Posts by Matze

Alle Infos zum Vorverkauf findet Ihr im Blogeintrag:

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    Ich mache mal hier weiter, um kein neues Thema aufzumachen.


    Also, ich bin gerade dabei meinen Reserve-1.1er-Tank äußerlich zu reinigen, um eine Bestandsaufnahme zu machen und um zu Entscheiden, ob es sich eine Reparatur lohnt (bei der Preisentwicklung wahrscheinlich ja). Aktuell sind bereits Durchrostungen an 2 der 3 Befestigungspunkte außerhalb der Rollschweißnaht erkennbar, d.h. der eigentliche Tank ist nicht betroffen. Ins Innere muss ich noch genauer schauen, wie der Zustand dort ist (durch den Einfüllstutzen sieht es aber erstmal gut aus).


    Daraus ergeben sich aber erstmal folgende Fragen:

    1.) Gibt es irgendwo ein Bild wie der Tank im Inneren aufgebaut ist?

    2.) Ist der Tank von Außen/Oberseite im Bereich des Hinterrad-Spritzbereiches zusätzlich geschützt? Ich habe da eine etwas komische und auch etwas hartnäckige "Masse" gefunden. Vielleicht war da auch schomal jemand dran!?

    3.) Gibt es Empfehlungen für Firmen, die Tanks reparieren, insbes. im Großraum Dresden?

    Ohne die genaue Vorgeschichte und den Zustand zu kennen, würde ich zunächst die genannten Dinge (inbes. Flansch, Unterdruckschläuche) überprüfen und den Vergaser zerlegen, reinigen und neu abdichten. Danach wird sich wahrscheinlich eher zeigen ob und was eingestellt werden muss.

    Klingt etwas komplizierter als ich dachte

    Ist es eigentlich nicht. Nur ein Stroboskop braucht man (hätte ich da). Aus welchem Teil von DD kommst du?


    Was mich aber wundert. Er springt an und hält kein Standgas. Fährt er denn, wenn man ihn bei Laune hält? Nicht da es vordergründig an der Spritversorgung (Vergaser) liegt!? :/

    Ich denke das täuscht mit dem ebener. Die Älteren sehen etwas anders geformt aus als die Jüngeren.

    Das hier ist die Wissenslücke. Ich hatte wohl bisher nur die neue Ausführung in den Händen.


    Mit dem Abzieher gebe ich Tim recht. Bei mir kommen auch keine Bohrungen rein, nicht nur weil ich die Abzieher habe.


    Gunnar: Das Lüfterrad hat zwar eine ungerade Zahl an Flügeln (9 Stk.), ist aber in alle Richtung gleichmäßig konstruiert und gefertigt. Irgendwelche Wuchtungsbohrungen habe ich noch nicht gesehen. Ich denke es man auch wenig Sinn von dem dünnen Kunststoff noch Material wegzunehmen oder hinzuzufügen.

    Ja, Farbe ist da wohl nicht wenig drauf. Aber die Form der Innenseite ist deutlich "ebener" als beim Original. Zudem ist neben der Nut eine Bohrung, bei den Original-Scheiben ist keine.

    mir stellt sich gerade die Frage ob man sich wirklich in der Zukunft Sorgen um die Riemenscheibe machen muss.

    Berechtigte Frage. Im Moment wohl eher nicht. Aber es haben längst nicht alle Online-Händler mehr Riemenscheiben im Angebot. Die Preise steigen und TW hat wohl schon Nachfertigungen im Angebot (zumindest augenscheinlich lt. Abbildung).

    Wenn du den Lüfter überholst, mit 2Z oder 2RS Markenlagern, wie oft willst du Ihn dann wieder zerlegen? Die Lüfter die Ich bis Dato überholt habe, mit Tschechenlager, laufen alle unauffällig, der älteste hat auch schon wieder über 15 Jahre auf den Buckel am 2. Motor.

    Zugegeben, die Wahrscheinlichkeit mit neuen Lagern ist wohl ziemlich gering, wenn auch ein Restrisiko besteht. Bezogen auf die ferne Zukunft ist es wohl eher vorsorglich zu sehen.


    Zum Abziehen bekommen die Riemenscheiben bei mir immer zwei M6 Gewindebohrungen, damit habe Ich jede noch so fest sitzende Scheibe zerstörungsfrei runter bekommen.

    Ich denke, dass funktioniert bei Riemenscheiben, die zuvor bei der Herstellung montiert wurden. Sofern die Riemenscheiben aber schonmal mit größeren Kräften gefügt wurden, wird auch diese Methode an ihre Grenze kommen.

