Posts by Matze

    Die Spekulationen über die Fettmengen erübrigen sich, da die Angaben in der Reparaturanleitung stehen. Ich wiege das Fett immer mit einem Joghurt-Becher o.ä. ab, so dass das Volumen im Außengelenk gut gefüllt ist. Im Video denke ich auch, dass zu wenig Fett drin ist, aber das kann auch täuschen.

    Soweit man es beeinflussen kann, die Zuordnung Zapfen-Nadeln(28x)-Rolle nicht verändern. Sollte eine Rolle mit den Nadeln (z.B. beim Ausbau) runterfallen, dann alles einsammeln und wieder zusammensetzen. Sollten mehrere Rollen runterfallen, gilt aufgrund der Verfügbarkeit eigentlich das gleiche (klingt unlogisch, ist aber so ;-) ).


    Was ich auf keinen Fall machen würde ist, wahllos einen oder mehrere Sterne komplett zu zerlegen und die Einzelteile zu vermischen. Beim Überprüfen eines Sterns zerlege ich immer einen Zapfen nach dem anderen.

    Die Nadeln sind bedingt durch den Herstellungsprozess unterschiedlich. Messen dürfte unter normalen (meinen) Bedingungen nicht möglich sein. Allein die Umgebungstemperatur bei der Messung oder die die Handhabung der Nadeln bei messen dürfte ein "richtiges" Ergebnis unmöglich machen (nur das Berühren der Nadeln verfälscht das Ergebnis schon ...).


    Anderseits frage ich mich selbst, welche Probleme diese Unterschiede im µm-Bereich nach sich ziehen können. Immerhin gibt es einen Schmierfilm oder unterschiedliche Lastverteilung bei einer auch elastischen Oberfläche (auch Stahl ist elastisch). In der Praxis habe ich keine Bedenken eine Rolle samt aller Nadeln auf einen anderen Stern zu "transplantieren". Hier im Forum gab/gibt es aber auch schon Erfahrungen, dass das Ersetzen einzelner Nadeln keine nachteiligen Auswirkungen hat.

    Bei den Nadeln gibt es sog. "Sorten". Ich habe mal gelesen, dass die Nadeln aus einer (Herstellungs-) Charge/Sorte verwendet werden sollen. D.h. die Maschine stellt ein Nennmaß her, wobei die Tolerenzen im einstelligen µm-Bereich liegen (zumal die Rollen auch ballig sein sollen). Für den Endverbraucher leider kaum nachvollzieh- oder messbar.


    Sichtbaren Verschließ habe ich eigentlich bislang nur an den Kontaktstellen der Kugeln im Außengelenk gesehen (wegen der punktuellen Belastung bei Geradeausfahrt). An den Sternen sehe ich eher das Problem mit Fressstellen und Korrosion aufgrund unsachgemäßer Nutzung oder Lagerung (wenn ausgebaut). Die relevanten, belasteten Teile sind gehärtet, so dass Abnutzung (im Sinne einer maßlichen Änderung) kaum eine Rolle spielen dürfte.

    Aber wenn ich das hier alles so lese, dann frage ich mich, ob ich das wirklich ohne Presse angehen sollte. Geht das wirklich mit normalem Handwerkszeug?

    Eine Presse wird nicht benötigt. Ein ordentlicher Schraubstock mit weichen Backen (Alu, Kunststoff, ...), ein rückschlagfreier Kunststoffhammer, ein kleinerer Hammer und ein Durchtreiber reichen (evtl. noch eine Sicherungsringzange). Den kleinen Hammer und den Durchtreiber nutze ich um einen festsitzenderen Zapfenstern zu de-/montieren (i.d.R. gehen die aber so drauf), früher auch um den Stern im Außengelenk zu kippen (dafür habe ich jetzt ein WZ gebaut, in Anlehnung an die Rep.-anleitung).


    Ich muss mir nun aber noch was zum Markieren überlegen ...

    Nimm einen elektrisches Graviergerät oder einem Dremel. Die Teile sind gehärtet, so dass du mit einer Reißnadel, einer Feile o.ä. nicht weit kommst.



