlich können auch Undichtigkeiten am Vergaser diesen sehr temperaturempfindlich machen. Aber das würdest du an einer sehr temperaturabhängigen Leerlaufdrehzahl merken. Wenn du das nicht hast tippe ich weiter auf zu fett.

    Ja das stimmt, die Drehfeder bewegt sich durchaus suboptimal. Man kann auch beobachten, dass die Feder die Drosselklappenwelle beim Öffnen minimal in axialer Richtung verschiebt. Alles nicht so schön.


    Wie auch immer, ich werde beim nächsten Mal versuchen die Feder so wie im Auto vorzuspannen. Das ist ein guter Tipp. Obwohl die Federn sicher auch alle unterschiedliche Zugkraft haben. Aber irgendwie muss man es ja zumindest halbwegs messbar machen. Sonst kann man die Einstellerei auch sein lassen.


    Gruß, Felix

    Moin,


    man mag es kaum Glauben, aber es gibt immer noch Themen bei diesem Vergaser zu denen ich mich gern hier austauschen würde. Diesmal interessiert mich wie ihr beim Einstellen der Drosselklappengrundstellung vorgeht. Ich habe mir dazu eine Flanschplatte mit Messuhrhalter gebaut. Ich habe zudem einen breiten Tastfuß für die Messuhr aus Messing gedreht, so dass ich die Position der Drosselklappenkante exakt erfassen kann. Leider habe ich gerade kein Foto von dem Tastfuß parat. Wenn das noch gewünscht wird, bitte einfach kurz melden. Glücklicherweise sind ja alle Einstelldaten (Drosselklappengrundstellung, Standgasanhebung und Einsatzpunkt Anreicherungsventil) nicht nur in Grad, sondern auch als Drosselklappenweg angegeben. Somit kann man das bequem mit der Messuhr machen.



    Soweit so gut. Aber wer das einmal gemacht hat, wird feststellen, dass der Punkt an dem die Drosselklappe an die Saugrohrwandung anschlägt nicht immer der gleiche ist. Der Druck der Drehfeder am Drosselklappenhebel reicht nicht aus um sie dort immer in exakt die gleiche Position zu drücken. Die Steuung der Anschlagpunkte liegt weit über 0,05-0,1mm die da in der Literatur als Grundstellung gefordert werden. Wenn man mit dem Finger leicht über den Drosselklappenhebel die Klappe weiter zudrückt kommen da noch mal schnell 0,2mm zusammen. Die Frage lautet nun: an welchem Punkt stellt man denn nun auf 0? Ich habe dafür inzwischen eine Lösung gefunden: Ich hänge ähnlich wie im Auto die Zugfeder die zwischen Drosselklappenhebel und Motor montiert ist auf geeignete Weise ein.



    Auf dem Bild erkennt man die Feder hoffentlich ganz gut. So bekomme ich dann einen einigermaßen konstanten Anschlagpunkt, da die Zugfeder nun die Drosselklappe viel stärker zuzieht als es die Drehfeder alleine schafft. Beim letzten Vergaser lag so die Streuung bei ca. 0,05mm und ich habe da auf den niedrigsten Wert (also am weitesten zu) die Messuhr auf 0 gestellt und dann alle Werte so wie hier schon dokumentiert eingestellt. Der Vergaser fährt sich einwandfrei, das Standgas ließ sich gut einstellen und die Drosselklappe klemmt auch nicht. Habt ihr da andere Lösungen? Oder gibt es sogar Werksvorgaben die mir noch nicht bekannt sind? Falls nicht, ist hiermit zumindest eine Lösung dokumentiert die sich praktisch bewährt hat.


    Gruß, Felix

    Da bei mir auf Arbeit der Parkplatz derzeit wegen Bauarbeiten gesperrt ist, muss ich auf einen Park&Ride Parkplatz ausweichen und den letzten Kilometer mit dem Fahrrad fahren. Ist auch mal eine nette Abwechslung.



    Gruß, Felix

    Dichtungspapier 0,3 oder 0,5mm. Bohrung aus stanzen,Nippel rein stecken und rund um an zeichnen. Schere und aus schneiden fertig.

    Hab ich mal gemacht. Ich habe verschieden dickes Dichtungspapier besorgt und kann berichten, dass 0,25er völlig ausreichend ist. Bei 0,5er hätte ich schon Bedenken, dass der Absatz noch in der dafür vorgesehenen Bohrung landet. Ansonsten ist zu dem Thema wohl alles gesagt.

