DDR Autotransportanhänger Instandsetzung

  • Gleich noch ne Frage:

    Um ggf. die pott hässlichen Unterlegkeile gegen was DDRiges zu tauschen - gabs da was aus DDR-Produktion?

    Einige nahmen Holzkeile her............:)













    Die kannste selbst herstellen.........;)

    Wer ein Rechschreibfehler findet,kann ihn behalten.......habe eine andere Sammlung. 8)


    ;( Hat der Schlosser gefuscht, wird`s mit Farbe übertuscht 8o

  • Jein. Kenne ich nur von 2- und 3-Tonner Traktor/Multicar Anhängern, aus Blech und lustig schaukelnd unterm Rahmen hängend.

    „Die Zensur ist das lebendige Zeugnis der Großen, dass sie nur verdummte Sklaven treten, aber keine freien Völker regieren können.“

    (Johann Nestroy)


  • Gabs auch kleiner aus Blech fürn PKW bzw Anhänger, Multicar gabs auch die kleinen, die waren dann in eine Halterung eingeschoben, die an den hinteren Kotflügel war.

  • Kann Ich morgen machen, falls keiner schneller ist.

  • Dann komm ich gleich mal mit nem Link um die Ecke. Hab gestern bei der Suche nach Bildern nämlich welche in den Kleinanzeigen entdeckt, war mir aber nicht 100% sicher ob es die richtigen sind.

    https://www.ebay-kleinanzeigen…z-alte/757040629-223-4217

    Da scheinen zwei dabei zu sein.



    MfG

    Matze

    Stets dienstbereit, zu Ihrem Wohl, ist immer der Minol-Pirol!

  • Die beiden rechten sollten die kleinen sein.

  • Hab ihn angeschrieben, mal schauen ob ich dank euch Glück hab. Dankeschön! :)


    Fotos von den Haltern hast du nicht zufällig? :D


    Und wenn ich noch fragen darf - ein noch besseres Foto von dem Aufkleber/Wasserbild vom Bremskeil, dann könnte ich die ggf. nachfertigen.

  • Bild vom Halter habe Ich nicht, nur von Kleinanzeigen, das Abziehbild Fotografiere Ich dir nochmal genau ab.

  • Hier noch das Bild vom Abziehbild, die Größe ist 2x4cm



    Wenn du es in besserer Auflösung brauchst, sende mir bitte deine Email per PM

  • Heute ging es mit tatkräftiger Unterstützung von zwei Schrauberkollegen und Firma Felgner Wiedemar endlich weiter am Trailer.


    Die Bremse hatte der Tüv beanstandet, also einmal überarbeiten. Alle Bremszylinder erneuert oder aufgearbeitet, alles gängig gemacht, zweites Handbremsseil getauscht, Hauptbremszylinder komplett ersetzt und dabei gleich mal ein paar Spezialitäten der Hydraulischen Auflaufbremse an meinem Trailer kennen gelernt. Dazu später mehr.


    Hier ein paar Bilder vom Tag:

        


    Der HBZ ist einer vom Trabant (Einkreis) ein BH7. Statt der vom Trabant bekannten Bremsstange, welche in den HBZ hinein ragt und den Kolben bewegt, kommt hier eine deutlich kürzere Stange mit Pilzkopf zum Einsatz. Das hat vermutlich in der Kinematik des Bremsgestänges seinen Grund und erscheint auch mehr als sinnvoll, wenn man drüber nach denkt.

    Ein Wort noch zu den anfänglichen Zweifeln, ob der Zylinder genug Hub bringt, für 4 Wartburgzylinder. Ja, tut er und das sogar bei den noch immer verbauten alten Bremsbelägen (hab zwar neue da, aber die Alten waren noch gut genug - warum also zu früh wechseln) es bleibt ca. 33-40% Kolbenhubweg über. Passt.


    Was ich gern gehabt hätte, wäre eine Druckfeder im Bremsgestänge, um den HBZ zu schützen, ähnlich wie bei manchen Wohnanhängern. Hat einer zufällig sowas noch liegen oder weiß wo man die her bekommt?


    Morgen wird die Zugkupplung gewechselt, die Bremskinematik fertig gestellt, das Stützrad noch erneuert und wenn ich viel Langeweile hab, kommen gleich mal neue Spritzgummis dran.

    Ja, und einen Bremsschlauch muss ich noch wechseln, hatte heute leider nur noch 3 Stück da, da muss ich erst noch nach kaufen.


    Farblich wird er zum Schluß dann aufgefrischt. ;)

  • Heute haben wir mit Zusatz-Kumpel Olaf dann das Hängerchen soweit erst einmal TÜV-fertig bekommen:


      


    Dank Olaf hat er nun auch wieder 1A Schmutzfänger dran, in Originalgröße selbst angefertigt, die Zugkupplung ist nun eine neue KK82, die Bremsanlage geht soweit, Lichtanlage auch. Das Stützrad ist nun keines aus DDR mehr (das war komplett verbogen und vermutlich schlicht nicht stabil genug (auch ein Eigenbau).


