Posts by Postkugel

    ...und das auch den Werkstaetten sagen, wenn man's nicht selbst macht.


    Heimtückisch ist vor allem, dass die alten Renak-Zylinder aus den 70er'n mit einem Farbunkt markiert waren (der heute meist nicht mehr zu sehen ist), und nicht wie spaeter, mit einer zusaetzlichen Anfraesung.


    Wenn man nicht um diesen Sachverhalt bescheid weiss, besteht die akute Gefahr, dass man die rechten RBZ's auf der linken Seite verbaut.


    Daher sollte man immer die Anleitung von Little beachten und nicht irgendwelchen Herstellermarkierungen trauen!


    Und man sollte auch nicht denken, dass jeder in einer alteingesessene Werkstatt in der ehemaligen DDR das weiss, wie herum die Duplex-RBZ's eingebaut werden!!!

    So sehe ich das auch. Wenn regelmaessig alle vorgeschriebenen Wartungsarbeiten durchgefuehrt und alle dabei festgestellten Maengel auch umgehend beseitigt werden, ist der Trabi doch sehr zuverlaessig.


    Meiner hat mich uebrigens in 19 Jahren nur einmal im Strich gelassen, als mir der Mitnehmerstift fuer die EBZA an der Kurbelwelle waehrend der Fahrt abgebrochen ist. Diesem Fehler war nicht durch Wartung vorzubeugen, wohl war er aber unterwegs durch Selbsthilfe zu beseitigen.


    Ansonsten muss der Zweitaktmotor nunmal bauartbedingt rel. oft ueberholt werden (nach ca. 60-80 Tkm), was jedoch, wenn es denn regelmaessig gemacht wird, verhaeltnismaessig billig ist.


    Naja, und ueber einen Benzinverbrauch von ca. 6 Litern beim P65-Motor mit 28H1-1-Vergaser und EBZA braucht man ja eigentlich nicht zu jammern, wenn man mal den Windwiderstand der Karosserie betrachtet.

    Ich denke, in der Form nichts ausser unnoetige Kosten.


    Eine manuelle Zuendwinkel- und Zuendzeitpunktverstellung durch den Fahrer ist einfach unsinnig. Hoechstens wenn der Motor zu stark klingelt, koennte es eine temporaere Hilfe sein, den Zuendzeitpunkt etwas in Richtung spaet zu verstellen. Aber das kann ich auch mal schnell am Strassenrand, wenn ich eine (deutlich preiswertere) Einstelluhr dabei habe.


    Ansonsten reicht der Schliesswinkel von 180 Grad bei der normalen EBZA voellig aus, um die Magnetisierung der Zuendspulen auch bei maximaler Motordrehzahl auf das erforderliche Niveau zu bringen.


    Solange dieses System nicht zusaetzliche Betriebsdaten des Motors verarbeiten kann, macht es in meinen Augen keinen Sinn und taugt hoechstens als überteuerter Ersatz des EBZA-Steuerteils ohne einen richtigen Nutzen zu bringen.


    Ein wirklich erster Schritt fuer eine verbesserte EBZA koennte z.B. die Montage eines Klopfsensors am Motorgehaeuse und eine damit kombinierte automatische! Klopfregelung ueber die Zuendzeitpunktverstellung sein.


    Natuerlich laesst sich das mit *erheblichen* Aufwand noch weitertreiben: Leerlaufregelung wie beim Wartburg 1.3, evtl. Einsatz einer Lambda-Sonde, um z.B. in Vertbindung mit einem Sekunbdaerluftsystem einen moeglichen Kat schneller aufzuheitzen oder dessen Wirkungsweise (und Haltbarkeit) zu verbesser.

    Blei- und Bleiersatz soll lt. Aussage eines Kurbelwelleninstandsetzungsbetriebes beim Trabimotor fuer Notlaufeigenschaften im Bereich der Kurbelwelle sorgen (die wohl am ehesten dann gefragt sind, wenn man an einer Gemischsaeule tankt, bei der schlechtes Mischoel und abenteuerliches Mischungsverhaeltnis zusammentreffen).


