Posts by Postkugel

    Es ist und bleibt ein gross angelegter Betrug. Das kapitalistische System hat sich mal wieder in eine Sackgasse hineinmanoevriert. 1914 laesst sich nicht wiederholen, also muss was anderes her.


    Nein, das ist keine Verschwoerungstheorie. Es ist eine ganz reale Verschwoerung.


    Ich fuer meinen Teil halte es mit dem braven Soldaten Swejk und nutze geschickt die Annhemlichkeiten der Etappe. Ach ja, ich hatte heuer grosse Probleme, an Hepatitis A Impfstoff heranzukommen. Auch ein Virus. Der fordert weltweit rd. 4000 Menschenleben. Täglich.

    Das Virus mit irgendwelchen staatlichen Massnahmen aufhalten zu wollen, ist wie der Versuch, einen Vulkanausbruch mit der Feuerwehr loeschen zu wollen. Nicht nur sinnfrei, sondern sogar gefaehrlich.


    Warum: Weil eine Verzoegerungstaktik dem Biest die Zeit zur Veraenderung gibt und damit Menschen, die eine Infektion bereits ueberstanden haben, erneut in Gefahr bringt.


    Hier im Oberharz findet man es von staatlicher Seite schick, wenn der (tlw. auch natuerlich entstandene!!!) Wald grossflaechig am Borkenkaefer abstirbt. Natur natur sein lassen, ist die Devise. Gilt das (wenn es denn richtig ist?) nicht auch fuer den Menschen? Hat nicht so ein Keim die Aufgabe, Schlechtes auszumerzen?


    Ich bin Imker und sehe in meinen Bienenstoecken das Leben quasi taeglich im Zeitraffer. Jeden Tag sterben tausende Bienen, ebenso viele erblicken das Licht der Welt. Es gibt kein Leben ohne den Tod.


    Der Fehler von uns Menschen besteht darin, uns fuer etwas "Besseres" zu halten.Wichtiger wie Ausgangssperren usw. ist es, diesen Hochmut hinter uns lassen und dem uns umgebenden Leben mit mehr Ehrfurcht zu begegnen.


    Mir ist klar, das ein Trabiforum fuer solcherlei Gedanken eine schlechte Plattform darstellt. Ich mag sie dennoch nicht verschweigen.

    Herrjee, naja, Klopapier hamstern...nunja...wir konnten frueher auch ohne...wobei es das gute Graue eigentlich immer gab...eine Fabrik nebst >100jaehriger Maschine steht uebrigens noch und koennte wohl mittelfristig wieder den Betrieb aufnehmen :D...Trabikurbelwellen sind da ein ganz anderes Thema;(. Die wachsen nicht an Baeumen! Und auf dem Schacht gab es nicht umsonst den "Kumpetod". Wenn jetzt wirklich schlimme Zeiten kommen (woran ich nicht glaube), sind wir offensichtlich erst gaaanz am Anfang, bei so viel offensichtlicher Dekadenz. Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern, das zu DDR-Zeiten Klopapier jemals auch nur ansatzweise was als Tauschmittel taugte.

    und das radio dazu... der einzige weg nicht verrückt gemacht zu werden, is in nen Bunker zu gehen, und da bekommt man dann nen Koller und springt irgendwann gegen die Wand...

    Nene, das braucht keinen Bunker. Es genuegt ein umfangreiches Bauprojekt, welches der vollen Aufmerksamkeit bedarf. Nur das Baustellenradio muss bei Strafandrohung aus bleiben.


    Meinethalben darf der Grippewahn aber noch eine Weile weiter gehen. Dann habe ich Anfang Mai nach 4 Jahren Abstinenz endlich den Kuebel wieder auf der Strasse. Und ohne Touristen freie Fahrt, zumal die Spritpreise auch gerade wohlgefaellig sind :thumbsup:

    Das Gefaehrichste ist derzeit eine Krankheit namens morbus panikgitis. Ihr Hauptübertragungsweg ist das TV.


    Aber vielleicht ist es auch so, dass die Natur nun endlich mal zu ihrem ultimativen Befreiungsschlag gegen die weltweite Überbevölkerung ausholt. Oder (sehr wahrscheinlich) irgend etwas dazwischen.


    Wie soll der alte Luther gesagt haben: Wenn ich wuesste, das morgen die Welt unterginge, so wuerde ich heute noch ein Apfelbaeumchen pflanzen. Ich schwing dann mal weiter den Malerpinsel...

    Das derzeitige Theater ist ein riessengrosser Bluff. Ich weiss nur nicht, ob Vorsatz oder Dummheit, neige aber zu letzterem.


