Mit dem Trabant nach Tschernobyl und der Nahtod eines 601

  • er hat doch geschrieben das er die schweißstellen sauber gemacht hat, heißt für mich rostfrei. Und dann bringt das durchlaufen lassen eine kleine Schutzschicht zwischen den falzen.


    Und ich schreib nix von so macht man es perfekt, aber so kann man das bisher versäumte noch etwas verbessern.


    Schweißprimer ist ne feine Sache, nur wissen viele nicht wie man den anwendet. Kenne Leute die schweißen die Teile fertig, und machen dann den Prime drüber... quasi sinnbefreit, aber sie sind eben beratungsresistent.

  • Von Schweißprimer halte ich auch nichts.

    Ich habe nach dem Schweißen der Bodengruppe(alles Neuteile) die Hohlräume komplett voll mit Grundierung gehabt (knapp 80 Liter). Da ist in allen Ritzen Grundierung. Hinterher abgelassen und mit Staubsauger zwangsgetrocknet.

  • Und was bringt das? Im Werk haben die das auch so gemacht und wie sehen die Kisten heute aus?


    Letztendlich Life kannst du es machen wie du lustig bist. Aber weil du auch gefragt hast, musst du auch mit den Antworten leben.

    Es soll auch nur Hilfestellung sein, die aus Erfahrungen aus Jahrzehnten Trabant resultieren.

    Es sieht schon ganz ordentluch aus was du da machst, aber es geht eben mit wenig Aufwand noch deutlich besser.

    Des Weiteren bewahrt es dich vor Frust in wenigen Jahren.


    Wie schon erwähnt wurde, ist auf dem schwarzen Zeug kein dauerhafter Lackaufbau möglich. Da kann der Lacker noch so gut sein.

    Die Empfehlung geht dahin (wenn es denn jetzt noch möglich ist), das Schwarze soweit es geht komplett zu entfernen.

    Besonders wichtig im Bereich der Dome, da es da dreifach überlappt ist und als erstes fröhlich gammelt.


    Du brauchst auch nicht beleidigt sein. Dir will keiner was böses. Der Großteil hier ist erwachsen und hat kein Interesse an Beleidigen oder Verunglimpfen.

    Es sind alles nur gutgemeinte Ratschläge, auch wenn der Eindruck entsteht das es nicht immer optimal/perfekt/angemessen kommuniziert wird.

  • es gibt ja nunmal viele Wege ein Auto zu reparieren, den richtigen, den haltbaren, den falschen, den übertriebenen ;-) .

    Ich persönlich denke wenn er in dem Bereich alle Farbe entfernt hatte, kann man es jetzt noch verbessern indem man in die Schweißnähte erstmal rostschutz laufen lässt, wenn das trocken ist dann nahtabdichtung, decklack, und dann Konservierung.


    So habe ich es damals bei meinem heckblech gemacht, das ganze im winter und es ist bis heute, 7 Jahre später, noch kein Rost dranne, und er lief danach noch 1-2 Jahre im Alltagsbetrieb...

    Und genau so wird es auch gemacht! 👍🏻

  • Ich finde es gut das du ihn wieder auf die Straße bringst, Fehler macht man halt aber Hauptsache man lernt daraus.

    Zum Schweller usw schweißen: Es ist schonmal gut das du dabei die Passgenauigkeit der Tür kontrolliert hast allerdings wird an solchen Stellen das Fahrzeug auf den Boden gestellt da es sich auf der Bühne immer leicht verbiegt. Das ist bei fast jedem Auto so, merkt man schon daran das wenn man die Türen auf einer Bühne öffnet/schließt es immer anders als auf dem Boden geht.

  • Da ich gestern bis spät Abend mit Arbeiten an meinem kleinen beschäftigt war kam ich leider nicht dazu die Geschichte fort zu setzen.😅

    Heute Abend geht es weiter.


    Ich schreibe aber gerne mal etwas zu dem Trip den ich vorhabe.

    Der Grund der Reise ist für mich ein einfacher. Das Verlassen der „Komfortzone“ welches ich immer mal brauche um bei mir selbst zu bleiben. Aus diesem Grund werde ich auch alleine fahren. Der östliche Teil Europas bis rein nach Russland scheint mir auch eine passende Kulisse für mich und meinen kleinen Gefährten zu sein. Die Planung sieht so aus. 1. Ziel Tachernobyl mit Reise in die Sperrzone. 2. Ziel Moskau. 3. Ziel Litauen. Und dann irgendwie zurück.


    Und das war es auch schon. Alles andere wird sich ergeben. Ich kann kein Wort russisch. Und auch das Ersatzteilkonvolut welches mit auf Reisen kommt wird sich übersichtlich gestalten.


