DDR Autotransportanhänger Instandsetzung

  • Die Drehstabachsen am HP 500 aus Wittenberge hatten die Stoßdämpferaufnahmen
    geschraubt.Geschweißt war da nix !

    Wie gesagt - es waren an meinem Trailer niemals Stoßdämpfer dran, dafür wäre Null Platz. Da ich andere Achsen mit Stoßdämpfer bisher nur als Foto und in verschmutzt sah, war ich von angeschweißt ausgegangen. Ok, also doch geschraubt - dann sollten sich an meinen eventuell ja noch Hinweise auf eine Dämpferbefestigung finden lassen. Nachrüsten ist jedoch so oder so nicht möglich, weil kein Platz...



    Hallo Joachim , einzwei Fotos von der alles entscheidenden Anbindung der Deichsel an dem vorderen Querträger , auch die Länge Mitte Kugel bis ersten Querträger mal posten .
    Das Deichsel-C-Profil 100x35x15x2,5 mm ist ansich ausreichend für 1,3 to , aber die Querschweißnähte .... die hauen ins Kontor .


    Und wenn Du nach Achsen forschst : evt auch mal wegen deren 100kmh-Tauglichkeit fragen . Denn in der kleinen Republik wurde wegen Spritsparmodus einfach die KTA angewiesen , alle Achsen "bauartbedingt" für nur 80 Sachen zuzulassen . Im Nichtsozialistischemwirtschaftsgebiet rollten die Gleichen , wahrscheinlich wegen der dortigen besseren Luft dann mit 100 . Der Sinn von 100kmh heutzutage : einfach mal paar Meter auf der Bahn fahren.


    Steuer/Versicherung : mein 1,3to-Trailer wurde für mich als Privatmann nur für Werksnahverkehr!!! zugelassen . Warum , das weiß nicht mal Herr Dobrindt . Deshalb bitte nicht weitersagen , dass ich nicht nur Dresden mit dem Trailer verlasse , sogar im Ausland treibe ich mich damit rum .

    Fotos mache ich, kann heut noch klappen. Das Maß kommt dann auch mit.
    100 ohne Dämpfer? Ich kann ja mal fragen, mach mir da aber wenig Hoffnung - es würde mich aber auch nicht ernsthaft stören. Interessanter wäre die Auflastung, wenn möglich.
    Bei meinem hat die Versicherung auch "Werksverkehr" drin stehen - muss da glatt mal fragen was das im Kalrtext für Auswirkungen hat.


    Hersteller von Drehstabachsen in der DDR war der VEB Schmiedewerke Roßwein.


    Hier noch ein Hinweis :


    Wer Bilder besagter Achsen sehen möchte,einfach bei Kleinanzeigen " Drehstabachse " eingeben.

    Ich leg mich dann mal auf die Lauer und sammel Achsbilder, ich hab da auch schon geschaut aber nichts gleiches finden können, wenn mal was bei ist würde ich wohl auch zuschlagen, schon wegen des Typenschildes.
    VEB Schmiedewerke Roßwein - gibts da nen Nachfolger? Ich schau mal...



    Edit:
    Ok, es hieß wohl auch mal:
    VEB Roßweiner Achsen-, Federn- und Schmiedewerke "Hermann Matern"
    oder kurz:
    SHMR



    Was man da so über das Werk findet, lässt einem das Herz bluten - es ist wohl wenn es denn noch steht, eine Ruine - dem Zerfall preis gegeben. Zumindest existieren Fotos, die dies nahe legen. :(

  • Hallo , Allianz hat mir vor 15 (oder so) Jahren gesagt : es ist für einen Privatmann nicht anders möglich und es ist außerdem ein wohlwollender Kompromiss , denn ich mache ja keinen Werksverkehr .


    Stoßdämpfer heutiger Längslenkerachsen werden von einem in Fahrtrichtung vorn am Lenker angeschweißten Hebel unten gelagert , arbeiten deshalb beim Ausfedern auf Druck , haben kurze Gesamtlänge , sitzen schräg und passen deshalb eigentlich unter Deinem Trailer. Ohne Dämpfer lassen sich die Behörden nicht auf 100kmh-Nachrüstung ein . Dämpfer nachrüsten ist auch gut fürs Wohlbefinden von Edellasten , zB Deine Motorräder.