    Noch mal zur Wechselbelastung. Spann mal den Riemen nicht ganz so doll wie nötig und schau dir dann bei Gasstößen den Riemen an. Auf der Strecke Riemenscheibe Kurbelwelle bis hoch zur Riemenscheibe Lüfter wirst du sehen wie der Riemen regelrecht ins springen kommt. Vordergründig wird hier nicht der Luftwiederstand sein , es liegt eher an der Massenträgheit des Lüfters wenn der Motor bei Gasstößen die Drehzahl ändert oder beim runter schalten.

    Das müsste ich mir mal anschauen. Aber ich denke, das "Springen" wird eher eine Entlastung des Riemens sein, als eine Lastumkehr an der Lüfterwelle (ein Zahnriemen "springt" oder "flattert" ja auch irgendwie) . Eine Lastumkehr würde wohl zu einen Ausschlagen der Scheibenfeder in der Lüfterwelle führen. Allerdings sitzen die Scheibenfedern bei der Demontage immer sehr fest (zumindest bei mir).



    Unterdessen ist die bestellte Reibahle heute angekommen. Ich habe diese darauf an mehreren gebrauchten Kombinationen probiert. Die Ahle hat in der Bohrung wenig, aber letztlich in der gesamten Bohrung Material abgetragen. Man konnte dies mit etwas Kraftaufwand per Hand bewerkstelligen (also ohne Windeisen o.a.). Die Scheiben ließen sich dann problemlos aufstecken, so dass das Einfädeln der Scheibenfeder möglich wäre (die Scheibenfeder war aber nicht montiert). Die Riemenscheibe konnte man dann mit einer Drehbewegung und etwas Kraft per Hand in die Endposition bringen (in einem Fall bzw. in einigen Bereichen auch etwas leichter). Bedenkt man jetzt, dass die Scheibenfeder noch montiert ist, kann man die Scheibe aufstecken, in die Scheibenfeder einfädeln und mit leichten Schlägen in die Endposition bringen (die Scheibenfeder hat ja auch eine Passung). Damit würde dann auch die Angabe im Reparaturhandbuch ("leichte Schläge") einen Sinn ergeben.


    Als Zwischenerkenntnis funktioniert die Nacharbeitung der Bohrung mit der Reibahle ganz gut, denke ich. Selbst wenn man die Scheibe ohne Scheibenfeder und ohne Fett leicht, aber "saugend" ganz auf die Welle schieben kann, hätte ich kein schlechtes Gewissen. Die Scheibenfeder bringt ja auch noch eine Passung und eine entsprechende Verspannung der Verbindung mit sich. Vielleicht schaue ich mich nochmal nach einer verstellbaren Reibahle um, fürchte aber auch, dass es wegen der Nut schwierig ist. Das Aufpressen mit größeren Kräften durch Pressen ist für mich keine Option, da damit wahrscheinlich die Möglichkeit einer weiteren Demontage genommen wird (Fressen auf der Welle!?, Zerstörung der Riemenscheibe beim Abziehen!?, ...!?).


    fahrgast: Letzter Kommentar dazu. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich aufgrund deines Kommentars mit meinem Kommentar nicht ganz falsch liege. Auch wenn ich damit alleine dastehe, aber bei diesen "das haben wir schon immer so gemacht"-Aussagen werde ich immer hellhörig (man kann seine Sache auch lange Zeit nicht gut machen). Sobald es eine Begründung dazu gibt, sieht die Welt schon anders aus und man kann es nachvollziehen und sogar vielleicht auch besser machen, weil es neue Erkenntnisse und Möglichkeiten gibt. In diesem Fall, werden vielleicht mal die Riemenscheiben selten, gesucht und teuer!?

    Genau, die originalen Achsmuttern haben SW 32. Muttern, die aus neuerer Herstellung stammen und die man heute üblicherweise im Teilehandel (z.B. von Febi) bekommt haben SW 30. Ist also beides möglich und passend.

    Sehr schön. Danke für die Bemühungen!


    Wie es scheint gibt es auch noch Fertigungsschwankungen, vor allem bei der Bohrung. Einen Dorn oder eine Ahle als Maßstab hast du wahrscheinlich nicht zur Hand!? Den Fall, dass man die (gebrauchte) Riemenscheibe nichtmal über den Wellenansatz (wo der Sicherungsring sitzt) stecken kann, habe ich jetzt mehrfach. Aber ich scheue mich die Scheibe auf die Welle zu pressen. Draufstecken mit etwas Kraft oder Wärme wäre mir lieber und sollte für die Kontruktion ausreichen.