    Grippeerreger (die Influanzaviren machen nur rd. 10% davon aus) hatte es "schon immer" wird es auch immer geben. Und die haben schon immer Leuten "den Rest" gegeben. Manchmal trifft es leider auch mal jemanden scheinbar Gesunden. Das wird auch so bleiben.


    Was man jetzt hat, ist ein schickes Nachweisverfahren, welches auf einen bestimmten Virustyp anspringt, Was man noch nicht ausreichend getestet hat, ist die Frage, auf welche Errgeger das Verfahren noch so alles "anschlaegt".


    Haette man dieses Nachweisverfahren schon 10 Jahre frueher gehabt, haetten wir das Theater auch schon damals bekommen. Waere es schon vor 30 Jahren auf dem Markt gewesen, allerdings nicht. Damals waren die Entscheidungstraeger noch nicht ganz so verbloedet...

    Fuer eine einwandfreie Funktion des Vergasers sind auch die Dichtheit der Schwimmerkammer (die Schrauben werden oft zu fest angezogen und es kommt zum Verzug des Gehaeuses) sowie die Laenge des Schlauches zw. Knie und Schwimmerkammer wichtig.

    Allerdings hat das nicht so wirklich geklappt, der Leerlauf mit zugedrehter LGS ist viel höher gewesen als mit offener. Ist das normal? Irgendwie hab ich den richtigen Punkt nicht gefunden. Hab dann die LGS 2 Umdrehungen rausgeschraubt und bin dann gefahren. Danach waren die Kerzen zu hell.

    Herr im Himmel! Was hat die LGS mit dem Kerzenbild beim Fahren zu tun? Und das ein mageres Gemisch zunaechst eine hoehere LL-Drehzahl zur Folge hat, kann man an jeder Kettensaege beobachten. Bitte nochmal mit den Grundlagen des Ottomotors sowie den Auswirkungen des Verbrennungsluftverhaeltnisses auf dessen Betrieb befassen. Und auch das Verstehen der Vergaserkonstruktion (welcher Kanal und welche Duese ist wann fuer was zustaendig?). Was macht der Wellendichtring der DK-Welle? Passt die Drosselklappe (es gibt verschiedene) zum eingestellten DK-Spalt? Hast Du die Duesendurchmesser geprueft? Gerade die LG-Duese ist gern mal etwas zugegammelt.

    Marlene, das Grundgesetz hat sich so gut bewaehrt, wie die inzwischen auch fast 60 Jahre alte Zweidrahtelektrik in unserem Haus. Fuktioniert. Irgendwie. Und ist dennoch in Teilen aus der Zeit gefallen.


    Eine neue Verfassung wuerde vermutlich auch nicht sooo viel anders ausschauen, wie das derzeitige Grundgesetz, welches auf mich in Teilen wie ein Plagiat der Weimarer Reichsverfassung wirkt.


    Bewaehrtes muss man ja auch nicht ueber Bord werfen. Aber es zeigt sich doch an edlichen Stellen, das das GG nur ein Provisorium darstellt. Darf ich mal ein paar Beispiele nennen, die ich als diskussionswuerdig erachte?

    - unzureichende Trennung von Staat und Kirche?

    - Verfahren zur Besetzung der Richter beim Bundesverfassungsgericht?

    - unzureichende Trennung von Amt und Mandat; kontrolliert denn das Parlament wirklich die Regierung oder ist es eher umgedreht?

    - reicht fuer die Regierungsbildung nicht auch eine einfache Mehrheit bei gleichzeitiger Erfordernis einer absoluten Mehrheit bei der Gesetzgebung?

    - Sollte es nicht ein Recht auf fakultative Gesetzesvoten auf allen Ebenen geben, um die Politiker zu fachlich besserer Arbeit zu zwingen?

    - Welche Rolle sollen Parteien zukuenftig im politischen System spielen?

    - Einfuehrung eines qualifizierten Wahlrechts?

    - Bedarf die Verfassung als "Gesellschaftsvertrag", nicht einer regelmaessigen Bestaetigung, bspw. mit dem Heranreifen einer neuen Generation, also nach rd. 25 Jahren?