    Manschetten bekommt man noch als DDR-Ware. Ich habe kürzlich erst welche erworben, die seinerzeit umverpackt wurden und heute noch lieferbar sind.

    Wie so vieles wo man denkt es gibt das nicht, hat TW es im Angebot:


    https://m.trabantwelt.de/item/31383032

    Hast du den schonmal bestellt? Und hat er gepasst!? - Ich habe seinerzeit eine ganze Weile gesucht. Der an der Welle verwendete Sicherungsring entspricht NICHT DIN 7993A. Ich habe die Teile jetzt nicht in Reichweite, aber die Nut der Welle ist kleiner als 2 mm (wenn ich es richtig in Erinnerung habe ca. 1,7-1,8 mm). Der Ring hat einen entsprechenden Durchmesser von ca. 1,5 mm. Ich fürchte das der TW-Ring nach o.g. Norm ist und nicht passt (kann optisch täuschen oder nur ein Symbolbild sein). Auch LDM bietet einen Sicherungsring 22x2 an, der nicht passen wird. Damit ist selbst die Angabe im 1.1er Katalog falsch (Menge und Abmessung). Ich denke, es ist ein Sondermaß.


    Hier war das schonmal Thema: RE: Gleichlaufgelenkwelle


    Das Aussengelenk würde Ich nicht unbedingt zerlegen, ...

    Davon würde ich nach 30+x Jahren eher abraten. Ohne Zerlegung kann man den Zustand gar nicht prüfen, geschweige denn, reinigen so das frisches Fett an die notwendigen Stellen kommt. Die Zuordnung ist auch kein Problem. Einfach eine Markierung an das Gelenkgehäuse, an den Käfig und an den Stern (z.B. mit Elektrogravierer). Die Kugeln mit Bezug zur Markierung ablegen und anschließend alles wieder zusammenbauen.

    Ich habe doch schon eine ganze Menge zerlegt. Anfänglich hatte ich auch ein, zwei harte Nüsse dabei. Leider gehen die nicht immer beim ersten Schlag runter. Aber mit Geduld und Drehen der Welle geht es dann. Nur einen Abzieher darf man nicht nutzen. Damit zerstört man den Sicherungsring, den man im Prinzip nicht mehr bekommt.

    Richtig. Das Zerlegen ist kein Hexenwerk. Etwas knifflig ist es vielleicht erstmal den Stern im Gelenk so weit zu kippen, so dass man die Kugeln entnehmen kann. Aber wenn man es einmal gemacht hat ist es kein Problem (zur Erleichterung habe ich eine Welle geopfert und mir ein WZ draus gebaut). Bei Youtube gibt es auch ein Video (wurde hier im Forum schonmal thematsiert). Ergänzend sein noch die Anleitung von 1.1 zu nennen. Wenn alles zerlegt ist kann man auch einfacher die äußere Oberfläche entrosten und optisch verschönern.

    Ich kann nur empfehlen, die Wellen komplett zu zerlegen. Also Außengelenk ab, Käfig und Stern mit Kugeln raus (Zuordnung nicht verändern) und alles auswaschen. Was man da teileweise an Fett rausholt ist übel, von knochenhart bis flüssig kann da alles dabei sein. Zum Verschleiß habe ich auch keine Richtlinien gefunden. Ich habe aber ein neues Gelenk zum Vergleich, auch wenn das subjektiv ist. Ansonsten auf Rost und Fressstellen achten. Verschleißspuren sind eigentlich nur an den Kontaktstellen der Kugeln sichtbar, das sollte aber nur eine Oberflächeneinebnung sein (sicht-, aber nicht spürbar). Für das Innengelenk gilt eigentlich das prinzipiell gleiche.


    Manschetten für das Außengelenk habe ich kürzlich als Friedensware bekommen, die durch einen bekannten Teilelieferanten vertrieben werden. Für das Innengelenk gibt es noch mehr als genug Friedensware.

    Ich mache mal hier weiter, um kein neues Thema aufzumachen.


