Drehschieber Original/Nachbau

  • Ich habe leider nichts weiter zu meinen Fragen gefunden.


    Also ich habe jeweils schon Originale und Nachbau Drehschieber in der Hand gehabt.

    Die Nachbau sind anscheinend dünner und schlechter gearbeitet.

    Aber woran liegt das? Am nicht können oder nicht wollen?


    Und kann jemand die originale Bezeichnung vom verwendeten Stahl nennen?

    Mein Kumpel kann Metall Platten Lasern (wo wir unter anderem schon Feuerkörbe auf Wunsch herstellen).

    Da müsste es doch möglich sein Drehschieber in besserer Qualität herzustellen.

  • Hallo,


    die Dicke des Bleches ist nicht entscheident. Der Werkstoff sicher auch nicht.

    Eher störend ist der Umstand, dass die Schnittkanten am dünnen Blech beim Lasern durch den lokalen Wärmeeintrag und das schnelle Abkühlen eine harte Schicht bekommen. Infolgedessen können die Mitnehmerzapfen an der Kurbelwelle eher verschleißen als die Bohrung im Drehschieber. Das ist natürlich ungünstig.


    Besser wäre Wasserstrahl-Schneiden.


    Gruß

    Benjamin

    Fährt und schraubt gern IFA *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* :love:

  • Die Wahl des Materials ist nicht ganz unwichtig. Die welche ich als Nachbau kenne sind so steif, da bricht man sich eher die Daumen als sie zu richten.

  • Wieso richten? Wenn die ordentlich verarbeitet sind, müssen die absolut plan sein und dann braucht man da auch nichts dran richten.

    Man könnte sich ja vielleicht mal Gedanken drüber machen eine Verstärkung an den Löchern anzubringen. Dann arbeitet es sich auf den Stiften nicht so schnell ein und man hat bei stärker verschlissenen Gehäusen die Möglichkeit mehr von den Drehschieberflächen wegzunehmen ohne das sie von den Stiften rutschen.

  • Krapproter dann versuche mal Nachbau zu bekommen, der wirklich gerade ist, da kannst du auch Lotto spielen

  • Ok, das hatte ich jetzt so gar nicht in Erinnerung, aber dann sollten schon aus dem Grund die Bleche nicht noch dünner sein.

  • Steffen meines Wissens ist der E-Modul bei allen Stählen nahezu identisch. Wenn ein Drehschieber bei gleicher Geometrie steifer als ein anderer ist, spielt irgend eine Wärmebehandlung (gewollt oder ungewollt) mit rein.


    Gruß

    Benjamin

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    Edited once, last by bepone ().

  • Ich weiss nicht woraus die jetzt gemacht werden, das könnte auch ein Federnstahl sein. Die kannst du verbiegen bis es händisch nicht weiter geht, und sie bleiben so krumm wie sie waren.

    Die originalen sind sehr weich, die lassen sich sehr gut an die Flächen anpassen.

  • Ich hab mir das jetzt noch mal genauer angesehen.

    Der Abstand zwischen Aufnahmestift und Lager beträgt an der originalen Welle wo ich mit der Fühllehre gemessen habe 1,6mm. Die originalen DS sind 1,2mm. Sie könnten also an der Aufnahme etwas dicker sein.

    Die Nachbau Dinger hatte ich noch nie in der Hand, aber die originalen die ich habe sind absolut plan und ich weiß nicht warum ich daran was ändern sollte. Wenn die nicht richtig anliegen liegt es am Gehäuse und dann sollte man dieses entsprechend bearbeiten.

  • Ist halt die Frage ob man versuchen könnte bessere nachzubauen.

    Dann muss man halt das Material wissen und wie man es behandelt.

    Machbar ist es sicherlich und auch für einen nicht so hohen Preis.

  • Steffen dann spielt wohl das Streckgrenzenverhältnis bereits eine Rolle. Das wäre bei Federstahl natürlich schon ein anderes und da müsste man für bleibende Verformung mehr “würgen“.


    Ist halt die Frage ob man versuchen könnte bessere nachzubauen.

    Dann muss man halt das Material wissen und wie man es behandelt.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass da etwas “hochwertigeres“ zum Einsatz kam als ein einfacher Baustahl, ohne weitere Behandlung. Erstens laufen die Schieber auf einer Aluminium-Oberfläche und zweitens Reibt es die Bohrungen für die Mitnehmerstifte relativ schnell auf.

