Posts by Krümel

    Wenn von den zeitweilig in der DDR stationierten Sowjettruppen die Rede war,

    hieß es Karl Heinz hat dieseses oder jenes gesagt oder getan.

    Das war ntürlich nicht der offizielle Sprachgebrauch.


    Woher das rührt, kann ich auch nicht sagen.

    Oder es ist eine Nachfertigung bzw. für Fahrzeuge des MfS wegen des Durchblicks.


    Bei karl heinz ist wohl fast alles original DDR und selten.

    Auch der Teppich mit Augenschmerz.


    Was karl heinz bedeutet, wissen bestimmt noch viele ehemalige DDR - Bürger. ;)

    Mir ist in letzter Zeit aufgefallen, dass die jüngere Generation in meiner Gegend statt

    Sonnabend das Wort Samstag verwendet.

    Ist wohl eigentlich in Süddeutschland gebräuchlich.

    Hat früher hier kein Mensch gesagt.


    Egal, solange die nicht mit Viertel vor Zwölf und solchem Kauderwelsch anfangen.

    Tim

    Letzte Woche, ich war dabei die Strasse zu fegen. Der sechsjährige Sohn meines Nachbarn

    fragte mich, ob er mir gegen Bezahlung dabei helfen könne.

    Ich lehnte ab.

    Nach kurzer Zeit kam er wieder und fragte recht fordernd, ob ich ihm nicht 4 Euro geben

    könne.

    Natürlich ohne was dafür zu tun.

    Schöne neue Welt !

    Das reinste Hochdeutsch soll ja in Hannover und Umgebung gesprochen werden.

    Wobei sich das im Mittelalter und auch später, als sich das Hochdeutsch entwickelte,

    viel vom sächsischen entlehnt hat.

    Der Luther soll mit seiner Bibel auch dazu beigetragen haben, und vom sächsischen

    abgekupfert haben.


    Der angeblich schlechte Ruf der sächsischen Sprache kommt auch daher, weil sogenannte

    Comedians sich immer wieder des Pseudosächsischen bedienen, um ihre teilweise

    dummen Sprüche unter die Leute zu bringen.


    Der Berliner sagt statt mich mir, der Magdeburger statt mich mick, und der Stassfurter

    statt mir mich. :)

    Nicht zu vergessen, die Fleischer mit ihrer Bückware für die auserlesene Kundschaft.

    Die gehören zu den Gewerken, die sich nach ihrer Lizenz zum Gelddrucken in der DDR zurücksehnen.

    Auch manch einem Einzelhändler ging es in den letzten Jahren der DDR sehr gut.

    Viele von denen fuhren Mada, Citroen und VW.

    Was diese Autos auf dem Gebrauchtwagenmarkt kosteten ist ja bekannt.

    Geld spielte bei denen scheinbar keine Rolle.

    Auch mancher Gastwirt hat sich damals eine goldene Nase verdient.

    Montags war fast überall für Gaststätten Ruhetag.

    Dann gaben sich die Wirte im Nachbarort in der Kaufhalle beim Schnapskauf die Klinke

    in die Hand.


    Thema Tauschhandel:
    Biete F 9 suche F 6 hatte ein Spassvogel an seinem Kiosk auf einem Schild zu stehen.

    fahrgast

    Diese Handwerkertypen waren aber in ausgewählten Berufen unterwegs.Speziell da,

    wo ein gewisser Mangel herrschte.


    Von der Kategorie hatte ich damals während meines Hausbaus auch einige kennengelernt.
    Diese kleinen Könige aus DDR - Zeiten hatte ich mir gemerkt.

    In so einen Laden habe ich seither nie wieder einen Fuß gesetzt.

    Einige von denen waren sogar so blöd, daß sie dachten, im Westen so weitermachen zu

    können.

    Nach der Bodenreform ?

    Das mit der LPG kam aber erst viel später. Bodenreform 1945/46 und Kollektivierung in großem

    Stil 1960.

    Ich bestreite ja nicht, dass sich viele Handwerker verweigern konnten.

    Der Druck auf die Handwerker ließ aber erst nach, als die schon genannten negativen Seiten

    der Aktion sichtbar wurden.

    Gegen Ende der DDR hat man das Handwerk sogar in gewisser Weise gefördert.

