Beiträge von Postkugel

    Die ganze Benzinpreisdisskusion ist im Augenblick nur Gerede ueber Kleingeld. Ob nun 1,60 oder 2,20 macht den Kohl vergleichsweise nicht fett.


    Haetten wir beim Benzin Preissteigerungen wie beim Erdgas, redeten wir hier ueber Spritpreise von um die 6 Euro.


    Und im Gegensatz zum Heizen kann ich den Kraftstoffverbrauch wesentlich einfacher reduzieren. Wenn ich mir anschaue, wie tlw. im Berufsverkehr gefahren wird, ist der Kraftstoff definitiv noch zu billig.


    Aber leider sind viele Zeitgenossen nicht in der Lage, Dinge vom Ende her zu denken :rolleyes:

    Unser lokaler Versorger hat jetzt den Gaspreis zum 1.10. in der Grund- und Ersatzversorgung nahezu verdoppelt. Von bisher 12 Cent auf 22,5 Cent.


    Im Vergleich zum vergangenen Jahr ist das glatt eine Vervierfachung des Preises =O


    Mir kann es zwar "wurscht" sein, weil ich bin von denen nicht abhaengig, aber was das so in der Nachbarschaft ausloest, daran mag ich nicht denken.

    Ich habe auch nur die Schaumisolierung.


    Die Platten und der Tauchsieder sind nicht teuer, wobei 7 Platte 'a 300 Watt derzeit mit rd. 1500 Euro zu buche schlagen. Aber das "Drumherum" (Freiland in Hanglage) kostet, sofern es nicht "russisch" werden soll, auf jeden Fall nochmal den selben Betrag.

    Und da buddelt man dann noch gleich die Kuehlschlangen einer Waermepumpe mit drum, um die verlorene Waerme wieder aufzusammeln. Aber die Idee mit dem Einbuddeln ist gar nicht mal sooo doof, denn wenn der Speicher tief genug eingegraben wird, steht er dort besser als in einer frostigen Garage. Wobei die dann trotz "100% Isolierung" auch nicht mehr frostig ist. Meine Pufferspeicher sind gleichzeitig die Werkstatt- und Kellerheizung. Sehr angenehm!


    Was ich im Augenblick noch ueberlege, ist den 1. Pufferspeiche, welcher die Heizsschlange fuer's Warmwasser enthaelt, noch mit einem elektrischen Tauchsieder auszuruesten und dort 7-8 Solarplatten dranzuhaengen. Im Augenblick nutzen wir die Gasheizung hauptsaechlich fuer Warmwasser im Sommer und in der Uebergangszeit. Der Vorteil einer elektrischen Warmwasserzusatzheizung besteht im geringen Anlagenaufwand, weil diese komplett ueber Gleichspannung laufen kann (kein Wechselrichter!) und im Gegensatz zur Solarthermie keiner Pumpe und Verrohrung bedarf.


    Ich habe nur das Problem, dass auf dem Dach kein sinnvoller Platz mehr ist und ich im Gelaende erst ein Untergestell in Hanglage errichten muesste. Den Aufwand scheue ich etwas und dieser macht die Amortisation fraglich, denn wenn's ordentlich werden soll, betraegt die Investition 3000 Euro bei zu aktuellen Gaspreisen 200 Euro Einsparung im Jahr :hä:

    Im Prinzip hast Du recht, obwohl wir schon einiges mehr Puffervolumen haben, als es die KfWseinerzeit forderte. Wenn ich den Kessel mal tauschen muss (was gern noch 10 Jahre dauern darf), dann werde ich das naechstgroessere Modell nehmen, welches auch mehr Fuellraumvolumen besitzt und noch einen weiteren 1000L-Puffer in Reihe schalten. Mit dieser Kombi sollte man dann mit einem Abbrand gut 30 Stunden hinkommen. Wobei ich dann Rentner bin und (theoretisch) nicht mehr nach der Dienstpfeife springen muss.

    Ich werde wohl zur Sicherheit am 1.10. den Gashaupthahn vorlaeufig schliessen. Nicht, wenn mal eine unserer dienstlichen Laberrunden - wie so oft - aus dem zeitlichen Ruder laeuft, dass dann noch gutmoeglich die Gasheizung anspingt.