    Ok, das sind ja schon mal ein paar Punkte. Aber wenn ich da nun keine andere Dichtung für zerschnibbeln will, dann muss ich mir ja im Endeffekt irgendwelches Material beschaffen. Da wäre es ja das Einfachste gleich Dichtungspapier zu kaufen. Da muss ich wohl scheinbar auf nichts weiter achten, ja? Einfach irgendwelches? Dickeres ist nicht ggf. zu bevorzugen da es Unebenheiten dann doch besser ausgleicht oder so?

    Moin,


    ich würde dieses wunderschöne Thema hier gern noch um einen Punkt erweitern dem ich bisher noch keine Aufmerksamkeit gewidmet habe. Am Vorzerstäuber ist ja original eine Papierdichtung montiert. Welches Dichtungspapier nimmt man denn hier genau für den Nachbau solcher Dichtungen? Muss ich da beim Kauf auf etwas achten? Oder tut es jedes x-beliebige Dichtungspapier? Muss es eine bestimmte Dicke haben? In meinem tollen Heftchen von BVF steht zu diesem Teil leider nur "Dichtung". Ich selbst habe mit Dichtungspapier keinerlei Erfahrung, also scheut euch nicht davor, mich bei dem Thema für doof zu halten. Den Nachbau der Dichtung stelle ich mir dann aber doch leicht vor. :)


    Gruß, Felix

    Danke. Ja, so im Groben ist das schon klar. Ich dachte vielleicht ist ja schon ein Modell bekannt, wo der Umbau besonders schmerzfrei geht. Mein Prüfer zwingt mich eh zur nächsten Untersuchung die KuNiFer-Bremsleitungen rauszuwerfen :cursing: , da bietet sich der Umbau an. Zu einem kürzeren Pedalweg würde ich auf keinen Fall nein sagen.

    Ich tippe auch auf die Nachsteller. Bei der Wartburgbremse hast du wegen der großen Zylinder logischerweise mehr Pedalweg. Aber wie schon genannt, sollte spätestens bei halben Pedalweg Druck kommen. Ich habe es bei mir mit neuen Nachstellern und sehr gründlichem Entlüften auf ca. 4cm Pedalweg optimiert. Aber dafür muss dann schon wirklich alles nahe am Optimum sein behaupte ich. Wenn aber ein längerer Weg einer Bremsbacke hinzu kommt, weil nur ein einziger Bremsnachsteller die Backe nicht am zurückrutschen Richtung Achse hindert, ist der Druckpunkt gleich ganz weit weg. Ich hatte das auch schon bei den Wartburgbremse - einmal gepennt beim Zusammenbau und einen schlechten Nachsteller erwischt. Schon ging nix mehr. Die Kombination Wartburg-Radbremszylinder und Trabant-Hauptbremszylinder ist leider ziemlich grenzwertig.


    Gruß, Felix


    Edit: Natürlich darf auch das Spiel zwischen Bremsbacke und Nachsteller nur Minimal sein. Es gibt dafür Grenzwerte. Aber bei dieser Bremszylinderkonstellation sollte man einfach so wenig wie möglich Spiel an der Stelle haben. Das ist der ausschlaggebende Punkt für den Weg der Bremsbacke und damit natürlich für den Pedalweg bis zum Druckpunkt.

    LIeber Tim. Nochmals herzlichen Dank! Jetzt habe ich auch verstanden wie du das machst und alle meine Fragen sollten beantwortet sein. Ich denke ich habe jetzt auch eine exakte Vorstellung davon, wie ich das mit den zum Kauf angebotenen Reibahlen anstellen kann. Klasse! :)


    Gruß, Felix

    Oh, jetzt wird mir Einiges klar. Ich glaube wir reden hier die ganze Zeit von etwas unterschiedlichen Arbeitsabläufen. Zunächst: Ich möchte ausschließlich die äußere Buchse machen. Die schwimmerkammerseitige sei hier erstmal außen vor, da muss es der Dichtring tun. Ich bin dazu von Hegaus Anleitung zu Beginn des Threads ausgegangen. Da zeigte er am Ende wie er quasi freihand mit einem Akkuschrauber von der Schwimmerkammerseite mit einer langen Reibahle die 8H7 nachreibt.

    Die Buchse nun von hinten her mit einer 8mm-Reibahle aufreiben, die originale Bohrung dient als Führung.

