Keine Bremswirkung trotz neuer Bremsen und Entlüften

  • Die Gleichlauf-Gelenkwelle hängt bei demontierter Radnabe in der Luft, wird erst von und in der Nabe fixiert. Das ist beim Einsetzen lediglich etwas verkantet (ist normal, dass man beim Einsetzen mitunter etwas nachhelfen muss ;) ).

    Allerdings ist Dein Lagerinnenrung auf der Nabe festgebacken (kommt auch desöfteren vor).

  • es ist ne Weile her das ich an der bremse war, aber ich meine mich zu errinern das die Plättchen der nachsteller nicht am haltebock anliegen dürfen, dann arbeiten sie nicht mehr richtig. Insgesamt sehen die Plättchen doch bisschen verbogen aus.


    Ich persönlich würde jetzt erstmal die Plättchen der nachstellen alle ersetzen, und dann nochmal entlüften und weiter sehen.


    An der Vorderachse kommt die feder nach außen, wo die bremsleitung hinter ist, ansonsten kann es sein das die Feder an der bremsleitung scheuert, und dessen Folgen muss ich wohl nicht erklären.

  • Die Gleichlauf-Gelenkwelle hängt bei demontierter Radnabe in der Luft, wird erst von und in der Nabe fixiert. Das ist beim Einsetzen lediglich etwas verkantet (ist normal, dass man beim Einsetzen mitunter etwas nachhelfen muss ;) ).

    Allerdings ist Dein Lagerinnenrung auf der Nabe festgebacken (kommt auch desöfteren vor).

    Uff, dann bin ich ja beruhigt :)


    An der Vorderachse kommt die feder nach außen, wo die bremsleitung hinter ist, ansonsten kann es sein das die Feder an der bremsleitung scheuert, und dessen Folgen muss ich wohl nicht erklären.

    Okay, wenn ich das nächste Mal dran gehe, werde ich die Federn dann endlich so einhängen. Habe ich mir einfach falsch gemerkt als ich ans Arbeiten gegangen bin. Danke für den Hinweis!


    es ist ne Weile her das ich an der bremse war, aber ich meine mich zu errinern das die Plättchen der nachsteller nicht am haltebock anliegen dürfen, dann arbeiten sie nicht mehr richtig. Insgesamt sehen die Plättchen doch bisschen verbogen aus.


    Ich persönlich würde jetzt erstmal die Plättchen der nachstellen alle ersetzen, und dann nochmal entlüften und weiter sehen.

    Das würde erklären, warum die sich an der Hinterachse so leicht wieder hineindrücken lassen. Aber sollten die nicht ein bißchen länger halten? Dann muß man die ja alle paar Jahre auswechseln.

    Das wäre natürlich eine einfache Erklärung für meine Bremsenprobleme, die Plättchen sind nämlich tatsächlich verbogen.


    Das Spiel mit 0,6mm ist deutlich mehr als das Soll. Bei einem zu kleinem Spiel kann man das Langloch vergrößern (Feilen etc.), bei zu großen Spiel kommt eine neue Backe in Betracht.

    Das wäre ja Ironie, denn genau diese Bremsbacke hatte ich bereits bei Trabantwelt reklamiert, weil die versetzt, also falsch zusammengesetzt war. Und nun ist bei dem Ersatz das Langloch zu groß. ?(

    Da bekomme ich ja ein schlechtes Gewissen, wenn ich die nochmal reklamieren würde.

    Edited 4 times, last by Genosse Finnrich: Ein Beitrag von Genosse Finnrich mit diesem Beitrag zusammengefügt. ().


  • Das wäre ja Ironie, denn genau diese Bremsbacke hatte ich bereits bei Trabantwelt reklamiert, weil die versetzt, also falsch zusammengesetzt war. Und nun ist bei dem Ersatz das Langloch zu groß. ?(

    Da bekomme ich ja ein schlechtes Gewissen, wenn ich die nochmal reklamieren würde.

    Hast du nur eine Bremsbacke reklamiert, oder einen ganzen Satz (wegen einer Backe)? Wenn Ersteres, dann hätte ich kein schlechtes Gewissen, nochmal den ganzen Satz zu reklammieren. Bremsen tauscht man immer Achsweise, damit Herstellungsschwankungen keinen Einfluss haben können.


    Die Blättchen sind tatsächlich teilweise nicht normal gebogen, können aber m.E. auch gerichtet werden, wenn sie sonst keine Beschädigungen aufweisen. In jedem Fall müssen sie sauber funktionieren, auch wenn sie mit Kupferpaste o.ä. konserviert sind.


    Bevor etwas reklamierst oder neu kauft, würde ich erstmal den Fehler (wenn es einen gibt) sicher identifizieren.

  • Ich habe nur diese eine Bremsbacke reklamiert. Dann könnte ich also bei der Reklamation argumentieren, daß die nicht zu dem ursprünglichen Satz Bremsbacken paßt und einen neuen anfordern?


    Ein Zurückbiegen der Plättchen macht diese ja wahrscheinlich auch nicht stabiler. Kann man die Plättchen vielleicht einfach umdrehen und wieder einsetzen?


    Die Nachsteller sind aber tatsächlich ein plausibler Fehler denke ich, zumindest an der HA. Wie schon gesagt lassen die sich dort relativ einfach wieder reindrücken. Das könnte auch erklären, weshalb die Bremswirkung an der Hinterachse so schlecht war beim TÜV, dann sind die Nachsteller ab einem gewissen Punkt einfach nicht mehr weiter raus gegangen - wobei davon abgesehen auch die Radbremszylinder vergammelt und die Bremsbeläge hochgradig verschmutzt waren.

  • Eigentlich muss man bei einer solchen Reklamation gar nichts argumentieren. Du hast einen Satz gekauft (und keine einzelnen Backen), dieser Satz ist nicht in Ordnung, also gibt es einen neuen Satz. Aber ich finde es schon komisch, wenn der Händler nicht von selbst auf die Idee kommt den ganzen Satz zu tauschen (auch wenn der Kunde nur eine Backe will - Bekommt dann der nächste Kunde einen Misch-Masch-Satz?).


    Das Zurückbiegen würde ich aber erstmal probieren, ob es zur Lösung führt. Du kannst ja die Teile immer noch tauschen, wenn dir bei einer größeren Strecke als nur mal zu Testzwecken auf dem Hof nicht wohl ist. Umdrehen der Plättchen funktioniert m.E. nicht.


    Mach dich ggf. nochmal mit der Funktion der Nachsteller vertraut. Die Bremswirkung an der HA ist bei mir auch immer die größte Unsicherheit beim TÜV. Ursache sind fast immer die RBZ, auch wenn erst nach vielen, vielen Jahren wegen der Bremszylinderpaste. Die Nachsteller dürften, wenn das Auto nichtmal im Wasser gestanden hat, wahrscheinlich immer funktionierend, d.h. es gibt keinen Punkt, an dem sie nicht weiter rauskönnen. Da Problem könnte sein, das die Nachsteller reinrutschen und beim Bremsen erst wieder etwas raus gehen müssen, so dass sich damit der längere Weg begründet. Was aber noch zu beweisen wäre.

  • Danke für die Tipps!

    Das Zurückbiegen würde ich aber erstmal probieren, ob es zur Lösung führt. Du kannst ja die Teile immer noch tauschen, wenn dir bei einer größeren Strecke als nur mal zu Testzwecken auf dem Hof nicht wohl ist. Umdrehen der Plättchen funktioniert m.E. nicht.

    Okay, für den ersten Test kann ich das dann machen aber für den täglichen Fahrbetrieb ist das natürlich dann nichts ;)


    Die Nachsteller dürften, wenn das Auto nichtmal im Wasser gestanden hat, wahrscheinlich immer funktionierend, d.h. es gibt keinen Punkt, an dem sie nicht weiter rauskönnen. Da Problem könnte sein, das die Nachsteller reinrutschen und beim Bremsen erst wieder etwas raus gehen müssen, so dass sich damit der längere Weg begründet. Was aber noch zu beweisen wäre.

    :S ... ich habe mich wieder einmal falsch ausgedrückt. Ich meinte eigentlich genau das. Also daß sie nicht mehr fest auf Position bleiben sondern nach dem Bremsen wieder zurückgehen. Das war zumindest beim händischen Auseinanderziehen und schauen so. Das kann ich aber mit einer weiteren Person am Bremspedal noch genauer überprüfen.

  • :S ... ich habe mich wieder einmal falsch ausgedrückt. Ich meinte eigentlich genau das. Also daß sie nicht mehr fest auf Position bleiben sondern nach dem Bremsen wieder zurückgehen. Das war zumindest beim händischen Auseinanderziehen und schauen so. Das kann ich aber mit einer weiteren Person am Bremspedal noch genauer überprüfen.

    brauchst du nicht genauer prüfen, wenn sie beim händischen bewegen schon wieder zurück gehen, werden sie es im Fahrbetrieb definitiv tun.

    Ersetze die Plättchen einmal ringsherum. Sie sollten zum haltbock ruhig 1mm+ Luft haben. Damit wenn sie in sperrrichtung bewegt werden sie sich noch richtig festkrallen können. Wenn sie anliegen, oder sehr kurz davor sind, wird es im Fahrbetrieb mit Vibrationen nicht mehr richtig funktionieren!

  • Da Problem könnte sein, das die Nachsteller reinrutschen und beim Bremsen erst wieder etwas raus gehen müssen, so dass sich damit der längere Weg begründet.

    Sind die Nachsteller auch neu gekommen oder sind die alten aufgearbeitet worden?


    Ich musste bei meinem die alten Nachsteller wieder motieren. Die neu gekauften (Trabantwelt) ware zu weich und sind durch die Federkraft der Bremsbacken gerutscht.

  • Er schrieb von den originalen bzw. alten Verstellern. Was aber natürlich auch nicht heißen muss, dass die auch wirklich noch richtig funktionieren...

  • Ich musste bei meinem die alten Nachsteller wieder motieren. Die neu gekauften (Trabantwelt) ware zu weich und sind durch die Federkraft der Bremsbacken gerutscht.

    Genau das ist ein zentrales Problem bei nachgefertigten Nachstellern.

    sapere aude! incipe! (Horaz)
    (bzw. frei nach F. v. Schiller: "Erdreiste Dich zu denken!")

  • Mit alten Verstellern meinte ich die, die bevor ich die Bremsen geöffnet habe, schon drin waren.

    Ich gehe aber davon aus, daß die auch 2013 neu gemacht wurden. So sehen die auch aus.


    Ich habe heute jedenfalls alle Klemmplättchen heute rundum höchst professionell (mit dem Hammer ^^ ) geglättet und konnte definitiv eine Verbesserung bei den Nachstellern feststellen. Die konnten nun nicht mehr einfach so wieder reingeschoben werden.

    Wenn man von Hand viel Druck aufbringt und ein bißchen hin und her wackelt, gehen die Nachsteller jedoch auch jetzt noch Stück für Stück wieder rein. Ich bin mir nicht sicher, ob die Nachsteller so in Ordnung sind oder ob die wirklich auch mit aller Kraft nicht hineingedrückt gekonnt werden sollen.

    Ich habe jedenfalls anschließend eine kleine Proberunde gedreht und leider gab es immer noch so gut wie keine Bremswirkung. Jetzt bin ich mir nicht sicher, ob ich nicht doch noch mal entlüften muß oder ob es doch noch an den Nachstellern liegt. Wie gesagt beim Entlüften (mit geringem Pedaldrücken) kam am Ende nur noch luftlose, saubere Bremsflüssigkeit.


    Leider wird es bei mir langsam knapp mit der Zeit, und am 30.9. muß ich den Wagen schon wieder vorführen... :(


    Sind die Nachsteller auch neu gekommen oder sind die alten aufgearbeitet worden?

    Ich musste bei meinem die alten Nachsteller wieder motieren. Die neu gekauften (Trabantwelt) ware zu weich und sind durch die Federkraft der Bremsbacken gerutscht.

    Unglücklicherweise habe ich ja keine originalen Nachsteller, die ich stattdessen verwenden könnte, falls das wirklich das Problem ist.

    Was mich aber wundert ist, daß es vorher auch mit genau diesen Nachstellern doch gut funktioniert hat.

    Edited once, last by Genosse Finnrich: Ein Beitrag von Genosse Finnrich mit diesem Beitrag zusammengefügt. ().

  • Deine Nachsteller sind nicht das Problem was die Bremswirkung angeht. Die sorgen nur dafür das der Pedalweg nicht jedesmal zu lang ist.

    Die Bremse würde auch, wenn sie in Ordnung ist, auch ganz ohne Nachsteller funktionieren.


    Es kann auch gut und gerne der HBZ sein. Hat der ne Aufschrift? IFA BHL oder TWZ?

  • Ja, aber das merkwürdige ist ja, daß es vorher auch mit genau diesen Nachstellern einen sehr kurzen Bremspedalweg gegeben hat.

    Und es ist aber auch nicht so, daß gar nichts an den RBZ ankommen würde, sonst würde die Bremsbacke mit dem zu großen Langloch nicht beim Bremsen herausspringen.

  • Genau das ist ein zentrales Problem bei nachgefertigten Nachstellern.

    Auf die Idee muss man erstmal kommen. Ich kenne nur originale und habe mir schon Gedanken gemacht, wie die Teile krumm werden können. Damit scheint wird es etwas klarer und beängstigend zugleich. Eigentlich kommt man ja nicht auf die Idee, dass mit den heutigen Materialien und Fertigungsmethoden eine schlechtere Qualität erreicht wird als Damals, gerade im Bereich Bremse.

  • Echt nicht? Bremsbacken/beläge, RBZ/HBZ, Trommeln und eben diese Versteller - leider wohl allzuoft auch minderwertiger oder zumindest unzverläsiger Mist dabei. Das wird doch eigentlich schon lange immer wieder thematisiert, auch bei den TW-Verstellern... :/

    Dass dem nie und nimmer so sein dürfte, da sind wir uns natürlich einig!

  • Ja, aber das merkwürdige ist ja, daß es vorher auch mit genau diesen Nachstellern einen sehr kurzen Bremspedalweg gegeben hat.

    Dazu könntest du die Breiten der Langlöcher in den neuen und den alten Backen vergleichen. Vielleicht war die Toleranz des Nachstellerspieles vorher kleiner.


    Und es ist aber auch nicht so, daß gar nichts an den RBZ ankommen würde, sonst würde die Bremsbacke mit dem zu großen Langloch nicht beim Bremsen herausspringen.

    Wenn die Federn richtig montiert sind, werden die Backen an die Ankerplatte gezogen und können nicht herausspringen.