Beiträge von ande

    Ich möchte auch mal ein Thema eröffnen und hiermit an den Produktionsstopp des Trabant 1.1 heute vor 25 Jahren erinnern!


    Es war ein aus jetziger Sicht richtiger, wenngleich auch harter Schnitt. Durch Währungsunion war ein veraltetes, in sich nicht mehr stimmiges Fahrzeugkonzept auch bei unseren östlichen Nachbarn nicht mehr vermarktbar. Dazu kamen total verschlissene, verottete Produktionsstätten, Produktionsmethoden, welche Menschen verschlissen und die Umwelt belasteten.
    Der Produktionsstopp machte die Köpfe frei und ermöglichte den Aufbruch zu Neuem (welcher zu diesen Zeitpunkt schon im Gange war). Mit neuen Produkten veränderte sich nicht nur Zwickau und Umgebung zum Positven, sondern auch die Menschen (diese nicht NUR zum Positiven).


    Was vom Trabant bleibt, ist die Aufbruchsstimmung der 50/60iger Jahre im Osten, die Stagnation in den 70/80igern, das Auto des Jahres 1989 (mehr aus gesellschaftlichem Anlass), die Massenmotorisierung des Ostens und nicht zuletzt die Brücke zwischen Auto Union und der Moderne!


    Mich persönlich verbinden viele Emotionen (gute / schlechte), aus heutiger Sicht Abenteuer und ein wunderschönes Hobby mit dem Trabant!! Ich hoffe, das bleibt trotz Elektrohype und Assistenzwahn noch viele Jahrzehnte so...


    Ich möchte meinen Produktionsstopp (geplant so um 2028) definitiv mit meinen 3 Trabanten erleben!


    Bis dahin ist es noch ein langer, interessanter Weg, auf den ich mich mit allen (auch zweitaktenden <X ) Trabantfreunden freue! :thumbup:

    Frontschaden: Sind die Radhäuser intakt - unbedingt prüfen - Ersatz ist sehr teuer (nicht vergleichbar mit 601). Karosse verzogen? (Türen schließen schlecht). Die Neulackierung ist wertlos, da nach Instandsetzung (Front) nacklackiert werden muss. Nicht fahrbereit, nicht komplett (neue Plastestoßstangen gibts nicht mehr für lau).
    Nach der Beschreibung ca. 500 Euro, da es nicht mehr als ein Spender bzw. Restaurationsbasis ist!


    In die Restauration eines 1.1 fließen ca. 5000 € - aus eigner Erfahrung!

    Die Frage ist schwierig zu beantworten.
    Ich kann mich an meine aktive NVA Zeit erinnern (1988 - 1990). Die einzigen Fahrzeuge, welche während eines winterlichen Alarmes zuverlässig angesprungen sind, waren die Ural 375 D und die RM 70 Geschosswerfer (Tatra 813 Basis). Der Ural war ein Benziner, welcher auch auf nur 6 Zylindern immer noch lief, der Tatra war dank 2 Anlasser und Ethanolpatronen auch als Diesel (luftgekühlter 12 Zylinder 17000 cm³ Hubraum :thumbup: ) halbwegs wintertauglich. Diese Fahrzeuge hatten dann die undankbare Aufgabe, das ganze Spielzeug namens W 50 LA-A, LO 2002 usw. anzuschleppen.


    Und ja, die NVA war am WE zu 80 % in der Kaserne, allerdings teilweise sternhagelvoll und mit E Spielchen beschäftigt.


    Beide Armeen (NVA und BW) hatten ja eigentlich auch nur die Aufgabe für die ersten 48 h als Kanonenfutter zu dienen bis die "richtigen" Kampfverbände vor Ort waren...


    Zum Glück kam es nie dazu.

    Nein, die 8. letzte Stelle der FIN bei Serien 1.1 ern ist der Buchstabe M.
    Die Null / Vorserien haben nur eine siebenstellige FIN (z.B. 0000563).


    Deine FIN ist ein normale 1.1 er Seriennummer, als Universal zur Welt gekommen, erkennbar am U an der 4. Stelle. (Limou = N und Tramp = V)

    Es gab am Georgenplatz (alter Standort des Trabi Denkmal) einen Gag der K12 vom benachbarten Peter Breuer Gymnasium. Über Nacht wurde auf einem Betonsockel ein grüner Babyrutscher Trabi aufgestellt. Nach einer kurzen Odysee landete er vorm AHM.


    Stichwort: tr ABI 2015


    War`n lustiger Gag! Auch die Stadt hats locker genommen, ging auch einige Male durch die hießige Presse (FP, MOPO, Bild...)

    Bilder

    • (JPEG-Grafik, 275 × 183 Pixel).jpg

    Micros passt problemlos, das Radio ist zweigeteilt.


