Posts by V603

    Viele Einzelteile haben ein Fertigungsjahr eingeschlagen. Allerdings kann man das Baujahr ohne DDR-Kfz-Brief nicht mit Sicherheit bestimmen.
    Einige Teile, wie zB. der Wischermotor war meiner Meinung nach stets Bestandteil der Karosse. Auf diesem und dem Gestänge steht das Datum auf jeden fall drauf.
    Wenn Du den Anlasser ausbaust, siehst Du im Guss des Motorgehäuses ebenfalls Monat und Jahr. Der Motor könnte aber ebenfalls getauscht sein.
    Die Radbremszylinder tragen Monat/Jahr, sind aber wahrscheinlich 1981 erneuert worden.
    Am Schwenklager der Vorderachse, dort wo die Radlager eingesetzt sind, findest Du ebenfalls Monat und Jahr der Fertigung. Auch hier das selbe Problem.
    Die Zünspulen tragen auch ein Fertigungsjahr. Diese gehen zwar selten kaputt, oft wurden aber die kleinen Zünspulen durch große ersetzt.
    Nicht Bestandteil der E-Karosserie waren meiner Erinnerung nach Lenkrad und was da so dran hängt. Am Blinkschalter ist im Metall Monat und Jahr eingeschlagen.
    Genauso auf der Rückseite des Zünd-Anlass-Lenkschloss. Dort meist kaum sichtbar. Wenn die Teile nicht gerade von 1981 stammen?


    Vielleicht fällt noch jemanden etwas ein...

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    Standgasprobleme

    Den O-Ring kannst Du zu total unterschiedlichen Preisen kaufen. Als "Dichtung für Trabant-Vergaser" kostet er 1,00 Euro oder mehr. Als O-Ring 8x2 ca. 4 Cent.
    Suche Dir einfach einen Fachhändler für Dichtungen. Dort machst Du mal eine richtige Bestellung, dann relativieren sich jegliche Versandkosten.
    Bei den Sparvergasern (28H1) sollte nach mittlerweile 25 Jahren der Wellendichttring der Drosselklappenwelle (8 x 16 x 7) gewechselt werden.
    Zu den Kosten gilt gleiches, wie bei dem Rundring.

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    Scheibengummi

    Die Stöße wurden nicht (immer) gut verklebt. Der Gummi arbeitet immer etwas und Spannungen führen zu dem bemerkten Spalt. Am besten im Sommer, wenn es warm ist, die Scheibe heraus drücken.
    Dann Scheibe und Gummi reinigen, die Enden des Gummis verkleben und die Scheibe mit Gleitmittel wieder einsetzen.

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    Heckklappenscharniere

    Schnelllösung: Ein Schellenband um die Gummi legen. Schwieriger ist es, die Vernietung zu lösen und den Gummi durch eine Feder zu ersetzen. Es muss nicht immer ein neues Scharnier sein.

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    Lippengummi Hubscheibe

    Ältere Versionen sind aus aushärtendem Gummi. Neuere sind aus Neopren. Die halten länger.

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    Anlasser

    Wenn der Anlasser "durchdreht", liegt das idR. an einem defekten Freilaufritzel. Da kann man kaum etwas machen, der Freilauf ist in dem gebördelten Gehäuse. Wenn der Freilauf auf der Welle des Ankers freigängig ist, wirst Du ihn auswechseln müssen.

    Es gibt spezielles Fett für Antriebswellengelenke im Ersatzteilhandel. Dabei handelt es sich in der Regel um Fett mit hohem MOS2-Anteil.
    Man macht nichts verkehrt, einen kleinen Betrag mehr in gutes Fett und Manschetten zu investieren. Dann hat man sehr lange Zeit Ruhe.

    Das mit dem Fahrkomfort ist so eine Sache. Da kann man viel hineininterpretieren. Aber das erinnert doch mehr an Werbesprüche des VEB Sachsenring.
    Auch der Wartungsaufwand ist eher vergleichbar. Die Schraubenfedern und deren Aufnahmen gammeln auch ständig. Eine vernünftig gefettete Blattfeder mit Gamaschen ausgestattet ist auch nicht schlecht.
    Der Umbau lohnt sich auf jeden Fall nicht.