    Also, ich bin gerade dabei meinen Reserve-1.1er-Tank äußerlich zu reinigen, um eine Bestandsaufnahme zu machen und um zu Entscheiden, ob es sich eine Reparatur lohnt (bei der Preisentwicklung wahrscheinlich ja). Aktuell sind bereits Durchrostungen an 2 der 3 Befestigungspunkte außerhalb der Rollschweißnaht erkennbar, d.h. der eigentliche Tank ist nicht betroffen. Ins Innere muss ich noch genauer schauen, wie der Zustand dort ist (durch den Einfüllstutzen sieht es aber erstmal gut aus).


    Daraus ergeben sich aber erstmal folgende Fragen:

    1.) Gibt es irgendwo ein Bild wie der Tank im Inneren aufgebaut ist?

    2.) Ist der Tank von Außen/Oberseite im Bereich des Hinterrad-Spritzbereiches zusätzlich geschützt? Ich habe da eine etwas komische und auch etwas hartnäckige "Masse" gefunden. Vielleicht war da auch schomal jemand dran!?

    3.) Gibt es Empfehlungen für Firmen, die Tanks reparieren, insbes. im Großraum Dresden?

    Ohne die genaue Vorgeschichte und den Zustand zu kennen, würde ich zunächst die genannten Dinge (inbes. Flansch, Unterdruckschläuche) überprüfen und den Vergaser zerlegen, reinigen und neu abdichten. Danach wird sich wahrscheinlich eher zeigen ob und was eingestellt werden muss.

    Klingt etwas komplizierter als ich dachte

    Ist es eigentlich nicht. Nur ein Stroboskop braucht man (hätte ich da). Aus welchem Teil von DD kommst du?


    Was mich aber wundert. Er springt an und hält kein Standgas. Fährt er denn, wenn man ihn bei Laune hält? Nicht da es vordergründig an der Spritversorgung (Vergaser) liegt!? :/

    Ich denke das täuscht mit dem ebener. Die Älteren sehen etwas anders geformt aus als die Jüngeren.

    Das hier ist die Wissenslücke. Ich hatte wohl bisher nur die neue Ausführung in den Händen.


    Mit dem Abzieher gebe ich Tim recht. Bei mir kommen auch keine Bohrungen rein, nicht nur weil ich die Abzieher habe.


    Gunnar: Das Lüfterrad hat zwar eine ungerade Zahl an Flügeln (9 Stk.), ist aber in alle Richtung gleichmäßig konstruiert und gefertigt. Irgendwelche Wuchtungsbohrungen habe ich noch nicht gesehen. Ich denke es man auch wenig Sinn von dem dünnen Kunststoff noch Material wegzunehmen oder hinzuzufügen.

    Ja, Farbe ist da wohl nicht wenig drauf. Aber die Form der Innenseite ist deutlich "ebener" als beim Original. Zudem ist neben der Nut eine Bohrung, bei den Original-Scheiben ist keine.

    mir stellt sich gerade die Frage ob man sich wirklich in der Zukunft Sorgen um die Riemenscheibe machen muss.

    Berechtigte Frage. Im Moment wohl eher nicht. Aber es haben längst nicht alle Online-Händler mehr Riemenscheiben im Angebot. Die Preise steigen und TW hat wohl schon Nachfertigungen im Angebot (zumindest augenscheinlich lt. Abbildung).

    Wenn du den Lüfter überholst, mit 2Z oder 2RS Markenlagern, wie oft willst du Ihn dann wieder zerlegen? Die Lüfter die Ich bis Dato überholt habe, mit Tschechenlager, laufen alle unauffällig, der älteste hat auch schon wieder über 15 Jahre auf den Buckel am 2. Motor.

    Zugegeben, die Wahrscheinlichkeit mit neuen Lagern ist wohl ziemlich gering, wenn auch ein Restrisiko besteht. Bezogen auf die ferne Zukunft ist es wohl eher vorsorglich zu sehen.


    Zum Abziehen bekommen die Riemenscheiben bei mir immer zwei M6 Gewindebohrungen, damit habe Ich jede noch so fest sitzende Scheibe zerstörungsfrei runter bekommen.

