Unterbrecherzündung einstellen

  • Hallo, ist hier jemand aus dem Raum Darmstadt, Frankfurt a. M. der mir bei der einstellung helfen kann, bzw. bei meinem Trabi diese wieder gescheit einstellen kann. Ich habe ihn mitlerweile knapp 22.000km in den letzten beiden jahren bewegt und nun will er im 3. und 4. gang nichtmehr wie 70-80 km/h laufen. Vergaser wurde komplettzerlegt, gereinigt, neu abgedichtet, daran kann es nicht liegen.


    Ich suche dringend hilfe, bin auch für werkstatttipps hier im umkreis dankbar.


    mfg

    -= Vorwärts immer, Rückwärts nimmer ! =-

  • läuft er evt. nur auf einen Zylinder? Öffnet evt. ein Unterbrecher nicht mehr? Bei den Unterbrechern nutzt sich der Stößel der auf dem Nocken läuft ab. Evt. keine Schmierung durch trockenen Schmierfilz?


    Zündung könnte ich einstellen.... bin aber zu weit weg....

  • gute frage, ich habe leider überhauptkeine ahnung... hab mir sogar schon ne komplett neue Unterbrecherplatte bestellt.. einbau usw wäre ja nicht das problem, eben nur die einstellung :(

    -= Vorwärts immer, Rückwärts nimmer ! =-

  • Ist deiner noch 6 Volt oder schon 12 Volt? Evt. wäre bei dir dann der Umbau auf eine elektronische Zündung sinnvoller da wartungsärmer.... gibt es unter Umständen auch für 6 Volt.


    Zum einstellen einer Unterbrecherzündung brauchst du eine Zündeinstelluhr und eine Spreizvorrichtung für den Fliehkraftversteller und eine Fühlerlehre mit 0,4mm für den Kontaktabstand.


    In einen Trabant aus Innsbruck habe ich vor 9 Jahren solche Unterbrecher mit Pertinaxfuß eingebaut und die Zündung eingestellt. Dieses Jahr im Mai habe ich die Zündung wiedermal kontrolliert. Der Kontaktabstand und die Zündeinstellung hat sich in den 9 Jahren überhaupt nicht verändert....


    http://www.project601.com/Ersa…320-3/7-Pertinaxfuss.html



    eine passende elektronische Zündung für 6 Volt wäre diese hier:


    http://www.project601.com/Ersa…endung-6V-2-Zylinder.html

    enjoy the silence

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Andi ()

  • er ist schon 12volt

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  • Mittelfristig erscheint es sinnvoll, sich in diesen Dingen autark von irgendwelchen Werkstätten oder anderen Ahnungslosen zu machen.


    Meßuhrset + Prüflampe ergänzt durch 2x Üben unter Anleitung inkl. Erfolgserlebnis = Unabhängigkeit.


    Alles andere ist halbgar.....

  • Heute wollte ich die Zündung überprüfen, dazu als erstes den Kontaktabstand der Unterbrecher.

    Ich stelle einen Kolben auf OT,

    setze dann die Spreizvorrichtung auf und arretiere mit der langen Schraube,

    dann drehe ich an der Spreizvorrichtung nach rechts auf Anschlag,

    müßte sich jetzt nicht der Abstand eines Unterbrechers auf die 0,4mm vergrößern ?

    Oder habe ich einen Denkfehler ?

    Einen guten Start in die Woche :winker:

    Trabant - seit 1958 ohne Rückruf

    und auch den Elchtest bestanden

  • Ich stelle einen Kolben auf OT,

    setze dann die Spreizvorrichtung auf und arretiere mit der langen Schraube,

    dann drehe ich an der Spreizvorrichtung nach rechts auf Anschlag,


    müßte sich jetzt nicht der Abstand eines Unterbrechers auf die 0,4mm vergrößern ?

    Du fängst mit Z1 an, auf OT und bei auf gespreizten Fliehkraftversteller 0,4 Kontaktabstand. Analog dazu Z 2.

    Biete Serienmotoren, Sportmotoren, Rennmotoren, Sport-VSD, Vergaserumbauten, Regenerierung Drehschieberflächen, Gehäusereparaturen, Aluschweißen, Sandstrahlen mit verschied.Material auf Anfrage

  • Ist es nicht egal, ob ich erst spreize und dann auf OT stelle oder erst auf OT stelle und dann spreize ?

    Und müßte sich der Kontaktabstand beim Spreizen nicht vergrößern ?

    Oder warum wird gespreizt ?

    Wo klemme ich die Prüflampe am Unterbrecher an ? An den Blechstreifen zum Kondensator ?

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    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von Atomino. ()

  • Das Spreizen verändert die Position des Nocken in Drehrichtung, also den Zündzeitpunkt.

    Nicht aber die Höhe vom Nocken.

    Das Spreizen wird gemacht um den Zündzeitpunkt bei voll ausgefahrenen Fliehkraftgewichten einzustellen. Weil die Gewichte bei ca. 1500 umin raus sind auf Anschlag.

