FIN stimmt nicht

  • Hallo,


    im März 2021 habe ich einen Kübel erworben, angeblich Bj.1973 (laut Brief). Jetzt beim TÜV stellte sich heraus, dass FIN im Brief und auf dem Typenschild (hier ist die FIN gleich) nicht mit der eingeschlagenen FIN übereinstimmt.

    Hat jemand Daten zu FIN und Motornummer (Typ und Bj.)?

    FIN Brief + Typenschild: 2237012

    FIN eingeschlagen: E237012

    Motornummer: 5B20205552


    Es handelt sich offensichtlich um eine Ersatzkarosserie, da hinten Schraubenfedern verbaut sind und sie sich in einem tadellosen Zustand befindet (wirklich nirgends Rost). Getriebe und Antriebe (Tripode) scheinen auch neu zu sein. Der Motor hat eine elektronische Zündung ohne die Black Box an den Zündspulen.


    Also für ein paar Daten für TÜV/DEKRA und Zulassungsstelle wäre ich dankbar.


    Viele Grüße

  • Da stimmt einfach die im Brief nicht, da muss die erste Zahl auch ein E sein.

    Gleiches beim Typenschild bei dem man spekulieren kann wer da wann das falsch gemacht hat.

    Entscheidend ist die Nummer auf der Plakette im Auto. Die muss später auch im Brief und natürlich auf dem Typenschild stehen.


    Hast du ein Bild der FIN im Auto, dann kann man noch ausschließen das da jemand "manipuliert" hat.


    Musst du ändern lassen und es als Übertragungsfehler begründen. Ein Bild der Plakette (wenn sie denn original ist) sollte reichen zur Argumentation.


  • Vielen Dank für die Antwort. Die Zulassungsstelle meint, dass eine Vollabnahme erforderlich ist. Die FIN stammt wohl von einer Limo Bj. 75. Ich vermute, die Plakette ist manipuliert. DEKRA will das Bj. des Motors wissen, um das ungefähre Bj. des Fahrzeugs zu bestimmen. ☹️

  • Was sagt die Fertigungsnummer auf dem Radkasten eigentlich?


    Motornummer zur Altersschätzung wäre jetzt Quark, genau wie das Getriebe.

  • Die Karosse stammt wie man sieht aus Feb. 90. Die Fin Nummer sieht m. M. n. stimmig aus wie halt die Ersatzteilnummern waren.

    Auf dem Typenschild und Brief hat jemand statt dem E eine 2 geschrieben.

    Eine Ersatzkasse die 2/90 gebaut wurde ist sicherlich damals nicht mehr wirklich zum Einsatz gekommen und hat dann wahrscheinlich einige Jahre rumgestanden oder ist gleich in privaten Besitz gegangen. Typenschilder hatten die meistens erstmal nicht und wurde später erst angebracht.

    Das Baujahr nach dem Motoralter einstufen ist Quatsch, da kann schon alles mögliche hinein geraten sein.

  • Die Zulassung hat keine Ahnung, die Dekra stellt sich unprofessionell an.

    Das ist so ein "repariertes" Auto aus den Wirren der Wende.


    Die Fakten:


    -du hast einen Kübel Baujahr 1973 mit einer Ersatzkarosse von 1990


    -das Typenschild wurde ein Falsches genommen (da muss die gedruckte 2 weg und ein E hin, der Brief ist entsprechend zu korrigieren). E-Nummern war ein eigener Nummernkreis mit fortlaufender Nummerierung. Wird da das "E" durch ein Zahl ersetzt ist es ein ganz anderes Auto (wie in deinem Fall eine 75er Limo).

    Das verwendetet Typenschild wäre für einen Kübel OHNE Ersatzkarosserie.


    -ohne Nachzusehen ist deine Motornummer was von ziemlich am Ende, also 1988-1990 damit kann man kein Baujahr des Fahrzeuges bestimmen. 1973 fingen die Motornummern mit 63-xxxxxx und ab 1974 mit 65-xxxxxx und erst ab 1976 mit 5B-xxxxxx

  • Die ist erstmal vollkommen irrelevant, aber ja sie passt zur Karosse 02/1990.

  • Ich hätte einfach die gedrucke 2 per X entwertet und per Schlagzahl noch ein E in die Lücke gesetzt, somit würde das Typenschild schonmal zur Karo passen. Bei der Zulassungsstelle müsse man das als Übertragungsfehler Deklarieren. Ich hatte das Problem auch mal bei Neuausstellung von Papieren, statt einer 8 stand eine 6 plötzlich drin in den Papieren.


    Ist nur Komisch, das so etwas erst nach Jahrzehnten bei der HU auffällt.

  • Die Zulassungsstelle hatte mir damals bei meinem 600er auch an Stelle Baujahr 65 Baujahr 95 rein geschrieben, also mal eben 30 Jahre jünger gemacht. Hätte ich nichts gesagt würde das wahrscheinlich heute noch so drin stehen.

  • Das Problem ist, dass die Zulassungsstelle nur einträgt, was sie von einer anerkannten Organisation auf Papier bekommt.

    Dass es hier mindestens einen Verständnis- oder Übertragungsfehler gibt, ist offensichtlich.

    Ich kenne E-Karossen nur ohne Typenschild. Sie sind ja auch nur ein Ersatzteil. Irgendjemand hat dann Typenschild für einen Kübel bestellt, die haben ab Werk stets eine "2" vorn. Das ist ist jedoch hier grundfalsch. Noch schlimmer hat es dann ein Gutachter gemacht, indem er, wohl aus Unkenntnis, die falsche Nummer nicht nur akzeptiert hat, sonder auch übernommen.

    Insofern kann ich es nachvollziehen, dass jetzt ein neues Gutachten gefordert wird.