Lada Niva zulässige Anhängemasse

  • Hallo Allerseits,


    schon länger trage ich mich mit dem Gedanken, mir einen gebrauchten Lada Niva zu kaufen und damit meinen Ford Focus zu ersetzen.

    Der Focus trat recht positiv in puncto zulässige Anhängemasse auf: Ungebremst / gebremst sind es 670kg / 1400kg. Für ein Auto dieser Klasse schon super.

    Und vom Verhältnis her kenne ich es auch von anderen Autos: Masse ungebremst / gebremst = ca. 1 / 2.


    Bei der Recherche des Niva ist mir nun aufgefallen, dass dieses Verhältnis deutlich verschoben ist. Ungebremst darf man 400kg anhängen, gebremst 1490kg. Wodurch kommt dieses Missverhältnis technisch zustande? Liegt der niedrige Wert für den ungebremsten Anhänger an der Bremsanlage des Niva?


    Mir macht das den Niva gerade wieder ein wenig madig, da ich mit meinem leichten, ungebremsten Anhänger (750kg zul. Gesamtmasse / 100kg leer) relativ viel unterwegs bin zum Holz holen etc. Genau dafür wollte ich zukünftig eigentlich den Niva einsetzen.



    Grüße

    Benjamin

    Fährt und schraubt gern IFA *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* :love:

  • Ich denke es liegt sich primär an der Bremsanlage. Wenn man durchs Netz schaut, dann findet man AHKs für den Niva die man bis 1900kg belasten kann und das dann auch eingetragen bekommt.

    Also wird es kaum an der Konstruktion der AHK selber liegen.


    Insofern die Frage, wie oft wiegst du deinen Anhänger wenn er beladen ist? Wir weit sind die Strecken damit?


    Und am Ende würd ich mir von dieser kleinen Hürde nicht das Auto madig machen lassen.

    Wenn ich den Wagen wirklich will, dann besorg ich mir nen schönen gebremsten kleinen Hänger wie z.B. HP650, HP750, HP850. Die gibts alle mit relativ unkomplizierter mechanischer Bremse die praktisch ewig hält.

  • Bei mir eingetragen:


    Ungebremst 600kg

    Gebremst 1450kg


    Bis 8% Steigung 800/1900kg


    Die Erfahrung sagt mir, daß die Bremsanlge nicht mehr hergibt.

  • Du weißt aber nicht ob deine 600kg mal aufgelastet wurden? Welches Modell/Baujahr und ist sonst noch was verändert? Stammen die 600 vielleicht von der AHK?

  • Tja ich pack den Anhänger mit Holz voll (“Rohmaterial“ oder auch schon vorzerkleinert) und schaukel dann vom Wald über Feldweg nach Hause oder auch mal Straße 5, 6km. Ersteres wird mit dem Niva wesentlich entspannter gehen.


    Ich hab mir auf die Blech-Bordwände des Anhängers noch einen Aufsatz gebaut, damit ich statt der 30cm Innenhöhe auf 60cm komme. Beladen wird bis Oberkante. Wieviel die Fuhre letztendlich wiegt, hab ich keine Ahnung.

    Die Ladefläche hat 1x2m.


    Zweiter Einsatzzweck wäre Heu einfahren, da sehe ich beim Gewicht natürlich weniger ein Problem.


    Und am Ende würd ich mir von dieser kleinen Hürde nicht das Auto madig machen lassen.

    Wenn ich den Wagen wirklich will, dann besorg ich mir nen schönen gebremsten kleinen Hänger wie z.B. HP650, HP750, HP850. Die gibts alle mit relativ unkomplizierter mechanischer Bremse die praktisch ewig hält

    Den Anhänger möchte ich dennoch gern weiter nutzen, da er viel Ladevolumen bei geringer Masse bietet. Und zudem erst 5 Jahre alt ist.


    Bei mir eingetragen:


    Ungebremst 600kg

    Gebremst 1450kg

    Das sind nicht die “offizellen“ Werte. Wieso steht bei dir ein höherer Wert für ungebremst, aber dafür ein niedrigerer für gebremst drin? :/


    Du weißt aber nicht ob deine 600kg mal aufgelastet wurden?

