IFA Camptourist CT 5, Baujahr 1976

  • Die Radbremszylinder waren noch Erstausstattung. Geprägt mit 06/76 - da hat nie einer irgendwas dran gemacht. Die M6-Schraube ging völlig problemlos auf.

    Selbst die Schlitzschraube für die Bremstrommel trägt noch Original-Grau.

    Die RBZ sind natürlich fest und Radlager gibt's bei der Gelegenheit auch neue, aber immerhin. 42 Jahre am Platz geblieben, die Teile...

    Und davon 21 ohne einen Meter gefahren zu sein.


    :top:


    Daß der rechte Stoßdämpfer an der Achse gar nicht festgeschraubt ist, dürfte wohl unter "Versehen" laufen. Schraube verloren, vermutlich. Aber das scheint schon länger so gewesen zu sein - die Verschmutzung ist so gleichmäßig, daß man fast meinen könnte, die haben das schon im Werk vergessen.

    Aber daß die Achsen bloß ein Ohr für die Dämpferbefestigung haben, finde ich merkwürdig. :hä:

  • Nicht ungewöhnlich, war an der ersten P50 HA auch und an der VA am Querlenker sowieso ;) oder am Moped ist es ja auch so.

  • Mal ein wenig weitergemacht, zwischenzeitlich.


     


    Der da ist gestern als Reklamation zurückgegangen. Ließ sich nicht entlüften. Nun dauert's wieder länger...



    Felgen sind auf der Schönheitsfarm, zwei neue Heidenauer stehen schon bereit. Ich hoffe, daß er bis Oktober eine HU und eine Zulassung hat.

  • Willst du damit Winter Camping machen?

  • Prinzipiell analog 601. Aber der Kolben ist anders - theoretisch zumindest. Die Kolben in den Anhänger-HBZ haben mehr Bohrungen.


    Das interessiert bloß keinen mehr - es wird bunt durcheinander verbaut, was grad kommt. Und selbst wenn man ausdrücklich einen HBZ für Hängerbetrieb verlangt, findet sich drinnen dann ein normaler Dreiloch-Kolben analog Trabant.

    Die Händler unterscheiden es auch nicht.


    Und dann gab es auch mal HBZ für Anhänger, die zusätzlich einen Stützring auf der Topfmanschette hatten.

  • Nach einer längeren Kunstpause wegen der Reklamation des Hauptbremszylinders ist nun die Bremse betriebsfähig.

    Sobald die Felgen vom Pulvern zurück sind werden die neuen Heidenauer aufgezogen und dann sollte einer HU nichts mehr im Wege stehen.


    Patina darf er vorerst behalten...noch ein bißchen reinigen und rundum mal aufpolieren, dann sollte das noch viele Jahre Freude machen.


       


    Die kleinen Risse an der Zugrohrmanschette sind die einzigen ihrer Art - der Rest sieht noch aus wie neu. Mal sehen wie lange...

  • Da bin ich immer froh, das die mechanische Auflaufbremse von meinem CT5-3 da recht wartungsfreundlich ist.

    Aber mich würde mal der bremsunterschied zwischen deinem und meinem interessieren.

    Neapel sehen und sterben-Tour 2012
    Ich war dabei!


    50 Jahre Trabant 601
    Die Jubiläumstour 2014
    Ich war auch dabei!
    :raser:

  • Mein QEK hatte Hydraulikbremse - das war soweit i.O. und wird hier kaum anders sein, denke ich.


    Mein 5-3er hat auch die Mechanikversion - und die ist natürlich weniger aufwendig. Allerdings - Hydraulikanlage einmal gemacht und mit Dot 5 befüllt ist auch eher unproblematisch.

  • Mein CT5 ist ungebremst.

  • Zu Ehren des 7. Oktober habe ich heute mal die Radkappen aufgemuffelt...


     



    Morgen die neuen Reifen auf die frisch gepulverten Felgen aufziehen lassen, dann kann er bald von den Böcken runter.



  •    



    Nur mit der HU hat es heute leider nicht geklappt. Und zwar deswegen:



    Der Prüfer (leider nicht mein Stammprüfer) meinte, die KK71 sei unzulässig. :hmm:

    Vermutlich eine Verwechslung...

    Aber er hat angekündigt, sich a.) nochmal zu belesen und seine Kollegen zu befragen sowie b.) morgen bei mir vorbeizukommen, damit ich nicht nochmal los muß, mit dem Anhänger. Das finde ich sehr anständig von dem Mann.