    Allerdings richtete man auch ein wachsames Auge darauf, dass die Betriebe nicht zu groß

    wurden.

    Dann kam wieder die PGH ins Spiel.

    Auch bei der Versorgung mit Material wurden die PGH bevorzugt.

    So problemlos lief das aber auch nicht bei den kleinen Handwerkern.

    Da wurde schon erheblich Druck ausgeübt, um die in Produktiosgenossenschaften zu

    zwingen.

    Ähnlich wie bei der Kollektivierung der Landwirtschaft.

    Ich kann mich erinnern, dass mein Vater als selbstständiger Handwerksmeister, schlaflose

    Nächte hatte.

    Einigermaßen lockerer wurde die Lage erst, als den Genossen auffiel, das viele Dinge im

    Alltag ohne die private Initiative der Handwerker nicht mehr liefen, und die Bevölkerung immer

    unzufriedener wurde.

    Zugegebenermaßen haben einige Branchen dann wie die Made im Speck gelebt.

    Die haben sich nach dem Mauerfall sehr nach der DDR zurückgesehnt.

    Naja, beim Kosten sparen mit Hilfe mit Steuervermeidung tun sich ja einige große Betriebe

    und Konzerne besonders hervor.

    Eigentlich ist es keine Steuervermeidung, sondern mMn. eher Steuerbetrug.

    Die Infrastruktur und viele andere Dinge werden genutzt, und die Steuern woanders gezahlt.


    Bei den Autos ist es wohl auch Methode, weil die Oberklasse fast ausschließlich von

    Firmen und Behörden genutzt wird.


    Das zu ändern wird ja vor Wahlen regelmäßg thematisiert, aber es tut sich nichts.

    Tausch hochwertiger Industriegüter gegen Rohstoffe war doch an der Tagesordnung.

    Hat die DDR doch im Handel mit den Russen überwiegend gemacht.


    Frag da mal z.B. die Schiffbauer.

    Wir konsumieren doch.

    Eben nachhaltig und ohne Firlefanz. :)


    Apropos nachhaltig. Ein RG 28 ist bei mir auch im Anmarsch.

    Dann brauche ich in diesem Leben nichts derartiges mehr aus heutiger Produktion.


    Tomsailor

    Ich gehe mal davon aus, dass es in meinen verbleibenden Lebensjahren genug Gebrauchtes

    geben wird. ;)

    Ich habe es irgendwo schon einmal geschrieben.


    Der Ökonomieprofessor fragt in die Runde seiner Studenten : " Wer hat sich in letzter Zeit

    ein fabrikneues Auto gekauft ? "

    Es melden sich drei Studenten.

    Nun der Professor : " Dann haben sie umsonst studiert. "

    Das mit der Halbierung der Kreditsumme und der Umwandlung in DM stimmt zwar,

    aber in der Praxis lief es doch etwas anders.

    Ich hatte damals einen Hauskredit laufen. Der war gesplittet in einen verzinslichen Teil

    und in einen zinslosen Teil. In der DDR war es so geregelt, dass der festverzinsliche Teil

    zuerst getilgt wurde, was ja auch Sinn machte.

    Ich hatte meinen verzinslichen Teil fast abbezahlt. Nun kam die Halbierung der restlichen
    Kreditsumme.(Der Zins war übrigens ziemlich gering - genaue Zahl hab ich jetzt nicht im Kopf)

    Dann, oh Wunder, stiegen die Zinsen des zinslosen Kredits von Monat zu Monat, und das obwohl der Kreditvertragaus der DDR was anderes sagte.

    Fazit - Ich hätte am Ende der Laufzeit nichts von der Halbierung gehabt und wohl noch

    draufgezahlt.

    Einzige Rettung war, den Kredit schnellstmöglich abzuzahlen.

    Das war übrigens ein Grund dafür, warum ich mir nicht gleich ein Westauto gekauft habe und

    mein Geld lieber ins Haus investiert habe.

    Eines wußte ich damals schon : Autos gibt es an jeder Ecke, ob ich aber im Westen noch

    einmal zu einem Haus kommen würde, habe ich stark angezweifelt.


    Inzwischen hat sich mein Verdacht bestätigt.