Historie aus DDR Zeiten ermitteln

  • mIch würde gerne zu meinem P50/2 die DDR Vergangenheit ermitteln . Leider habe ich zu dem Fahrzeug keinen Brief . Er kommt Augenscheinlich aus Rostock . Das Kennzeichen lautet AJ 73- 84 . Ist es von Euch schon mal jemanden gelungen nur über Kennzeichen und Fin etwas über die Vergangenheit eines Autos zu ermitteln gibt es aus der Wendezeit noch Daten bei den Behörden . Das Auto wurde nach der Wende hier im Westen verkauft . Durch Ersatzteile und Farbdosen die im Kofferraum lagen muss das nach August 88 gewesen sein . Für Tips wäre ich Euch Dankbar

  • Ein Weg wäre du sprichst den Menschen an von dem du ihn hast. Wenn der ihn legal erworben hat und sich auch noch erinnern kann von wem er den hätte dann bist du schon ein Stück weiter. Wenn er noch öfter den Besitzer gewechselt hat mußt du das Spiel fortsetzen. Mit viel Glück und viel Aufwand kommst du zu den Wurzeln des Autos.

    So habe ich es bei dem Motorrad meiner Großeltern gemacht und war Erfolgreich bei der Suche. Da war es nur umgekehrt. Ich wusste durch meine Schwester lediglich den Namen des Käufers der das Motorrad meiner Oma 1972 abgekauft hatte.

    Ich wünsche dir viel Erfolg.

  • Ich habe das Auto von der Witwe des Käufers hier im Ort . Auto auf der Straße gekauft 30 Jahre in die Scheune Käufer tot Brief verschollen . Das ist eben das Problem . Meine Hoffnung ist das es vielleicht im Osten aus der Wendezeit noch Unterlagen zu der Zeit gibt wo man vielleicht über Kennzeichen und Fin etwas Licht in die Sache bringen kann . Ich habe natürlich mit der Witwe einen Ordentlichen Kaufvertrag mit Zeugen zur Geschichte . Vielleicht taucht der Brief ja doch noch auf wer weiß

  • versuche doch mal mit Bild und Kennzeichen bei Kleinanzeigen jemanden zu suchen der den Besitzer eventuell kennt.


    Chance is gering, kostet aber auch nix ;)

  • Die einzige Chance ist, sich an die Zulassungsstelle zu wenden wo er damals zugelassen war. Sollte diese noch ein pysisches Archiv im Keller haben, kann man möglichweise etwas erfahren.

    Problem wie so oft heute, die Datenschutzgesetzte. Einfach so hingehen und Namen und Adressen erfahren ist praktisch unmöglich.

    Wenn du das alte Kennzeichen hast, finde die dazu passende Zulassungsstelle und dann rufe da an und frage deine Möglichkeiten ab.


    Alles andere kannst du dir schenken. Die Vorgänge aus der Wendezeit sind zum Großteil Pre-elektronisch und so kann man nur Glück haben, wenn etwas eingelagert und nicht schon im Schredder gelandet ist.

  • aber mal ganz ehrlich, Datenschutz und Co mal außen vor. Ich glaube nicht das jemand bei den Behörden den Hintern ins Lager bewegt um solche Daten zu suchen. Wir kleinen Leute sind denen doch meistens egal ;-)

  • Warum nicht? Wenn man da freundlich und höflich fragt, hab ich bisher noch immer eine (wenn auch nicht immer zielführende) Auskunft erhalten.

    Behördenmitarbeiter sind doch nicht per se alle faul:?:

  • na faul würde ich nicht behaupten. Nur manche sind steif, und bequem. Und beides passt nicht zu solchen "gefälligkeiten".

    Aber auch da hat jeder seine eigenen Erfahrungen. Ich erriner mich noch an mein letztes Mal auf der zulassungsstelle...

  • Dann werde ich mal mein Glück versuchen und nächste Woche mal in Rostock anrufen . Erstmal muss ich ja mal einen Kontakt haben dem ich Gegebenenfalls Unterlagen schicken kann . Die Suche nach alten Daten die vor dem Zeitalter der Digitalisierung liegen sind denke ich wegen dem Aufwand nicht gerne gesehen . Es ist nunmal Arbeit die der Behörde nichts bringt . Uns als Sammler ja nunmal Interessiert. Mal sehen ob das über die Entfernung klappt mal eben hinfahren fällt leider aus .

  • Ich habe da ein Beispiel aus einem Erbfall.

    Es ging um eine Anerkennungsurkunde für eine Vaterschaft.

    Ich hatte diese Urkunde und wollte herausfinden ob die im entsprechenden Amt auch noch existiert. Welches Amt das war stand ja auf der Urkunde.

    Also rief ich im Amt Berlin-Pankow an und schilderte den Sachverhalt, dass ich Urkunde xy suche und fragte ob diese noch existiert.

    Ich wurde gebeten 2 Tage später nochmal anzurufen.

    Gesagt getan und tatsächlich wurde mir dann bestätigt, dass die Urkunde noch im Keller im Archiv liegt und gegen Gebühr und Vorlage entsprechender Legitimation (die wäre als notarielle Vollmacht vorhanden gewesen) in Augenscheingenommen werden kann und etwige Kopien gezogen werden können.

