Trabant Universal Baujahr 1985

  • Das ist kein Problem, nur ist die heutige Beschichtung beim galvanischen Verzinken lange nicht so haltbar wie die originale. Einen Winter gefahren blühen die Teile die dem Salz ausgesetzt waren alle weiss auf. Ursache ist die Umstellung auf weniger umweltbelastende und gesundheitsschädliche Substanzen in den Prozessen.
    Allerdings holen die Beschichter wieder etwas auf, z.B. durch hauchdünnen Auftrag von sehr haltbarem Klarlack.
    Mein Trabi ist nach der Totalkur nun schon 4 Jahre auf der Straße, aber ohne einen einzigen Wintereinsatz. Die Verzinkung hält tadellos.

  • Das ist kein Problem, nur ist die heutige Beschichtung beim galvanischen Verzinken lange nicht so haltbar wie die originale, Ursache ist die Umstellung auf weniger umweltbelastende und gesundheitsschädliche Substanzen in den Prozessen.


    Ups, hast du dazu 'ne Quelle oder Details?

  • Nein, ich unterhalte mich gelegentlich mit dem Dienstleister. :-)
    Das mit der Haltbarkeit zeigen mir eigene Beobachtungen an Ganzjahresfahrzeugen die in den vergangenen Jahren z.B. einen frischen Motor/Getriebe bekommen haben.

  • Dann wird es sicher ein bearbeitungstechnisches Problem sein. Klingt fast wie eine Ausrede :P
    Hauptsächlich umweltgefährdent ist ja die anschließende Passivierung der Zinkschicht, nicht die Verzinkung selbst. Das wären vor allem Chrom(VI)- und Cobaltverbindungen. Heute noch.

  • Das habe ich bei beiden bislang getesteten Anbietern festgestellt, willst du denen Pfusch unterstellen? Ich nicht.
    Ich meinte natürlich den gesamten Prozess, vorbearbeiten, verzinken und passivieren.

  • Unterstellen will ich gar nichts. Ich halte nur das mit der Umstellung für Quatsch. Klar, früher hat man noch mit heißem Tri entfettet, aber dafür gibt es heute andere gleichwertige Verfahren. Das wird keine Auswirkung auf Haltbarkeiten haben (wenn nicht richtig entfettet wurde, blättert Zink ab und fängt nicht einfach nach Jahren stärker an zu korrodieren). Andere mögliche Ursachen? Evtl. wurde früher weniger Salz gestreut?

  • Na wenn du meinst...
    Ich bin kein Galvaniker, kann nur das wiedergeben was mir erzählt wurde.
    Fakt ist aber daß die originalen Schrauben mit Verzinkung aus DDR-Produktion auch die heutigen Salzattacken besser und länger abkönnen als aktuelle Ware.

  • Ja, ich schreibe nur aus bestem Wissen und Gewissen. Vielleicht sollte man mal einen aussagekräftigen Versuch durchführen?


    PS: Noch ein paar Erklärungsansätze: Was auch vorstellbar ist, dass das Zink auf neuer DDR-Ware durch lange Lagerung einfach nochmal passiver geworden ist, als es neu verzinkte Teile sind. Oder: Die Passivschicht wurde vielleicht früher intensiver im Ofen behandelt. Chromatierungen werden dadurch "irisierend", d.h. leicht schillernd. Dort ist der Korrosionsschutz besser, allerdings wird das meist unterbunden, weil es beim Kunden schlicht nicht erwünscht ist (weil kein einheitlicher Goldton, sondern mit bläulich schillernden Nuancen). Letztlich bleibt es wohl doch ungeklärt...

  • Als ich vor etwa 3 Jahren das letzte Mal bei OTR etwas machen ließ, kostete es immer eine komplette Trommelfüllung. Egal ob ich 5 oder 60 Kilogramm hingeschickt habe. Die 60 Kg waren auch so in etwa die Obergrenze.
    Und das hat dann mit Rücksendung ca. 70,- Euro gekostet.
    Die Teile durften dreckig sein, nur Lackanhaftungen bekommen die ohne weiteren, und zu bezahlenden, Arbeitsgang nicht weg.
    Rufe doch einfach mal dort an, die waren immer sehr freundlich und zuverlässig.

  • Ok also das die abgeflachten nach hinten gehören hatte ich mir zusammengereimt aber das mit dem längeren ende wusste ich nicht .Danke dir


    ist es sehr schwierig(für einen Schlosser mit großer Werkstatt+Technik) das Geweih zu tauschen??

  • Er sollte es mal gelernt haben oder die Instandsetzungstechnologie von Sachsenring dafür exakt einhalten.
    Ich habe mir einen Karosserieklepner gesucht der das schon öfter mal gemacht hat.

  • Dann zeige ihm die Schhrift und frage ob er es macht.
    So ein großes Geheimnis ist das eigentlich nicht. Fahrschemel komplett ausbauen und die Karosse auf die Seite legen, z.B. auf Autoreifen oder eine alte Matratze.
    Rausmeißeln, verputzen, ggf. Bodenblech ausflicken, festklammern, vermessen, ausrichten, anpunkten, festschweißen, Flansche bohren.