Probleme mit neuem Getriebe

  • Hi,


    da das alte Getriebe ziemlich undicht war und auch nicht klar war, wie viele km es schon runter hat, habe ich mir letztes Jahr (für ein Heidengeld in der einzigen Münchner Werkstatt, in der ich einen Mechaniker finden konnte, der den Trabi zumindest ein wenig kennt), ein Neues einbauen lassen. Das kam von trabantwelt.de und war natürlich nicht neu, sondern ein überarbeitetes, gebrauchtes.


    Nach dem die Pappe ein Saisonkennzeichen hat, kam das neue Getriebe erst dieses Jahr wieder richtig zum Einsatz - leider also viel zu spät für mögliche Reklamationen in der Werkstatt (welche - mal abgesehen davon - in der Regel sowieso für die Katz sind).


    Mein Problem jetzt: beim Schalten in den ersten oder zweiten Gang hakt das Getriebe manchmal, d.h. der Gang geht nicht rein. Manchmal hilft es, komplett stehen zu bleiben, manchmal hilft es auch, den Schalthebel festzuhalten und die Kupplung schon leicht kommen zu lassen. Da ich nicht schon wieder einen Batzen Geld in die Reparatur investieren kann, meine Frage:


    Woran köntne das liegen bzw. was könnte man da machen? Die Schaltkulisse ist komplett frei, da verklemmt sich nichts. Oder könnten das noch Einlaufschwierigkeiten sein, die sich im Laufe der Zeit legen?


    Danke schon mal!

  • Frage..... die Getriebe werden i.d.R. trocken geliefert. Ist Öl drinne? Wenn ja, welches?


    Es passiert immer mal, daß vor allem bei instand gesetzten Getrieben, bei denen alte mit neuen Teilen gepaart werden, es zum Hakeln beim Gangwechsel kommt. Das sollte sich aber mit der Zeit geben.


    Wer gelernt hat ohne synchronisation zu schalten, wird aber auch hier kaum Probleme haben.... speziell Drehzahlanpassung beim Schaltvorgang. Ich glaube in der BA steht sogar etwas zum Einfahren neuer Getriebe drin. Sollte man auch beherzigen.

    Wenn irgendein Teil in einer Maschine falsch eingebaut werden kann, so wird sich immer jemand finden, der dies auch tut.
    - 5. Murphysches Gesetz -

  • Ich würde mal die Kupplung etwas nachstellen. Vielleicht kommt die etwas spät.

  • Also die Kupplung (die auch neu ist) sollte passen, die kommt im Vergleich zur Alten ausgesprochen früh.


    Öl ist auch drin, keine Ahnung was die mir da genau reingekippt haben, ich werde aber noch mal den Ölstand überprüfen (gibt es da eigentlich eine andere Methode als die Sauerei mit der Ölstandsschraube, bei der Ölstand OK war, wenn dort die Brühe rausgelaufen kommt?).


    Ansonsten hat das Getriebe Winterpausenbedingt noch nicht annähernd 100 km runter...

  • Wenn die Kupplung "ausgesprochen früh" kommt, wie groß ist das Kupplungsspiel?
    Trennt die Kupplung sauber, d. h. lässt sich bei laufendem Motor und stehendem Fahrzeug der Rückwärtsgang geräuschfrei einlegen?
    (Kupplung treten, Gang raus, Motor starten (tuckert im Leerlauf), Rückwärtsgang einlegen)
    Wenn es "rrratsch" o. ä. macht, dann das Kupplungsseil kürzer stellen.


    Wegen Ölstand prüfen; es gibt nur diese Methode.
    Welches Getriebeöl; das sollte herausgefunden werden. Herkömmliche Schaltgetriebeöle sind ungeeignet. Neben dem Hydrauliköl HLP68 kann man alternativ jedes handelsübliche Automatikgetriebeöl (ATF) verwenden.


    LG


    P. S.: Du hast eine PN / Konversation

    -> --> 26 Jahre <-- <--

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  • Wie findet man raus, was für Öl drin ist? Am Geschmack? :-D Ich traue nur von mir höchstselbst erworbenem und eingefülltem HLP 68 und würde daher an Deiner Stelle auf jeden Fall das Öl wechseln, weil Du nur so sicher sein kannst, daß auch HLP68 drin ist. Die Wahrscheinlichkeit, daß die Werkstatt ein stinknormales und viel zu zähes Getriebeöl reingeschüttet hat, ist doch recht hoch.


    Gruß,
    Marlene

    Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.

  • Die Pfuschwerkstatt meines Trabbi-Voreigentümers hat (angeblich = lt. Rechnung) 75W-90 eingefüllt, damit ist bei mir der 4. immer gerutscht bei kaltem Öl. Seitdem ich die tiefschwarze Tunke gegen HLP68 getauscht hatte, funktioniert das Getriebe einwandslos.

    Edited once, last by Der_Ingenieur ().

  • Komm vorbei bei mir oder ich kann es mir vor Ort anschauen bzw. dir auch ein frisch regeneriertes Getriebe einbauen (Quelle vorhanden)! Werkstatt in München? Warst du bei Norman Anders www.oldtimerstation.de ? Öl HLP 68 habe ich auch da!

  • mein neues ( Regeneriert ) Getriebe war auf den ersten 100km auch ziemlich Haglich


    So, schaut aus als wenn es das gewesen wäre: nach dem wir bei dem herrlichen Wetter am Sonntag mal ein bisschen Kilometer machen konnten, flutschen die Gänge jetzt schon wesentlich besser rein und haken nur noch ganz selten, es dürfte wohl wirklich ein Einlaufproblem gewesen sein. Der Freilauf im Vierten funktioniert auch super, so dass das Öl auch passen sollte.


    Danke für die Hinweise hier!

  • "Sollte" wäre mir zuwenig. Wenn Du nicht sicher verifizieren kannst, ob da das richtige Öl drin ist, tauschs aus. Du sparst Dir im Falle des Falles eine Menge Ärger und im Fall, daß doch alles in Ordnung ist, hast Du halt ein paar Minuten Arbeit, ~1300 ml HLP68 und einen Dichtring investiert. Wäre meine Herangehensweise.


    Gruß,
    Marlene

    Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.

  • Schon, aber insbesondere bei einem Tauschgetriebe erkennt der Laie nicht unbedingt, ob es die nach - 86er - Gehäusekontur hat und bewaffnet sich besser mit etwas mehr Öl, als daß er dann feststellt, daß es doch nicht reicht ;-)

    Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.