    Sollten Probleme auftreten, bewältige ich sie schon irgendwie.😜


    Ansonsten ist der Traban dann ein kompletter Neuaufbau weswegen ich mir technisch nicht allzu große Sorgen mache.


    Das war erstmal die grobe Zusammenfassung.


    ich wünsche euch allen einen schönen ruhigen Sonntag.🙂

  • Hut ab........... ;)für dein Vorhaben drücke ich dir jedenfalls die Daumen.

    Und was du da machst kann sich auf jeden Fall schon mal sehen lassen , da gibts andere die Bruzeln schlimmeres zusammen. Wenn du das mit dem Schutzlack noch lösen kannst ist es ja okay , beim nächsten mal weist du dann bescheid.:)

  • So liebe gleichgesinnte.:)


    Weiter gehts im Text.

    Nachdem die Radhausschale drin war ging es an das einpassen der Stehwand. Da es sich ja um ein Originalblech handelt war die Sache nicht sehr schwierig. Das übliche messen, gucken, Motorhaubenspalt prüfen, Lochen und Bohren wie ein Weltmeister und irgendwann den Mut zusammen genommen für die ersten Schweißpunkte.8o


    Soweit so gut. Nach dem ersten Anhalten und fixieren der Brille sah das

    ganze schon wieder mehr nach Auto als nach Würfel aus.:thumbsup:



    Nach weiteren endlosen Stunden Anpassen, Löcher bohren, schleifen und Schweißen war nun auch die Brille an ihrem angedachten Platz inclusive neuer Einschweißbleche für die Ecken. Mit einer endlich passenden Haube und den probeweise vormontierten Pappen war mein kleiner offiziell wieder aus dem Koma erwacht und dabei wieder ein vollwertiges Automobil zu werden.:love:


    Nach 3 Wochen täglichem Durchbrutzeln, Bleche schneiden, flexen und schleifen dankten es mir meine komplett malträtierten Hände einen Tag mal vom Blech fern bleiben zu dürfen und zur Abwechslung mal einen Schraubenschlüssel zu halten. Die Achse wartete in diversen Einzelteilen darauf auf ihre bevorstehende Hochzeit vorbereitet zu werden.


    Also los gings. Der Hilfsrahmen musste natürlich ein neuer werden und wenn schon denn schon komplett entlackt und frisch lackiert. Das Lenkgetriebe war noch zu verwenden. Wurde nur ordentlich gereinigt und mit einer neuen Manschette und Fett versehen. Von den äußeren Spurstangen war eine völlig tot weshalb ich auch gleich von vulkanisierten auf anständige Kugelgelenke umrüstete. Ebenso wurden alle Manschetten und das darin liegende Fett erneuert. Natürlich ebenso die Querlenker inclusive aller Buchsen. Die Blattfeder hatte beim Unfall keinen abbekommen und stellte mich immer sehr zufrieden weshalb ich sie wieder verwendete. Natürlich nicht ohne sie vorher einer intensiven Reinigung zu unterziehen. So wurde alles was noch gut war wieder verwendet und nur erneuert was kaputt war oder Spiel hatte. Das Ergebnis stellte mich zufrieden und steigerte meine Vorfreude enorm.^^


    nun denn, damit soll es erstmal gut sein für heute, denn auch dieser Tag endete erst vor einer Stunde nach weiteren 8 intensiven Arbeitsstunden an meinem kleinen. Ende nächste Woche muss er in die Lackierkabine. Und das schaff ich nur wenn ich jetzt richtig ranklotze.:saint:


    in diesem Sinne

    einen schönen Abend wünsche ich!:thumbsup:

  • nur ein Hinweis. Wenn die blattfeder einen abbekommen hat, hast du dir den lenkhebel am achsschenkel mal sehr genau angesehen? Ab und an haben diese Risse, und brechen dann einfach beim fahren. Nach einem Unfall steigt das Risiko natürlich.

  • "anständige Kugelgelenke"


    Die lassen sich vor allem ganz anständig reparieren.....

  • Von den äußeren Spurstangen war eine völlig tot weshalb ich auch gleich von vulkanisierten auf anständige Kugelgelenke umrüstete

    Wo hast du die her?

    Jetzt wo ich tot bin ist alles soviel leichter,
    ihr müsst alle aufstehen und ich schlaf einfach weiter.


    Nicht lange raten, recherchieren! Original-Trabant.de

  • nur ein Hinweis. Wenn die blattfeder einen abbekommen hat, hast du dir den lenkhebel am achsschenkel mal sehr genau angesehen? Ab und an haben diese Risse, und brechen dann einfach beim fahren. Nach einem Unfall steigt das Risiko natürlich.

    Die Blattfeder hat KEINEN abbekommen. Deswegen verwendete ich sie ja wieder.🙂

    "anständige Kugelgelenke"


    Die lassen sich vor allem ganz anständig reparieren.....

