Schweissen - Bleche - Herstellung - Stärke (Blechdicke)

  • Mal eine allgemeine Frage. Man hat ja gelegentlich mal was selbst am Trabi zu schweissen. Braten tue ich nun schon seit Jahrzehnten, allerdings mehr Träger pp. Jetzt dachte ich, och, Blech muss ja auch gehen. Also mal eine Platte Blech 1,5mm hergeholt. Es soll ja halten. Nur, biegen konnte ich die ja nicht die Bohne. Dann ganz mutig 1.00 mm Blechplatte geholt. Geht auch nicht anzupassen??? Ähm, welche Blechdicke nehmt ihr denn? Mann muss dass Blech doch irgendwie anpassen??? Oder nehmt ihr ganz dünnes Blech in dünnen mehreren Lagen?

  • Da das Thema bei mir auch gerade aktuell wird:


    Ein befreundeter ehemaliger Karosseriebauer hat gemeint, man nimmt 0,8er Karosserieblech.
    Zum Formen nimmste Blechscheren und so spezielle Hämmer


    Scheißen geht wohl nur mit Schutzgas. Elektro auf Blech brät Dir nur Löcher rein

  • Es kommt immer auf das Werkzeug an, welches man zur Verfügung hat und auf das entsprechende Geschick.
    Bei dickerem Blech macht es sich beispielsweise gut, eine Abkantbank zu haben...
    Im Grunde reicht es zu, 0.8er Karosserieblech zu verwenden - wobei ich aktuell nicht weiß, ob für tragende Teile eventuell größere Blechstärken verwendet werden müssen. Ich denke, nachmessen (eventuell mit ein wenig Verrostzuschlag :grinser: ) ist hier angesagt, wenn Stellen zu reparieren sind.

  • Ich nehme immer 1,5mm Blech. Ab und zu mal 2mm, wegen der Haltbarkeit und Stabilität.

    Trimm Dich- fahr`Trabant :dafuer:

  • 1,0mm. Immer einlagig, was sollen mehrere Bleche übereinander. Das fault ja nur. Nur bestimmte Stellen 2 oder 3 lagig, dort wo es original ist.
    Wenn du damit nicht klarkommst, dann laß es besser und such dir jemanden dazu. Alternativ nimm erstmal nen kleinen Hammer und versuch mal ein bißchen Blech zu klopfen, damit du ein Gespür dafür bekommst. Blech kann man quasi mit der Zeit "fühlen".
    Zum biegen und verformen muß man schon ein bißchen Kraft, aber vor Allem Geschick aufwenden. Viele kleine Arbeitsgänge sind nötig (viele kleine Schläge mit kleinem Hammer machen`s statt der dicke Hieb).
    Das meiste läßt sich im Schraubstock biegen und aufm Amboß dengeln, solange nicht all zu viele Rundungen reinmüssen (was man beim Trabant Gott sei Dank wenig hat). Blech ist geduldigt und wenn man es richtig macht kann man erstaunlich viel formen.


    Das habe ich u.A. neu gemacht, mit 1.0mm Blech:
    Einen neuen Dachfalz incl. Innenblechen, die alte war quasi wech, knifflige Sache, aber selbst gemacht...
    Dauer: ca 3 Wochen. Je mehr Zeit du dir nimmst, umso besser das Ergebnis. Einiges an Blech habe ich zugegebener Maßen auch wieder verworfen und von vorn angefangen.

  • Ich nehme immer 1,5mm Blech. Ab und zu mal 2mm, wegen der Haltbarkeit und Stabilität.

    meinste nicht, dass das ein bisslchen zu viel des Guten ist?
    Formen kannste das dann wohl kaum noch, oder?


    Welche Blechstärke hat denn der Trabi original?

  • 2mm ist Unsinn. 1,5 schon grenzwertig.
    Mit 2mm kann man schon die Augen der [lexicon]HA[/lexicon] reparieren :zwinkerer:

  • @Heckmann:


    :top: Sieht gut aus!! Haste schön gemacht :winker:


    Aus erfahrung nehme Ich immer 1mm für Schweller und andere tragende Teile und stino 0,8mm Blech für alles anderes. Das reicht völlig aus..... wobei sich das 0,8mm ganz gut dengeln lässt, wenn mann das entsprechendes Werkzeug und "knowhow" hat!


    Wie gesagt, 2 lägiges Blech nur wo original 2 lagen ist und sonnst nirgendwo anders einbauen - gammelgefahr!! Und wenn schon, dann nachher schön mit dünnes Rostschutz oder lack behandeln, damit es zwischen den Blechlagen reinzieht!!

  • Naja, Heckmann, ist ja nicht jeder Karosseriebauer, so perfekt wird es das ganze wohl selten geben ....


    Ich suchte ja schon Karosseriebauer, hatte auch einen original aus Ostdeutschland stammenden Karosseriebaumeister,
    leider vertröstete er mich ca. 1,5 Jahre lang - Schnapps. Jetzt lebt er nicht mehr. Ein anderer hat Preisvorstellungen, die mich zweifeln lassen. ZB. will er für einen Schweller im Rahmen von Nachbarschaftshilfe 450 € haben, Arbeit bei mir, Schutzgasgerät von mir, Blech von mir :-(((
    Aktuell suche ich am P60 die Radkästen zu machen und die müssen leider gebogen werden :-((( Ach ist das alles ein Elend :-((
    besorge mir jetzt erst einmal eine 0,8er Bleckplatte

  • Ich nehm auch nur 0,8er-1mm Blech, das ganze dann schön mitn MAG-Gerät einschweißen und gut ist. Siehe hier


    Achja und Schweller gibt es doch genaug zu kaufen, wenigstens fürn 601er, wie es bei den früheren Modellen aussieht weiß ich nicht. Aber bevor du selber biegst lieber was rein was gleich paßt

  • Also ich nehme 1,5mm Blech unverzinkt, punkten mit Schutzgasschweißgerät und durchschweisen mit Autogen. Das 1,5er Blech lässt sich zwar schwer verarbeiten, aber laut meiner erinnerung waren die originalen Blechstärken 1,5mm zumindest beim P50 dachte ich dies. Vielleicht nicht an alles Stellen, aber ich kaufe mir nicht extra noch 3 Blechtafeln. Aber 2 mm würde ich nicht verarbeiten, schon wegen der doch schweren Umformung bzw. Anpassung des Bleches an die Karosserie.

    Ohne Arbeit früh bis spät,
    wird dir nichts geraten,
    der Neider sieht das Blumenbeet,
    aber nicht den Spaten!

  • Ich nehm auch 1,5mm unverzinktes Blech für tragende Teile (Schweller). Hab mir für meinen P50K die Seitenschweller und den Heckschweller aus 1,5mm Blech neu anfertigen lassen beim Metallbauer um die Ecke. Gestrahlt und innen gestrichen hab ich selbst. Geschweißt alles mit Mig/Mag.

  • Ich nehme für alle Blecharbeiten das 1mm Stahlblech, das ist völlig ausreichend. Weil die Stabilität kommt nicht nur von der Blechdicke, sondern von den Sicken und Abkantungen. Die originalen Reparaturschwellen die ich da liegen habe, haben auch nur eine Blechdicke von 1mm. Ein weitere Vorteil ist, das man ein 2x1m Blechtafel auf einen Durchmesser von 60cm rollen kann und sie somit problemlos in fast jedes Auto bekommt.
    Die Verarbeitung des Bleches ist auch nicht so schwer, das reicht es auch zu ein paar Blechscheren und den einen oder anderen "runden" Hammer zu haben. Wenn man etwas Geduld und Gefühl einsetzt und dann noch erkennt was das Blech bei den verschiedenen Einwirkungen macht, sollte es dann nach gewisser Zeit auch recht gut klappen.



    Carsten35


    Dein Nachbar will wohl aus Schei..e, Gold machen
    Ich hab mal vor drei Jahren in einer KFZ-Werkstatt für einen Schwellerwechsel, ohne das Material und Werkzeug mitbringen zu müssen, 210 Euronen mit Märchensteuer bezahlt. Das war zwar auch nicht das günstigste gewesen, aber was da dein Nachbar :dududu: