Tachobeleuchtung

  • Bei Parallelschaltung must du natürlich an jede LED einen eigenen Widerstand bauen. Da reicht dann auch ein 1/4 Watt typ.


    Zu dem flouriszieren, das geht mit UV LEDs und bestimmten Farben aus dem Modellbaubereich ganz gut. Also das Leuchtgelb und Leuchtorange. Fahre ich seit fast 5 Jahren im Alltagspolo spazieren (ach ja die Jugendsünden 8) )

  • Danke, dass ihr euch mit mir Gedanken macht.


    Ich denke jedoch immer noch, dass die 22Ohm ausreichen.
    "Datenblatt": http://www.led-tech.de/pdf/datasheet.php?id=333


    pro LED 2,8V x 5 = 14V
    14,4V - 14V = 0,4V
    0,4V : 0,02A = 20Ohm


    Wo ist nun der Denkfehler?


    Die Gesamtleistung liegt damit bei ca. 0,288W(5 x 0,02A x 2,8V + 0,4V x 0,02A).
    Wenn ich eine einzelne LED mit Vorwiderstand betreibe, brauche ich 620 Ohm. Und wende pro LED 0,304W auf. Die Gesamtleistung liegt bei 5 LED's bei 1,52W.
    Darum bevorzuge ich die Reihenschaltung.


    Dank an GaragenObermotz, soweit hatte ich bei der LKL gar nicht gedacht.
    Ich denke, dann würde ich eine KSQ vor die LK-LED hängen, wenn ich diese Parallel zum Lastwiderstand schalte.


    Wie hast du die UV-LED's angeordnet(und wie viele davon)? Hast du ein Bild, wie das in Betrieb aussieht?

  • Hallo,


    die Spannung der LEDs erscheint mir etwas hoch, die Berechnung stimmt aber.



    Die Verlustleistung durch Lastwiderstände jedweder Art wäre mir hier egal. Jedes Glühlämpchen verheizt wesentlich mehr.


    Lastwiderstand für einzelne LED wäre ca 14V Spannungsabfall x 0,02A = 0,28W. Wird knapp mit Viertelwatt.



    Gruß
    Benjamin

    Fährt und schraubt gern IFA *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* :love:

  • So wenig Spannungsabfall über dem Vorwiderstand ist sehr schlecht. Die Diodenkennlinie ist exponentiell, d.h. wenn sich der Strom ändert, hat das so gut wie keine Auswirkungen auf die Flußspannung. Demzufolge extrem ist die Spannungs- und damit Stromänderung über dem Vorwiderstand. Wenn nun der Anlasser betätigt wird, geht die Tachobeleuchtung komplett aus (stehender Motor bedeutet ebenfalls keine Beleuchtung, da nur knapp über 12 V von der Batterie kommen). Bordspannungsschwankungen (z.B. Leerlauf mit Licht) hätten sehr deutliche Helligkeitsschwankungen zur Folge.
    Was ist mit Spannungsspitzen im Bordnetz? Selbst kurzzeitige Impulse können dafür sorgen, daß sich die LED verabschiedet.
    Also entweder nen bordspannungstauglichen LED-Stromtreiber nehmen (gleichbleibende Helligkeit) oder das Spannungsverhältnis Vorwiderstand/LED möglichst hoch wählen, auch wenn da mehr Verlustleistung entsteht, wenn man jede LED mit ihrem eigenen Vorwiderstand ausstattet. Die Batterie wird's wohl verkraften und der Tacho nicht gleich dahinschmelzen.

    Edited 2 times, last by Der_Ingenieur ().

  • @OM: Die UV LEDs waren im Polo ^^ Beim Trabi habe ich orange Leistungsstarke LEDs in den original Lampenlöchern. Ist recht dunkel aber okay für mich.


    Das eine Watt mehrverbrauch wäre mir jetzt auch rille. Ich hatte es mal bei den UV-LEDs, da ist eine ausgefallen und alles war dunkel. Das war mist. Normalerweise geht aber so eine LED auch nicht kaputt. Das war alles noch zu einer Zeit, wo die Teile gerade neu auf dem Markt waren und da gab es da noch mehr problehme mit Ausfall und so. Ansonsten passt das alles mit deiner Rechnung. Das kannst du schon so machen.
    Eine KSQ (Konstantstromquelle) für die LK-LED brauchste nicht. Normalen Vorwiderstand für 12Volt und gut. Die leuchtet doch eh nur kurz. Wenn du schon eine KSQ verbauen willst, dann für die Beleuchtungs LEDs.


    bepone: Ja ist richtig, dass ist recht eng. Wenn du die Flussspannung der LEDs noch abziehst bleibt am Widerstand nur noch um die 12Volt übrig. Die Praxis hat gezeigt das es geht :D Bei Leistungsstärkeren LEDs (mehr Strom) muss man dann aufpassen, da hast du recht.
    Die LED Spannung passt schon, das sind recht helle LEDs und die müssen das ja irgendwo hernehmen.


