Posts by Matze

    Für den 1.3er gibt es Literatur, die Schaltpläne enthalten. Einerseits einen Ratgeber, andererseits die Reparaturanleitungs-Hefte (5 Stück). Die Hefte gibt es ggf. als Download. Einfach mal Google bemühen und schauen, ob die dabei sein.

    Danke für die Erfahrungen.

    Bei gebrauchten lange gelagerten hatte ich das schon, dass zwar Öl drin war, aber alles oberhalb des Ölspiegels Korrosion hatte.

    Das überascht mich doch, dass das HLP in Gebrauchtgetrieben komplett ablaufen kann und es korrodiert. Da mein neues Getriebe schon 13 Jahre denkbar ungünstig lagert (trockene, unbeheizte Garage mit zeitweise feuchten, aber nicht nassen Boden) werde ich es demnächst öffnen, zerlegen und konservieren. Da ich parallel auch noch einzelne Wellen (insbes. vom 1.1er mit sehr guten Sychronringen) konservieren und lagern muss, bin ich gedanklich dabei die Teile (Schaltung + Wellen) nur mit Konservierungsöl zu behandeln und das Getriebe ohne Ölfüllung zu lagern. :/

    Andi: Danke für die Bemühungen. Es wäre nínteressant gewesen, aber so muss ich mich überraschen lassen. Ich denke, wenn die aktuellen Baustellen abgearbeitet sind und es wieder wärmer wird, knöpfe ich mir das neue Getriebe vor.


    Bezüglich der Langzeitlagerung hat sich wohl ergeben, dass es immer mit Ölfüllung passieren sollte. Reicht dafür die normale Menge, oder sollte es mehr sein? Spricht etwas gegen HLP68 als "Konservierungsöl"?

    Möglich, dass es Unterschiede gibt. Aber da der Grundkörper den Schleifringes aus einer Art Keramik besteht und somit spröde ist, könnte er beim Aufpressen brechen. In meinem Fall, war genug Spiel vorhanden, daher der Hinweis mit dem Rundlauf.


    Die Fahnen der MZ-Ringe sind zu kurz, um sie abzuwinkeln. Also muss man sie erst verlängern. Da der alte Ring eh schrott ist, dann man die Fahnen bündig abtrennen und an den neuen Ring anlöten.

    Ich hatte schon mehrfach den Fall, dass eine Kohle und/oder der dazugehörige Schleifring verschlissen waren. Das andere war neuwertig. Die Ursache für das Phänomen würde mich auch interessieren.


    Die Schleifringkörper für den Trabant/Wartburg/... und MZ unterscheiden sich in den den Anschlussfahnen. Beim Trabant sind diese abgewinkelt, bei der MZ gerade (wie in dem Link).


    Der Körper ist nicht auf die Welle aufgepresst, sondern geklebt. Beim Verkleben sollte man auf die Zentrierung (Rundlauf) achten (sonst könnten die Kohlen bei hoher Drehzahl evtl. springen). Für den Schleifringkörper hatte ich seinerzeit Sikaflex genommen, weil das gerade noch da war.

    Hm, ok. Es sieht also so aus, dass nur etwas HLP68 reingekommen zu sein scheint. Leider hatte ich keinerlei Werkzeug in Griffweite, so dass ich die Kontrollschraube oder Schrauben für den Lagerbock der Schaltstange nicht rausschrauben konnte, um zu sehen, ob Öl austritt. Das werde ich demnächst mal machen.


    Mal sehen, welches Bild sich im Inneren ergibt, wobei ich etwas irritiert bin, dass sich die Abtriebswelle schalten lässt, obwohl sie ja inzwischen "ölfrei" sein dürfte. Das Differential dürfte äußerlich etwas Öl sehen, aber im Inneren wohl kaum. Also entweder sind die Kegelräder bzw. Ausgleichsachse rostig oder verharzt. Solange es nur Rost ohne Narbenbildung ist, dürfte es unkritisch sein. Wahrscheinlich werde ich die Innereien mit Konservierungsöl behandeln, so dass nach dem Einbau vllt. 2-3 Ölwechsel erfolgen sollten.


    Andi: Die Bilder wären sicher Interessant, auch ob etwas (ausser die Lager) zu stark in Mitleidenschaft gezogen wurde.

    Mahlzeit zusammen,


    ich nutze aktuell die Zeit um ein paar im Fundus befindliche Neuteile zu inspizieren und zu konservieren. Aktuell geht es um eine neue Abtriebswelle und ein neues Getriebe, sogar mit Tripode. Die Welle konnte man nicht mehr bewegen, weil das Öl/Fett/... vollkommen verharzt war. Nun gut, das Teil ist zerlegt, neu komplett gereinigt und geölt wieder in Ordnung und muss nur noch verpackt werden. Das Getriebe lässt sich schalten und mit einem hellen "Kratzen" drehen (ich vermute die Schnecke in der Abtriebswelle). Das Differential kann ich nicht per Hand gegeneinander verdrehen.