    Ich verstehe das so, dass dabei die Reibahle von der schwimmerkammerseitigen Lagerung geführt wird und dadurch am Ende auch beide Lagerstellen genau fluchten. Diesem Denkansatz folgend bin ich mir auch nicht wirklich sicher, ob dazu die von dir verlinkte Ahle überhaupt geeignet wäre. Der technischen Zeichnung nach ist sie im Bereich zwischen Spannschaft und Schneiden verjüngt und die Schneiden sind nur 33mm lang.


    Du schlägst nun aber vor, das finale Nachreiben von der Hebelseite aus zu machen. Das vereinfacht die Anforderungen an die Reibahle. Aber wie schafft man es, dass diese Buchse dann mit der anderen exakt fluchtet? Ist das etwa automatisch so, weil man den Sitz der Buchse durch das initale Ausrichten exakt in Flucht gefertigt hat? Ist das finale Ausreiben dann ausschließlich dazu da, noch mal abschließend den Innendurchmesser der Buchse nachzukorrigieren (wie du weiter vorne bereits dargelegt hast)? Ich war halt bisher der Auffassung, dieser Schritt dient auch dazu, eine exakte Flucht der beiden Lagerstellen herzustellen. War das die ganze Zeit mein Denkfehler?


    Gruß, Felix

    Ist alles richtig und wenn man sich auskennt kann man sicher auch abschätzen wann man wo auch mal günstiger oder vielleicht sogar gebraucht kaufen kann. Wie ihr vielleicht gemerkt habt - kenne ich mich aber (noch) nicht so aus. ;) Daher wollte ich an der Stelle lieber auf Markenware setzen. Damit bin ich bei Werkzeug bisher immer gut beraten gewesen. Ich halte es da ähnlich wie Frank und freue mich mehr über frustfreies Arbeiten als über gespartes Geld. Aber natürlich habe ich auch keinen Goldesel zu Hause und lasse mir daher auch gern von euch Profis Tipps geben, was man für meine Zwecke ebenfalls kaufen kann. :)


    So und auch auf die Gefahr hin, dass ich jetzt wieder eine Wissenschaft draus mache: Ich finde ums Verrecken keine 8H7 Handreibahle die lang genug wäre um von der Schwimmerkammerseite aus die drosselklappenhebelseitige Lagerbuchse aufzureiben. Der Vergaser ist an dieser Stelle 111mm breit. Gibt es da Verlängerungen oder wie macht man das?


    Gruß, Felix

    Hallo Tim,


    vielen Dank. Langsam muss ich mir mal ein Dankeschön einfallen lassen. Im Grunde kommen 80% der wirklich weiterführenden Antworten auf meine Fragen hier im Forum von dir. Isst du gerne Marzipan?


    Ja, günstigere Reibahlen gibt es schon, aber ich kann mit den Firmennamen dann meist nichts anfangen. Ich habe erst letztes Jahr mal wieder versucht beim Werkzeug zu sparen und eine verstellbare Noname Reibahle gekauft. Die war so grauenhaft gefertigt, dass ich sie ohne ausprobieren zurückgeschickt habe. Nach dem Einstellen des Durchmessers waren 2 von 6 Messern noch lose, das Gewinde hatte diese Bezeichnung nicht verdient und in die Schneiden waren Wellen reingeschliffen. Mit sowas kann man nicht mal die weichen Lenkungsbuchsen vom Trabant aufreiben. Das war völlig sinnlos. Jetzt habe ich welche von Hunger.


    Ja, ich kaufe die Ahlen jetzt für die Vergaserinstandsetzung, aber du kennst das sicher. Wenn man erstmal das Werkzeug da hat, braucht man es auch für andere Sachen. Von daher kaufe ich lieber gleich brauchbar und hab auch Spaß damit. Und man kann das ja auch durchaus als Investition betrachten: Läuft der Vergaser gut, spart man das über die Spritkosten zur Zeit schnell wieder ein. ;)


    Also nochmal vielen Dank. Deine Erklärung war echt klasse! Ich wünschte manchmal, ich hätte sowas in dieser Richtung gelernt.


    Gruß, Felix

    Nee, ist mir beim Zerlegen auch noch nicht unter gekommen. Und ich habe noch so viele gebrauchte H1-1 liegen, dass ich in diesem Fall vermutlich die Welle eines anderen Vergasers nehmen würde. Ich hatte deine Aussage ursprünglich nur anders verstanden - so als ob du dich mit der Reibahle mit langem Anschnitt bei wirklich jeder Welle langsam vor tastest. Aber das ist ja nun richtiggestellt und damit ist diese Anforderung obsolet.


