Beiträge von recognite

    Hallo Leute,


    nach ewigem Stillstand geht es nun weiter. Die Strahl- und Lackierfirma hat mir einen Kostenvoranschlag geschickt, der mich etwas erschrak. Aber vielleicht muss ich das auch akzeptieren.


    Ganz kurz zur Erinnerung: Die Firma bekam von mir ein nacktes Metallskelett und sollte es strahlen und grundieren. Das tat sie aber sehr unzureichend, schnell kam in Sprühschatten Rost zum Vorschein. Die Firma bat an, den Wagen kostenlos zu holen und auszubessern.


    Nun steht er bei ihnen und er machte folgendes Angebot zur Weiterbehandlung:


    Schleifen und vorbehandeln der Schweißnähte sowie Roststellen inkl. Grundierung der Karosse
    (Sonderpreis, da teilweise Ausbesserungsarbeiten)
    600
    Schleifen und vorbehandeln der Anbauteile (Türen, Dach, Motorhaube) inkl. Kleinteile1070
    Füller, Füllerschliff, Deckbeschichtung komplett (ca. 8-10 Tage) 2750
    Material 580


    Meiner Meinung nach ist das ganz schön fett. Was sagt ihr?

    Hey Leute, nach dem Strahlen sind die Nähte zwischen den Radhalbschalen an allen vier Rädern aufgegangen. Die Überlappung der Halbschalen sind aufgequollen oder nicht mehr vorhanden. Das zu schweißen, erscheint mir sehr aufwendig und beeinträchtigt evtl auch die Stabilität. Lange Rede, kurzer Sinn: Macht es nicht Sinn, alle vier Radkästen zu tauschen? Mir graut es zwar davor, weil es so viele Schweißpunkte sind, vor allem vorne, aber da noch mehr herumzubasteln erscheint mir nicht aufwandsgemäß, wenn man eh die gesamte Karosse gestript hat. Der Dom kann dann auch gleich mit gemacht werden.


    Ist das Austauschen von Ganzschalen für jemanden machbar, der handwerklich zwar geschickt, aber kein gelernter Karosseriebauer ist?

    Gibt es etwas Besonderes zu beachten? Vermessen, ausbohren, planen, sprühen, einpunkten, schleifen, grundieren.

    Vielleicht interessiert es euch. Ich hatte eine Beschwerde bei der Firma eingereicht und um Rückerstattung gebeten. Daraufhin rief mich der Geschäftsführer an und bat darum, den Schaden wieder gutzumachen und die Karosse auf seine Kosten abzuholen, um nachbessern zu können. Außerdem bot er mir an, die Karosse gleich zu lackieren. Er ist der neue Chef und übernimmt die recht große Firma zum 01.01. Dementsprechend ist er bemüht, die Scherben seines Vorgängers gründlich zu beräumen. An sich klingt das natürlich toll und mein Gram wäre sicherlich vergessen. Aber es ist noch so viel zu tun. Und ich bin ja auch kein Profi, der das eben mal schnell schweißt, spachtelt, schleift, abdichtet und beplankt. Bin etwas ratlos, trotz fairem Angebot. Denn der Mann hat Recht. Mit einem Nachlass von hundert Euro ist mir nicht geholfen.


    Übrigens gab er anstandslos den Fehler zu und entschuldigte sich mit Stress durch die Übernahme und dem Fehlen des Meisters an diesem Tag.

    Also von innen kommt der Rost definitiv nicht. Ich denke Flugrost. Der Lack war an den Stellen aber in Ordnung. Vorher kann da kein Rost gewesen sein. Das muss hinterher gekommen sein. Vielleicht auf der Rückfahrt. Es war kein strahlender Sonnenschein. Es kam eine kurze Husche. Ich habe die Tröpfchen zuhause sofort abgetrocknet. Aber wozu eine Grundierung, wenn die offensichtlich überhaupt nichts taugt???


    Die Scharniere hätte ich ausbohren müssen. Da war nichts zu machen. Ansonsten habe ich ja alles abgebaut. In dem Holm oben am Dach, da ist eindeutig weiß und dann dieser Grauschleier. Ist das blankes Metall mit ein paar Sprenklern Grundierung? Das kann doch nicht deren Ernst sein? Oder sind das mehrere Schichten? Ich erkenne das nicht so richtig.