    Was ich nun noch auf der ToDo-Liste habe:
    - Radkästen demontieren, strahlen, reparaturschweißen, verzinken und lacken

    - im hinteren Bereich eine zusätzliche Traverse einbauen (mMn. dringend nötig)

    - Lackaufbau (entrosten, Grundieren, Lack) und Korossionsschutz (Hohlräume sandern)

    - Verkabelung erneuern (leider an einigen wenigen Stellen brüchig), dabei direkt für das letzte Stück zum Zugfahrzeug Silikonkabel verwenden weil ich knochensteife Kabel bei Kälte einfach leid bin ;)

    - gescheite Transportgurte beschaffen

    - Sicherungskeile selber herstellen

    - original DDR Unterlegkeile anbringen


    Es bleibt also noch n bisschen was zu tun, aber er lebt und soll weiter in Betrieb bleiben. :)

  • Die Feder zwischen Hebel und Kupplung ist zwingend erforderlich, sonst zerstörst du bei der ersten richtigen Bremsung die Manschetten der Geber bzw Nehmerzylinder und die Fuhre knallt dir ungebremst ins Heck, Ich empfehle dir aber auch einen Auflaufdämpfer nachzurüsten, es fährt und vorallen Bremst sich damit schöner.




  • Aber hat er nicht bereits einen Auflaufdämpfer im Zugrohr verbaut? :haeman: Typ: E-201-210/55 im Bild die Nummer 05



    Für einen solchen externen Auflaufdämpfer hätte ich am Trailer auch irgendwie gar keinen Platz. Davon ab, muss es ja nunmehr 30 Jahre so funktioniert haben und auch nicht alle Wohnanhänger mit hydraulisch-mechanischer Auflaufbremse haben einen Federdämpfer im Druckgestänge zum HBZ. Also prinzipiell sollte es auch ohne diesen gehen, man wird wohl nur exakter und öfter einstellen/nachstellen müssen, damit die Bremsung korrekt funktioniert.


    Ich würde es ja gern so umbauen:




    Gleich noch ne Frage:

    Wer weiß was zu dieser Art Druckstange am HBZ,



    charakteristisch ist der Pilzkopf am HBZ seitigen Ende, der dann auch nur auf den Kolben im HBZ drückt und nicht in diesem drin steckt wie die meisten anderen Druckstangen an DDR-HBZs. Es schaut auch nicht nach Eigenbau aus, da eine speziell ausgeschnittene Scheibe, diese Druckstange am aus dem HBZ fallen hindert. Dies Scheibe ist für den Pilzkopf auch noch eingedellt, damit der der HBZ-Kolben weit genug zurück fahren kann, um Bremsflüssigkeit aus dem Vorratsbehälter zu ziehen.

    Vorteil (mMn.) dieser Lösung ist, das die Druckstange nicht absolut gerade auf den HBZ-Kolben drücken muss.

    Hat sowas schon mal wer gesehen? :/

  • Wenn der Dämpfer schon im Zugrohr vorhanden ist, wäre alles gut, jedoch ist deine Ex-Darstellung von einer Seilgebremsten Auflaufvorrichtung, die haben meist einen Dämpfer.


    Die Zwischenfeder hat eine Schutzfunktion für den HBZ, bei Vorrichtungen ohne Dämpfer, die Anhänger haben aber mit unter ein eigenwilliges Auflaufverhalten.


    Die Druckstange hat deshalb diesen Pilzkopf, da die Stange nicht immer im 90° Winkel zum HBZ steht, würde sie auf den Kolbenboden drücken, könnte das ganze verkanten und den HBZ beschädigen.


    Habe Ich am Bastei auch so Original, habe da übrigens einen Externen Dämpfer am Zugrohr.

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  • Was genau meinst du hiermit:

    jedoch ist deine Ex-Darstellung von einer Seilgebremsten Auflaufvorrichtung

    Der Anhänger hat auf alle 4 Räder hydraulische Bremsen, und die Vorderachse für die Handbremse halt noch Seilzug extra. So hatte ich das doch von Anfang an beschrieben oder zumindest bebildert.

    Man sieht an der Zugvorrichtung am hinteren Ende des äußeren Auflaufrohres die Schraube, wo der Dämpfer hinten fest gemacht wird, die geht am Ende quer durch das Rohr.
    Den Dämpfer hab ich schon neu geordert, der wird ersetzt, da der alte ziemlich sicher tot ist. Das Fahrverhalten hat dies bisher jedoch nicht wirklich irgendwie nachteilig beeinflusst. Für das Zuggahrzeug (VW T4 Multivan) ist der Anhänger eh keine ernste Belastung. ;)


    Was mich wundert, das scheinbar keine Möglichkeit vorhanden ist, das Auflaufen beim rückwärts schieben zu verhindern, Ich seh da zumindest keine Sperre.

  • Es gibt Kombidämpfer, die einen Auflaufdämpfer mit einer Gasfeder kombiniert haben, alle neueren Anhänger haben das, diese setzen so viel Widerstand entgegen, das das Zugrohr nicht eintaucht beim zurücksetzen.

  • Ich hätte da weitere Fragen:

    Anhängerkabel, 7x1,5 - gibts das vielleicht auch als Silikonkabel oder gibts generell schwarze, die im Winter nicht knochensteif werden? Das was dran ist am Anhänger nervt, weil an ersten Stellen brüchig und nur gewaltsam bei den aktuellen Temperaturen biegbar.


    Wie ist das mit der Anhängerversicherung? Aktuell ist er über das Zugfahrzeug mit versichert. Aber wie ist das, wenn ein Freund sich den Anhänger mal (unentgeltlich) ausleiht und mit dem eigenen Kfz fährt?

  • Hi.


    Soweit ich mich erinnere ist ein angekuppelter Anhänger immer über das ziehende Fahrzeug, im Verleihfall also über das Auto deines Freundes, versichert. Im Fall dass er sich aus der Abstellung mal selbstständig macht greift wiederum die Haftpflicht des Anhängers.


    MfG

    Matze

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