    Der Abstand zwischen Aufnahmestift und Lager beträgt an der originalen Welle wo ich mit der Fühllehre gemessen habe 1,6mm. Die originalen DS sind 1,2mm. Sie könnten also an der Aufnahme etwas dicker sein.

    Die Nachbau Dinger hatte ich noch nie in der Hand, aber die originalen die ich habe sind absolut plan und ich weiß nicht warum ich daran was ändern sollte. Wenn die nicht richtig anliegen liegt es am Gehäuse und dann sollte man dieses entsprechend bearbeiten.

    Es gibt in diesem Universum auch noch andere Wellen als deine, könntest du dir das vorstellen? Und es gibt Fertigungstoleranzen und die sollen gerade beim Trabantmotor recht großzügig sein.

    Bei der Anlage geht es nicht um krumme Gehäuse, sondern selbstverständlich um krumme Drehschieber und das kommt durchaus vor, sei es durch Lagerung oder Transport oder Handling dazwischen. Wenn das bei deinen nicht so ist, freu dich.



    Gruß

    Benjamin

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  • Bei den Nachfertigungen wurde mit Sicherheit auf standardmäßiges 1mm Blech zurück gegriffen, da 1,2mm wahrscheinlich nicht verfügbar war. Hätte man zum Beispiel standardmäßiges 1,5mm Blech verwendet, wäre es meiner Meinung nach besser gewesen. Wenn es durch die Fertiungstolleranzen nicht dazwischen passt, kann man durch wegschleifen mit geringen Aufwand es noch passend machen.

    Und Bepo, spar dir deine komischen Anmachen, ich bin auch nicht auf der Wurstsuppe dahergeschwommen.

  • Entschuldige, ich wollte dir nicht zu nahe treten.

    Bei den Nachfertigungen wurde mit Sicherheit auf standardmäßiges 1mm Blech zurück gegriffen, da 1,2mm wahrscheinlich nicht verfügbar war. Hätte man zum Beispiel standardmäßiges 1,5mm Blech verwendet, wäre es meiner Meinung nach besser gewesen. Wenn es durch die Fertiungstolleranzen nicht dazwischen passt, kann man durch wegschleifen mit geringen Aufwand es noch passend machen.

    Mit Verlaub. Hast du noch andere KW vermessen oder wie kommst du darauf, dass 1,5er Blech generell passen würde? Oder müssten dann nicht eher doch 70% der Drehschieber reklamiert werden?


    Einem umherschleifen an Drehschiebern rate ich ab. Da kann man auch gleich krumme kaufen.



    Gruß

    Benjamin

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  • Ich habe das an 2 verschiedenen Wellen gemessen.

    Um das im Bedarfsfall anzupassen, müsste lediglich unterhalb der Löcher ein Hauch weggeschliffen werden. Davon wird definitiv der Drehschieber nicht krumm.

  • Es ist dennoch nicht praktikabel - der Schieber benötigt auch etwas Luft, um bei den meist unbearbeiteten Gehäusen taumeln zu können. Ja, das schreibe ich mit Absicht, da es in der Praxis so ist.


    Deine dicken Drehschieber würden bei exakt nachgearbeiteten Gehäusen mit qualitativ gut aufgearbeiteten Wellen sicher prima Ergebnisse bringen. Bei allen sonstigen “Regenerationen“ würde das aber in die Hose gehen, und welcher Hersteller will das riskieren?


    Kurz, es wäre nur was für den ganz individuellen Fall und nicht für die Masse. Und deswegen werden sie so dünn nachgefertigt. Der Hersteller der Motore hat sich bei der Blechdicke bestimmt auch etwas gedacht.



    Gruß

    Benjamin

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  • Der "Schlitz" im Motorgehäuse ist ca 5mm breit (ich habs jetzt garnicht erst genauer gemessen) Wenn die Drehschieber so doll drin rumtaumeln würden, würdest du mit dem Motor nicht mehr fahren wollen. Der würde dann nämlich erbärmlich umherklappern.

  • Ich meine wir hatten das Materialthema schonmal. Normler "Baustahl" ist das Blech nicht, denn dann könnte ich das von Hand verbiegen. Das geht aber nur mit erheblichen Aufwand.

    Das ist schon irgendwas Festeres.

  • Du hast es nicht verstanden.


    Gruß

    Benjamin

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  • Dann erkläre doch mal wo die 0,3 bzw 0,5mm mehr während des Betriebs stören könnte, oder wo da welche Luft fehlen soll. Lediglich das dazwischen bekommen zwischen Stift und Lager könnte vielleicht für den einen oder andere ein Problem sein.