Posts by V603

    Sucht jemand nen Luftfilterkasten?

    Vor einiger Zeit ein Anruf bei mir:
    "Suchen Sie noch Trabiteile?" ... "Ich habe noch eine nagelneue Zusatzheizung." ... "Ooooch, ich will nicht viel, bevor ich's wegschmeiß: 20 Euro".
    Ich fahre hin. Was sehe ich? So'n scheiß Heizungsgeräuschdäpfer! Das freundliche Lächeln viel ein wenig schwer.

    Das sollte man nicht unterschätzen. Kalte Winterluft ungebremst in den Vergaser, größere Düse und Schwimmerstand schön hoch. Sollst mal sehen, wie der Motor rennt.

    Ich habe mit einer Sammlung Trabiteile wieder etwas bekommen, wo keiner weiß, wofür es gut ist. Jedenfalls nicht Trabant.


    Teil 1: Ich hätte gesagt, es könnte von einem Motorrad stammen. Vom Kickstarter oder so.
    Innen-/Außendurchmesser / Höhe: 18mm / 52,4mm / 31mm
    23 Zähne


    Teil 2:
    Innen-/Außendurchmesser / Höhe: 24mm / 56,5mm / 22mm
    15 Zähne

    Wie viel sich die Buchsen durch das Einpressen verengen, hängt ja auch vom Außendurchmesser ab.
    Ich habe eben mal meinen Vorrat geprüft. Es sind 2 Buchsen dabei, die haben innen 22,65mm. Es kann gut sein, dass es Buchsen sind, die früher schon einmal eingepresst waren. Sie haben so seltsame Spuren.
    Vom Gefühl her bin ich geneigt zu sagen, dass ein Laufbolzen von 22,0mm passen kann, wenn die Buchse eingepresst ist.

    Definiere Zitat NEUE alter Version .


    NEUE Buchse: Eine Buchse, so wie sie als Ersatzteil geliefert wird.
    Die Buchse, um die es hier geht, wurde mit Nennmaß 21,5mm und 22,0 im Ersatzteilkatalog geführt. Theoretisch auch so geliefert. In der Praxis musste man jedoch nehmen, was gerade da ist. Was als nächstes geliefert wurde, wusste ja auch keiner.
    Die Lenkerlager hatten wir (seinerzeit) nur komplett MIT Buchse am Lager. Und diese Buchse war für den Laufbolzen neuerer Bauart mit 22,0mm. Dass der Laufbolzen, den wir auf Lager hatten, mit 21,5mm Durchmesser, dort "durchfällt", dürfte jedem klar sein. Also blieb uns nichts weiter übrig, als die offensichtlich neue Buchse zerstörend zu entfernen und eine andere neue Buchse, die das Nennmaß 21,5mm hatte, wieder einzuziehen.
    Ich hoffe, mich jetzt ausführlich genug ausgedrückt zu haben.


    Die Labyrinthabdichtung (Blechring) wurde schon viel früher abgelöst. Auf die separate Kegelscheibe wurde wohl erst Mitte der 80'er verzichtet. (Das war, meiner Meinung nach, kein Glücksgriff.)
    Dass Laufbolzen regeneriert wurden, ist mir nicht bekannt geworden.
    Es tauchen selbst heute noch immer wieder nicht geringe Mengen an Laufbolzen mit 21,5mm auf.

    Da hast Du leider Unrecht! Überzeuge Dich bitte im Ersatzteilkatalog.
    Während meiner Lehrzeit hatten wir schon oft das Problem, dass Lenkerlager komplett mit Buchsen für den neuen Bolzen am Lager waren, jedoch nur die alten Bolzen.
    Also NEUE Buchsen durch NEUE alter Version ersetzen.