    Hab mal was davon gelesen, dass Grundierung hygroskopisch sein soll und meine Garage ist nicht beheizt. Kann das auf Dauer problematisch sein? Offensichtlich, sonst gäbe es ja kein Flugrost. :rolleyes:

    Habe heute die Dichtmassen so gut es ging entfernt. Mir fiel dabei etwas anderes auf. An manchen Stellen kommt brauner Schleier. Mir drehte sich etwas der Magen um, weil es wie Flugrost aussieht. Wie kann das denn jetzt schon rosten? Mir fiel auch auf, dass der Lackierer scheinbar wenig Aufwand betrieben hat, um in alle möglichen Ecken zu kommen. Klar, man kommt in Holme sehr schwer ran. Aber in U-Profile oder hinter dem großen Türscharnier? Überreagiere ich grad oder ist die Panik gerechtfertigt?

    ICH würde bei der Brille wie erwähnt einfach dieses Teil einsetzen.

    Hätte ich die Löcher vorher gesehen, hätte ich das auch sofort gemacht. Nun lohnt es sich aber tatsächlich, weil vorne auch eine Delle drin ist und die obere Kante ziemlich verbeult ist. Ich denke mal durch die Attrappenaufnahme. Das Teil ist bestellt. Danke, Tim !


    Ist das nicht etwas blöd gemacht ?

    Erst komplett strahlen und grundieren und jetzt die Frickelei ?

    :schulterzuck:

    Ich hatte mich extra vorher hier beraten lassen und habe es nun in dieser Reihenfolge gemacht. Ich bereue das auch nicht. Ich habe alles, was ich gesehen habe, vorher erledigt. Radkästen, Loch im Boden, C-Säulen-Bruch, Brillenbruch.


    Nach dem Strahlen und Grundieren muss ja jetzt meistens sowieso noch vieles gespachtelt und gerichtet werden, und dann grundiere ich für meinen Teil mit der Dose bei.

    Jenson, kannst du mir sagen, was genau du zum Grundieren benutzt?


    Dort ist das Blech dreifach übereinander ...

    Ein Blech ist der Radlauf, das zweite ist die Schürze vom Dom, wie auf diesem Bild zu sehen. Was soll das dritte Blech sein?

    Hey Leute,


    meine Trabant-Karosserie ist mittlerweile gestrahlt und grundiert. Ich war etwas ernüchtert, als ich das Ergebnis gesehen habe. Zwei größere Probleme sind aufgetaucht:


    1. Durch das Strahlen sind doch einige neue Rostlöcher zum Vorschein gekommen, die zuvor nicht zu sehen waren. Ein bisschen habe ich damit schon gerechnet. Es beschränkt sich auf folgende Teile:

    • alle vier Radläufe entlang der mittigen Längsnaht
    • Unterkante der Brille
    • Füße der vorderen Dome, gleiches Schadensbild

    Ich habe schon fast bereut, nicht gleich die gesamten Radschalen zu ersetzen, aber wenn ich mir ansehe, wie dir an der Karosserie befestigt sind, erscheint mir der Aufwand eines partiellen Austausches doch noch angemessen. Ich frage mich, ob man die Schadstellen mit Blech oder mit GFK o.ä. reparieren sollte. Gerade die Brille leigt im Sichtbereich und sollte natürlich gut aussehen. Wie würdet ihr an die drei Baustellen rangehen?


    2. Die Dichtmassen bzw. der Karosseriekleber ist nicht abgegangen, sondern wurde nur heftig perforiert. Es sieht aus, wie ein Schwamm. Das Zeug ist knallhart, ließe sich aber mit einem Plastikrakel und Heißluftfön mit sehr viel Geduld und Zeit auschaben. Hier frage ich mich, ob es den Aufwand Wert ist. Oder setzt man auf die poröse Schicht schlichtweg eine frische auf? Darunter befindet sich die alte graue Grundierung in einem sehr guten Zustand.


    Danke für eure Tipps.

    Genau, der Lackierer freut sich wenn er so ein eingefettetes Auto bekommt.

    :D:D:D

    Oh, ja, das ist sehr nachvollziehbar.


    Lässt man das Fahrzeug eigentlich im ganzen Lackieren oder Türen und Klappen einzeln dazu legen? Ich würde sagen, dass es einzeln einfacher ist zu lackieren, oder? Man kommt besser in die Scharnierecken und -kanten.

    Ich würde das dann aber erst strahlen und dann die Spalten weiter bearbeiten.

    Auf jeden Fall. Ich bin soweit fertig mit schweißen. Nun gehts zum Strahlen und Grundieren.


    Was folgt dann als nächstes?


    - Lackieren aller nicht sichtbaren Teilen, wie zB Stehwand im Motorraum

    - Pappen anbauen

    - spachteln

    - hohlraumversiegeln

    - lackieren


    Passt der Fahrplan?