    Ansonsten hat 4T-Oel in einem 2T-Motor absolut nichts zu suchen. 2T-Oele sind im Gegensatz zu 4T-Oelen auf moeglichst rauch- und rueckstandsarme Verbrennung optimiert. Wer aber unbedingt moechte, dass seine Kolbenringe festbacken und die dann im Kubelgehaeuse kondensierenden Rueckstaende die Lagerkaefige der KW zerreiben, der soll es ruhig so machen...

    Die erste Frage die Du Dir stellen must, ist die, ob Du es "in Nachbarschaftshilfe" oder proffesionell machen lassen willst.


    Professionell kann ich Dir die Firma Bär in Bannewitz empfehlen (dort an den Herrn Nickolei wenden). Die haben zu DDR-Zeiten schon Trabis karosserietechnisch instandgesetzt, beistzen das notwendige Spezialwerkzeug und haben die nötige Erfahrung. Sind sicherlich nicht die allerbilligsten, aber leisten wirklich ordentliche Arbeit.


    Das gute bei Fa. Bär ist, dass die einem in der Werkstatt mitarbeiten lassen - was natuerlich den Preis gewaltig nach unten drueckt, so dass die wirklich die Dinge machen, die man selbst nicht kann (z.B. Traegergruppe schweissen). Kann man alles genau mit denen absprechen. Bei Trabifreunden haben die auch einen etwas reduzierten "Stundensatz" im Gegensatz zu den "Westautos".

    Ich hab noch ein paar Liter in der Garage stehen, sogar in Originalflaschen. Bei Interesse sc hreib mir mal ein Mail mit Deinen Daten (Anschrift). Preis machen wir dann per E-Mail aus.

    gromit


    So isses.


    Gunnar:


    Eine Spraydose 1K-Autolack (400 ml Decklack, Grundierung muss natuertlich auch noch sein und evtl. Klarlack bei Metallic) kostes von Duplicolor/Motip (Fa. Vogelsang) ca. 9 Euro.


    2K Lack kostet ca. 10-12 Euro die Spraydose (muss angemischt werden und sollte dann innerhalb von 6 Stunden verarbeitet werden).


    Insgesamt ist das Material aber "schweineteuer". Nur mal zum Vergleich: Mit Grundierung, Haftvermittler, Spachtel, Schleifpapier, Deck- und Klarlack sowie Politur stecken in einem Trabi-Tuergerippe (ohne Pappe) etwa 40 Euro Material! Und wenn ich mir mal anschaue, wievbiel Arbeit da noch reinzustecken ist, dann ist das Lackieren in einer Lackiererei soooo teuer nicht!


    Wegen LRS:

    gromit


    Es gibt aber auch 1K-Acryl Auto-Reparaturlacke. Wenn Du in einer Lackiererei z.B. was lackieren laesst, bekommst Du (normalerweise) immer so ein kleines Fläschchen Reperaturlack dazu. Das ist 1K-Acryl Autolack. Auch die heute gebraeuchlichen Auto-Lackstifte und Autolacksprays sind auch 1K-Acryl.


    Leider ist die 1K-Autolackvariante nicht ganz so gut wie 2K (etwas geringere Kratzfestigkeit, nur sehr bedingt Benzinresistent) . Aber dafuer lassen sich derartige Lacke deutlich leichter verarbeiten und Ubergaenge zwischen Alt- und Neulackierung gehen sehr gut zu "egalisieren". Daher wird 1K-Autoacryl auch meist bei kleineren Reperaturen eingesetzt (z.B. Ausbesserung von Rost- und Steinschlagstellen).


    Preislich nimmt sich das aber nicht viel, da 1K Autolack fast genauso teuer ist wie 2K.

    Gewerbliche Lackierereien duerfen m.E. derzeit in Deutschland keine Kunstharzlacke mehr verarbeiten. Privatpersonen duerfen jedoch "Restbestaende" noch nutzen.


