Lack etwas matt und wellig nach neuer Lackierung (Orangenhaut?)

  • Hallo Community,

    Ich habe gestern und heute meinen Trabant neu lackiert. Das ganze habe ich erstmals selber probiert.. nunja ansich ist das ganze gar nicht soo schlecht geworden, jedoch lässt der Glanz zu wünschen übrig und manche Teile vom Lack sind etwas wellig und uneben.

    Ich werde ein paar Fotos anhängen, damit man sich ein Bild davon machen kann.

    Das ganze wird wohl nie perfekt zu machen sein aber ich wollte einfach , dass es besser aussieht als der gepinselte, matte Altlack.

    Ich besitze eine gute Poliermaschine und Politur. Denkt ihr, dass man das ganze großflächig polieren sollte, um einen besseren Glanz zu erzielen ?

    Insgesamt habe ich auf dem gesamten Trabant und den Anbauteilen 2 dicke Lackschichten aufgetragen.

    Als Lack hatte ich 2x 1L 1k Kunstharzlack von Lackpoint und vorher eine Grundierung aufgetragen, welche aufwendig nass geschliffen wurde (danach war die Grundierung logischerweise sehr glatt).

    Am Kompressor und an der Lackierpistole kanns denke ich nicht gelegen haben, da wir alles in einem Fachhandel ausgeliehen haben.


    Ich hoffe ihr könnt mir helfen, was man da noch machen kann, damit es etwas besser aussieht.


    Grüße

  • Auf den ersten Blick war der Lack zu dick und der Druck zu wenig.

    Warum hast du nicht vorher mal etwas probiert an einem Schrottteil?

    Der Lack muss damit er gut verläuft auch entsprechend dünn sein. Das zu erklären ist schwierig, dass muss man sich mal beim Profi ansehen und dann imitieren.


    Machen kannst du da wenig, außer schleifen und neu machen.

  • He , würde auch sagen ist zu Dick gewessen und Zuwenig Druck .... wenn's dick genug lackiert ist kannst es versuchen mit 2500 - 3000 nass zuschleifen ... das es glatt und glänzend wird ... (mit anschließender politur ) .... gruss Marcel

  • He , würde auch sagen ist zu Dick gewessen und Zuwenig Druck .... wenn's dick genug lackiert ist kannst es versuchen mit 2500 - 3000 nass zuschleifen ... das es glatt und glänzend wird ... (mit anschließender politur ) .... gruss Marcel


    Auf den ersten Blick war der Lack zu dick und der Druck zu wenig.

    Warum hast du nicht vorher mal etwas probiert an einem Schrottteil?

    Der Lack muss damit er gut verläuft auch entsprechend dünn sein. Das zu erklären ist schwierig, dass muss man sich mal beim Profi ansehen und dann imitieren.


    Machen kannst du da wenig, außer schleifen und neu machen.

    Da der Lack ziemlich dick ist, werde ich das mal probieren. Nass schleifen mit einem Exzenter und dann mit der Poliermaschine drüber sollte funktionieren.


    Edit: Ich gehe nicht davon aus, dass der Druck oder die Viskosität vom Lack nicht gestimmt hat, da ich mich an die Vorgaben vom Hersteller gehalten habe (Druck und Verdünnungsverhältnis). Ich denke eher, dass die Farbe noch zu kühl war und die Außentemperatur im Verhältnis zu hoch, da ich mit der selben Einstellung von Druck und Pistole die Türen eine halbe Stunde später wunderbar lackieren konnte ohne jegliche Orangenhaut.

    Trabant 601S

    Bj. 1980

    Papyrusweiß

    Edited 4 times, last by Sneerik ().

  • Lass den Lack erstmal richtig aushärten. Ich kennen die Faustregel bei 1k nicht, aber warte mal 2 Wochen je nach dem wie frisch die Lackierung ist.

  • ich würde das glaube er mit Hand schleifen ... und wie mein vor Redner schon schrieb ... schön trocknen lassen , das siehst och am Papier .... wenn's nicht verklebt mehr ... trocken schleifen würde sicher auch gehen , dann siehst das glätte Ergebnis schneller von der Oberfläche ... aber nicht unter 2500er gehen ...

  • Lass den Lack erstmal richtig aushärten. Ich kennen die Faustregel bei 1k nicht, aber warte mal 2 Wochen je nach dem wie frisch die Lackierung ist.


    ich würde das glaube er mit Hand schleifen ... und wie mein vor Redner schon schrieb ... schön trocknen lassen , das siehst och am Papier .... wenn's nicht verklebt mehr ... trocken schleifen würde sicher auch gehen , dann siehst das glätte Ergebnis schneller von der Oberfläche ... aber nicht unter 2500er gehen ...

