Posts by FelixBRB

    So, ich habe mir die Scheiben gerade noch mal in Ruhe angeschaut. Beide haben die korrekte Belagdicke. Ich komme beim Zusammenpressen auf exakt 5,9mm - egal wo ich messe. :)


    Dann habe ich mir die Scheibe nochmal angeschaut bei der die Dicke unbelastet nicht überall gleich ist. Bei genauem hinschauen, ist es tatsächlich so, das scheinbar eine der Lamellen verbogen ist. Dadurch ist die ganze Scheibe leicht krumm. Lege ich ein Haarlineal an der richtigen Stelle auf den Belag ist in der Mitte ein Spalt von ca. 1mm zu sehen. Andere Scheiben sind auch nicht perfekt, aber diese tanzt schon sehr aus der Reihe. Auf der anderen Seite der Scheibe (beim anderen Belag) ist das nicht ganz so wild, dadurch kommt der große Unterschied der gemessenen Dicke im unbelasteten Fall zustande.


    Die Frage die man nun aber fairer Weise vor einer Reklamation stellen muss: Wie relevant ist das wirklich? Im unbelasteten Fall wird die Kupplung sauber arbeiten, da die zusammengepresst gemessene Dicke korrekt ist. Mit 7mm Ausrückweg des Automaten wird die Kupplung wohl auch bei dieser Scheibe sauber trennen. Der Unterschied ist im Übergangsbereich bei schleifender Kupplung. Da hat die Scheibe nicht gleich vollflächigen Kontakt zum Automaten bzw. zur Schwungscheibe. Aber ist das relevant? Die Scheibe ist ja eh für den Fahrkomfort in axialer Richtung federnd konstruiert. Federt diese Scheibe dann nur etwas mehr? Sie wird sich wohl auch etwas ungleichmäßiger abnutzen und unter Umständen auf der Getriebewelle etwas unsauber laufen.


    Ich mag halt nix reklamieren, was eigentlich kein Problem darstellt. Einfach einbauen und testen finde ich auch nicht so prikelnd, da es schon recht viel Aufwand ist. Daher interessiert mich eure Meinung sehr. Ich hoffe die Fragerei nervt nicht langsam.


    Gruß, Felix


    Ich habe es geschafft, das irgendwie aussagekräftig fotografisch festzuhalten. Oben neigt sich die Scheibe nach rechts und ist Dicker als unten. Das sieht auf dem Bild aber fast spektakulärer aus als in echt.

    Hallo Tim,


    das hast du ganz famos ausgearbeitet und zusammengefasst. Vielen, vielen Dank dafür! Mir war zum Beispiel nicht bewusst, dass es 3 Varianten gab. ich muss glatt noch mal meine Scheiben durchgucken, ob ich das bisher nur übersehen habe, oder ob ich einfach nur zwei Varianten im Lager habe.


    Auf jeden Fall habe ich beim Messen den Fehler gemacht und die Scheiben nicht zusammengepresst um nur das Material ohne den Spalt zu vermessen. Das ist aber natürlich notwendig um zu wissen ob die Kupplung bei entlastetem Automaten Kraft übertragen kann. Dabei fällt mir dann auch auf, dass die Maße der nicht zusammengepressten Scheibe im Grunde recht egal sein sollten. In deinem Auszug aus der SRI ist von 7mm Ausrückweg die Rede. Damit sollte eigentlich jede Scheibe trennen, egal wie weit sie unbelastet auseinander federt.

    Stimmt! Daran habe ich noch gar nicht gedacht. Alle anderen Scheiben die ich hier habe, sind auch nicht so "schief". Na das reklamiere ich mal. Genau wie den zu laschen Automaten. Schade, die Teile sahen auf den ersten Blick ja eigentlich ganz gut aus. Oder ist hier die Meinung, dass ich das eher zu genau nehme und dem Instandsetzer Unrecht tue?

    Hmm, jetzt muss ich nachher direkt nachschauen. Entweder waren die Beläge wellig oder die Beläge waren zwar plan, aber nicht parallel zueinander. Verstehst du, wie ich es meine?


    Auf jeden Fall sollte doch die gemessene Gesamtdicke der Scheibe überall gleich sein, oder? Zwischen den Belägen sollte neben den gewellten Lamellen der Trägerscheibe zusätzlich halt noch ca. 1mm Luft sein. Durch die gewellten Lamellen verteilt sich diese Luft eben mal auf die eine, mal auf die andere Seite. Aber alles als Paket gemessen sollte doch in der Dick nicht variieren, oder?