    Die richtigen Reibahlen zu kaufen ist trotzdem gar nicht so einfach wenn man kein Metallbauer ist und sich da erst durchfuchsen muss. Als 8mm H7 für das finale Aufreiben der Buchse müsste die zuvor bereits genannte von Holex ja gehen:


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    Aber diese Art Reibahle funktioniert nur für Durchgangsbohrungen. Das 10mm Loch für die Buchse ansich kann ich so nicht fertigen. Dafür brauche ich eine 10mm H7 Reibahle ohne nennenswerten Anschnitt. Wie ich inzwischen meine verstanden zu haben, gibt es sowas dann nicht mehr als Handreibahle. Macht ja auch nicht wirklich Sinn - wie sollte man die dann richtig führen können? Dafür muss ich also vermutlich eine Maschinenreibahle mit geraden Schaft nehmen (habe nur eine einfache Säulenbohrmaschine mit normale Bohrfutter und ohne MK-Aufnahme oder ähnliches). Wenn es dann noch kein Chinamüll sein soll, wirds dann aber auch schnell teuer. Puh ...


    Oder mache ich es mir da zu kompliziert und kann auch einfach das 10er Loch weiter durchbohren und dann mit einer 10H7 Reibahle des gleichen Typs wie die oben genannte 8er aufreiben? Diese hätte einen Anschnitt von 13mm Länge. Zuzüglich der 10mm Buchsenlänge müsste man also mind. 23mm tief vorbohren und dann ist man leider schon beim Ansaugkanal. Sorry, wenn ich nerve.


    Gruß, Felix

    Danke für deine Antwort. Meiner Frage lag vorhin aber ein Denkfehler zugrunde. Du hattest ja bereits beschrieben, dass es auf der Schwimmerkammerseite nicht so extrem auf Maßhaltigkeit ankommt, da dort ja auch der Wellendichtring sitzt. Wenn ich nun also von der Schwimmerkammer aus die hebelseitige Buchse aufreibe, muss natürlich der Anschnitt der Ahle nicht bis zur schwimmerkammerseitigen Buchse reichen. Da war ich etwas vorschnell mit dem Fragen und hätte lieber zuende denken sollen. Dann werde ich mir diese Reibahle mal zulegen. Also besten Dank nochmal!


    Gruß, Felix

    Und schau dir mal im Wiki den Aufbau der Ahle an. Die Handreibahle (egal ob mit geraden oder gedrillten Schneiden) haben einen konisch Anschnitt der sehr lang ist.

    Hallo Tim,


    bezüglich der zitierten Aussage von dir muss ich leider doch noch mal eine Nachfrage loswerden - auch auf die Gefahr hin, dass sie dilletantisch erscheinen mag. Wie auch immer, endlich komme ich dazu mir für diesen Arbeitsschritt das passende Werkzeug zuzulegen. Ich habe zum Beispiel diese Handreibahle 8mm H7 rausgesucht:


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    Sie hat eine Schneidenlänge von 58mm und einen Anschnitt der über 1/5tel der Schneidenlänge geht. Das wäre ja nur 11,8mm. Da bin ich dann wenn ich mit der Spitze bei der hebelseitigen Buchse bin, auf der Schwimmerkammerseite schon längst über den Anschnitt hinaus. Oder habe ich das falsch verstanden? Oder habe ich einfach nur eine maximal untaugliche Reibahle für diese Arbeit rausgesucht? Über eine Aufklärung würde ich mich sehr freuen. :)


    Gruß, Felix

    FelixBRB


    Viel Spaß beim runter waschen des Föchspray, das Zeug ist hartnäckig. Ich denke aber auch, dass Du das mit den anderen Mitteln überarbeiten kannst, da es ja als Film auf der Oberfläche verbleibt.

    Moin,


    also ich bin jetzt endlich dazu gekommen mich der Blattfeder zu widmen. Falls jemand dieses Förch Blattfederspray auch mal wieder loswerden will kann ich hier meine Erkenntnisse gern teilen: Ich habe an einer kleinen Stelle Bremsenreiniger, Spiritus, Terpentinersatz, Aceton und Nitroverdünnung getestet (was ich halt so rumstehen hatte). Mit Abstand am Besten hat Nitroverdünnung funktioniert. Ich habe die Blattfeder ausgebaut, auf die Werkbank gelegt und noch zusammengebaut mit Nitroverdünnung üppig eingepinselt. Das Zeug läuft dann größtenteils einfach runter. Ich habe die Sauerei dann mit Küchenrolle aufgenommen und solange wiederholt bis alles runter war. Hier und da muss man auch mal ein wenig rubbeln. Nach dem Zerlegen war zwischen den Lagen kaum noch etwas von dem Zeug zu finden. Die Prozedur dauerte ca. eine Stunde (inkl. Zerlegen) und hat ca. einen halben Liter Nitroverdünnung und eine halbe Küchenrolle verbraucht. Also alles kein Drama.