    Ich denke, dass funktioniert bei Riemenscheiben, die zuvor bei der Herstellung montiert wurden. Sofern die Riemenscheiben aber schonmal mit größeren Kräften gefügt wurden, wird auch diese Methode an ihre Grenze kommen.

    Noch mal zur Wechselbelastung. Spann mal den Riemen nicht ganz so doll wie nötig und schau dir dann bei Gasstößen den Riemen an. Auf der Strecke Riemenscheibe Kurbelwelle bis hoch zur Riemenscheibe Lüfter wirst du sehen wie der Riemen regelrecht ins springen kommt. Vordergründig wird hier nicht der Luftwiederstand sein , es liegt eher an der Massenträgheit des Lüfters wenn der Motor bei Gasstößen die Drehzahl ändert oder beim runter schalten.

    Das müsste ich mir mal anschauen. Aber ich denke, das "Springen" wird eher eine Entlastung des Riemens sein, als eine Lastumkehr an der Lüfterwelle (ein Zahnriemen "springt" oder "flattert" ja auch irgendwie) . Eine Lastumkehr würde wohl zu einen Ausschlagen der Scheibenfeder in der Lüfterwelle führen. Allerdings sitzen die Scheibenfedern bei der Demontage immer sehr fest (zumindest bei mir).



    Unterdessen ist die bestellte Reibahle heute angekommen. Ich habe diese darauf an mehreren gebrauchten Kombinationen probiert. Die Ahle hat in der Bohrung wenig, aber letztlich in der gesamten Bohrung Material abgetragen. Man konnte dies mit etwas Kraftaufwand per Hand bewerkstelligen (also ohne Windeisen o.a.). Die Scheiben ließen sich dann problemlos aufstecken, so dass das Einfädeln der Scheibenfeder möglich wäre (die Scheibenfeder war aber nicht montiert). Die Riemenscheibe konnte man dann mit einer Drehbewegung und etwas Kraft per Hand in die Endposition bringen (in einem Fall bzw. in einigen Bereichen auch etwas leichter). Bedenkt man jetzt, dass die Scheibenfeder noch montiert ist, kann man die Scheibe aufstecken, in die Scheibenfeder einfädeln und mit leichten Schlägen in die Endposition bringen (die Scheibenfeder hat ja auch eine Passung). Damit würde dann auch die Angabe im Reparaturhandbuch ("leichte Schläge") einen Sinn ergeben.


    Als Zwischenerkenntnis funktioniert die Nacharbeitung der Bohrung mit der Reibahle ganz gut, denke ich. Selbst wenn man die Scheibe ohne Scheibenfeder und ohne Fett leicht, aber "saugend" ganz auf die Welle schieben kann, hätte ich kein schlechtes Gewissen. Die Scheibenfeder bringt ja auch noch eine Passung und eine entsprechende Verspannung der Verbindung mit sich. Vielleicht schaue ich mich nochmal nach einer verstellbaren Reibahle um, fürchte aber auch, dass es wegen der Nut schwierig ist. Das Aufpressen mit größeren Kräften durch Pressen ist für mich keine Option, da damit wahrscheinlich die Möglichkeit einer weiteren Demontage genommen wird (Fressen auf der Welle!?, Zerstörung der Riemenscheibe beim Abziehen!?, ...!?).


    fahrgast: Letzter Kommentar dazu. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich aufgrund deines Kommentars mit meinem Kommentar nicht ganz falsch liege. Auch wenn ich damit alleine dastehe, aber bei diesen "das haben wir schon immer so gemacht"-Aussagen werde ich immer hellhörig (man kann seine Sache auch lange Zeit nicht gut machen). Sobald es eine Begründung dazu gibt, sieht die Welt schon anders aus und man kann es nachvollziehen und sogar vielleicht auch besser machen, weil es neue Erkenntnisse und Möglichkeiten gibt. In diesem Fall, werden vielleicht mal die Riemenscheiben selten, gesucht und teuer!?

    Genau, die originalen Achsmuttern haben SW 32. Muttern, die aus neuerer Herstellung stammen und die man heute üblicherweise im Teilehandel (z.B. von Febi) bekommt haben SW 30. Ist also beides möglich und passend.