    Man kann da gern auch schauen, wie andere das machen. In Bolivien haben mir bspw. die sog. Buergerkomitees (gab es Ende '89 auch in der DDR) gefallen. Die haben dort eine unglaubliche Macht, mischen sich aber nur im Ernstfall in die Tagespolitik ein. Wie in den vergangenen Wochen. Evo Morales ist in der vergangenen Nacht zurueckgetreten (sonst haette man ihn in den naechsten Wochen vermutlich zurueckgetreten), nachdem ihm bzw. seinen Anhaengern massive Wahlfaelschungen nachgewiesen wurden. Ein bisschen tut mir Evo dennoch Leid, denn er hat viel Gutes fuer das Land getan. Aber es ist wie so oft - irgendwann steigt den Leuten die gefuehlte Macht zu Kopfe. Deshalb halte ich auch eine Begrenzung der Kanzlerschaft auf 2 Legislaturperioden fuer sinnvoll (neue Besen...), auch wenn das allein nicht immer hilft (siehe Russland, siehe Bolivien).


    Mit dem politschen System ist es wie mit einem Haus. Wer nicht rechtzeitig investiert und saniert, dem faellt die Butze irgendwann unter dem A**** zusammen. Wer zu spaet kommt, den bestraft das Leben!


    Zurueck zum Thema:

    @Tim

    Ja, wir haetten am Abend wohl nochmal mit dem Trabi zur Bruecke fahren sollen, unsere Ausnahmegenemigung galt bis incl. Sonntag. Waren aber leider nur mit der S-Bahn zur Friedrichstrasse gefahren und sind eine Runde um die Bundeswaschmaschine gelaufen. Die Abendveranstaltung am Brandenburger Tor fand ich einfach nur peinlich.

    Wir sind nach rund 300 km auf eigener Achse auch wieder gut zu Hause angekommen. War ein wirklich schoener Tag und von Klausens Team perfekt organisiert. Grosses Dankeschoen und viel Respekt fuer die viele Arbeit, die Ihr Euch da gemacht habt! :love::):saint: Und auch viele Dank an das Kurcafe Bad Frankenhausen fuer die leckeren Steusselschnecken :bienchen:sowie die Berliner Polizei, welche die Veranstaltung professionell absicherte und einen ungehinderten Ablauf ermoeglichte :2Kumpels:


    Eine "kleine" politische Randbemerkung sei mir alten Sack, der, wie einige hier, '89 live und politisch aktiv miterlebt hat, noch erlaubt: Leider zeigte die Stadt Berlin fuer die Bedeutung dieses Tages und im Vergleich zu den Tagen um den 9.11.89 m.E. zu wenig Schwarz-Rot-Gold. Klar, es muss ja nicht unbedingt wie weiland bei Erich's Paraden aussehen, das will vermutlich auch kaum jemand. Ich war im Sommer in Suedamarika und die Leute dort schmuecken bei jedem Ereignis von lokaler oder nationaler Tragweite ganz selbstverstaendlich und zwanglos mit den Nationalfarben. Die deutsche Nationalneurose ist ganz offensichtlich noch immer nicht ueberwunden. Im Gegenteil, zeigt der Zeitgeist deren Symptome deutlicher wie einst vor 30 Jahren.


    Fuer mich persoenlich ist der 9.11. der eigentliche Nationalfeiertag, denn kaum ein Datum in der juengsten deutchen Geschichte ist derart positiv besetzt. Den 3. Oktober empfinde ich hingegen eher als Trauertag, weil sich das Volk hat die risikoreich errungene Macht zu Teilen wieder hat wegnehmen lassen (Anschluss nach Art. 23 statt gesamtdeutsche Verfassung). Sicherlich trug die politische "Sattheit" der Altbundesrepublik und die Unerfahrenheit der Buergerbewergungen in der DDR einen grossen Teil dazu bei. Und heute habe ich das Gefuehl, dass es den Grosskopferten mit der Aufloesung des deutschen Nationalstaates nicht schnell genug gehen kann. Daher wohl auch kein Schwarz-Rot-Gold sondern mehr Blaugruenlautes Umpf-Umpf-Umpf am Brandenburger Tor, garniert mit Sonntagsreden aus der Bundesphrasendreschkammer, dass ich mich fremdschaemen musste. Welches Niveau hatten hingegen seinerzeit die Reden einer Baerbel Bohley oder eines Stephan Heim! Es ist zum verzweifeln..


    Unser Fahrzeugkonvoi war da richtig wohltuend und eine Veranstaltung, welche der Feierlichkeit des Tages, mit etwas Witz und Humor, durchaus entsprach :HBirthday:

    Auch wenn das jetzt gutmoeglich zu Protesten fuehrt: Ob ein Nachplanen der Drehschieberauflageflaechen notwendig ist, mag ich aus den Fotos nicht ableiten wollen. Mir faellt es immer etwas schwer, wenn Dinge als unabdingbar dargestellt werden, um die sich frueher echt keine Sau gekuemmert hat.