    Aufgelastet sind das normalerweise 1900kg gebremst beim Niva. Das zieht sich laut meiner Recherche durch sämtliche Baujahre, nur die ganz alten hab ich nicht nachgeschaut.


    Gruß

    Benjamin

    Fährt und schraubt gern IFA *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* :love:

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  • Ich denke es liegt sich primär an der Bremsanlage. Wenn man durchs Netz schaut, dann findet man AHKs für den Niva die man bis 1900kg belasten kann und das dann auch eingetragen bekommt.

    Also wird es kaum an der Konstruktion der AHK selber liegen.



    Wenn ich den Wagen wirklich will, dann besorg ich mir nen schönen gebremsten kleinen Hänger wie z.B. HP650, HP750, HP850. Die gibts alle mit relativ unkomplizierter mechanischer Bremse die praktisch ewig hält.

    zum Thema Konstruktion der ahk, ich hatte das zweifelhafte Vergnügen an einem niva bj2018 mal eine solche zu verbauen. Die Technik ist immer noch absolut Russisch, mit Löchern durch die heckteäger bohren, und hier was anpassen und da was anpassen. Ich glaube bei lass arbeiten mit Toleranzen im 5cm Bereich...


    Und zum them ewig haltende anhängerbremsen, mir ist kein hp500 bekannt wo das zugrihr heute noch spielfrei ist, und dadurch ist die Funktion bei beladenen Anhänger natürlich nicht ganz so gegeben wie ab Werk gedacht. Das liegt natürlich zweifelsohne an der häufig vernachlässigten Pflege in den vergangenen Jahrzehnten... aber ändert nix daran das sie verschlissen sind...

  • Ich muß mich korrigieren!

    400/1490 und 600/1900 bis 8% sind richtig. Mein Niva ist Baujahr 2011, es ist einer mit langem Radstand, also der 5Türer.


    pf31.pappenforum.de/wcf/attachment/100872/


    Zu bedenken gilt aber, daß der Lange um die 200...300kg schwerer ist und die gleichen Anhängelasten hat wie der Kurze. Somit kann die Bremse nicht das alleinige Kriterium sein. Laut BA sind max 1500kg möglich.

    Von einem Händler habe ich vor 3 Jahren gehört, daß es für die (damals) aktuellen Neu-Nivä vom KBA keine zulässige Anhängelast mehr gäbe. Die wäre somit Null. Einzig noch eine Stützlast von 75kg für Fahrrad-oder Gepäckträger. Ob das noch immer so ist weiß ich nicht.

  • Ich hab mich auch vor 5 Jahren intensiver mit Anschaffung eines Niva (und dessen Derivate), gern auch jüngerer Herstellung, als Spielzeug für´s Alter, beschäftigt.

    Hatte auch mehrere in verschiedenen Baujahren/Verschleißzuständen in meiner Gegend zum angucken/probieren.

    Nach Recherche der Anschaffungs-/ Unterhaltskosten, hauptsächlich der Steuer/Jahr hab ich schnell umentschieden und einen grad vor der Nase befindlichen, recht günstigen Multicar M25 Bj. 84 gekrallt. Der ist ein bezahlbarer Klein-LKW.

    Wer entschleunigt und ohne AB/Schnellstrassen unterwegs sein kann, isses ideales Spass- und Arbeitstier mit erheblichen Ost-Schmackes.

    Ich würde nicht tauchen wollen, meiner subjektiven Meinung nach.

    Bei gleicher Umgebung lebt doch jeder in einer anderen Welt!


    Artur Schopenhauer

  • Naja, ob die Steuer 100€ oder 250€ jährlich beträgt (in der Liga müsste ein Niva BJ 2010 spielen) ist für mich eher zweitrangig. Die anderen Kosten (Betriebskosten durch Sprit, Öle sowie Reparaturen / Verschleißteile und Versicherung) sind Kosten, die jährlich mindestens um den Faktor 10 höher liegen - da geht die Steuer mit drin unter.


    Ein Multicar wäre für die beschriebenen Aufgaben zwar eine hervorragende Lösung, allerdings brauche ich auch noch ein Alltagsfahrzeug. Der Niva wäre beides, und unabhängig von seinen Kosten sicher günstiger als zwei Fahrzeuge gleichzeitig zu betreiben.


    Gruß

    Benjamin

    Fährt und schraubt gern IFA *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* :love:

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