Posts by Gustl

    Habe mir mal ein paar "Fakten" über die durchgelesen.


    Spürt man die Zündung beim fahren? Bzw spiegelt sich der Umbau im Verbrauch wieder?


    Vielen Dank


    Lg


    August

    Grüß Euch,
    Meine Pappe Bj 89 hat eine Unterbrecherzündung verbaut, da die originale Laut Vorbesitzer gesponnen hat und deswegen gegen diese ausgetauscht wurde.
    Ich persönlich kann mich mit der Unterbrecher nicht anfreunden, hat sicher ihre Vor- und Nachteile aber mir ist sie einfach nicht sympatisch.


    Nun zur Frage.
    Welches E-Zündungskomplettset würde sich anbieten bzw welches ist Empfehlenswert?
    Ich habe keine großen Tuningumbauten vor, sprich es soll kein Rennmotor werden. Vlt bekommt er mal eine KW mit Nadellagern und einen anderen Vergaser spendiert, aber das wars auch schon wieder.


    Er ist für mich halt ein Alltagsauto.


    Würde mich über Tipps und Links freuen.


    Mfg


    August aus Wien :winker:

    Vielen Dank für eure schnellen und ausführlichen Antworten.


    Daten zum Fahrzeug


    85er Kombi mit Unterbrecherzündung, wurde nachgerüstet da die CDI Probleme gemacht hat.


    Vergaser puh, schwer zu sagen. Ich kann ihn mal fotografieren und es hoch laden falls euch das hilft.



    Danke und liebe Grüße


    August

    Wie der Titel vielleicht vermuten lässt, habe ich ein Problem mit dem Standgas :verwirrt:
    Ich brings einfach nicht zamm dass er mal eines hält ohne ab zu sterben oder auf geschätzte 1800u/min zu drehen. Ganz anders schaut die Sache allerdings aus wenn ich das Licht abschalte. Dann hält er es super.
    Liegt es an der Batterie?
    Falschluft?


    Würde mich über Hilfe freuen.


    Lg aus Wien


    August :winker:

    Hallo,
    Kurz was zu meiner Person. Bin 18 Jahre alt, lebe seit 6 Jahren in Wien und habe vorher die meiste Zeit in Ost-Berlin gelebt. Eigentlich steh ich mehr auf motorisierte 2-Räder, aber da mich die Pappen schon immer fasziniert haben, musste eine her.
    Standort dieser war Magdeburg, sprich rund 800km von Wien entfernt. Da ich das nicht alles alleine machen wollte habe ich einen Freund mit genommen.
    Los gings letzten Donnerstag, mit dem Flieger nach Berlin. Dann mit dem Zug nach MV in die Pampa zu meinem Vater, der uns am Freitag nach Magdeburg gefahren hat. Freitag erste Runden mit der Pappe gefahren, und dann früh ins bett :)
    Samstag um 6 aufgestanden, und am halb 8 gings dann los. Anfangs nur Landstraße da ich nicht wusste wie der Motor beisammen ist, und keine Lust auf einen Klemmer hatte. Das Auto war ziemlich voll. Wir beide vorne, hinten alles voller Gepäck, ein kompletter Satz Reifen, Ersatzteilen und Zeugs. In Summe hatten wir so 900-1000 Kilo. Nachdem ich mit Freude festgestellt habe das Kasimir (Ja so heißt er) locker mit 100 Sachen jeder Berg hochgezogen ist, wollten wir auf die Autobahn. Aber erstmal hieß es, wie viel Sprit ist noch drinnen? Also schnell in einem Waldstück rechts auf einen Weg rauf gefahren. Haube auf, gut 15L das reicht bis zur Tanke. Haube zu. Und wie ich die Kurve auf dem Schotterweg fahren gibts ein lautes Krachen und die Pappe steht. Ich steig aus und musste mit schrecken fest stellen dass sich die hintere Aufhängung verabschiedet hat. Genauer gesagt die Befestigung des Trägers vom linken Hinterrad welche es in der Spur hält. also die die nach vorne geht. Die ist an einer Art Halbkugel an der Unterbodengruppe angeschraubt. Und diese Halbkugel hats zerrissen. Brr na gut es gibt immer eine Lösung. Also schnell rum telefoniert, Transporter mit Anhänger organisiert. Das Aufladen war die Hölle, zwei Leute mussten dass Rad in der Spur halten und einer vorsichtig die steile Rampe hoch fahren. Meine Hand hat sich irgendwann zwischen Rad und Radkasten verirrt, das war nicht so prickelnd aber die Schwellung geht schon wieder zurück.
    Gut dann war die Pappe drauf. Bloß wohin? Dorthin wo alles begann. Nach Zwickau, Kasimirs Heimat. Dort zu einem Bekannten in die Werkstatt.
    Rauf auf die Bühne, Teile vorbereitet, geschweißt, geflext, und nach 2 Stunden rollte er auf eigenen Reifen wider los.
    nach einigen Stunden fahrt haben wir es schließlich nach Tschechien geschafft, ca 30km nach der Grenze war eine Weiterfahrt aufgrund Nebels allerdings nicht mehr möglich. Zweites Problem war dass seit ca 50km vor der Grenze der Motor immer wieder nur auf einem Pott lief. Dann haben wir ein kleines Nickerchen in irgendeinem Dorf gemacht. Nach einer Stunde gings weiter. Sollte es zumindest. Doch er wollte einfach nicht starten. Daraufhin habe ich den "Kühlergrill" runter genommen um einen Blick auf den Vergaser zu werfen. Mit schrecken sah ich dass er komplett versifft war. Dreck wohin das Auge reicht. Zum ausbauen hatte ich keine Nerven. Also Luftansaugschlauch runter, paar ml Benzin rein, und zack schon lebte er wieder. Nach kurzer Zeit war er aber auch wieder aus und sprang wieder nicht an. Dann sah ich das Übel. Der Spritfilter (ich weiß nicht ob der original ist, nicht der am Benzinhahn sondern einer im Kraftstoffschlauch) war trocken. Also alle Schläuche abziehen, reinigen, Benzinhahn Spritfilter putzen, alles anschließen entlüften und schon lief er wieder. Zwar meiste Zeit nur auf einem Pott aber lief.
    Dann sind wir so in den frühen Abendstunden Sonntag in Prag angekommen. Ich habe dort fast die Nerven verloren. Er lief auf der Geraden nur noch ca 50, bergauf nur im 1. Gang. Daraufhin habe ich mir einen Techniker vom Tschechischen Automobilclub organisiert. Mit dem habe ich mich dann auch an die Unterbrecherzündung getraut. Gut schien nicht an ihr zu liegen. Eine Spule gab einfach keinen Saft her. Schnell eine 12V Skoda Spule eingebaut und siehe da ein funken war da. Wieder los gedüst, wobei er immer wieder ausfälle von einem Pott hatte.
    Nach 10 km bin ich dann endgültig fast ausgezuckt. Also wieder runter von der Autobahn, und auf einen Tankstellen Parkplatz. Wagenheber raus, Vorderrad runter, Unterbrecherkappe runter und nochmal angeschaut. Und was sehe ich da? Die Stecker saßen locker wie sonst was. Also die Kontakte gereinigt, Stecker mit Zange bearbeitet. Die Kontakte bei den Spulen alle angeschliffen und wieder befestigt. Kerzenstecker rauf und runter geschraubt, und siehe da, er lief. Und wie er lief. Gleich mal unabsichtlich Gummi gelassen beim Anfahren. Und ab dem Zeitpunkt lief er wie eine Biene, alle 100km mal ein kleines kaum merkbares Stottern, sonst nichts. Und wie er lief, Auf der Autobahn immer gemütlich mit 100 Sachen, bei Viertelgas. Hin und wieder mal rauf gedrückt damit er nicht nur eine Drehzahl dreht auf Dauer. Vollgas lief er gute 120, voll beladen!
    Der Motor scheint echt noch Top zu sein.
    Tja und Sonntag Nachmittag war das Ziel dann erreicht. Um halb vier liefen wir in Wien ein. Nach rund 35 Stunden fahren und schrauben ohne Schlaf war ich dann doch recht müde. Erstmal das ganze Öl aus dem Gesicht und von den Händen gewaschen und rein ins Bett.
    Diese Fahrt werde ich nie vergessen, und ich muss sagen, ich hab ihn echt lieb gewonnen des Kasimir. Ein Auto mit Charakter, das is was schönes.
    Bilder und ein Video kommen heute Abend.


    Lg aus Wien


    August