    Roßwein/Döbeln : in einem Vertriebslager von einem großen deutschen Achsenhersteller ( war mal Peitz , BPW oder irgendwie ) sitzen evt noch ein paar kompetente Leute , die alles von damals wissen .


    Gruß!

  • Ich hab auch mal bisl geforscht...


    Aus SHMR VEB Roßweiner Achsen-, Federn- und Schmiedewerke "Hermann Matern" wurde nach der Wende SRG Schmiedewerk Roßwein GmbH und diese Firma wiederum wurde von MAHLE geschluckt:


    Zitat

    Die MAHLE GmbH hat die Schmiedewerk Roßwein GmbH vollständig übernommen. Das sächsische Traditionsunternehmen entwickelt und produziert Pleuelstangen für europäische Automobilhersteller, darunter Audi, Opel, Peugeot, Renault und VW. Mit der Akquisition, die ca. 60 Arbeitsplätze in Ostdeutschland sichert, baut MAHLE, weltweit führender Hersteller von Motorkomponenten und Filtersystemen, seine Position als Systemlieferant von einbaufertigen Kolben-Pleuel-Modulen für den Motorenbau weiter aus.

    Da wird es mit Infos gen Null tendieren, zumal die GmbH ja bereits keine Achsen mehr gefertigt hat.


    Weiterhin müssen Drehstabachsen auch in Stralsund gefertigt worden sein, ich hab einige gesehen die wie die Roßweiner aussahen, aber auf dem Typenschild stand Stralsund als Herstellungsort.


    Stoßdämpfer
    Dann noch was zu den Stoßdämpferaufnahmen, ich hab auch da bei jedem Bild einer Roßweiner Achse drauf geachtet und zweimal hingesehen - da ist an dem Halter, der am Rohr der Achse dran ist und senkrecht steht keine Schraube zu sehen aber immer Schweißnähte - dann waren die wohl dort doch geschweißt und nur an der Schwinge angeschraubt.


    100kmh
    Wie gesagt - das steht aktuell nicht zur ernsthaften Debatte - wenn ich aus dem Anhänger einen verzinkten 100kmh Schnelläufer machen will, dann kommt er mich mit Sicherheit genau so teuer wie ein gebrauchter der all das schon mitbringt. Ich möchte ihn schon soweit sinnvoll möglich im original erhalten und instand setzen, aber danke für die Infos. :)


    Maße Deichsel:
    - Mitte Kugelkopf bis erste eingeschweißte Querstrebe: 1480 mm (in der Mitte, nicht in der Schräge gemessen!)
    - Das Deichselprofil ist jedoch in Gänze (jetzt entlang einer Seite der Deichsel außen gemessen) recht genau 2m lang und ist dann am eigentlichen Leiterrahmen kurz vor der ersten Achse verschweißt, geht also durchgängig bis unter die Ladefläche durch.
    Fürs Foto wars heute zu dunkel...


    Das mit Peitz, BPW usw. - ohne zu wissen wo ich ansetzen muss zu suchen, hab ich da eh keine Chance an jemanden ran zu kommen. ;)

  • Hab heute entdeckt das es auch


    HP 100 und HP 130 gegeben haben muss mit 1.000 kg bzw. 1.300 kg zGgw. - vielleicht hatten die ne Spur von 1,8m - gibts zu denen irgendwelche Infos?



    Edit:
    Hab Infos: gebaut von Fa. John Fahrzeugbau Dresden, die Firma gibts sogar noch und dort werde ich mit Fotos mal anfragen, weil...