    Bei der gelieferten Scheibe messe ich aber an einer Stelle 6,3mm und auf der gegenüberliegenden 7,3mm Gesamtdicke. Das ist doch so nicht korrekt, oder?

    Das kenne ich etwas anders. Die Lamellen auf welche die Beläge genietet sind sind leicht gewellt. Die aufgenieteten Beläge sind darauf quasi federnd gelager. Sie sind selbst aber mehr oder weniger plan - in einer Ebene. Korrigiert mich bitte, wenn ich da falsch liege.

    Moin,


    ich habe jetzt die gelieferten Kupplungen geprüft. Sie sehen optisch zwar einwandfrei aus, aber der eine Automat knickte schon bei 49kg ein, der andere bei 57kg. Allerdings ist das schon knifflig zu messen. Ich habe nur eine digitale Waage zur Verfügung, da muss man schon ein bisschen üben mit dem Fuß bis man da reproduzierbare Ergebnisse bekommt. Ihr sagt also 49kg ist eindeutig zu wenig, ja?


    Ich habe auch noch den Abstand zwischen Schraubflansch und Reibfläche gemessen und komme da bei beiden auf 16mm. Den gleichen Wert messe ich auch bei allen meinen gebrauchten Automaten mit Bandmitnahme. Die Automaten ohne Bandmitnahme liegen zwischen 14,5 bis 15,5mm. Bei den regenerierten Automaten sieht man dass die Reibfläche abgedreht wurde. Daher hatte ich Bedenken. Nun ist die Frage ob diese Messmethode nix taugt oder ob 16mm ein Beleg dafür sind, dass es einfach passt.


    Auch bei den Scheiben bin ich mir unsicher ob das passt. Die Materialstärke bis zu den Nieten ist bei beiden ca. 1mm. Leider konnte ich das nicht genauer messen, ich vermisse meinen guten Messchieber mit Innenmessstift. :( Die eine Scheibe hat eine Dicke von 6,3 bis 7,3mm - je nachdem wo man misst. Der Schlitz zwischen den beiden Belägen ist tatsächlich unterschiedlich groß rund um die Scheibe. Das ist doch auch nicht gut so, oder?


    Bei der anderen Scheibe ist der Abstand zwar konstanter, aber dafür ist diese Scheibe nur 6-6,3mm dick.


    Nun habe ich mal meinen Fundus durchsucht und alle Scheiben (starr und gefedert) durchgemessen. Die liegen alle zwischen 6 und 8mm und haben ebenfalls ca. 1mm Materialstärke bis zu den Nieten. Wenn ich zwei neue DDR-Beläge auf eine starre Scheibe ohne Beläge lege und messe, komme ich auf 7mm Dicke. Um die Angaben noch vollständig zu machen: Die gebrauchten Automaten in meinem Fundus knickten alle zwischen 47 und 60kg ein. Von 6 Automaten lagen dabei nur 2 unter 55kg.


    Ich denke ich werde den einen Automaten wegen zu geringer Spannkraft der Feder zurückschicken. Wie seht ihr das mit den Scheiben? Beide haben die dicken kurzen Federn.


    Gruß, Felix

    Vielen Dank! Damit habe ich schon mal konkrete Werte für die Scheiben. Wie sieht es bei den Automaten aus? Neben offensichtlichen Beschädigungen spielt ja sicher auch der Anpressdruck der Tellerfeder sowie im unbelasteten Zustand der Abstand zwischen Schraubflansch und Reibfläche eine Rolle. Den Druck kann ich mit der Hand auf der Werkbank prüfen. Ist zwar nicht ansatzweise genau, aber man bekommt sicher ne Idee. Wie ist das mit dem Abstand Schraubflansch - Reibfläche? Gibt es da auch ein Verschleißmaß oder macht es gar keinen Sinn den zu messen?