    Die Urkunde wurde 1970 ausgestellt.

    Damit war dann klar, dass auch die Gegenseite Zugriff auf diese Urkunde erlangen kann und so eine Strategie auf dieser Linie nicht möglich ist.


    Insofern ist der Anruf immer der erste Weg. Je nach dem ob das Auto jemals abgemeldet wurde. Da gibt es ja viele die das nie gemacht haben und theoretisch die Autos heute noch eine (nun ungültiige) DDR Zulassung haben.

    Gerade Fahrzeuge von Flüchtlingen oder Übersiedlern haben oft nie eine Abmeldung bekommen.

  • und was passiert wenn die nie abgemeldet wurden?

    Rein theoretisch sind die doch inzwischen zwangsstillgelegt weil ja im Normalfall keine Steuern und Versicherungen gezahlt worden oder hab ich nen Denkfehler?

  • Ja so in etwa.....von Amts wegen stillgelegt, nur eben ohne entsprechenden Eintrag in die Fahrzeugpapiere und ohne entsiegeln der Kennzeichen. Im System werden die so festgehalten, aber eben auch nach gewissen Zeit gelöscht.

    So wie das heute auch noch gemacht wird.


    Daher kann man bei sowas nur noch auf (analoge) Archive setzen in denen möglicherweise noch etwas liegt. Auf EDV wird es da nichts mehr geben.

  • Erstmal Danke für euer Interesse . Also um die Legalität des Eigentums und des Kaufes mache ich mir echt keine Sorgen . Der Westdeutsche Käufer war ein Selbständiger Versicherrungsmakler hier aus dem Ort ,sein Hobby war kaufen und horten was ihm in die Finger kam . Autos hatte er über die Jahre viele gekauft und einfach nur eingelagert für später . Nur ist für ihn kein später mehr daraus geworden . Seine Frau und sein Hausmeister lösen nun nach und nach den Bestand an Fahrzeugen , Baumaterialien und Immobilien auf . Da er irgendwie immer nur gehortet hat findet man vieles nicht was zusammen gehört . Es ist immer noch möglich das in irgend einem Schrank der Umschlag mit den Papieren liegt bei anderen Autos lagen sie einfach auf dem Sitz . Mein 600 Kombi ist damals 91 erst in Aachen in einem heute nicht mehr existierenden Straßenverkehrsamt abgemeldet worden er hatte auch noch bis zum Schluss die DDR Zulassung. Hier habe ich zum Glück alle Papiere .

  • Jedenfalls war er zu DDR-Zeiten mit dem Kennzeichen als Fahrzeugart 2 (PKW) in der Stadt Rostock bzw. im Kreis Rostock-Land zugelassen.

    Sagt der DDR-Kennzeichenschlüssel...

  • Das ist auch alles was ich darüber weiß. Ja und das das Fahrzeug mit Sicherheit Ende 88 neu lackiert wurde im Kofferraum lagen einige neue Farbdosen gestempelt am Boden 08,88

  • Trabijeck kannst du noch einige Bilder von deiner Murmel beisteuern?;)

  • Habe gerade auf dem Gerät nicht mehr drauf . Bj.06/07.62 Fin 6220223 . Mehr ist leider aktuell nicht bekannt. Er steht trocken und wird mein Projekt für die Rente . Wenn ich was sehe was ich für das Fahrzeug brauchen kann wird das schon mal ein gelagert . Aktuell hat der 6oo Kombi Vorrang

  • So Aktuell aus Rostock für Unterlagen die älter sind wie 7 Jahre kann kein Strassenverkehrsamt Auskunft erteilen . Das geht nur noch über das Kraftfahrtbundesamt . Das kann man aber beim Örtlichen Strassenverkehrsamt in Auftrag gegeben . Mit der Fin können die nichts mehr finden hat die nette Mitarbeiterin wenigstens mal versucht . Somit werde ich das dann mal hier auf dem Amt versuchen zu lösen .

  • Das stimmt so nicht unbedingt.


    Die Behörde möchte keine Auskunft geben, in einigen Zulassungsstellen gibt/gab es sehr wohl Archive (teilweise auf Microfiche), und auch dort gab es Möglichkeiten.


    Leider ist Rostock so modern, dass sich dort nichts mehr finden lässt, zweitens ist die ehem. Zulassungsstelle Rostock-Land 1994 im Herbst nach DBR umgezogen, wo es m.W.n. kein klassisches Archiv gab, und gehört jetzt zum Landkreis Rostock mit Kreishauptstadt Güstrow.


    Die Wahrscheinlichkeit geht gegen 0.


    Außerdem wurde beim Transfer innerhalb des Bezirkes nicht zwangsweise auch ein neues Nummernschild vergeben.


    Da wird wenig bringen.

  • Auskunft aus Rostock ich wurde im Hause weiter vermittelt . Bei allen Vorgängen älter wie 7 Jahre sind sie ausen vor wird im System gelöscht und kann nur noch über das Kraftfahrtbundesamt geklärt werden . Sie selber haben da keinen Zugriff mehr drauf . Kenne ich so hier aus dem Westen schon länger .