    @Ingenieur: So speziell hab ichs auch noch nicht betrachtet ^^ Macht aber Sinn.

  • Wäre diese KSQ für meinen Zweck geeignet? http://www.led-tech.de/de/Leuc…is-37V--LT-1213_1_93.html


    Ist geeignet. Du kannst sowas auch selber bauen. http://www.ti.com/lit/ds/symlink/lm117.pdf Guckst Du Figure 43. Der Widerstand müsste dann 62 Ohm haben. Allerdings braucht sowas immer etwas Spannung für sich selbst. Rechne mal mit 3V.
    Bau am besten zwei Stränge mit je drei LEDs, egal ob mit Widerständen oder Stromquellen.


    MfG
    hjs

  • Wäre diese KSQ für meinen Zweck geeignet? led-tech.de/de/Leuchtdioden/Ov…is-37V--LT-1213_1_93.html

    Kann man nehmen, wenn man vorher die Spannungsspitzen aus dem Bordnetz filtert (dicker Elko mit Vorwiderstand). Über 100 V können durchaus mal auftreten, da raucht jede ungeschützte Elektronik ab.

  • @Ingenieur: Welche Dimensionen sollte denn ein "dicker ELKO" haben? Eigentlich müsste doch der Enstörkondensator (2,5µF, 1xxV) ausreichen!?


    hjs: Wenn ich sehe, dass allein der LM117 über 1,50- kostet, bleibe ich bei dem fertigen BT. ;)
    2 Stränge á 3 LED's sind gut, falls doch einmal eine LED abraucht.

  • Wenn ich sehe, dass allein der LM117 über 1,50- kostet, bleibe ich bei dem fertigen BT.


    Im Fertigteil dürfte dieses verbaut sein: http://www.reichelt.de/?ARTICLE=39456
    Allerdings ging es mir gar nicht so sehr um den Preis, sondern um das mechanische Konzept. Das Fertigteil kommt mit unabänderlichen Maßen und ohne geeignete Befestigungsmöglichkeit daher. Und wenn Du mehrere von den Dingern brauchst, dann wird das schnell unübersichtlich. Übrigens gibt es den LM317 auch im lötfreundlichen TO92-Gehäuse.
    Wegen der Spannungsspitzen solltest Du lieber eine Drossel verwenden (z.B. ARTICLE=18202). Damit entkoppelst Du Deine Schaltung vom Bordnetz, sodass die Störungen draußen bleiben. Dann genügt auch der 0.1uF-Kondensator.


    MfG
    hjs



    ps. Weil es den LM317 nicht im SOT23 gibt, kann man auch z.B. den MCP1703T-1202E/CB dafür nehmen. Ergänzt um die Gleichrichterbrücke passt dann alles zusammen in einen Ba7s-Sockel rein. http://666kb.com/i/cwa3hnl6p1sfdfwnq.jpg

  • schöner Schwingkreis ;)
    Gegen kurze, schwache Störimpulse mag die Drossel bedingt reichen, aber bei längerfristigen Spannungsspitzen hilft sie überhaupt nicht.

  • Gegen kurze, schwache Störimpulse mag die Drossel bedingt reichen, aber bei längerfristigen Spannungsspitzen hilft sie überhaupt nicht.


    Du hast vergessen zu begründen, was in dem von Dir genannten Szenario ein Elko besser kann.
    Glaub mir: Man soll Elkos vermeiden, wo immer das möglich ist. Guck Dich mal um, wohin der Trend geht.
    Außerdem ist soeine LED-Bastelei nicht die Zentralstelle für Bordnetzentstörung. Entkoppeln ist viel besser.


    MfG
    hjs

  • Hallo Leute,


    ihr macht aber auch gleich wieder eine Wissenschaft daraus :-)


    Gibts kurze Spannungsspitzen im nahezu elekronik-losen Trabant überhaupt?
    Ich würde da einfach LEDs verbauen, für jede ein simpler Vorwiderstand dimensioniert auf meinetwegen 14,8V Bordspannung und fertig ist die Laube!


    Soll die Tachobeleuchtung doch bissle schwanken. Die Scheinwerfer tuns doch auch im Standgas.
    ;-)



    Gruß
    Benjamin

    Fährt und schraubt gern IFA *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* :love:

  • Den Scheinwerfer kannst Du nicht mit LEDs vergleichen, ganz so einfach kann man es sich nicht machen. Bei letzteren reichen kurze Überlastungen aus, um einen Totalausfall zu bewirken. Ein Glühfaden steckt das natürlich ohne weiteres weg. Wir reden hier um Störspitzen im Bereich von 100 V und mehr, und das kann sehr wohl auch beim Trabant auftreten.
    So kann's beispielsweise an Klemme 15 aussehen (eigene Messung):

    Gerade LEDs verkraften nur sehr wenig Sperrspannung. Negative Spannungsspitzen knallen also direkt auf die Sperrschicht und da ist oft schon bei einstelligen Sperrspannungsbeträgen Schicht im Schacht.