    Daher wirst Du in einer Lackiererei auch niemenden finden, der Dir Kunstharzlack anmischen kann. Da must Du mal ein Farbenfachgeschaeft aufsuchen, die mit Autolacken handeln. Die machen das manchmal noch.

    Alles zu meiner diesjährigen Nordkapfahrt ist jetzt im WWW unter folgender Adresse zu finden:


    http://www.nordkap.tk


    Zunächst ist das ganze noch probeweise zu verstehen. Es sind auch noch ein paar Fehler auf den Seiten, aber ich baue zur Zeit unsere Wohnung um und daher komme ich erst in ein paar Tagen wieder dazu, die Seiten zu überarbeiten. Daher bitte ich um Nachsicht, wenn was noch nicht so richtig funktioniert oder unvollständig ist.

    basti
    "Pennen im zelt?"


    Ja, oder im Trabi (ist ja im Kombi kein Problem. "Feste" Unterkuenfte sind in Skandinavien *sehr* teuer. Ausserdem ist das nur was fuer "Stinos" :-)



    "Essen aus der Büchse?"


    Pfui Deibel! Ich stehe mehr so auf ausschlafen, Kaffe und Frische Broetchen...



    "Leben in der Pappe?"


    Naja, fahren schon. Aber wie bereits im Flyer steht, besteht noch optional die Moeglichkeit, an einer Faltboottour in Karelien (Finnland, Naehe russische Grenze) teilzunehmen (ist bereits Bestandteil der Planung, aber fuer die Mitfahrer kein Muss).

    Ja, es ist die Postkugel - oder besser ihr "Mechaniker"...zum fahren komme ich kaum...


    Aber erstmal grossen Dank an Little, das Du mich auf diese Diskussionsrunde hier hingewiesen hast.


    Ich habe fuer die Tour vor ein paar Wochen mal einen Flyer entworfen, der die geplante Route und den Starttermin enthaelt (haengt auch im Museum in Dresden). Hier ist zunaechst mal der Link auf die PDF-Datei:


    http://www.boellermann.de/bilder/Sitze/Nordkap/Flyer.pdf


    Inzwischen bin ich mit der Planung deutlich weiter. Da ich in der Woche nach Ostern endlich mehr Webspace habe, werde ich dann weitere Info's ins Netz reinstellen.

    Lackstift ist Mist! Besser geht eine normale Spraydose und ein kleiner Lackpinsel. Wichtig bei Lackausbesserungen ist es, die Stelle klein zu halten, damit optisch die ausgebesserte Stelle nicht so hervorgehoben wird. Und da kann man mit einem kleinen, guten Pinsel einfach genauer arbeiten.


    Zudem hast Du dann einen gewissen Vorrat an Lack, der eine ganze Weile und zur Not auch mal fuer groessere Sachen reichen sollte. Allerdings wuerde ich speziell bei Papyrus fuer grosse Sachen den Lack immer vom Lackierer passend anmischen lassen, weil die mit diesem Farbton frueher im Werk ziemlich "rumgepanscht" haben und die Fertig-Lacke nur manchmal passen.

    Ich hab einen nachgefertigten Import-Vorschaller (damals von Little) seit 3 Jahren eingebaut. Haltbarkeit ist besser als bei den Originalen, Leistungsverlust oder Mehrverbrauch habe ich nicht bemerkt. In Sachen Haltbarkeit war uebrigens die Deutsche Nachproduktion von AKL (Leipzig) so ziemlich das Schlechteste, was mir bisher in die Haende gekommen ist. Der AKL-Daempfer war mir bereits nach 2 Jahren hinter dem Abgangsrohr durchgerostet...


    Kann sein, das der Import-Vorschaller etwas lauter ist als die Originalen. Bei den nachgefertigten Nachschallern ist es definitiv so.


    Was originale Nachschaller betrifft: Die Dinger werden auch deswegen knapp, weil die magels innerem Korrosionsschutz einfach so durch's rumliegen zerbroeseln (innen). Ich habe meinen letzten unbenutzten weggeschmissen, nachdem mir die Rostbrocken durch das Endrohr entgegen kamen...