    Freilich, wenn sich ein Lagerkaefig zerlegt...aber wg. ein paar gewoehnlicher Einlaufspuren wuerde ich nicht solch Terz veranstalten. Irgendwann springen auch mal die Schieber von den Mitnehmern herunter, wenn man zu viel wegschleift. Sicherlich kann man alles 300%ig richtig machen. Aber wie sagte ich neulich zum Kumpel bei Verputzen: Du arbeitest wie ein Ingenieur: Haette ich Dir neben die Maurerkelle noch ein Mikroskop hingestellt - Du wuerdest es tatsaechlich verwenden! Wohlgemerkt, wir beide gehoeren diesem Berufszweig an.

    Ich habe meinen letzten originalen, unbenuetzten NSD schon vor reichlich 10 Jahren weggeschmissen, weil er drinnen total zusammengerostet war. Der am Auto verbaute hat das unbenutzte Ersatzteil 2 Jahre ueberlebt...


    Die originalen VSD's waren in der alten Zeit nicht selten auch nach 2 Jahren am Rohraschluss durchgegammelt. Und besser haben die fuer mich nicht spuerbar funktioniert. Die aktuellen Nachbauten klingen etwas "kernig". Fuer den schmalen Taler, der dafuer aufgerufen wird, m.E. aber vollkommen ok.

    Sorry, wg. dem Lieferengpass. Ich bin im Fruehjahr leider unfallbedingt einige Wochen ausgefallen, was meine Planungen komplett durcheinander gebracht hat.


    Der Lieferengpass sollte jedoch bald Geschichte sein. Die "V" ist in ca. 3 Wochen lieferbar. Die Webseite...vielleicht habe ich im Winter wieder etwas mehr Zeit...

    "Mannesmann Nusskasten von Plus". Da weiss ich jetzt genausoviel ueber Hersteller und Qualitaet, wie wenn da gestanden haette "Der Nusskasten, den ich neulich im Walde fand, ist super". Weil weder Mannesmann noch Plus Nusskaesten herstellen. Aber egal.


    Was mich viel mehr aergert, sind Premiummarken, die klammheimlich auf Billigproduktion umschwenken. Bestes Bsp. mein blauer 18V Bosch Bohrschrauber. Dort waren neulich die Kohlen des Antriebsmotors runter. Normale Verschleissteile, wie die Bremskloetze am Auto.


    Dachte mir so: Na, dann mal wechseln. Pustekuchen! Das Lagerschild des Motors ist verpresst und die Kohlen nicht fuer den Tausch vorgesehen. Also fuer 58 Euro einen neuen Motor eingebaut.


    Bosch hat mit der Aktion jetzt definitiv einen Kunden weniger. Denn wer Premiumpreise verlangt, muss auch Premiumqualitaet liefern. Und bei einem Gleichstrommotor sind leicht tauschbare Kohlebuersten eine Selbstverstaendlichkeit. EIgentlich...

    Hazet ist bei mir raus, das ist nur Mittelklasse.

    Man kann auch China Zeug verwenden, wenn man es vorher entsprechend bearbeitet. Mein China Presse ist auch aus reichend und nachdem ich die Bohrungen vom Tisch nach gearbeitet habe genau.


    So sieht's aus. Wenn man beim Chinamann nicht zu billig einkauft, bekommt man dort oft ganz ordentliche Qualitaet (bspw. eine Werkstattpresse fuer 600 Euro). Da kann man dann auch auf Premiummarken verzichten (die rufen fuer die gleiche Presse dann gern das 3fache auf), welche auch nur die besseren Fernostprodukte als "Europaeische Qualitaet" verkaufen. Wer glaubt, der Kunde ist doof, gehoert bestraft. Globaliserung ist keine Einbahnstrasse!

    Warum kaufst du dir dann son 5€ Chinaschrott?


    Bevor ich mir die Mühe mache und so einen Müll einbaue, nehm ich dann doch lieber die alten DKF Lager. Ich hatte mit denen noch keine Probleme, so wie hunderttausende Trabis vor mir auch nicht.


    Ich hatte in 25 Jahren ein defektes Radlager 6206 und das war an meinem Wowa mit 750kg Achslast.

    Tim, m.W. kommen doch inzwischen 95% aller Standardlager aus Fernost, auch wenn die Schachtel drum herum und der Preis auf den fluechtig Blick mitunter zunaechst etwas anderes vermuten lassen.