    Bereits nach einem halben Jahr hatte sich doch schon das eine oder andere Rostnest zwischen den Lagen gebildet. Ich kann dieses Förch Blattfederspray wirklich nicht empfehlen. :( Jetzt folgt der nächste Versuch mit Graphitfett und Graphitöl - wie es hier schon beschrieben wurde.


    Gruß, Felix

    Naja, Forschern, welche auf einer Forschungsstation am Suedpol verweilen moechten, unterstelle ich jetzt mal, dass sie es mit den Regeln *sehr* genau nehmen. Insofern kann man auch wg. der recht begrenzten Personenanzahl davon ausgehen, dass dies nicht die Ursache fuer einen Ausbruch ist.

    Forscher und diejenigen welche die Regeln für diese Forschungseinsätze erstellen sind am Ende aber auch nur wieder Menschen - machen also auch mal Fehler. Aber ja, ich bin auch erstaunt, dass es dort zu einem Ausbruch kommt.

    Naja, das geht jetzt in die Richtung des preussischen Innenministers Gustav von Rochow:

    Du unterstellst mir da einen Aufruf zur Obrigkeitshörigkeit und da fühle ich mich dann doch missverstanden. Ich finde es durchaus wichtig sich bei Zweifeln mehr mit dem Thema zu befassen, Theorien nachzugehen und sich insbesondere mit Fachleuten dazu auszutauschen. Ich beobachte aber auch mit zunehmender Sorge, die Spaltung unserer Gesellschaft durch dieses Thema. Selbstverständlich gibt es absolut berechtigte Kritik und die muss auch laut geäußert werden - Stichwörter: Maskendeals, offensichtlich unsinnige Regelungen, nicht funktionierende Strukturen im Gesundheitswesen, fraglicher Umgang mit dem Thema Tod usw. Gar keine Frage. Man kann darüber hinaus jedoch auch ein zunehmendes Generalmisstrauen beobachten - auch jeseits von Corona. Leider scheint dieses Misstrauen ziemlich toxisch zu sein und führt doch zu sehr fraglichen Auswüchsen und Überzeugungen von denen zumindest ich ganz fest überzeugt bin, dass sie Unfug sind - Beispiel: Bill Gates will uns alle Chips einpflanzen. Mich erinnert das sehr an Pizza Gate und Qanon. Wenn man sich die Auswirkungen solcher Strömungen auf die Gesellschaft anschaut, macht mir das schon Sorgen.


    Ich habe in meinem Beitrag nun lediglich zur Diskussion gestellt, ob man dieses Geralmisstrauen mit noch nicht belegten Spekulationen füttern sollte - noch dazu vor einem so breiten und durchmischten Publikum. Es gibt auch einfache Gemüter, bei denen auch ohne bösen Hintergedanken aus einer Vermutung schnell eine Behauptung, dann "Fakten" und schließlich eine Überzeugung wird. Dafür kann dann natürlich derjenige nichts, der das ursprünglich geschrieben hat. Du kannst natürlich machen was du wills und dein volles Recht auf freie Meinungsäußerung ausüben. Da werde ich nichts gegen sagen - das steht mir in keiner Weise zu. Aber zur Dikussion stellen, ob das so gut für uns alle ist, kann ich das doch wohl schon. Oder nicht?


    Gruß, Felix


    Edit: Bezugnehmend auf die zwei letzten Sätze: Vielleicht finden wir ja einen gemeinsamen Nenner, wenn wir mein Geschriebenes als eine Erinnerung an die Verantwortung die jeder einzelne trägt verstehen. Gemeint ist eine Verantwortung, wenn man im Internet über so ein sensibles Thema schreibt. Manche Gedankengänge polarisieren eben auch auf eine ungewollte Weise. Daran wollte ich eigentlich nur erinnern. Aktuelles Beispiel: Mein Beitrag vorhin hat bei dir einen Eindruck erweckt, der so nicht beabsichtigt war. Verrückte Sache! :)