    Zu beachten ist jedoch auch bei der Hülse, dass sie nicht zu kurz ist. Die normale Einschraubtiefe des Stehbolzens ist 20mm (2d). Das vorgesehene Anzugsmoment ist nicht gerade wenig.
    Selbst beim Coil sollten die 10x20-Versionen benutzt werden. Sonst kann es eng werden.

    Ich habe meinen Trabant im letzten Jahr "ausgemottet". Von vor etwa 15 Jahren war mir in Erinnerung, dass der Motor sehr fett lief. Nach ein paar Kilometer Stadtfahrt, musste sich erst alles freibrennen. Die Straße war dann abnormal vernebelt.
    Nach der langen Standzeit war natürlich nichts besser. Kondenswasser und Mengen an Ölkohle, mit der man einen Tagebau hätte füllen können (nach nur ca. 3000km!!!), war der Tod für alle Lager, sowie Kolbenringe und Laufbuchse. Also den eingelagerten Ersatzmotor flott gemacht. Der war im Frühjahr 89 erst neu und mit Sparvergaser.
    Doch, welch Ernüchterung! Der Motor lief hörbar zu fett. Also Vergaser geöffnet und gereinigt: nichts absonderliches. Zur Sicherheit noch Schwimmer und Schwimmernadelventil getauscht. Leider keine Besserung. Dann fiel mir der Simmerring der Drosselklappenwelle ein. Nachdem ich den ausgewechselt hatte, war alles in Butter. Motor springt auf Schlag an, läuft sauber mit 70:1 (synthetisches Hochleistungsöl) und eine Abgasfahne ist nur noch bei kaltem Motor zu sehen.
    Solltest Du Dich auch daran wagen, beachte, dass sich die empfohlene Einbaulage des Simmerings später geändert hat: Feder in Richtung Schwimmergehäuse.

    Die Scheinwerfereinsätze dürften aus dem Zubehörprogramm stammen. Sie gehören zu Nebelscheinwerfern der etwas älteren Generation mit Lampenring.


    gollmitzer Freitag, 28. Dezember 2012, 10:46
    Die anderen Werkzeuge dürften Einbauwerkzeuge für Simmerringe sein, vielleicht nicht alle.

    Sicher sind die Gleichlaufgelenkwellen besser. Sind ja auch durchgängig teurer (gewesen).
    Insofern würde ich mir Gedanken machen, ob sich aber auch die Investition lohnt.
    Wenn Du keine guten kompletten Antriebe zur Verfügung hast, benötigst Du eine Menge (brauchbarer) Einzelteile für den Umbau. Getriebetausch oder Umbau der Vorderachswellenräder kommen hinzu.
    Wieviel würdest im Gegenzug für ein neues Gelenk ausgeben? Wie viele km fährst Du im Durchschnitt?
    Nur zum Vergelich: Wir hatten in Spitzenzeiten 5 Trabis in der Familie. Mein Vater hatte den ersten 1964. Ein gebrochenes Gelenk hatten wir nie.


    Falls Du den Umbau in Angriff nehmen möchtest: Ich habe noch ein Getriebe zu liegen. Wurde 1989 erst beim KIB getauscht, danach kaum gefahren. Bei mir lag es zusammen mit dem Motor bis letztes Jahr. Dann brauchte ich den Motor. Ich brauche das Getriebe nun nicht mehr, weil ich kürzlich ein nagelneues bekommen habe. Zum Freundschaftspreis abzuholen.

    Bei dem vom Anlasser gezogenen Strom, ist der Spannungungsabfall an einem (Übergangs-)Widerstand extrem hoch. Du solltest ALLE Kontakte der Batterie- und Ladekabel prüfen. Auch Crimpverbindungen (an Kabelschuhen und Steckverbindungen) altern.