    Billig geht immer. Wer gern pfennigfuchst und friggelt, nur zu! Das Ergebnis ist dann oft entsprechend. Hatte ich als Handwerker in der DDR lange genug. Brauche ich nicht mehr, auch nicht zu Hause. Bei einer Presse moechte ich bspw. den Fussantrieb nicht missen


    Wie sagen die Juden: "Wenn schon Schweinefleisch, dann muss es triefen!"

    EIne Pressen braucht man nicht oft.


    Aber wenn man sie braucht, dann braucht man sie. Ich kann jedenfalls irgendwelches Herumgekloppe auf Lagern und Buchsen nicht leiden. Eine fachgerechte Montage ist das jedenfalls nur selten. Und die Buchsen der vorderen Querlenker habe ich einmal mit einem Gewindestangenauszieher gewechselt. Echt heilsam.


    Die Anschaffung ist vor allem eine Frage des Platzes. Ich mag jedoch bezweifeln, dass man eine ordentliche Werkstattpresse fuer 60 Euro bekommt. Haengt man eine Null an den Preis, hat man was wirklich Anstaendiges.


    Wenn einem mit 'ner Presse langweilig wird, empfehle ich die Produktion von Euro-Wendemuenzen. Bei den 1- und 2-Euro-Teilen das Innsnstueck herauspressen und anschl. "falschrum" einpressen. Ist das jetzt Falschmuenzerei :saint:? Merkt das wer <X;)

    Neulich habe ich mir auf dem Flohmarkt einen gebrauchten Aristo-Rechenschieber geleistet. Zugegeben, ich gehoere zu der Generation, die damit noch ihre Mathepruefung in der Schule abgelegt hat. Nach einer Viertelstunde rumprobieren hatte ich die wichtigsten Sachen wieder drauf, obwohl ich so ein Teil bestimmt 30 Jahre nicht in der Hand hatte.


    Ich sitze gerade mal wieder vor einem Stapel Klausuren und fand gerade den Taschenrechner nicht (ob wohl der Filius?). Egal. Da war doch der Rechenschieber? Und jetzt kommts: Ich bin beim Ausrechnen der Ergebnisse mit dem Schieber deutlich schneller wie mit dem Taschenrechner! Keine stoerenden Nullen, kein Vertippe, keine wackelige Batterie. Mantisse Maximalpunktzahl ueber die erreichte Punktzahl schieben, bei der 1 od. 10 das Ergebnis ablesen. Fertsch.


    Neulich kam ein Zettel von der Schule des Filius: Er benoetigt in der 7. Klasse jetzt unbedingt einen graphikfaehigen Taschenrechner. Mmmm....so ein Teil habe ich nichtmal im E-Technik Studium gebraucht. Gruebel. Und dann sehe ich, wieder meine eigenen Schueler, die fast alle so ein sauteures Teil haben und stolz wie Oskar ihre fremderrechneten 9 Nachkommastellen praesentieren. Nur leider in der Dimension ein paar Zehnerpotenzen danaben liegen. Macht ja nichts.


    Das sind bei mir so die Momente, wo ich mich frage, ob es nicht an der Zeit ist, die sog. "Digitalisierung" ein wenig nach ihren Nutzen zu hinterfragen. Die elektronischen Spielereien sind ja ganz nett, nur sind sie wirklich immer nuetzlich?


    Ich habe schon ueberlegt, ob ich im kommenden Schuljahr die eine oder andere Mathearbeit mal ohne Zahlen ansetze. Bekanntlich ist ja Mathematik die Wissenschaft, das Rechnen zu vermeiden. Wozu also Zahlen? Die 9 Nachkommastellen braucht kein Mensch, wenn Bauteile schon von Haus aus 10 Prozent Toleranz besitzen. Und die Dimensionen kann man, so fuer den Beruf geeignet, auch im Kopf ausrechnen.


    Der Abkehr vom Rechenschieber in den Lehrplaenen wurde seinerzeit mit Zeitersparnis begruendet. Ich glaube, das Ergebnis ist eher eine Ersparniss am erlangten Wissen und Koennen. Sollte der Taschenrechner wieder bis incl. Klasse 8 aus den Schulzimmern verbannt werden?


    Vor allem, weil man jetzt unbedingt auch noch Tablets etc. in der Schule benoetigt. Ist das nicht totaler Bullshit? Schliesslich erfand Konrad Zuse den Computer, um baustatische *Routine*berechnungen zu vereinfachen. Aber geht es denn in der Schule um Routine? Ich denke, doch eher um das grundsaetzliche Erlernen von Zusammenhaengen. Ob da die ganze Elektronik hilft? Oder doch nur ablenkt...???


    Wie seht Ihr das?