Beiträge von V603

    zu 1:
    Die Bolzen für die Gleitsteine werden nur heraus gedrückt, wenn es zu dessen Wechsel erforderlich ist. Mit einer Presse oder einem guten Schraubstock sollte es kein Problem darstellen.
    Die Manschetten bekommst Du auch so drüber: auf einer Seite auf den Gelenkbolzen stecken, dann einen kräftigen Schraubendreher zusätzlich hinein und durch den Hebel hinüber ziehen.


    zu 2:
    Immer wieder kommt es vor, dass ein schlecht geschmiertes Schwenklager so fest ist, dass der Schwenklagerkörper nicht herunter will. Mit Gewalt geht nur gewaltig viel kaputt. Wer zu Hause viel selber basteln oder reparieren will, sollte unter anderem auch einen Satz Lagerabzieher/Trennmesser (brauchst Du Adresse?) sein eigen nennen. Dies setzt man an der Nut für die Abdeckkappe an und zieht den Lagerkörper spielend ab.


    zu 3:
    Das Ausschlagen sollte nur zum Ansatz kommen, wenn neben den Lagern auch die Gelenkwelle ebenfalls entsorgt werden sollen. Das Gewinde ist schneller zerstört, als es lieb ist. Eine Presse ist klar die bessere Wahl!

    Um auf das Getriebelager zurückzukommen: da gehört ein Stehbolzen 8x25 hinein. Einschraubtiefe wahrscheinlich 16mm, also 2d, Gesamtlänge 41mm.
    Es müssen beide Muttern gut festgedreht sein. Sonst arbeitet sich das kaputt.

    Mit einem 55x68x8 wirst Du nicht viel beginnen können.
    Ich denke, es muss nicht Viton sein, NBR reicht. Der "Rechtsdrall" ist ein Rückfördersystem. Solche Dichtringe sind am Trabant sonst nur am Getriebeausgang (Vorderachswellenrad). Ob der hier so viel bringt?

    Hanjo :
    So schlecht klingt der Motor (zumindest in dem Video) eigentlich nicht. Je weniger Ölkohle und -schlamm sich in der Abgasanlage angesammelt hat, um so blecherner klingt es.
    Das im anderen Beitrag verlinkte mp3 hat wenig hohe Frequenzen und kann nicht zum Vergleich dienen.
    Den Verschleißzustand zu beurteilen ist ohne "Vororttermin" schwer. Sicher hast Du etwas Spiel im Pleuel, an den Mitnehmern der Drehschiebern und an anderen Stellen. Aber das ist normal und hört sich für mich nicht dramatisch an.


    Als Laie kann man einen Motor sicher zerlegen und zusammensetzen. Nach meiner Meinung hört es dann aber auf. Und mit hoher Sicherheit läuft der Motor aber trotzdem.
    Auch Videos von der Aktion kann man bei Youtube veröffentlichen.
    Doch schon bei der Empfehlung eines "Kolbenstoppers" rollen sich meine Fußnägel nach oben.

    Nicht zwangsläufig. Es kann auch sein, dass der Riemen rutscht. Nach einem kleinen Stückchen Drehung sollte es schwerer gehen, aber drehbar sein.
    Oder: Mach die Augen zu und höre in den Motor hinein.
    Oder: Dreh eine Kerze heraus und mit fühle mit einem Schraubendreher. Dann weißt Du es ganz genau.

    Eine der besten Varianten dürfte verzinken/chromatieren sein.
    Vor dem EInbau würde ich dann die Dichtfläche und den Kegelsitz mit 600'er Schleifpapier reinigen
    Beim Einlagern setze ich auf harz-und säurefreies Öl sowie Vaseline.

    Den Achskörper könnt Ihr gern auf die Herdplatte stellen, ist aber uneffektiv und sorgt für ungewohnte Gerüche in der Küche.
    Mit der Aussenseite auf eine Untertasse (oder ähnliches oder erst Mutti fragen!) stellen, etwas Spiritus (KEIN Benzin!) einfüllen und anzünden.

    Jedermoderne Motor hat Wediabichtung.
    ...Mit den heutigen Ölen und Wedi Qualitäten....


    Bitte nicht falsch verstehen: sucht doch mal in Google "Simmerring Kurbelwelle undicht". In den Ergebnissen ist der unmoderne Trabant nicht gerade vorn. Auch meine persönliche Erfahrung deckt sich damit.
    Ich bin gern bereit bei zukünftigen Motoren die Labyrinthdichtung gegen eine Wellendichtringkonstruktion zu ersetzen. Aber irgendwie fehlt mir das Vertrauen. Bei der Schwungscheibe wäre das Problem ja nicht so groß. Aber auf der Zündungsseite? Versagt dort der moderne Dichtring, so wie es der alte vor 30 Jahren auch tat, bedeutet es wieder viel Arbeit.