    Um die Bohrung nach zu arbeiten müsste man ja erst mal wissen welche Toleranz da gefordert wird H......? Solange Du das nicht weißt wird es immer Pfusch.

    Wenn man das weiß, benötigt man einen Grenzlehrdorn um die vorhandene Bohrung zu vermessen/kontrollieren.

    Dann stellt sich noch die Frage ob man das maschinell oder per Hand macht.

    H7 ist wohl am weit verbreitesten, heißt aber nicht automatisch das es überall Anwendung findet.

    Genau, die Frage nach der Passung möchte ich irgendwie eingrenzen. Schön wäre, wenn man es irgendwo nachlesen könnte. Ideal wäre es, wenn man das Oberflächenprofil von neuen und gebrauchten Teilen aufnehmen könnte. Leider kann ich auf eine solche Möglichkeit nicht zurückgreifen, so dass einfachste Mittel (erstmal) reichen müssen. Meine ersten "Versuche" werde ich mit einer H8-Ahle als Maßstab an der Riemenscheibe vornehmen. Vielleicht passt die ja so durch, ohne das ein Span abgenommen wird. :/ Dann muss ich entscheiden, ob ich noch andere Möglichkeiten prüfe. Honen wäre eine Idee, vermutlich aber wegen der Nut schwierig.


    Ich denke schon, dass, wenn man den Popel einmal auseinander hat, etwas Nacharbeit Sinn macht. Nicht umsonst habe ich schon zu viele Riemenscheiben zerwürgt.

    Das ist eigentlich ein interessanter Punkt, dass es sich am wahrscheinlichsten um eine Übergangspassung handeln könnte (z.B. H-/h-). Sollte es eine Übermaß-Passung sein, dann kann man unter Berücksichtigung des übleichen Gammels, wohl davon ausgehen, dass die Blech-Riemenscheibe auch mit Abzieher nicht zerstörungsfrei abgezogen werden kann.


    Gibt's Belege dagegen - hat schonmal jemand diese Bohrung nachgearbeitet und Langzeiterfahrung damit gesammelt?

    Tu', was Du nicht lassen kannst - ist schließlich Deine Riemenscheibe...:)

    Wenn dieser Entschluss von vorn herein feststand und Du eigentlich auch keine gegenteiligen Meinungen dazu hören willst, brauchst Du's auch nicht zur Diskussion stellen. ;)

    Belege habe ich genannt. Die kannst du oben nachlesen. Wahrscheinlich hast du dich selbst mit der Thematik noch nicht weiter beschäftigt, ziehst aber hier Schlußfolgerungen ohne Begründung. Im Grunde ist es Mutig aus der ursprünglichen Frage nach einer Passung, zu dem Schluß zu kommen, dass die Riemenscheibe FEST sitzen muss. Mit einer Presspassung oder doch nur mit einer Übergangspassung, mit der ohne Passfeder keine nennenswerten Momente übertragen werden können? Respekt. Aber gut, was erwartet man, bei einem Mitteilungsbedürfnis und einer Vielzahl von Beiträgen, die hier (früher im TF) fast täglich geschrieben werden. :rolleyes:

    fahrgast: Gibts Belege für diese Aussagen? Meinen Beitrag gelesen? Oder wieder nur ein Beitrag mehr?


    Ich habe nicht vor, die Bohrung zu erweitern. Sondern lediglich mit dem gleichen Werkzeug, mit dem wahrscheinlich auch die Herstellung erfolgte, mögliche Formabweichungen und Grate zu entfernen.

    Grandpa: Beim auf- und abtouren, auch schnell, kommt es zu keiner Wechselbelastung infolge des höheren Gegendrehmoments durch den Luftdruck. Der Gasstoss ist zwar schnell, aber dennoch kontinuierlich und nicht schlagartig. Sobald der Motor stehen bleibt könnte eine Wechselbelastung der Scheibenfeder eintreten, wobei ich kein Gefühl für die Schnelligkeit habe (der Motor macht ja auch noch ein paar Umdrehungen). Wahrscheinlich aber geringer, durch die Trägheit des Lüfters.