    Nun stehe ich vor der Entscheidung "öffnen" oder "erstmal liegen lassen und später öffen". Dafür würde mich interessieren, wie die Ersatz-Getriebe ausgeliefert wurden? Wurde das richtige Öl in der richtigen Menge eingefüllt? Das Getriebe habe ich kurz auf die Seite gelegt, es kam jedoch kein Öl aus der Entlüftungsbohrung. Vielleicht hat ja jemand Erfahrungswerte in einem vergleichbaren Fall.

    Prüfe bitte das Wischergestänge auf Leichtgängigkeit, insbesondere die Wischerachsen. Also Motor und Gestänge von einander trennen und beides Einzeln prüfen. Ich tippe auf das Wischergestänge.


    Falls sich im Motor etwas schwerfälliges ergibt, könnte ich mir auch altes, verharztes Fett als Ursache vorstellen.


    Ich hatte das Phänomen mal am Westwagen. Die Wischer haben sich gequält. Ich dachte zunächst, dass die Wischerblätter eine größere/zu große Reibung auf der Scheibe haben. Allein das Wegklappen zeigte keine Veränderung. Habe dann ein Ersatz-Wischergestänge besorgt und getauscht. Den Plan das Originale zu zerlegen und wieder zu verwenden ist gescheitert. Ich habe eine Wischerachse nichteinmal rausbekommen. War alles stark eingelaufen und korrodiert. Mit Ersatzgestänge und dem alten Motor lief alles wieder, wie es soll.

    Bei strahlendem Sonnenschein hab ich normalerweise gar kein Licht an.

    Naja, man sollte den Diskussionsverlauf schon verstehen (es ging um die Kontrollleuchten, speziell die Fernlichtkontrolle - und die braucht man auch mal am Tag) und nicht nur wieder einen Beitrag raushauen ...

    Die Helligkeit den Leuchtmittels für das Fernlicht kann eigentlich nicht hell genug sein. Einerseits schaut man nicht im rechten Winkel auf die Kontrolleuchte (daher auch kaum eine Blendgefahr), andererseits möchte man auch bei strahlenden Sonnenschein, also großer Umgebungshelligkeit, das Leuchten auf den ersten Blick sehen.


    Das Thema Tachohelligkeit beschäftigt mich übrigens auch schon, seit ich Trabant fahre. Zunächst habe ich den Tacho auch innen weiß lackiert und später noch weiße Tachofolien selbst gedruckt (hält bis heute tadellos). Dazu habe ich gefühlt unzählige LED's in die originalen Fassungen eingelötet, bis ein für mich zufriedenstellendes Ergebnis hinsichtlich Helligkeit und Lichtverteilung erreicht wurde. Inzwischen auch beim 1.1er, bei dem ich den Tacho nicht öffnen wollte.


    Wer auch mit dem Gedanken spielt solche Umbauten zu machen, dem kann ich nur empfehlen verschiedene LED-Formen und verschiedene Lichtfarben (z.B. warmweiß oder kaltweiß) auszuprobieren. Rundkopf-LED's haben nur einen schmalen Abstrahlwinkel (ca. 15°), der für Kontrollleuchten gut sein kann. Für das Gehäuse braucht man eher breitstrahlende Flachkopf-LED's, wobei man die Oberfläche zur weiteren Lichtbrechung noch anrauhen kann. Für meine Herrnhuter Sterne habe ich die LED-Beleuchtung auf die diese Art und Weise gebaut. Die Ausleuchtung in alle Richtungen ist sehr gut. Übertragen auf den Tacho, kann man so auch die Reflexion des Lichtes im Inneren (auch ohne auslackieren) nutzen. Gekauft habe ich übrigens immer nur Rundkopf-LED's, bei den ich dann die Kuppe mit dem Dremel o.ä. entfernt habe.

    Ich beantworte meine aufgeworfenen Fragen einmal selbst. Hier aber erstmal die Bilder, wie Tripode-Stern im Antriebsbecher sitzt und zentriert wird (beide Teile sind Neuteile):




    Es ergibt sich zunächst die Erkenntnis, dass sich Kappe und Antriebsbecher berühren, aber nur an der Außenkante der sich leicht krümmenden "Scheibe". In der Mitte des Zapfens ist der Abstand deutlich sichtbar.