    Im Moment scheinst Du DAS Problem noch nicht lokalisiert zu haben. Also wissen wir noch nicht, ob die Batterie schwach ist, schlecht geladen wird oder der Anlasser nicht genug Strom ziehen kann.
    Ich mag jetzt nicht glauben, dass der Bosch-Tester alle Schwächen einer Batterie erkennen kann. Der Test macht nur eine Momentaufnahme. Eine erhöhte Selbstentladung dürfte etwas unbemerkt bleiben.


    Wenn Du die Batterie Durch ein externes Ladegerät voll auflädst und sie gut startet, könntest Du sie ja mal abgeklemmt 14 Tage ruhen lassen, um zu sehen, wie startfreudig sie dann noch ist. Wenn alle Kabel und kontakte in Ordnung sind, könntest Du mal versuchen mit eingeschalteten Licht zu starten. Wenn die Batterie wirklich noch gut ist, sollte das Licht nicht allzu dunkel werden.


    Auch bei der Ladung der Batterie durch die Lichtmaschine kommt es auf gute Kontakte an. Miß die Ladespannung an mehreren Punkten: Lichtmaschine, Anlasser und Batterie. Hier sollten keine nennenswerten Unterschiede bestehen. Ganz außer Acht sollte man bei der Kontrolle auch nicht die Masseverbindungen lassen. Hier kann es unterschiedliche Potentiale geben.

    Alle Bremszylinder die ich in der Hand hatte, haben das gleiche Problem. Sie wurden mehr oder weniger trocken zusammengesetzt. Gerade die Radbremszylinder nehmen es Dir nach einiger Zeit übel. (Leider haben sie beim Trabant keine Staubmanschette.) An Kolben und Zylinder gehört Spezialfett. Wer dies nicht hat, benutzt Vaseline. Die gibt es für kleines Geld in jeder guten Drogerie (Rossmann, Müller...). Eine Dose reicht für ganze Fahrzeugflotten.
    Auch Bremszylinder, die eingelagert werden sollen, sollten gründlich gewaschen, abgetrocknet und mit Vaseline eingefettet werden.
    Zusatz: In einem verlinkten Beitrag las ich gerade noch einmal das Problem mit festgegammelten Schrauben der Bremsleitungen und Entlüftungsschrauben. Hier hilft Kupferpaste. Die ist ebenfalls äußerst ergiebig. Alle Schrauben am Radbremszylinder dürfen davon eine Kleinigkeit bekommen. Dann reißen sie nie wieder ab und der Sechskant hält. Bei Fett an Gewinden bitte immer beachten, daß die geplante Vorspannkraft bereits bei geringerem Drehmoment erreicht wird.

    ...was soll er ... noch versauen? Da kann er auch seinen Kolbenstopper nehmen :thumbup:


    Der frisch (ein)gebildete wird die Muttern anschließend auch gleich wieder so festziehen!


    Wer seinen Motor auf diese Art "überholen" will, dem bekommen wir es durch diese Diskussion definitiv nicht ausgeredet. Mir tut auch einiges weh, wenn ich das sehe.
    Was hat der Mann dort eigentlich gelernt? Einen Motor vernünftig zerlegen kann er nicht, außer Schrott zu produzieren. Über die Prüfung und Aufarbeitung der wiederverwendbaren Teile (sofern es denn bei der Aktion welche gibt) spricht er nicht und die Montage ist auch oberflächlich. Nicht einmal ein ansehliches Video kann er erstellen. Das können doch heutzutage schon Vorschulkinder!
    Sorry. Aber für mich sind diese "Videos" einfach unterirdisch. Ich bin der Meinung, dass dieses Video einen Beruf in den Schmutz zieht. Einen den ich vor über 30 Jahren erlernt habe und ich bin stolz darauf.

    Du solltest die Spannung (D+) an der Lichtmaschine messen. Ich weiss die Sollspannung jetzt nicht mehr aus dem Kopf. Vielleicht kann da jemand anderes aushelfen.
    Dann die Kabelanschlüsse prüfen. Und anschliessend die Kohlen und den Kollektor überprüfen.