    Das Haus kuehlt dennoch nicht komplett aus, weil die Ruecklauftemperatur in den Pufferspeichern der Holzvergaserheizung auch in der "2. Runde" noch eine gewisse Beheizung des Gebaeudes bewirkt, auch wenn die Dame des Hauses dabei mit 17-18 Grad vorlieb nehmen muss, ehe der Herr des Hauses dann endlich zum Schueren kommt :saint:

    Es bleibt in Sachen Steuern wie immer die Frage, was denn da "gerecht" ist. Die Antwort darauf findet man bspw. im Umfang der Schwarzarbeit und bspw. der Verfuegbarkeit von Handwerkern. Wenn ich da so an die Einkommenssteuersaetze der DDR Tarif K zurueck denke, wird schnell klar, warum weiland vielen nur unter der Hand lief. Ob solche Zustaende neuerlich erstrebenswert sind?

    Ach was, das ist der Klimawandel, der nur in den Laendern des ehem. Ostblocks noch nicht angekommen. [/Ironie]


    Wobei der verlinkte Artikel dann doch sachlicher ist, als es die Ueberschrift zunaechst vermuten laesst. Als wir zu Ostzeiten im "Elbi" noch fast ueberall Boofen und Feuer machen durften, konnte man die Naehe eines solchen ursaechsischen Uebernachtungsplatzes an dem praktischen Nichtvorhandensein von Totholz sicher ausmachen.

    Wenn eine wirklich schlagkräftige Hubschrauberflotte verfügbar wäre, könnte man den Gedanken vielleicht verwerfen.


    Aber da borgen sie sich die Helis irgendwie zusammen um mal 20 Stück in eine Region zu schicken. Nichts ist vorbereitet, immer nur von der Hand in den Mund.

    Damit hast Du Dir selbst die Antwort zu Deiner Frage aus dem anderen Fred gegeben, warum ich der Meinung bin, das wir Glueck haben, weil zw. uns und den Russen noch diverse Osteuropaeer sitzen.


    In der Hohen Tatra hat der Sturm Kyrill seinerzeit noch schlimmer gewuetet als hier im Harz. Und die Slowaken haben fast 3 Jahre zum Aufraeumen gebraucht, was bei der angefallenen Menge an Schadholz eine absolut respektable Leistung ist!, auch wenn in dieser Zeitspanne der Kaefer natuerlich ebenfalls zuschlaegt. Aber dort hat man sich vor allem nicht irgendwelchen dumpfbackenen Ideologien ("Natur Natur sein lassen") ergeben sondern loesungsorientiert zugepackt.


    Ergebnis: Waehred in der Tatra auf den Windwurfflaechen inzwischen grossflaechig 6-8 Meter hohe Jungbaeume wachsen, vom Borkenkaefer kaum noch eine Spur zu sehen ist (in 10 Jahren wird ein ungeuebtes Auge kaum noch merken, "das da mal was war"), geht das Sichtum des Waldes hier im Harz mit bundesdeutscher Dekadenz munter weiter.

    Ihr glaubt gar nicht, was wir fuer ein Glueck haben, dass zwischen uns und den Russen die Ukrainer, Polen, Slowaken und Tschechen sitzen.


    Sagt einer, der gerade 2 Wochen Urlaub von der bundesdeutschen Dekadenz hinter sich hat.

    Apropos Putin: der mediengeschasste Altkanzler Schröder war kürzlich bei ihm und hat anschließend nochmals auf die Notwendigkeit einer Verhandlungslösung verwiesen. Der einsame Rufer in ser Wüste, das Medienecho war auffällig verhalten...

    Notwendig sicherlich. Nur: Wir Putin denn bereit sein, auf Basis des Voelkerrechts zu verhandeln? Ich denke eher, das seine Verhanlungsposition auf der Basis seiner Panzer beruht.

    Mein "Spezi" (das war einer, der das wirklich schon gefuehlte 100 Jahre lang machte) hat seinerzeit den neuen Laufbolzen eingepresst, danach auf der Staenderbohrmaschine die Kerbe fuer den Stift durch das vorhandene Loch gebohrt und anschl. den Stift mit maximal 3 Hammerschlaegen eingetrieben. Das war eine Sache von ca. 10 Minuten pro Seite.


    Das ist jetzt 20 Jahre und ca. 180 Tsd. Kilometer her. Bisher gab es keine Notwendigkeit, die Laufbolzen zu ziehen. Gute Pflege, also reglmaessiges Abschmieren und intakte Dichtungen sowie rechtzeitiges Tauschen der Buchsen sorgen an dieser Stelle fuer nur marginalen Verschleiss.

    Die koennen gut in der Kueche und bei der Logistik helfen. 300+x Feuerwehrleute brauchen zu Essen, frische Klamotten usw., usw.