    Danke erst einmal für die beruhigenden Worte. Vor meinem Ausbau war die Ritze auch mit irgendeiner Masse versiegelt und überlackiert. Sah nach selbstgemacht aus, weil die Lackfarbe etwas abwich. War das von Werk auch oberhalb verschmiert worden?


    Ich Sprüh lack durch die Ritze, "bördel" das zart mit dem Hammer zusammen <X Ubd sprüh dann noch einmal durch. Und wenn dann alles gestrahlt und lackiert ist, versiegel ich die untere Stoßkante und im Kofferraum kommt auch sika rein.

    So, Leute ich habs richtig verkackt. Ich hatte alles durchlöchert, rechts und links unten festgezwungen und dann außen eine Punkt gesetzt, die sehr gut gelungen sind. Passprobe war erfolgreich. Dann habe ich dummerweise alle anderen Punkte durchgezogen und nicht gemerkt, dass Bodenblech und Heckblech nicht plan aufeinander liegen. Eine Punkte sind gar nicht verbunden. Ich habe jetzt viele Punkte wieder aufgebohrt und neu verschweißt, damit eine Verbindung zwischen beiden Blechen besteht. Die Bilder sind VOR dem Nachschweißen entstanden.


    Durch den Auffahrunfall ist die Lippe am Bodenblech total verbeult und das "neue" Heckblech ebefalls etwas durch die Jahrzehnte lange Lagerung. Ich hätte nach jedem zweiten Punkt eine Krimpzange nahe am nächsten Punkt ansetzen müssen.


    Das Blech ist definitiv komplett fest. Aber es ist halt ein Spalt entstanden. Hab ich Kernschrott erzeugt oder ist das zu retten? Ist soetwas abdichtbar?


    Könnte heulen. 😪

    Danke euch Zweien für die Tipps. Nun hatte ich schon diesen Primer bestellt. Dann werde ich es einfach mal damit probieren. Wenn es wirklich unschöne Ergebnisse bringt, kann ich immer noch die Farblauf-Variante wählen.

    Ja, mit so einem Bohrer, gäbe es das Problem natürlich nicht. Wusste gar nicht, dass es sowas gibt. Die haben sicher einen kleinen Dorn in der Mitte für die Führung. Ich glaube, das wäre da unten schwierig geworden, weil alle Schweißpunkte etwas versenkt waren, sodass keine Führung möglich gewesen wäre. Naja, sei's drum.


    Ich habe dieses ganze "Knete" an der Kante abgekratzt. Ich frage mich, ob es irgendwo eine Auflistung aller Spalten, Ritzen und Löcher gibt, bei denen diese Knete wieder rein muss. Denn nach dem Strahlen wird das ja alles weg sein.

    Ich habe es, wie von euch vorgeschlagen, erst mit Bohren probiert. Aber das Ergebnis war unbefriedigend. Die Verletzungen im Unterblech waren logischerweise recht groß, auch wenn ich nie durchgebohrt habe. Aber die Bohrspitz gräbt sich natürlich tiefer, wenn ich die gesamte Breite des Bohrers durchs Oberblech bekommen will. Hab mit der Flex und Schleifscheibe weitergearbeitet. Hervorragendes Ergebnis. Und ging auch um einiges schneller.


    Jetzt frage ich mich, wie ich weiter vorgehe. Gerade die Unterkante beschäftigt mich. Ich hab gesehen, dass die grundiert war. Aus alten Fabrikwerbevideos weiß ich, daas die Blechteile von beiden Switen elektrisch gepunktet worden sind. Ich habe aber nur MAG am Start.


    Ich würde jetzt die Kontaktfläche metallisch blank putzen und ins Ersatzblech Löcher bohren. Anschließend würde ich durch die Punkte die Bleche verbinden.


    Sollte man zuvor die Kontaktflächen weitestgehend grundieren?


    Sollte man vielleicht nicht bohren und mit viel Ampere durch beide Blech durchschweißen?


    Würde mich über Tips freuen.

    Hey Leute,


    ich habe ein Heckblech liegen und möchte das nun einschweißen. Ich überlege nun, wie ich das alte komplett zerbeulte und verrostete herausbekomme. Soweit ich weiß, sind die ja nur punktgeschweißt. Macht es Sinn, gerade an der Unterkante, die Punkte aufzubohren? Oder schneidet man einfach stumpf unten ab und klatscht mit dem neuen Heckblech eine dritte Lage drauf?


    Wer hat da Erfahrungen gemacht?

    Die Tür habe ich mir auch schon gekrallt. Das Heckblech war eins mit 5 Kennzeichenleuchten. Das wollte ich nun auch nicht zum Schrott geben. Naja gut. Wenn sich sonst keiner mehr meldet, werde ich es dem Schicksal überlassen.