    Hier ein HP 100.01/8 mit Erstzulassung vom 9. 2. 1990 und 1.000 kg zGw.:

    Quelle: http://www.ebay.de/itm/PKW-Anh…kg-gebremst-/291869211585
    Standort war Dresden


    Schaut mal das Rahmenprofil der V-Dechsel an und vergleicht - es scheint das selbe Profil wie bei meinem Trailer zu sein. :) Ich greif ja nach jedem Strohhalm, vielleicht hab ich Glück... ;)

  • Hallo , sowohl die 1480mm als auch die über dem C-Profil verlaufenden Schweißnähte , exakt die an dieser Verbindung zum Querträger , sind wichtig .


    Verzinken wäre gut , aber!!! vom Preis her für einen Oldi- und Seltenfahr-Trailer eher sinnlos . Strahlen allein so ab 300 € schätze ich mal .Wegen dem Verzinkpreis nach Kilogramm kann ich bei der nächsten Bierrunde den Stahlbaumann ausfragen .
    Meine Anhänger sind noch mit Bleimenige grundiert , das hält lange , aber vergiftet alles .
    Inwieweit tragende! Teile mit unbekannter Stahlgüte überhaupt ins Zinkbad dürfen ???


    Stehende Bastei-Stossies zB ( Bild Kleinanzeigen) sind natürlich für Deinen Trailer arg daneben ; kein Platz , verhunzte Optik . Aber auch jetzige , schrägliegende Stossdämpfer würden ins Bild fallen .


    Die Fa. John war in DDR-Zeiten ein Guru in Bezug auf Anhänger . Er baut heute noch Spezialanhänger . Ich kann auch mal nach Dresden-Bühlau fahren , denen ein Bild zeigen , und auch wegen heutiger Berechnungen/ Nachrechnungen fragen . Aber alles mit gewisssen Bauchschmerzen : die Firma muß Kohle machen .....und erst in zweiter Linie sich um Selbstbauten kümmern .


    Auf dem Bild des HP100 deutlich zu erkennen : der vorderere Querträger liegt auf , also keine Querschweißungen an der kritischen Stelle.


    Gruß!

  • Moin,


    Fa. John ist schon angeschrieben, kannst da freilich aber auch gern mal vorbei fahren - ist für mich bisl weit. ;)


    Deichsel
    Die Deichsel ist auf gut 2m durchgängig ein Bauteil und am Ende am Hauptrahmen angeschweißt. Die Quertraverse bei rund 1,5m ist innen in die V-Deichsel eingeschweißt und dort wird wie man auf den Fotos sieht, die Ladefläche verriegelt und liegt auf, also nicht am Ende der Deichsel, wo diese angeschweißt ist. Ich sehe da jetzt kein Problem, wenn Sachgerecht geschweißt wurde - wovon ich ausgehe, da er ja nun fast 30 Jahre in der Praxis erprobt wurde ohne Rahmenprobleme zu bekommen. ;)


    Stoßdämpfer
    Noch mal - es steht eigentlich gar nicht zur Debatte, zumal, solange die Achsen nicht Typisiert werden können. Weil das wird mir niemand auch mit Stoßdämpfern dran abnehmen und ich muss auch nicht unbedingt eine Schnellläuferzulassung haben. Gerade mit Anhänger schwimmt es sich eh besser mit den Lkw als nur unwesentlich "schneller" diese ständig überholen zu müssen. So seh ich das. Also lassen wir das mit den Stoßdämpfern erst einmal beiseite. :)


    Verzinken
    Die Idee ist nett - aber nur mit Aufwand und Anpassungen am Fahrzeug machbar, wenn denn überhaupt. Er hat 30 Jahre mit Erstlack ganz manierlich überlebt, er wird auch weitere 30 Jahre schaffen, wenn er jetzt aufgearbeitet wird und pfleglich behandelt, auch ohne verzinken. Zumal ich ihn auch nach dem verzinken lackieren lassen müsste um seine Original-Optik halbwegs zu erhalten, das wäre dann zwar maximaler Rostschutz, aber zu welchem Preis? Daher lassen wir auch das erst einmal beiseite.
    Einen Preis kann ich auch per Anruf bei meinem Lacker erfragen, der lässt dort ständig Teile machen.