    Hintergrund ist der: Ich habe eine ganze Reihe Kupplungen in meinem Fundus liegen, bei denen ich nicht weiß, ob und wie viel sie gelaufen sind. Da ich aktuell entsprechenden Bedarf habe, habe ich mir bei einer Kupplungsinstandsetzerei zwei regenerierte Kupplungen bestellt. Das sieht optisch soweit alles brauchbar aus. Nun will ich aber mal nachprüfen wie gut sie wirklich gearbeitet haben und ob das mehr oder weniger den Neumaßen entspricht. Ich erhoffe mir davon besser zu beurteilen können, ob ich in Zukunft wieder Kupplungen dort bestelle. Außerdem haben wir vereinbart, dass ich Ihnen noch zwei entsprechende Altteile zusende. Nun will ich natürlich nicht zwei Kupplungen losschicken, die eigentlich noch völlig in Ordnung sind. Logischerweise verwende ich die mit dem höchsten Verschleiß.


    Falls also jemand noch zielfführende Informationen für die Automaten hat, wäre ich sehr dankbar. :)


    Gruß, Felix

    Moin,


    ich möchte gern den Zustand ausgebauter Trabant-Kupplungen bewerten. ich finde nirgendwo entsprechende Verschleißmaße. Wie dick muss denn eine neue Kupplungsscheibe sein? Wie dünn darf sie minimal werden? Kann man auch am Automaten den Verschleiß bestimmen? Es geht um die letzte Version vom 601er mit Bandmitnahme und gefederter Scheibe. Über hilfreiche Informationen würde ich mich sehr freuen. Gern auch einen Link oder Hinweis auf die passende Literatur. Überall wo ich bisher nachgeschaut habe, habe ich es nicht gefunden. :)


    Gruß, Felix

    Danke, Euch allen fürs Interesse :)

    Dann habe ich ja ordentlich zu tun^^

    Hast Du, oder jemand anderes mal konkrete Maße der Naben? Die originalen sind 28mm ,so ist auch der Bügel gefertigt.

    Da ich gerade keinen neuen da habe, messt mir doch bitte auch mal den Durchmesser vom Kerbstift nach. Danke8)

    Moin Este,


    ich habe den Durchmesser der Nabe meines Tschechenlenkrades vermessen. Er beträgt 28,2mm - also nur minimal mehr als original. Ich hatte es also falsch in Erinnerung. Aber vielleicht macht es dennoch Sinn, den Innendurchmesser des Bügels nicht exakt 28mm zu fertigen, sondern ein paar Zentel mehr. Aber da kennst du dich vermutlich besser aus.


    Gruß, Felix

    Hallo Este,


    das Teil sieht total klasse aus. Ich habe mir da was wesendlich Primitiveres mit zwei Vierkantstählen und ner angeschweißten Mutter für den gleichen Zweck gebaut. Hat bisher zwar gereicht, aber bei so einem edlen Teil würde ich meine lächerliche Konstruktion einfach entsorgen. Wenn es möglich ist, würde ich auch gern so einen Ausdrücker erwerben. Was muss man denn dafür finanziell kalkulieren?


    Wenn ich noch was anmerken darf: Die Naben von nicht originalen Lenkrädern (zum Beispiel Tschechisches Sportlenkrad sind zumindest in meiner Erinnerung etwas dicker als die originalen. Vielleicht macht es daher Sinn den Bügel ein klein wenig großzügiger zu gestalten? Ist nur ein Vorschlag. Es ist natürlich dein Kunstwerk und ich will dir da nicht reinreden.


    Gruß, Felix

    Moin,


    hier wurden 2 Vorschläge gemacht wie von der Privatperson des Moderators die Bürde des perfekten Vorbildes durch anonyme seprate Benutzeraccounts genommen werden könnte. Ich finde die Idee ganz famos. Dann können die Moderatoren als normale Nutzer fleißig mitdiskutieren, ohne dass es dem ordinären Benutzer sauer aufstößt. Auch kann ein als normaler Benutzer agierender Moderator dann mal ermahnt werden, wenn er eine Forenregel vergessen hat und kann dabei trotzdem sein Gesicht wahren. Wer dann explizit als Moderator spricht und handelt, muss sich eben noch mehr als bisher überlegen was er sagt und tut und seine eigene Meinung völlig außen vor lassen.


    Ich könnte mir vorstellen, dass das erheblich besser funktioniert.


    Gruß, Felix

    Der Prüfer hatte daran nix auszusetzen. Und weils so schön war, hab ich den HP350 und den West-PKW auch gleich noch hingebracht. Vielen Dank für all eure Tipps und Erklärungen. Bei Gelegenheit reiche ich noch ein Bild von der Reparatur nach und wenn ich dran denke schreibe ich hier in ein paar Jahren noch mal, ob die Stelle noch hält. :)