    Der Wellendichtring hat verschiedene Schwachstellen, erreicht aber unter optimalen Bedingungen eine höhere Abdichtung.
    Die Labyrinthdichtung (wegen den benutzten Kolbenringen auch "Kolbenringdichtung" genannt) ist niemals so dicht, ist jedoch gegen Alterung unempfindlich und unterliegt nur einem sehr geringen Verschleiss. Mehrere hunderttausend Kilometer sollen erreichbar sein.
    Um die Nachrüstvariante zu benutzen, musst Du den Bund der Riemenscheibe auf der Drehbank um 2mm kürzen.

    Nun ja. So pauschal kann man nicht sagen, dass die Kurbelwelle ausgetauscht werden muss.
    Beim Wellendichtring schlägt bereits die Alterung des Materials erheblich zu Buche.
    Wenn Du mit dem Motor nicht gerade 10Tkm pro Jahr fährst (was ja offensichtlich wirklich nicht der Fall zu sein scheint), würde ich empfehlen, statt des Wellendichtrings die Nachrüstvariante der Kolbenringabdichtung zu benutzen.

    Viele Einzelteile haben ein Fertigungsjahr eingeschlagen. Allerdings kann man das Baujahr ohne DDR-Kfz-Brief nicht mit Sicherheit bestimmen.
    Einige Teile, wie zB. der Wischermotor war meiner Meinung nach stets Bestandteil der Karosse. Auf diesem und dem Gestänge steht das Datum auf jeden fall drauf.
    Wenn Du den Anlasser ausbaust, siehst Du im Guss des Motorgehäuses ebenfalls Monat und Jahr. Der Motor könnte aber ebenfalls getauscht sein.
    Die Radbremszylinder tragen Monat/Jahr, sind aber wahrscheinlich 1981 erneuert worden.
    Am Schwenklager der Vorderachse, dort wo die Radlager eingesetzt sind, findest Du ebenfalls Monat und Jahr der Fertigung. Auch hier das selbe Problem.
    Die Zünspulen tragen auch ein Fertigungsjahr. Diese gehen zwar selten kaputt, oft wurden aber die kleinen Zünspulen durch große ersetzt.
    Nicht Bestandteil der E-Karosserie waren meiner Erinnerung nach Lenkrad und was da so dran hängt. Am Blinkschalter ist im Metall Monat und Jahr eingeschlagen.
    Genauso auf der Rückseite des Zünd-Anlass-Lenkschloss. Dort meist kaum sichtbar. Wenn die Teile nicht gerade von 1981 stammen?


    Vielleicht fällt noch jemanden etwas ein...

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    Standgasprobleme

    Den O-Ring kannst Du zu total unterschiedlichen Preisen kaufen. Als "Dichtung für Trabant-Vergaser" kostet er 1,00 Euro oder mehr. Als O-Ring 8x2 ca. 4 Cent.
    Suche Dir einfach einen Fachhändler für Dichtungen. Dort machst Du mal eine richtige Bestellung, dann relativieren sich jegliche Versandkosten.
    Bei den Sparvergasern (28H1) sollte nach mittlerweile 25 Jahren der Wellendichttring der Drosselklappenwelle (8 x 16 x 7) gewechselt werden.
    Zu den Kosten gilt gleiches, wie bei dem Rundring.

    Zitat

    Scheibengummi

    Die Stöße wurden nicht (immer) gut verklebt. Der Gummi arbeitet immer etwas und Spannungen führen zu dem bemerkten Spalt. Am besten im Sommer, wenn es warm ist, die Scheibe heraus drücken.
    Dann Scheibe und Gummi reinigen, die Enden des Gummis verkleben und die Scheibe mit Gleitmittel wieder einsetzen.

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    Heckklappenscharniere

    Schnelllösung: Ein Schellenband um die Gummi legen. Schwieriger ist es, die Vernietung zu lösen und den Gummi durch eine Feder zu ersetzen. Es muss nicht immer ein neues Scharnier sein.

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    Lippengummi Hubscheibe

    Ältere Versionen sind aus aushärtendem Gummi. Neuere sind aus Neopren. Die halten länger.

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    Anlasser

    Wenn der Anlasser "durchdreht", liegt das idR. an einem defekten Freilaufritzel. Da kann man kaum etwas machen, der Freilauf ist in dem gebördelten Gehäuse. Wenn der Freilauf auf der Welle des Ankers freigängig ist, wirst Du ihn auswechseln müssen.

    Das mit dem Fahrkomfort ist so eine Sache. Da kann man viel hineininterpretieren. Aber das erinnert doch mehr an Werbesprüche des VEB Sachsenring.
    Auch der Wartungsaufwand ist eher vergleichbar. Die Schraubenfedern und deren Aufnahmen gammeln auch ständig. Eine vernünftig gefettete Blattfeder mit Gamaschen ausgestattet ist auch nicht schlecht.
    Der Umbau lohnt sich auf jeden Fall nicht.

    Zu beachten ist jedoch auch bei der Hülse, dass sie nicht zu kurz ist. Die normale Einschraubtiefe des Stehbolzens ist 20mm (2d). Das vorgesehene Anzugsmoment ist nicht gerade wenig.
    Selbst beim Coil sollten die 10x20-Versionen benutzt werden. Sonst kann es eng werden.