    Das Greifenstein (und jedes andere DIN Radio) passt auch ohne Rahmen. Dazu muss allerdings der Lüftungsschacht geändert werden. Ich hatte 1991 bei meinem damaligen 1.1 er ein Gelhardt eingebaut. Der Lüftungsschacht auf der Beifahrerseite wurde ausgesägt und dann mit Paketklebeband dichtgeklebt. War ne improvisierte Bastelei, aber zielführend....
    Würde ich heute allerdings professioneller oder gar nicht mehr machen...

    Mensch, Tino, was hast`n Du für Goldstaub im Neuzustand?


    Die Sitzbezüge müssten i.d. R. Iltis Rekord in Gelb / Beige (siehe Hintersitze) sein. Diese gibts neu nur als Nachfertigung:
    "Trabantstoff gelb": http://autoschonbezuege-werksv…/Trabant_601-Bezuege.html


    Vergaser ist Weber - Made in Italy, dürftest Du gebraucht finden. Wenn noch vorhanden, dann empfehle ich Regenerierung bei Jürgen Winter, Gotha. Vergaser wird komplett zerlegt, alle Membranen neu, gereinigt, optisch besser als neu! Kosten 100 Euro + Versand


    Ein Tippp noch zur Beschichtung / Restaurierung von Teilen: In 08141 Reinsdorf bei Fa. Uwe Graubmann (August Horch Str. 28, an Autobahn A72)kannst Du Teile KTL beschichten lassen. Vorteil: Geht in die Hohlräume, extrem Kratzfest und ideale Beschichtung vor der Lackierung. Die Teile müssen allerdings metallisch blank sein (chemisch entlacken lassen), da sich dort niemand die teuren Bäder durch Fette bzw. Elaskon versauen lässt. Referenz: Fa. Graubmann beschichtet auch für Volkswagen Sachsen. Anwendungsmöglichkeiten: Hilfsrahmen, Dreieckslenker, Kleinteile (Pedale etc.). Die Hohlräume werden damit perfekt geschützt!


    Der Lohn ist, wenn Dir Deine Frau zu Weihnachten diese Leinwand (90x60) schenkt. :D

    Hallo Hardox,


    Glückwunsch zur interessanten Errungenschaft. Der Wagen ist es Wert, gerettet zu werden. Die 1.1 er sind ganz besondere Fahrzeuge, vor allem Null -, Vorserien. Der Aufwand (Originalzustand) ist hier "etwas" größer als bei normalen Trabi`s.


    Die 1.1er Vorserie hatte eine Blechschürze unter der Blechstoßstange. Diese war etwas markanter ausgeführt und hatte auf jeder Seite 5 senkrechte Sicken. Diese ist als Neu bzw. Gebrauchtteil nicht mehr zu bekommen. Eventuell als Kunststoffnachfertigung(?).
    Die Kunststoffstoßstangen wurden sicher nachgerüstet, dazu gab es ein Angebot an die Kunden vom VEB Sachsenring (Die 1.1 er Vorserien wurden i.d.R. meist an WA als "Vorserientestwagen" verkauft, Serienstart war ja erst Mai 1990).


    Achte bitte auch auf die Rückleuchten. Die waren bei den Vorserien seitlich glatt, in Serie geriffelt. Auch so gut wie nicht mehr zu bekommen.


    Eine gute 1.1 er VS Farbe ist ahorngelb. Sieht gut aus und ist selten!


    Zwei Dinge möchte ich Dir noch ans Herz legen:
    1. Wannis Website der trabant 1.1er Datenbank und
    2. Website hat mein Sohn erstellt (vor langer Zeit). Die blaue Limo ist Vorserie 563:
    http://www.trabifan.info/

    Ja, Heckman, danke!
    Obwohl das Lob meinem Sohn gehören sollte. Er hat den Tag mit Freddy und Fotograf verbracht. Ich war leider im Urlaub und musste dieses interessante Fotoshooting delegieren .... ;(

    Außerdem wird es auch endlich einmal Zeit, dass das beste Trabant Modell aller Zeiten, quasi die politische Wende auf vier Rädern, ins Rampenlicht kommt. So schlecht, wie ihn viele machen, ist der Einser nicht. Er verkörpert halt Vergangenheit und Aufbruch in die Moderne...


    Die Vorschau fürs Heft 11 ist auch höchst interessant. Ein Bericht über die Trabant Produktion und ein Vergleich zwischen 6 verschiedenen Ost - West Modellen.

    Die Schweller und das Geweih wurden im Werk mit einer langen Lanze und einer Bitumenmasse von innen konserviert. Das Lösungsmittel verdampft, das Bitumen wird rissig und Kondenswasser hat unter dem Bitumen leichtes Werk. Aus meiner Vorserie habe ich wunderschöne dicke Bitumen - Rostplacken aus dem Schweller / Geweih gepuhlt...