    Anscheinend ist dieser 1K Lack nach 1 Woche völlig ausgehärtet, aber ein bisschen länger wird wohl auch nicht schaden. Bin jetzt sowieso erstmal für 3 1/2 Wochen im Urlaub. Danach werde ich mich dann mal am schleifen und polieren versuchen. Werde mir natürlich vorher noch durchlesen, welche Körnung und Polierpaste am besten geeignet ist.

    Trabant 601S

    Bj. 1980

    Papyrusweiß

  • Da brauchst du mit 2500er nicht anfangen. Damit kann man einen Staubeinschluß schleifen zum polieren aber nicht so eine Oberfläche...

    Ich bezweifle, das der 1k überhaupt die Festigkeit bekommt für solche Nacharbeiten.

    Dann bleibt noch die Frage, ob sich schwerere Farbbestandteile ( z.B. dunkle Mischfarben) nach dem Auftragen abgesetzt haben. Dann könntest du beim schleifen Schattierungen bekommen.

    Fang mit 1000er naß an, auf glatten Flächen würde ich mit einem Schleifklotz arbeiten. Rundungen würde ich erstmal lassen, die brauchen mehr Feingefühl. Dann gehst du auf 2000er naß . Vor dem polieren dann nochmal mit 3- oder 4000er (Abranet, teuer, aber spitze, um so weniger mußt du polieren).

    Falls du gute Schleiftechnik hast, kannst du das auch trocken mit der Maschine machen. Da denke ich aber, das du Unmengen an Schleifscheiben brauchst, weil die sich durch den 1k ganz schnell zusetzen. Und günstig sind diese Schleifscheiben für den Finishbereich nicht gerade.

    Der Glanzgrad wird in erster Linie durch den Grundlack bestimmt, in zweiter Linie durch die Verarbeitung. Ich gehe davon aus, das der Grundlack als Nitro 1k nie dauerhaft Hochglanz sein wird. Falls beim Lackieren ein Lösemittelstau entsteht durch schlechtes oder zu kurzes Ablüften, durch zuviel Lösemittel im Lack oder zu großer Schichtdicke kann es auch zu matten Stellen kommen.

    Unterm Strich ist die Lackmaterialfrage sowieso niemanden recht zu machen und würde in einer Grundsatzdiskussion enden wie die Gemischölfrage. 😁

    Wenn ich einen See seh, brauch ich kein Meer mehr. :winker:

  • Hallo,


    ich würde mich meinen Vorrednern anschließen- zu starker Lackauftrag- und noch eins zu Bedenken geben.

    Ein ähnliches Lackbild hatte ein Bekannter von mir auch mal- dort lag es an einem ölgeschmierten Kompressor...und dem vergessenen Öl- / Wasserabscheider.

    Ansonsten: Farbe etwas dünner, Druck und Düsengröße anpassen, nach Mischen Farbe durch Lacksieb laufen lassen...und unbedingt: AUSPROBIEREN!!!! Das Handling macht echt viel aus.


    Ich persönlich würde dieses Lackergebnis nicht schleifen + polieren- sondern schleifen + neu lackieren. Die Gefahr, daß es nach stundenlangem Einsatz von teurem Schleifmaterial zu keinem befriedigenden Ergebnis kommt (siehe Vorredner), wäre mir zu hoch. Schleifen + neu lacken ist dagegen überschaubar.


    Viel Erfolg

    Hendrik

    Das Leben ist zu kurz, um langweilige Autos zu fahren !!! :thumbsup: :love: 8o

  • also um noch mal ein kleines Update zu geben. Habe gestern geschliffen und danach poliert. Das Ergebnis ist echt gut geworden :) Mit 1000er vorschleifen konnte ich leider vergessen, bin dann runter bis auf 400er nass und hab dann 600er, 1200er und dann poliert. Hat zwar seine Zeit gedauert aber ist für einen 1K Lack ohne Klarlack für meine Bedürfnisse sehr zufriedenstellend geworden.

    Im ersten Bild ist vorher, im 2. wie es jetzt nach dem schleifen und polieren aussieht.

  • Schau dir das bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen und aus verschiedenen Blickwinkeln an.

    1200er ist definitiv zu grob als letzter Schliff vor dem Polieren. Die Schleifriefen kriegst du nicht auspoliert. Selbst mit 2000er Nachschliff und 3oder4000er Cut bleiben die nicht aus, vermindert aber die Schleifarbeit und den Verbrauch von guter Politur ungemein...

    Warte mal neu Monat ab und dann weißt du, was ich meine...

    Wenn ich einen See seh, brauch ich kein Meer mehr. :winker: