Räder während der Fahrt blockiert. Ursache?

  • Wenn man die “Schraubenkopfverdrehsicherung“ falsch montiert hat... klingt wie Kreissäge.

    Aber während der Fahrt?


    Ich kann mir jedenfalls vorstellen, dass sich ein plötzlich ausrollendes Auto während eines Überholvorganges tatsächlich wie ein stark bremsendes anfühlt.


    Gruß

    Benjamin

    Fährt und schraubt gern IFA *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* :love:

  • Habe den Vergaserumbau auf 28er Mikuni von TW drin. (großer Fehler)
    Der Vergaser ist hammer. Die neuen Lichtmaschinenhalter sind allerdings der letzte Fernost schrott und absolut nicht passgenau. Daher war zwischen Lima Lüfterrad und oberen Halter weniger als 2mm Platz.
    + altes Lima Lager mit minimalen Spiel. Bei so hoher Drehzahl hat es wohl mal angedockt.

    habe jetzt neue LiMa Lager drinne und habe die beiden Halter ordentlich nachgearbeitet. jetzt passt es auch und hat nen guten cm Spiel.

    Aber ja, kann ich mir auch vorstellen, dass sich das nach der Beschleunigung einfach 'wie ne Vollbremsung angefühlt hat.

    Die Schrauben zieh ich immer ordentlich fest, gelöst hat sich da noch nie was. Kann mir wie gesagt vorstellen, dass das Spiel da gereicht hat...

    MfG

  • Es gibt schon die Komischsten Dinge, vielleicht war es auch nur ein vergessenes Werkzeug was da hineingefallen ist.

    Letztens hatte ich ähnliches mit einer riesen Sauerei im Motorraum. Ich habe in den letzten Jahren immer die Ölflasche links neben dem Tank liegen gehabt. Da ist die auch immer brav liegengeblieben. Aber vor paar Wochen denn eben nicht mehr und klemmte zwischen Keilriemen und Lichtmaschine. Der Keilriemen hatte einen Schlitz in die Flasche gemacht und die Flügel der Lichtmaschine hatten das Öl in alle Ecken verteilt.

    Eigentlich war ich auf dem Weg zu TÜV, das hatte sich da erst mal erledigt.

  • auwa bei mir liegt die auch immer dort. danke für die info

  • Meines Erachtens bist du über irgendetwas drüber gefahren ohne es gesehen zu haben und dabei hat es kurz ein Rad blockiert, oder von mir aus auch beide und es hat von unten noch die Lichtmaschine getroffen bzw. beschädigt.


    Alles andere ist doch Bullshit.

  • Ein blockierendes Rad bei Hindernis-Überfahrt? Kannst du das bitte erläutern?


    Gruß

    Benjamin

    Fährt und schraubt gern IFA *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* :love:

  • Nur mal als Beispiel, ein quadratischer Holzbalken 25x25 lässt sich so leicht bestimmt nicht überrollen. Außerdem klingt die ganze Sache für mich irgendwie abenteuerlich. Wenn auf der Autobahn beim Überholen die vorderen Räder blockieren, bei 100 KMH, dann geht das in der Regel nicht so glimpflich ab wie beschrieben.

  • ein quadratischer Holzbalken 25x25 lässt sich so leicht bestimmt nicht überrollen

    Da bekommt mit Sicherheit nicht nur die Lima was ab beim Trabant, Ich bin mit einer E-Klasse nur über ein 10er Kantholz gefahren, ein Rad defekt und die Unterbodenverkleidung hing nur noch in Fetzen, vom Knall der entstand will Ich garnicht reden.


    Wenn der Lüfter oder die Lima blockiert bei 100 Kmh im Trabant hast du bei frischen und gut gespannten Riemen eine absolut Ohrenbetäubende Quietschorgie da kann man schon mal mit den fehlenden Vortrieb denken, das die räder Blockieren.

  • Das mit dem Holzbalken war ein Scherz, oder? Oder doch “Bullshit“? :|


    Gruß

    Benjamin

    Fährt und schraubt gern IFA *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* :love:

  • Wenn ich die beschriebenen Symptome so lese, würde ich das Problem eher im Motor suchen: z.B. mittleres Kurbelwellenlager - macht ein kreischendes Geräusch, Motor ruckt kurz und danach geht alles wieder ...

  • Ich glaube eher an die Theorie des rutschenden Keilriemens in Verbindung mit plötzlichem Leistungsabfall durch die blockierte Lichtmaschine.