  • Hallo , ich Depp habe erst soeben bemerkt , beim Ausdrucken der Bilder mit denen ich dann mal zum John fahre , dass ich bisher gar nicht mir die Bilder in voller Größe angesehen habe . Die Queranbindung ist fachmännisch , die gesamte Hängerkonstruktion gut durchdacht , wird heute noch so gebaut .
    Der Ladeflächenknick ist natürlich für Langholztransporte verbesserungsfähig . ;) 
    Als Seilwinde ist bei mir aktuell eine 15€ Baumarkt drauf , die zerrt sogar 1tonner Pkw über steilere Auffahrtrampen . Ich will aber mir eine 2-Gang-China beschaffen , und abnehmbar , weil heutzutage alles geklaut wird .


    Gruß!

  • Na siehste. :D ;)


    Kannst ja mal Fotos machen, wie bei deinem die Seilwinde dran ist - denn die würde ich tatsächlich gern nachrüsten wollen. :)


    Der Knick wird dem Hubweg des Wartburg Gewindewagenhebers geschuldet sein, muss das mal probieren, aber denke, der wäre ohne den Knick nicht lang genug die Kipplade genügend anzuheben. :D

  • So, heute mal die erste Bremse aufgemacht und direkt Spaß dabei gehabt...


    1. Rad ab - dazu brauch man beim Tandem-Achser nicht mal nen Wagenheber, einfach das Rangierrad entsprechend aus oder einfahren. :D 


    Aber he, was das denn ?( - zwischen Bremstrommel und Wartburgfelge wurde ein 3mm Aluminiumblech gelegt. Spurverbreiterung Hand made oder was? Hmm, mal fix geschaut wie dicht die Reifen denn nun am Rahmen laufen:


    Ok... dann wird der vielleicht doch ursprünglich mit den Trabant Felgen gelaufen sein, weil die weniger Einpresstiefe haben? Kann mir nicht vorstellen das der Alu-Ring schon bei Erstzulassung verbaut war...


     


    Na dann mal weiter - Achsmutter lösen. Splint raus, 24er Ringschlüssel drauf, drehen und staunen: die Achswelle, wo die Kronenmutter drauf ist dreht frei in jeder Richtung! Also Flex geholt und vorsichtig die Kronenmutter zweimal angeschnitten und dann abgenommen. Anschließend kurz an die Bremstrommel geklopft (Hartgummihammer) und sie war los. Prima.



    Jetzt den Abzieher vom Trabant ansetzen und... klappt. Sehr schön.


      


    Auf jeden Fall muss da was passieren - die Bremsen werden wohl rei um einmal neu müssen.


    Ok und nun neue Fragen:
    1. Die Bremse ist vom Wartburg 353? Bremstrommel ist 50mm innen breit, also alte Ausführung - ok.
    2. Die Welle/Schraube wo die Kronenmutter drauf saß, ist definitiv locker und lässt sich frei drehen - muss das so, gibts davon eine Explosionszeichnung? Ersatzteile?
    3. Wie viel Belag müssen die Bremsbacken noch drauf haben? Gemessen hab ich 4-4,5mm
    4. Wäre theoretisch ein kompletter Umbau auf die günstigere schmale (neuere) Wartburgbremse möglich? Allerdings veringert sich da dann vermutlich die Spur, was ja nicht geht.
    5. Doch besser die Trabantfelgen nehmen? Wieviel Traglast hat ein Trabant-Rad mit nem 155/70 R13 Reifen? Hält die felge ebenso viel/wenig aus wie die Wartburgfelge und unterscheiden sich beide nur in der ET und dem Hump?


    @rainman
    Eventuell bist du oder ein Mod so nett das Thema umzubenennen in "DDR Autotransportanhänger Instandsetzung" - denn darauf läufts nun hinaus und das trift den Inhalt des Themas wohl besser. Danke. :)



    Edit:
    Ok, denke das Ding mit der Kronmutter und der Schraube/Welle versteh ich noch immer nicht, denn von hinten kommt man ja nicht ran, als das es so ähnlich wie hier aufgebaut sein könnte - oder doch?