    Da wir hier unter "Beratung" sind: Lass die Finger vom Trabant! Das ist kein Auto, wo der Fahrlehrer erklärt hat, wie er funktioniert. Wenn Du den Trabant bislang nur von Bildern kennst, ist es normal, dass Du in der Umgebung niemand findest, der Dir "unter die Arme greifen kann".
    Hast Du ein Gefühl entwickelt, weißt Du, was günstig ist. Davor gibt es nur billig oder teuer. Umsonst ist Trabantfahren niemals.
    Wenn das Blech in Ordnung ist, der Rest nicht total verbastelt, ist der Motor fast egal. Hauptsache, er schafft es mit eigener Kraft nach Hause. Besser also, als neuer Motor in durchgerosteter Karosserie.
    Wie alt ist der auserwählte und was soll er kosten? Wo bist Du zu Hause?

    Sofern die runde von Narva ist, sollte sie die neuere sein. Dort steht auch noch "R2" drauf.
    Es gab, meiner Meinung nach, eine Übergangszeit, wo auch die "R2" noch spitz waren, dann aber durchweg rund.
    Hier sieht mir die runde aber aus, wie zweite Wahl. Der Abblendfaden sieht mir etwas verkantet aus. Das könnte sich bein Lichtkegel bemerkbar machen. Sicher auch bei der Lebensdauer.

    Eingeweicht? Womit und vor allem: WARUM?
    Ich kenne es so, dass die Dichtflächen gereinigt und auf Materiallaufwerfungen kontrolliert wird. Dann die Teile trocken zusammenfügen.

    Farbkleks? Hmmm.
    Es kommt darauf an, aus welcher Zeit die Zylinder stammen. Bei vielen (vor allem neueren) findest Du keinen Farbkleks mehr.
    Statt dessen findet sich auf der oberen Kühlrippe eine Kennzeichnung von einem elektrischen Stift in Handschrift des jeweiligen Bearbeiters. Da Handschriften bekanntlich gewöhnungsbedürftig sind, braucht man etwas Übung oder Zeit.
    Dazu nimmt man sich die Tabelle aus dem Reparaturhandbuch (Link gerade nicht zur Hand) und vergleicht die Anfangsbuchstaben der Farben mit den Kennzeichen, was da passen könnte und welche Kolben man benötigt. Also
    WW = weiß weiß = 72,024, Kolben: 72,00 weiß
    ...
    BW = blau weiß = 71,990, Kolben: 71,97 weiß
    ...
    Man könnte also geziehlt nach den richtigen Kolben suchen. Wenn man zu große Kolben findet, lassen sich die zylinder schleißen. Sind die Kolben zu klein, hat man Pech.

    Bei Mahle fragen? Welche Antwort erhoffst Du Dir? Selbst wenn sie Kolben mit ihrem Label verkaufen, können sie wer weiß woher stammen. Bei den geringen Mengen vergeben sie die Produktion in irgend einen Urwald.

    Zylinder schleifen geht auch deutlich unter 100. Dazu würde ich zu originalen Kolben raten, so lange es nicht vertrauenswürdige Erfahrungsberichte gibt.
    Gerade aus den Zweiradbereich sind mir schon zu viele Beschwerden zu Ohren gekommen. Und das waren alles "hochwertige Neuproduktionen".

    Die Vorderachswellenräder zu tauschen sollte für einen handwerklich geschickten Schrauber problemfrei sein. Ich lasse den hinteren Haltewinkel am Getriebe und spanne es damit mit der Unterseite nach oben im Schraubstock ein. Auf der anderen Seite kommt ein Klotz als Stütze darunter.
    Nach dem Entfernen der Schrauben brauchst Du einen Gummihammer, um die verklebten Gehäusehällften voneinander zu trennen. Du solltest für die zwei Wellen und das Differenzial ein Schale vorrätig haben. Es läuft davon noch viel Öl ab. Das gilt besonders für das Differenzial. Hier solltest Du auch mit einer Tasse Öl rechnen.
    Vor dem ZUsammenbau solltest Du auf peinliche Sauberkeit der Dichtflächen achten. Keine Reste alter Dichtmassen, keine Fussel, Körnchen, Späne, aufgeworfenes Material oder Öl. Ein Haarlineal macht sich sehr gut, um die Dichtflächen zu prüfen. Kleine Unebenheiten oder Anhaftungen kannst Du mit einer senkrechten Klinge vom Cutter nacharbeiten oder reinigen. Gut vorbereitet tut gute Dichtmasse auch Ihren Job.