    Mutter ab, Ausdrücken, Mutter der Spurstange lösen, ab, Neue umgekehrt dran.😁

    Die vulkanisierten sind meiner Meinung nach ein absolutes Unding welche an kein KFZ mehr gehören.

  • sorry, irgendwie falsch gelesen.

  • Aha, und innen?

    Matt ist das neue Hochglanz
    Zwei Zylinder, zwei Takte und ein Mikuni: da geht was! :thumbsup:

  • Innen habe ich gelassen, die waren noch stramm und haben ja konstruktionsbedingt nicht so eine große Belastung wie die äußeren auszuhalten.


    Wobei, wenn man mal drüber nachdenkt mit ein wenig Geschick und den technischen Möglichkeiten man die Inneren ebenfalls zum Kugelgelenk umrüsten könnte. Das werde ich wohl mal versuchen.

  • Guten Abend.:)


    Ich bin nun seit 4 Wochen fast ununterbrochen mit dem Wiederaufbau beschäftigt und diese Woche fangen die Lackierarbeiten an. Zuerst alle losen Teile und zum Wochenende soll die Karosserie in die Kabine. Ein strammer Zeitplan aber bei den Fortschritten die das Projekt macht durchaus zu schaffen.


    Aber der Reihe nach.


    Nach der Achsmontage ging es natürlich den nächsten Tag gleich wieder an die Karosserie. Die hinteren Pappen waren dran. Die Demontage war knifflig und ich fing hinten rechts an. Die Pappe hatte einen anderen Farbton und ich hatte schon früher gesehen dass er auf der Seite mal einen Treffer gehabt haben musste. Natürlich ging die Pappe kaputt und ich riss den Rest einfach runter. Es kam eine marode Schwellerspitze zum Vorschein, wie sollte es auch anders sein:rolleyes: Eine halb erneuerte und löchrige Radhausschale sowie eine ziemlich demolierte und wellige Scheinwerferplatte erfreuten ebenfalls meine Augen.


    Ich musste wieder relativ viel Blech entfernen um auf gesundem ansetzen zu können.

    So sah das ganze dann nach 7 Std aus:sleeping:


    Am nächsten Tag arbeitete ich mich über die Radhausschale systematisch nach hinten durch. Insgesamt 2 Tage Arbeit um das alles wieder in einen einigermaßen vernünftigen Zustand zu bringen.


    Dann ging es an das montieren der vorderen Pappe. Nachdem ich den schwarzen Transportlack entfernt hatte folgte die Nahtabdichtung. Später noch Grundierung und eine ordentlich Portion Wachs aus der Dose. Später wird der Wagen noch komplett mit Sanders versiegelt. Nur so konnte man schonmal gewissenhaft alle Falze und Verbindungen erwischen.


    Ich muss vorab sagen, ich hätte nie gedacht dass die vorderen Pappen eine solche Arbeit machen. Der ganze Prozess, Sauber machen, entfetten, flicken, aufrauen, Löcher bohren, nieten und schrauben hat mich einen halben Arbeitstag gekostet, für nur eine Pappe.:rolleyes:



    Schlussendlich hat sich die akribische Vorarbeit aber gelohnt. Die Pappe sitz bombenfest an ihrem vorbestimmten Platz. 3 fette Kreuze!:thumbsup:


    und nun sind wir beim heutigen Tag angelangt.8o


    Die Stoßstange inclusive ihrer Halterplatten war dran. Ich hatte zum Glück eine helfende Hand. Und nach ewigem Anhalten, abmessen, markieren und nochmal messen wurden die Halte an ihrem Platz verschweißt.

    Ich finde das Ergebnis kann sich sehen lassen.:love:

    Wie man sieht bin ich fleißig dabei den Transportlack zu entfernen. Vielen Dank nochmal für den Ratschlag!:thumbup:


    Heute hat dann auch noch der rechte Kotflügel seinen Platz bekommen, Ich war aber dann so am Ende dass ich davon keine Fotos mehr gemacht habe. Ebenso von dem gerichteten Heckbereich. Das werde ich morgen nachholen während mein bester die ersten Teile zu lackieren beginnt.:thumbsup:


    Ich freu mich so auf die erste Fahrt...:love:

  • Anne

    Trabantwelt.de

    Die sind mindestens so groß wie früher bei meinem 7er BMW. Werden wohl also am Trabi ewig halten.😁👌🏻

    Versteh ich das richtig, dass du Spurstangenköpfe von Trabantwelt gekauft und verbaut hast?


    Wenn ja, hast du sie schon festgeschraubt?

    Jetzt wo ich tot bin ist alles soviel leichter,
    ihr müsst alle aufstehen und ich schlaf einfach weiter.


    Nicht lange raten, recherchieren! Original-Trabant.de