  • Meiner zwar kein DDR aber bj 1974 und perfekt für den Trabant hab ihn auch verändern lassen abgespeckt und mit Siebdruckplatte versehen so wie Winde nachgerüstet hab eine Halterung schweißen lassen


  • Erst einmal großen Dank an den Chef der Fa. John in Dresden-Bühlau , ein Anhängerbau-Spezialist seit Jahrzehnten . In wenigen Minuten war das Wesentliche an Hand der mitgebrachten Bilder geklärt :
    -das Fahrwerk und auch der restliche Aufbau des Joachim-Trailers sind nicht bei der Fa John gebaut worden , und es ist weder Hersteller noch Konstruktionsunterlagen bekannt ; Achsen , Schubrohr usw sind natürlich Standardbauteile ;
    -das Schubrohr der Auflaufbremse ist industriell gefertigt und nur für 1000kg zugelassen, damit ist eine Auflastung gestorben ;
    - der Trailer durfte nach DDR-Abnahme-Vorschriften nur an einer Achse gebremst werden , da das Volumen des Trabant-HBZ nicht für 4 Wartburg-Radbremszylinder ausreicht !!! ;
    -den Trailer einmal leer auf die Waage stellen , denn nur 320kg leer sind für einen derartigen Doppelachser eher unwahrscheinlich ;
    -häufigster Verschleiß: Schwingenlager der Drehstabachsen ( können überholt werden) ; jedoch die Lagerung der Schubstange im Schubrohr ist eingegossener Kunststoff , diese Lagerung ist tüv-relevant , Reparaturmöglichkeiten begrenzt .
    -Feuerverzinken von tragenden Stahlprofil ist zugelassen , aber der Aufriß kostet ab 1000€.


    Dekra : heutzutage Konstruktion nachrechnen wegen Auflastung und vor allem die erneute Abnahme übersteigt Neukaufpreis eines Trailers , sprich es ist utopisch .


    Die Befestigung der 2 verschiedenen Handseilwinden an meinem Trailer ist russisch : ein angeschraubtes Stück Winkeleisen . Wobei die Seilwinde , welche beim Gebrauchtkauf 2000 (?) angeschraubt war , tatsächlich eine russische , sehr solide 2-Gang ist .Die hat aber ein Liebhaber mir abgekauft . Wie eine russsische Flugplatzseilwinde während des kalten Krieges nach Münster/erste Zulassung gelangen konnte ? Wahrscheinlich nur gegen harte Währung : ein Wässerchen aus Kartoffeln .
    Diese Seilwinde von 15kg , trotz Alugehäuse war für mich aber auch zu unhandlich , die wurde beim Hängerabstellen immer demontiert .
    Gruß!

  • Moin,


    Verzinken
    Also hier werden um die 600 Euro je Tonne fürs verzinken berechnet - Teile selbst zerlegen und sandstrahlen lassen ist ja klar, aber selbst mit Sandstrahlen komm ich nicht auf nen 1000er. Ist wohl Landeshauptstadtzuschlag... ;)
    Ich werde bei den wichtigen Teilen (Achsen z.B.) auf POR15 setzen.


    Leergewicht
    Das kann ich problemlos mal feststellen lassen beim Landhändler vor Ort, sobald ich die Bremse wieder zusammen habe.


    Schwingrohr / Schubstange
    Beides nach ersten Tests gestern praktisch spielfrei, die Buchsen des Schwingrohres kann man drehen lassen und für das Zugrohr gibts in diversen Caravan-Foren zum Bastei/Intercamp/Qek einige gute Anleitungen auch dieses zu retten, wenn es mal nötig würde. Derzeit zum Glück kein Thema - immer gut fetten und wie gesagt, er läuft eh nur gelegentlich bei mir. Das Schubrohr selber hat kein Typenschild, nur die Kugelkupplung. Auch da werde ich mich mal um eine Typenschild-Repro bemühen, die Löcher wo es befestigt wird sind da, aber da war nie eins dran, sind keinerlei Spuren zu sehen.


    Dekra
    Das dachte ich mir, weil so etwas in der Art schon hier und da gehört. Ist für mich aber wie die 100er Zulassung derzeit uninteressant bzw. einfach kein Thema. Fürs Heu und den Trabant oder mal sperriges Gerät reichts ja locker...