    Aber ja, wenn du den Spreizer nicht gleich aufsetzt verdrehst du den Nocken nicht in die Richtige Position und damit stellst du den Abstand quasi nicht da ein wo er sein müsste.

    Bei den 500er und ersten 600er gabs keine Gewichte und da musste dann auch nix gespreizt werden.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von TV P50 ()

  • Erst Kontaktabstand auf die 0,4, dazu drehst du den Nocken einfach so, dass der Unterbrecherhebel einfach auf der Erhöhung des Nockens steht, das sind einige Grad, also nicht so genau nehmen. Dann genügt es, ohne Spreizung einfach auf 0 mm vor OT, also einfach denn ZZP auf OT stellen. Das hat den Effekt, dass du so ziemlich genau die 4mm vor OT hast, wenn die Fliehgewichte öffnen.

  • Hallo,

    während meiner Lehrzeit 95-99 hatten wir während der praktischen Ausbildung in der Lehrwerkstatt eine blaue 601 Limousine mit 6V.

    Da die Batterie hinüber war, hing er wenn daran gearbeitet wurde am Ladegerät.

    Als es an das üben der Zündeinstellung ging, hatte ich die "Ehre" das zu tun, der Lehrer meinte er hat berechnet das ohne den Aufspreizer der ZZP bei OT einzustellen ist, mir war das recht ohne das Gefummel.

    Es galt Plus/Minus 1/10 mm Abweichung des ZZP einzuhalten.

    Die 4/10 Unterbrecherabstand hatte ich auf den höchsten Nockenpunkt eingestellt, dann den ZZP auf OT.

    Der Lehrer war beim Nachprüfen mit des Kontaktabstandes und des ZZP zufrieden, da nur eine Abweichung von 1/100mm auf beiden Zylindern vorhanden war, gab es eine 1.

    Ein Oldtimer ist wie die Freundin Deines besten Freundes, Du kannst Sie ansehen, ja bewundern aber bitte nicht berühren!

  • Der Koll. Fahrfusshebel war schneller... - vereinfacht gesagt kannst Du die 0,4mm auch ganz einfach einstellen, nachdem der Unterbrecherhebel auf dem Nockenberg steht - also dort, wo er beim (händischen) Durchdrehen des Motors sichtbar am weitesten abgehoben/geöffnet hat. Aufspreizen ist eigentlich erst für den Zündzeitpunkt erforderlich.

    Es kommt allerdings auch vor, daß man mit korrekt voreingestellten 0,4mm den ZZP nicht eingestellt bekommt, weil die Langlöcher in der Grundplatte dazu nicht ausreichen (auch trotz neuer Unterbrecher nicht). Das kann verschiedene Ursachen haben, z.B. Toleranzen an den verschiedenen Bauteilen (bis hin zu einer versetzt zusammengepressten Kurbelwelle). Man kann ggf. versuchen, sich mit Erweitern der Langlöcher zu behelfen. Ich hatte aber auch schon Motore, wo man wohl oder übel mit dem U.-Abstand nachstellen mußte. Normal gut angesprungen und gelaufen sind die aber trotzdem...

    Und ja - Prüflampe an die Alubrücke (und Masse natürlich ;)).

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von fahrgast ()

  • Aber ja, wenn du den Spreizer nicht gleich aufsetzt verdrehst du den Nocken nicht in die Richtige Position und damit stellst du den Abstand quasi nicht da ein wo er sein müsste

    Mir ist schon klar, daß ohne spreizen die Einstellung des Unterbrecherabstandes nicht stimmt.

    Nochmal, eine meiner Fragen war:

    Ist es egal, ob ich erst auf OT stelle und dann spreize oder erst spreize und dann auf OT stelle.

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  • Nochmal, das Spreizen hat nichts mit dem Kontaktabstand zu tun.


    Gruß

    Benjamin

    Fährt und schraubt gern IFA *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* :love:

  • Wenn du die Spreizvorrichtung verwendest mußt du den korrekten ZZP einstellen ca. 4mm vOT!

    Probier es mal ohne die Vorrichtung, stelle den Unterbrecherabstand 0,4mm einfach auf den höchsten Nockenberg ein, und den ZZP genau auf OT ein.

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    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von oldtimerfreund ()

  • Die 4/10 Unterbrecherabstand hatte ich auf den höchsten Nockenpunkt eingestellt, dann den ZZP auf OT.

    Dann kann man sich das ganze mit dem Spreizen also sparen :gruebel::hä:

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  • Ja, aber nur wenn du den ZZP ohne die Vorrichtung auf OT einstellst!!!

    Sobald der Motor ca. 1500 U/min erreicht, springt der ZZP durch die Verstellmechanik auf ca. 4mm vOT.

    Schön zu beobachten wenn du mit einer Stroposkoplampe abblitzt.

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