    Weiterhin kann man OHNE Kappe das 1mm-Blatt einer Fühlerlehre zwischen Zapfen und Becher durchführen (hierbei ist anzumerken, dass die Messung aufgrund er Krümmung recht ungenau ist => der tatsächliche Abstand ist sicher etwas größer). Die "Scheibe" der Kappe ist ca. 0,9 mm dick (Messschieber). D.h. die Kappe kann den Stern nicht zentrieren. Womöglich sind die Beobachtungen subjektiv und/oder auf andere Einflüsse zurückzuführen. Allein die Tatsache, dass sich die Scheibe krümmt und damit am Becher anliegt, könnte eine zuätzliche Zentrierung hervorrufen. Dem entgegen steht aber die geringe "Federwirkung", so dass schon das Eigengewicht der Gelenkwelle diese Vermutung kaum bestätigen kann.

    Es sollte erstmal der Nachweis geführt werden, ob sich die Kunststoff-Kappen überhaupt mit den Antriebsbechern großartig berühren. Auch wenn die Kappen bei vor langer Zeit ausgebauter Teile zerstört sind, so steht der "Stift" fast immer über den Zapfen hinaus, und ist meist nicht glatt (abgeschliffen). Es fehlt also nur die "Scheibe" der Kappe (abgerissen oder ...).


    Ich wollte schon länger mal einen Stern in den Becher stecken, um selbst zu sehen wie der Stern geführt wird. Leider bin ich noch nicht dazu gekommen. Aber ich habe bspw. noch keine Fress- oder Verschleißspuren an der Seite der Rollen zum Stern hin gesehen.

    Es ist richtig, dass die Rückleuchten beim 1.1er keine Masse direkt über die Schrauben bekommen. Die Masse kommt allein über den Kompaktstecker. Es kann aber sein, dass der "übige" Kontakt zurück in den Kabelbaum führt, dann aber wieder zum Kompaktstecker führt und endet. Damit wäre der Anschluss an der Schraube wieder ok. Vielleicht einfach mal das Kabel zum anderen Ende verfolgen.

    Matze genau wie Tim geschrieben hat, im Brief standen alle Angabe außer der Halter und das Erstzulassungsdatum drin.

    Danke! Es kommt mir wieder in den Sinn, dass in den "alten" Papiere (Brief und Schein) noch eingetragen oder geändert wurde, die "neuen" (ZB Teil 1 + 2) werden ja neu ausgestellt bzw. nur wenig eingetragen. Habe wohl einfach zu lange meine KFZ-Briefe nicht mehr in der Hand gehabt, zuletzt vor mind. 8 Jahren.


    Ich denke er meinte eher den Blanko DDR Brief nicht den Bundesdeutschen.

    Dem aufmerksamen Leser fällt auf, dass es hier vornehmlich um die Last Edition des Trabant 1.1 geht. Und da gab es schon länger keine DDR-Briefe mehr. :rolleyes:

    Da muss es aber dann auch wieder Unterschiede gegeben haben, das Fahrzeug was mir vor ein paar Jahren bei uns angeboten wurde, hatte einen Blankobrief.

    Da ich noch nie mit einem Neuwagen zu tun hatte, erlaube ich mir die Frage, wie ein Blankobrief aussieht/aussah? Nur das Papier ohne jegliche Eintragung oder nur mit fahrzeugspezifischen Eintragungen?


    Im übrigen stammen die Unterlagen, auf die ich mich beziehe von einem bei Allkauf im August 1996 erworbenen Fahrzeug. Ich selbst habe vielleicht dieses Fahrzeug (?) im Verkaufsraum damals gesehen und bestaunt.

    Was auch immer eine "Depotfahrzeugregelung" genau sein soll!? Für die Last Edition gab es auf jeden Fall eine spezielle Regelung aufgrund der Reimport-Problematik. Im übrigen haben die damals aktuellen Regelungen gegolten, wobei in der Ausnahmegenehmigung die Abweichungen benannt sind.

    Die 444 wurden damals über die zu diesem Zeitpunkt gültige Depotfahrzeugregelung zugelassen, die die Erstzulassung mit dem Baujahr gleichsetzte und so entsprechend nur die zum Zeitpunkt des Bj.(also die von 1991) gültigen Bestimmungen eingehalten werden mussten.

    Die Last Edition wurde nach §21 StVZO zugelassen, wobei die Sachsenring Automobiltechnik GmbH eine fahrzeugspezifische Ausnahmegenehmigung hatte, die wiederum bei dem Gutachten berücksichtigt wurde. Ein Fahrzeugbrief wurde zusammen mit dem KFZ nicht ausgeliefert. So geht es aus Schreiben von damals hervor.

    Klar, sind Maße identisch. Es wurde ja auch nur der Stoßdämpfer gemessen, d.h. als Federbein oder Einzeln spielt keine Rolle. Die Unterschiede liegen im Stößdämpfergehäuse, der Feder selbst und in der Federhülse. Hier sollte man aufpassen, was man kombiniert. Wenn das Federbein nur komplett getauscht wird, sollte man wenigstens die Federklassifizierungen beachten. 1.1-Kombi ist härter als 601-Kombi usw.