    Aber bitte nicht an den Brandherden. Waldarbeit ist so schon saugefaehrlich und braucht besonnene Menschen mit Erfahrung. Erst recht, wenn's brennt.

    Soja wird u.a. im Eiweisssfutter der hochautomatisierten europaeischen Schweinefabriken genutzt.


    Es zeigt im Grunde den ganzen Irrsinn: Das Zeug baut man irgendwo auf der anderen Seite der Welt an, wo man es in Sachen Umweltschutz nicht so genau nimmt. Verschifft das Futter dann auf die andere Seite der Erdkugel in die hochautomatisierten Tierfabriken, kutscht die Tiere zum Schlachten dorthin wo es billig ist um anschl. die Produkte wieder um die halbe Welt zu verschicken.

    Naja, die eigentliche Wertschoepfung findet beim Brennholz erst durch die Aufarbeitung statt, weil man jedes Stueck mind. 5x in die Hand nimmt, ehe es vorm Ofen liegt. Auch die nutzbare Energie wird erst durch die Trocknung richtig erschlossen.


    Frueher sprach man in den Lehrbuechern uebrigens von "sauberer Waldwirtschaft", nicht zuetzt, weil diese die Ausbreitung von Schaedlingen aber auch die Brandgefahr deutliche mindert (lebende Baeume sind schwer entflammbar). Heute ist aber viel Totholz schick...

    Wenn es richtig warm und trocken ist, reichen bekanntlich schon Kleinigkeiten (weggeworfene Zigarettenstummel usw.), um einen Waldbrand auszuloesen. Meist ist Dummheit und nicht Vorsatz die Ursache.


    Besonders schlimm ist m.E. die Bushcraft-Fraktion. Ich hab mir bei YT mal ein paar Videos angeschaut, da bekomme ich echten den Brechreiz. Das sind Leute, die vermutlich aus ihrer grosstaedtischen Woke-Blase ausbrechen muessen und dann in der "Wildnis" den Daniel Boone miemen. In der saechsisch/boehmischen Schweiz sind diese Leute inzwischen eine echte Landplage. Auch wenn die max.5% (eher weniger) der Besucher stellen, machen die vieles kaputt, was frueher moeglich war. Ich gehe deshalb davon aus, das dort demnaechst das Boofen endgueltig verboten wird ?( ;(


    Der Fehler in den deutschen Nationalparks besteht darin, dass man mit den amerikanischen NP's gleichziehen moechte, obwohl die Voraussetzungen gaenzlich andere sind.


    Drueben wurden *Natur*landschaften unter Schutz gestellt, hier haben wir jedoch *Kultur*landschaften, welche nicht erst in den vergangenen 100 Jahren entstanden.


    Naturlandschaften sind uebrigens absolut menschenfeindlich. Wer das verstehen will, dem empfehle ich 2 Wochen Alaska auf eigene Faust quer durch die Wildnis. Ich habe das hinter mir und dabei vor allem gelernt, unsere heimische Kulturlandschaft zu lieben.


    Nicht "Natur Natur sein lassen" sondern "gewachsene Kultur Kultur sein lassen" muesste das Motto der (National)parks sein. Und dazu gehoert fuer mich auch eine extensive Waldnutzung. Konkret fuer die saechsisch/boehmische Schweiz: Aktive Borkenkaeferbekaempfung und Schadholznutzung durch die heimische Bevoelkerung (kostenlose Brennholzwerbung fuer den Eigenbedarf!). Das Holz verbrennt nun sowieso, nur dass es *so* kein CO2 einspart.

    Ach, es gibt dort nicht nur die in der Presse geframten Megafeuer sondern auch ganz kleine Waldbraende ueber nur wenige Hektar. Die interessieren oft niemanden, weil die - wie schon geschrieben - ein normaler Baustein der natuerlichen Waldverjuengung sind.


    Der Grundfehler hierzulande ist, dass man inmitten einer jahrtausendealten Kulturlandschaft mit einer viel zu hohen Bevoelkerungsdichte ploetzlich Naturlandschaften herbeizaubern will und sich dann wundert, wenn es in der Natur wie in der Natur zugeht.


    Ich vergleiche das stets mit dem irrigen Versuch, eine 08-15 Herde von Rindviechern in den Wald zu treiben und diese dort mit der Hoffnung sich selbst zu ueberlassen, es moegen sich daraus so ganz von allein und ueber die Zeit Ur- und Auerochsen daraus entwickeln.