    Begründung: offensichtlich hat die Lima blockiert und der Riemen ist gerutscht. Das verursacht bekanntermaßen ein sehr lautes Quietschen.

    Das Gefühl der Bremsung entsteht m.M.n. auch durch plötzlichen Leistungsabfall. Jeder, der schon mal den Limiter an seinem Fahrzeug aktiviert hat, kennt das Gefühl. Man gibt Vollgas und das Auto beschleunigt einfach nicht weiter. Das fühlt sich auch an, als würde das Auto bremsen.


    Wie lang hielt denn das Quietschgeräusch an und wie hoch bzw. wie stark war den der Geschwindigkeitsverlust? Hast du in den Gurten gehangen?

  • Wie gesagt, die LiMa hat zu 100% blockiert. Das quietschen hat vielleicht so 1-2 Sekunden angehalten. Danach hats immernoch gequietscht bzw. gekreischt, weil die Lichtmaschine halt Schaden genommen hat. Ich wurde jetzt nicht wie sau in den gurt gedrückt. Und wie ich schon gesagt habe, ich kann mir schon gut vorstellen, dass ich das "blockieren" falsch interpretiert habe und es einfach durch den Leistungsabfall sich so angefühlt hat. Geschwindigkeitsverlust lag bei ü 30kmh. Hatte ca. 70-80? Maximal 90 drauf vorm ausrollen.


    Habe übrigens gestern abend schnell das Öl gewechselt. Bis auf das zu wenig und uraltes Öl drinne war, war nur etwas feiner Span an der Magnetablassschraube. Und leider sehrviel Ölschlamm...


    Bin damit heute zur Arbeit, problemlos. Lediglich die LiMa oder das Lüfterrad macht noch Geräusche. Werde mir die Tage mal eine überholte Lima organisieren und schauen ob das Geräusch weg ist. Eigentlich fühlen sich beide Lager okay an. Und wenn keim Riemen drauf ist, hört man garnichts. Motor selber kann man also ausschließen.


    MfG

  • Wieso nur fährt man mit uraltem Öl und Ölschlamm im Getriebe herum? :(

    Weil der Ölwechsel so schwierig und aufwändig ist?


    Gruß

    Benjamin

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  • Der Enkelsohn meines Nachbarn ist gerade im Urlaub. Da hat mir der gute Opa die Simson Schwalbe des Enkels´ mal zum wechseln des vorderen Schutzblech (nach leichter Verformung) vorbeigebracht. Was noch von Nöten wäre, sollte ich gleich mit erledigen.

    Da war auch viel zu wenig Getriebeöl drin. Die KW-Dichtringe auch defekt. Getriebe war zum Teil noch zu retten. Paar Wochen später wäre es komplett für die Tonne gewesen.

  • Wie immer: "Hat bis zum Ausbau funktioniert".


    Hab heute auch mein Getriebeöl gewechselt nach 2,5 Jahren und 3TKM.


    Bei allem was ich hier gelesen habe tippe ich auch auf Lima oder eher weniger Lüfter. Mal schauen wie sich die Sache beim TE weiterentwickelt.

  • Habe den Trabi erst seit März. Hatte das Öl auch schon ewig stehen, aber er stand bis jetzt halt fast mehr als alles andere. Aber bei ner 40-50 Stunden Woche ist das nunmal leider schwer zu ändern.


    So wie es ausschaut darf ich das Getriebe wohl eh neu abdichten. Innerhalb von über 50km schon wiede klitschnass von unten.

    Hab noch gut was zu tun...


    MfG

  • Da ich meinen alten Beitrag nicht editieren kann, der eine oder anderen aber trotzdem interessiert war:
    Ja es war die LiMa. Jetzt ist eine regenerierte drinne und der Motor und auch der Riementrieb läuft wieder butterweich.
    Danke an alle.
    Nun macht nurnoch das Getriebe Probleme...

    MfG

  • Wenn das Getriebe nur "feucht" ist, mach ein Schnapsglas LecWec in das neue Getrieböl rein,

    vielleicht hilft es und Du sparst Dir die Bastellei.

    Trabant - seit 1958 ohne Rückruf

    und auch den Elchtest bestanden

  • Bei dem Wissensstand, Fehlerbild, Alter und Kilometerstand auf dem Tacho würde ich erst Mal ein Date mit einem erfahrenen Schrauben ausmachen oder einen Club/Treffen kontaktieren um alles mal zu beurteilen.


    Alternativ Stelle doch bitte ein paar Bilder ein um den Gesamtzustand etwas aufzuhellen.