    Ich sag's mal so:
    Mittlerweile ist ein ganzer Teil der Prüfer nur noch reichlich halb so alt wie ich selber...und es ist immer etwas merkwürdig, wenn diese Jungs, trotz allen Engagements, uns diese altertümliche Technik erklären, die sie selbst nie benutzt haben und die für sie als exotische Ausnahme dreimal im Jahr vorkommt, während das für unsereins tägliches Geschäft ist.

    Ich war blöderweise thematisch absolut nicht vorbereitet und hatte auch keinerlei Quellen an Bord. Denn mit einem Problem an dieser Stelle hatte ich nicht gerechnet.

  • Die KK70 ist nicht für den Gebrauch an der AHZV für die Schraubenfeder zugelassen, gibt es also noch weitere Einschränkungen und auch für die KK71?

    Berichte mal bitte was raus kommt.

  • Die KK 70 ist nicht für die nach TGL 39445 hergestellten AHZV mit Kugelhalsdurchmesser >25 mm zulässig, da es zu Abhebeleffekten kommen kann.

    Zur KKK71 sind keinerlei Nutzingseinschränkungen bekannt. Was auch den sehr kurzen Produktionszeitraum der KK70 erklären würde.


    Alles davor und danach hatte über 10 Jahre Produktionszeit......

    Wozu Ventile? 0,6 EDS Hemi


    Seine Freunde nennen ihn Mossi, die Anderen sprechen nur vom "dicken Typ mit der Zigarre".


    www.trabant-original.de

  • Die Sache hat sich - wie vermutet - aufgeklärt. Ich bekam heute früh einen entsprechenden Anruf des Prüfers, der sich in Sachen KK70 / KK71 informiert hatte und jetzt den Unterschied kennt.


    Wenig später stand er bei mir auf dem Hof und hat die gestern begonnene §21-HU zu Ende geführt. Mängelfrei bestanden.


    In Sachen Service war das absolut vorbildlich, denn es ist nicht selbstverständlich, daß ein Prüfingenieur eine Wissenslücke einräumt und sich erstmal beliest, anstatt ein Fahrzeug offiziell durchfallen zu lassen. Und daß er dann beim Kunden vorbeikommt, ist ebensowenig selbstverständlich.

    Insofern hat er bei mir Pluspunkte gesammelt. :top:

  • Als sei die ganze Story dieses Anhängers noch nicht genug, setze ich jetzt noch eins drauf. :grinser:


    Vergangenen Donnerstag dachte ich so bei mir:

    Rufst mal spaßenshalber in Riesa auf der Zulassungsstelle an und fragst, ob es eine Chance gibt, daß der 1993 eingezogene DDR-Brief für den Hänger noch da ist. Ich geriet an eine überaus freundliche, engagierte Mitarbeiterin, die mir versprach mal nachzusehen. Viel Hoffnung machte sie mir nicht, da derzeit aussortiert wird und die Lagerfrist von 10 Jahren ja längst überschritten ist. Sie wollte das damals neu erteilte West-Kennzeichen wissen (das ich dank BRD-KFZ-Brief ja kannte) und notierte sich meine Telefonnummer.


    10 Minuten später (in Worten: ZEHN!) klingelt mein Telefon, mir wird erklärt die Akte sei gefunden und ob ich das abholen oder mit der Post zugeschickt haben möchte.


    Uff - ich war völlig von den Socken. :schock::staun:


    Und heute lag das da im Briefkasten:



    Fahrzeugbrief und Zulassungsschein. Wie neu. Nichtmal eine Eckle abgeschnitten oder so. Einfach ausgehändigt.

    Damit habe ich jetzt für das Gefährt alle Dokumente vollständig da. Ostbrief, Westbrief, demnächst EU-Brief, Versicherungsbescheinigungen, Steuerbescheide, Prospekte usw.


    Ich bin platt. :staun::verwirrt:

    Und ich freue mich. :grinsi:

    Demnächst mal noch das originale DDR-Kennzeichen nachfertigen (leider hab ich die Lettern nicht ganz komplett da) und dann steht dem Glück gar nichts mehr im Wege. :grinser:

  • WOW! Manchmal muss man einfach Glück haben! Ich freu mich für dich, Glückwunsch!



    MfG

    Matze

    Stets dienstbereit, zu Ihrem Wohl, ist immer der Minol-Pirol!