    Du hast vergessen zu begründen, was in dem von Dir genannten Szenario ein Elko besser kann.
    Glaub mir: Man soll Elkos vermeiden, wo immer das möglich ist. Guck Dich mal um, wohin der Trend geht.

    Ein Elko kann auch längerfristige Überspannung(-sspitzen) abfedern. Wie groß willst Du die Drossel machen, was tust Du gegen Schwingungen?

  • Ein Elko kann auch längerfristige Überspannung(-sspitzen) abfedern. Wie groß willst Du die Drossel machen, was tust Du gegen Schwingungen?


    Der Elko kann nicht. Weil Du den mit dem Bordnetz verbindest. Die Quellimpedanz ist sehr gering. Also müsste noch ein Widerstand rein. Mehr als etwa 100 Ohm geht da nicht. Statt dem Widerstand könnte man auch eine Drossel nehmen. Aber dann braucht es auch keinen Elko mehr, sondern es genügt ein Keramikkondensator. Den braucht man ja sowieso, wenn man die Applikationshinweise des Herstellers befolgen will.
    Bei der Drossel kommt es auf die bevorzugte Bauform an. Beim Reichelt gibt es 1812 bis 2,2mH, SMCC bis 3,9mH.
    Gegen Schwingungen hilft genau dieser genannte Keramikkondensator.


    MfG
    hjs

  • Hallo,


    Klemme 15 hatte ich selbst schon am Scope wegen Eigenbau DZM.


    Ich garantiere dir, dass die LEDs in simpler Beschaltung funktionieren.



    Gruß
    Benjamin

    Fährt und schraubt gern IFA *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* :love:

  • Mag sein, dann haste Glück.

    Der Elko kann nicht. Weil Du den mit dem Bordnetz verbindest. Die Quellimpedanz ist sehr gering. Also müsste noch ein Widerstand rein. Mehr als etwa 100 Ohm geht da nicht. Statt dem Widerstand könnte man auch eine Drossel nehmen. Aber dann braucht es auch keinen Elko mehr, sondern es genügt ein Keramikkondensator. Den braucht man ja sowieso, wenn man die Applikationshinweise des Herstellers befolgen will.
    Bei der Drossel kommt es auf die bevorzugte Bauform an. Beim Reichelt gibt es 1812 bis 2,2mH, SMCC bis 3,9mH.
    Gegen Schwingungen hilft genau dieser genannte Keramikkondensator.

    Spule und Kondensator ergibt Schwingkreis. Wenn der nicht ausreichend bedämpft ist, haste gar nix gekonnt.
    Warum sollten 100 Ohm ein Problem sein? Hast Du meinen Beitrag weiter oben richtig gelesen? Ich sprach doch von R und C in Reihe. Bis sich da bei längerer Überspannung der Elko nachgeladen hat, dauert es ewig. Wenn Du nen winzigen Keramik-C hast, nützt Dir die Spule in diesem Fall wie gesagt überhaupt nix.
    Suppressordiode wäre sinnvoll, die sollte mit rein. :) Vielleicht können wir uns darauf einigen.

  • Naja im konkreten Fall wird es bei mehr als 100Ohm irgendwann eng, weil der Spannungsabfall so groß wird das die KSQ nicht mehr genug reserve hat. Immerhin sollen ja paar LEDs in Reihe da ran.


    hjs: sicher verliert der Elko bei der Drossel an bedeutung, trotzdem kann man sowas schon mit einbauen. Optimalerweise ein Elko und parallel ein kleiner Kermamikkondensator. Der Keramik-C schließt die hochfrequenten Spannungsspitzen kurz und der träge Elko stabilisiert das ganze. Die Lösung mit der Drossel ist auf jeden Fall am besten, weil der Gleichstromwiderstand gering ist. Ein Widerstand tuts aber auch. Im endeffekt gehts doch darum einen Tiefpass zu realisieren, egal wie. LED mit separatem vorwiderstand ohne sonstigen schnickschnack funktioniert in der Praxis auch.

  • Wegen der Elkos hab ich mal ein Foto geknipst. Hat leider etwas hinten fokussiert, aber man sieht es trotzdem.
    Es geht ja nicht um die LEDs mit Widerstand, sondern um diesen Regler-IC. Den sollte man schützen. Allerdings ist für diesen ein Keramik-C sowieso obligatorisch. Ein zusätzlicher Elko würde noch einen Widerstand erfordern. Da kann man auch gleich eine Spule nehmen und den Elko weglassen. Soweit die Wiederholung.
    Ein Tiefpass ist es in beiden Varianten, ein Schwingkreis in keiner.
    TVS-Diode ist bei sowas nie ein Fehler. Allerdings würde ich die auch nicht direkt ans Bordnetz klemmen, sondern hinter die Drossel. Sonst würde auch in diesem Fall die LED-Bastelei zur Entstörungszentrale.
    Schließlich kann das aber jeder machen, wie er will.


    MfG
    hjs