    DDR-Vorschriften
    Die würde ich zu gerne mal nach lesen, denn es gab offiziell keine Zwei-Achser Autoanhänger in der DDR. Selbst meiner ist nach DDR-Vorgaben wohl ein Einachser! weil beide Achsen weniger als 1m zusammen sind. So zumindest laut eines KFT Artikels anno 1988. Die Bremse funktioniert sehr gut (getestet) aber ich kann mir jetzt vorstellen, warum die den Bremsdämpfer nicht verbaut haben - die haben den vollen Schubweg gebraucht um beide Achsen hydraulisch zu versorgen. 2 Bremszylinder mehr bedeutet am HBZ ja auch doppelten Weg. Aber das muss der HBZ abkönnen. Man hätte freilich auch einen 2-Kreis HBZ nehmen können, was dann aber wieder mehr Gewicht und Aufwand bedeutet hätte...


    320kg
    Na ich kann zumindest schon mal sagen, das er sich leichter zieht als unser Pferdetransporter mit Doppelachse (1,5er) von 1979 (verzinkter Stahlrahmen, 2 gummihüpfachsen, Siebdruckplattenwände, Plane, 18mm Lärchenholzmassivboden). Aber klar, das ist subjektiv.


    Danke für die Info zur Seilwinde - also ist hier Eigeninitiative gefragt. Da es ein Kipplader ist wäre wohl eine Befestigung an die Kippbrücke vorn sinnvoll, oder seitlich mit einer Umlenkrolle mittig. Das soll dann aber nicht das Problem sein. :)


    Firma John ist also auch raus, schade aber ok - eben doch ein Unikat. :D ;)




    Falls noch jemand was hierzu weis...
    Ok und nun neue Fragen:
    1. Die Bremse ist vom Wartburg 353? Bremstrommel ist 50mm innen breit, also alte Ausführung.
    ok.


    2. Die Welle/Schraube wo die Kronenmutter drauf saß, ist definitiv locker und lässt sich frei drehen - muss das so, gibts davon eine Explosionszeichnung?
    ok - geklärt, ist normal (war nicht fest genug)


    3. Wie viel Belag müssen die Bremsbacken noch drauf haben? Gemessen hab ich 4-4,5mm.
    ok - auch geklärt, 3mm ist die mindest belagstärke bei der Wartburgbremse.


    ? 4. Wäre theoretisch ein kompletter Umbau auf die günstigere schmale (neuere) Wartburgbremse möglich? Allerdings veringert sich da dann vermutlich die Spur, was ja nicht geht. Oder gar auf Trabant Bremse ?


    5. Doch besser die Trabantfelgen nehmen? Wieviel Traglast hat ein Trabant-Rad mit nem 155/70 R13 Reifen? Hält die felge ebenso viel/wenig aus wie die Wartburgfelge und unterscheiden sich beide nur in der ET und dem Hump?
    ok - es werden zu 99% wohl Trabantfelgen werden, wegen der ET von nur 35 und weil da auch 155/70 R13 drauf passen (mit Schlauch oder ohne?)


    ? 6. Ich hab bisher nur Drehstabachsen mit einer eher dem Trabant ähnlichen Trommelbremse gesehen (Innenaufbau) - seh ich das richtig oder gabs auch regulär Drehstabachsen mit WaBu Bremsen?

  • Spur bei schmaler Bremse ist identisch. ;)

    „Die Zensur ist das lebendige Zeugnis der Großen, dass sie nur verdummte Sklaven treten, aber keine freien Völker regieren können.“

    (Johann Nestroy)


  • Danke für die Info, also wäre das zumindest eine Option, da die schmale Bremse günster zu beschaffen ist. :)


    Aktuell schaut es aber "nur" nach entrosten, neuem Bremszylinder (ca. 35mm Außendurchmesser - welchen muss ich besorgen? 24,5mm oder 22,2mm?), neue Lager (geschlossene), neue Bremsschläuche und eventuell die M16x120er Schraube neu. Trommel und Beläge sind noch brauchbar, Nachsteller und Kleinkram auch, eventuell nen neuen Bowdenzug für die Handbremse.


    Bilders:


    Na etwas putze, putze auf dem Teilewaschtisch:


    Und Details:

    Das innere große Lager war ein Russisches Modell, das kleine äußere made in GDR wie es sich gehört ;)


    So, jetzt schon mal erste Teile bestellen... :D


    Nebenher noch ne prima Anleitung vom Wartburgpeter gefunden - sehr schön. :) http://www.wartburgpeter.de/tf_fahrwerk23.htm

  • (mit Schlauch oder ohne?

    Da musst du nur beachten, dass die Felgen einen Hump haben. Dann darfst du auch schlauchlos. Gab's ab '83 mit der 8-Lochfelge, wenn ich nicht zu sehr irre.

    Herr gib Regen und Sonnenschein, für Reuß - Greiz, Schleiz und Lobenstein,
    und woll'n die annern auch was haam, so soll'n 'se es dir selber saa'n!

  • Einachser Zweiachser


    Hallo , hier ist nur das technische angesprochen , nicht das verkehrsrechtliche . Deine 2 Achsen besitzen 4 Wartburgradbremszylinder , und deren notwendiges Bremsflüssigkeitsvolumen ist größer als das , was eine Trabi-HBZ fördern kann . Alles ist mit Sicherheitstoleranzen zu betrachten . Das ist ein technischer Fakt , hoffentlich liest hier nicht der TÜV-Mann Deiner nächsten HU mit . Und ob ein einachsgebremster Zweiachser auch als gebremster Anhänger gilt ? Davon habe ich keine Ahnung .


    Schubrohrdämpfer : beim Fahren mit einem vollbeladenen Hänger ist so ein Dämpfer ein Segen .


    Zuschlag in der größten Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen : nee , die 1000€ sind teilweise meiner morgendlichen Fantasie entsprungen . Denn es kostet meistens deutlich mehr , als der Strahler evt auch der Verzinker veranschlagen . Beispiel : neulich eine nahezu rostfreie Trabifelge strahlen lassen , von 10 auf 20 beim abholen . Aussage Fa John : über 1000 .


    Unikat : aus dem Bauchgefühl heraus werden diese , eher aufwendigen Hänger-Konstruktionsunterlagen/ Fertigungszeichnungen wohl mehrere Nutzer gefunden haben. In der damaligen Rennszene wird sich sowas doch rumgesprochen haben .


    Radlager : mit ZZ-Lagern gute Erfahrungen gemacht , vor allem wenn die Simmerringe ins Alter kommen .


    Ich entschuldige mich : heute wieder vergessen ein paar neue Wartburgbremsbacken aus der Hängerersatzteilkiste aus dem Aussenlager mitzunehmen , sende ich Dir kostenlos . Mit neuen Bremsbacken klappt's dann nicht nur mit der Nachbarin , sondern auch mit ( nur ) einem Trabi-HBZ.


    Schönen Abend!

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Tüftler ()

  • ... mach mich mit dem HBZ nicht fertig. :D;) 
    Es funktioniert, die Prüfanstalten haben nichts zu meckern und für mich ist das ok so. ;) Du solltest am besten mal vorbei kommen, spätestens im nächsten Jahr - dann werf ich den Grill an und du krauchst durch den komischen Auto-Trailer. :thumbsup:



    Schubrohrdämpfer : beim Fahren mit einem vollbeladenen Hänger ist so ein Dämpfer ein Segen .

    Meinst du jetzt den Dämpfer im Schubrohr? Den hat er doch drin 8| - kann ich dir gern ablichten, auch wenns meinen Rücken freuen wird. :)



    Verzinken:
    Alles ok - wird kein Thema, zumindest nicht für den kompletten Trailer. :thumbup:



    Unikat : aus dem Bauchgefühl heraus werden diese , eher aufwendigen Hänger-Konstruktionsunterlagen/ Fertigungszeichnungen wohl mehrere Nutzer gefunden haben. In der damaligen Rennszene wird sich sowas doch rumgesprochen haben .