    Allgemein würde ich gern die Gedanken des Konstrukteurs nachvollziehen. Es wird eine Scheibenfeder verwendet, die im Allgemeinen nicht für (schlagartige) wechselnde Belastungen empfohlen wird (heisst erstmal nicht, dass es nicht geht). Es gibt einen Sicherungsring, der keine axiale Verspannung der Riemenscheibe auf der Welle bewirkt. In älteren Reparaturhandbüchern (z.B. AWZ 1974) ist die Rede von einem "Schlagbolzen zur Keilriemenscheibe" mit dem durch "leichte Schläge" die Riemenscheibe auf die Welle "gepreßt" wird. "Pressen" und "leicht" sind für mich schon ein Widerspruch. Einen Schlagbolzen habe ich noch nie gesehen. In den späteren Büchern (z.B. WHIMS 1990) ist keine Rede mehr davon. Da heisst es nur noch Zusammenbau in umgekehrter Reihenfolge. Im Spezialwerkzeugkatalog gibt es einen Schlagbolzen für die Lima, nicht aber für den Lüfter.


    M.E. spricht gegen eine Wechselbelastung der Sicherungsring und die Beobachtung, dass die lackierten Riemenscheiben keine charakteristischen Farb-Beschädigungen durch Schlagen/Pressen aufweisen. Gut, für die industrielle Fertigung stellt das wohl kein Problem dar, für den Hobby-Schrauber oder die Werkstatt dürften solche Beschädigungen wahrscheinlicher sein. Warum wurde bspw. nicht wie bei der DLM die Riemenscheibe mit einer Mutter gegen einen Wellenabsatz bzw. andere Bauteile verspannt? Allein ein Hinweis auf eine Erwärmung beim Zusammenbau könnte schon viel klären. Aber den Gefallen hat uns das Sachsenring-Kollektiv leider nicht getan.

    ... Die Riemenscheibe wird durch Drehzahländerung und Massenträgheit wechselseitig belastet, damit würde die Nut der Scheibe und die Passfeder nicht lange halten.

    Ich denke, die nicht schlagartigen Drehzahländerungen und der Luftwiderstand führen nicht zu einer Wechselbelastung.


    Einfach nur die Passungen säubern, beschädigungen entfernen und montieren.

    Das soll ja das Ziel sein. Ich vermutet minimale Formabweichungen (aus welchen Gründen auch immer) bzw. nicht sichtbare Grate. Eine Messung mit einem Messschieber (eigentlich bedingt geeignet) hat heute nur wenige Hundertstel Unterschied zwischen Welle und Scheibe gezeigt. Trotzdem lassen sich die Teile nicht ansatzweise zusammenstecken. Die Welle ist vllt. nicht das Problem, da man die kurz mit Schleifpapier abziehen kann. Die Bohrung der Riemenscheibe schon eher.


    Ich habe mir jetzt eine Reibahle bestellt. Wenn die da ist, probiere ich mal an einer neuen Riemenscheibe, ob die überhaupt einen Span abnehmen würde.

    Ja, Spielfrei ist relativ. Gedanklich bin ich da bei einer H-/h-Passung. Ich gehe auch davon aus, dass wegen der Montage mit der Scheibenfeder keine Schrumpfpassung vorhanden sein kann/sollte (Verkanten etc.). Ich gehe auch davon aus, dass durch die im Betrieb stattfindende Bewegung in der Verbindung Reibrost und der übliche Gammel entsteht, was später den Abzieher erforderlich macht.


    Mich wundert inbesondere, dass man eine abgezogenen Riemenscheibe im Prinzip gar nicht auf die Welle stecken kann, nicht mal über den schmalen Steg an dem der Sicherungsring sitz. Auch sind teilweise Grate vorhanden. Wäre es eine gute Idee die Riemenscheibe mit einer festen Passungsreibahle nachzuarbeiten!?

    Ich habe inzwischen noch zwei weitere Lüfter zerlegt. Alle mit C36-Lagern. Die Verfügbarkeitstheorie kann wohl verworfen werden. :/


    Andere Frage: Steht irgendwo geschrieben, welche Passung zwischen Lüfterwelle und Riemenscheibe sein muss? Ich vermute, die Riemenscheibe muss spielfrei aufgesteckt und nicht aufgepresst werden!?

    Die Lösung für die Wellenarretierung ist recht einfach. Besorge dir eine starre Kupplungsscheibe vom Wartburg, bohre die Nabe mit der Verzahnung aus und schraube ein Flacheisen dran. Fertig ist der Gegenhalter.


    Weiterhin kannst du dir schon Gedanken für den Gehäuseabzieher machen. Da reichen ein paar Flacheisen und Schrauben.