    Find einen, ich wäre seelig - schon zwecks Austausch von Erfahrungen. Ich hab nur in Bilderrchiven von Sachsen und dem Bund gesucht und zwar viele DDR Rennsportfotos gefunden und auch einige Trailer - aber alle Einachser. Wenn du einen Zweiachser Auto-Trailer ähnlicher Bauart auftust - ich spendier dir ne Kiste Bier. :thumbsup:



    Radlager : mit ZZ-Lagern gute Erfahrungen gemacht , vor allem wenn die Simmerringe ins Alter kommen .

    Ich überleg noch, ob ZZ (Staubdicht) oder RS (Staub- und Wasserdicht). Letztere hab ich auch schon einige Jahre im HP 300 und die sind noch wie neu, gerade bei meiner Hobby-Nutzung. Preislich nimmt sichs ja eh nicht viel und beides nicht schlechter als offene. :D:thumbup:



    Zitat

    Ich entschuldige mich : heute wieder vergessen ein paar neue Wartburgbremsbacken aus der Hängerersatzteilkiste aus dem Aussenlager mitzunehmen , sende ich Dir kostenlos . Mit neuen Bremsbacken klappt's dann nicht nur mit der Nachbarin , sondern auch mit ( nur ) einem Trabi-HBZ.

    Wow - wie komm ich zu so etwas? 8o Öhm - danke. :saint:


    Neue Fotos wird es wohl erst nach der Oldtema geben - ich will sehen was ich dort eventuell an original Teilen auftreiben kann und was ich dann noch bestellen muss. Wenn ich alles nötige bestellen muss, bin ich bei rund 196 Euro je Achse ohne Rostschutzprogramm... plus Reifen (155/80R13 83T, 70 Euro je Achse) und eventuell noch 2 Felgen, hab nur noch 2 Trabantfelgen mit Hump im guten Zustand liegen um die Reifen etwas weiter weg vom Rahmen zu bekommen... Allerdings wird das dann auch recht lang halten. Beim Pferdeanhänger hab ich die Kur vor 14 jahren gemacht und der ist Fahrwerkstechnisch noch tipp topp... :)

  • @Joachim,
    und ich hab die 4 nagelneuen Endachtziger Felgen letztes Jahr alle verkauft :/

    Ein Oldtimer ist wie die Freundin Deines besten Freundes, Du kannst Sie ansehen, ja bewundern aber bitte nicht berühren!

  • Moi , Gedanken zur Bremsanlage nur noch über PN , nicht dass der fertige Trailer dann bei der HU "fertiggemacht" wird . Nur noch posetives kommt ins Forum , zB das ich noch mal zur Fa John fahre , wegen der Rechtslage zu nur einer gebremsten Achse .
    Dämpfer im Schubrohr : Nr 52 ....nicht verbaut ... aber Nr.58 ...den hat er doch drinn.... Foto nicht nötig , ich habe es nur geschrieben , weil bei meinem Trailer die Bremse wegen dem funktionslosem Dämpfer nicht mehr vernünftig eingestellt werden konnte . Bei Trailern und Lastanhängern ist Leergewicht zu vollbeladen für die Bremse eine Herausforderung . Bastei, Intercanp usw sind da besser dran .
    Gruß!

  • @oldtimerfreund
    Ist doch immer so. Haste es da - liegts rum. Verkaufste es, brauchste es kurze Zeit später. :D;) Mal gucken was die Oldtema so anbietet. Wenns hart kommt hab ich 2 schon da, eine Werksneue und ein Reserverad. Hab aber auch noch nicht ins Lager geschaut ob da nicht auch noch welche sind. Zwei könnten auch an der 601er Karosse in der Scheune sein - HA! oder am Kombi, den wollt ich doch eh flöhen und verschrotten - ich schau mal, falls es heute noch mal helle wird. Kack Wetter! :(


    @Tüftler
    Hast du mal ein Bild/Zeichnung zu Nr. 52 / 58 wo ich sehen kann was du meinst? Ich steh aufm Schlauch...