Posts by Postkugel

    Dazu wurde schon eine Menge geschrieben (Suchfunktion).


    Grundsatzlich gilt es, vor dem Lackieren gruendlich zu entfetten (Silikonentferner). Wenn Du eine gute Rostschutzfarbe benutzt, welche gleichzeitig auch phosphatiert, kannst Du diesen dann als naechstes auftragen. Ansonsten solltest Du die mechanisch gereinigten Teile vor dem Auftragen der Farbe noch mit Phosphorsaeure behandel, um evtl. noch vorhandenen und fuer das Auge kaum sichtbaren Porenrost zu passivieren.

    Nu sei doch 'ni so begriffsstutzig! Wer ist denn so verdrottelt, und nimmt dort unten Blechtreibschrauben, wo man problemlos von der anderen Seite eine Mutter gegenschrauben kann?


    manmanman, wenn man hier in dem Forum nicht immer gleich eine wissenschaftlicvhe Abhandlung schreibt (noe, ich lasse mich jetzt hier nicht ueber die Vernetzungseigenschaften div. Kleber sowie Korrosionsschutz und Zugfestigkeit von Maschinennormteilen aus...), dann wird einen doch immer gleich das Wort im Mund rumgedreht...


    Ein bisschen Mitdenken ist schon angesagt!

    Irgendwann hatten wir bei trabi.de mal das Thema "4-takten des 2-Takters".


    Ich habe das selbst mal erlebt: Bei entsprechechendem Motorverschleiss, wenn die Loecher der Flachschieberbleche schon zu deutlichen Langloechern geworden sind (im Leerlauf klackern die dann fast wie die Ventile eines 4-Takters), liegen die Einlass-Steuerzeiten mitunter jenseits von gut- und boese. D.h. der Motor bringt teilweise nur noch bei jeder 2. Umdrehung ein zuendfaehiges Gemisch zu Stande, was dann zu den heftigen Schuetteln bei Belastung im Leerlauf fuerren kann.

    Chiba:


    Hab Dich mal nicht so. Auch sachliche Infomationen kann man etwas in Ironie verpacken. Das Forum wird dadurch nicht langweiliger...


    Und ich denke, die Frage wurde vollstaendig beantwortet: Es bringt keine technischen Vorteile, die Batterie in den Kofferraum zu verlegen sondern ist nur eine Frage des "Schoenheitsideals".

    [offtopic]
    @Deli


    Ich wuerde den Motor und den ganzen Elektrikkram komplett weglassen. Macht sowieso nur immer Aerger. Merke: Was nicht vorhanden ist, geht auch nicht kaputt!


    Vorschlag: Loecher in das Bodenblech schneiden und einen "Fred- Feuerstein-Antrieb" einbauen. Ach ja, Haushaltskerzen zur Beleuchtung sind auch nicht soooo teuer...


    [/offtopic]
    :grinsi: :grinsi: :grinsi: :grinsi: :grinsi:

    Ist schon beeindruckend, die Maegelliste...


    Aber der Trabi war seinerzeit auch nicht besser! Hier meine Trabi-Maengelliste aus dem Jahr 1986:


    - permanent durchfliegende Sicherungen. Erst nach dem 3. Werkstattaufenthalt wurde ein defekter Scheibenwischermotor als Ursache festgestellt und auf Garantie getauscht
    - staendiger Oelverlust am Getriebe. Dieser Fehler wurde von der Werkstatt 3-4mal erfolglos versucht zu beheben. Ich hab's dann irgendwann aufgegeben, weil mir die staendigen Werkstattbesuche auf den Geist gingen... Nach 18 Jahren habe ich das Getriebe selbst instand gesetzt. Der Pfusch, der hierbei zum Vorschein kam, war schon beeindruckend!
    - Rollgurte, welche den Fahrer/Beifahrer bei einer bestimmten Körpergroesse im Falle eines Unfalls strangulieret haetten (der Gurt lief quer ueber den Hals!!!). Behebung des Mangels als Garantieleistung durch einen findigen Mechaniker.
    - Hauptlagerschaden an der Kurbelwelle nach 20 Tkm. Es gab damals eine "Kulanzloesung", die Ersatzwelle musste ich aber selbst "vorstrecken", da man kurzfristig keine beschaffen konnte. Erst nach einem 3/4 Jahr habe ich dann eine Welle zurueckerhalten...

    Meine Erfahrungen:


    a) Zuverlaessig: Ja!
    b) Wartungsarm: Nein!
    c) Wartungsfreundlich: Ja!


    zu a) Eine echte Panne in 19 Jahren...
    zu b) Alle 5000 km muss man was machen. Wie beim alten Kaefer...
    Bei meiner Nordkapfahrt musste ich zwangslaeufig einen Wartungszyklus auslassen, und habe dass dann am Ende der Fahrt (nach 9 Tkm) recht deutlich an diversen "Wehwehchen" gemerkt (ich bin trotzdem gut nach Hause gekommen).


    zu c) Wer sich reinfuchst, keine 2 linken Haende und das notwendige Werkzeug+Platz hat, kann eigentlich alles selber machen.

    Ich hab's vor einem halben Jahr so gemacht:


    Ausbau:
    - Fahrzeug hinten re.+li. aufgebockt, Raeder und alles "Geschnorchel" (Bremsleidungen, Seile) ab
    - Blattferder mit Spannvorrichtung fuer Herzbolzen vorgespannt. Ich habe mir nicht getraut, damit die Feder voll zu spannen, da der Herzbolzen nicht die geforderten 1,5 cm ueberstand (machen die nur selten)
    - Scherenwagenheber unter das eine Ende der Blattfeder gesetzt und so lange gekurbelt, bis sich die Feder von ihrer Auflage gehoben hat
    - Lagergummi am Dreiecklenker abgeschraubt
    - Dreiecklenker abgeschraubt (dabei einen 2. Scherenwagenheber als Stuetze und zum Ablassen des Lenkers verwendet)
    - Da Procedere auf der anderen Seite wiederholt
    - Die 4 Befestigungsschrauben der Blattfeder in der Mitte abgeschraubt und die Feder vorsichtig nach unten rausgenommen


    Einbau:
    - Im Prinzip genau die umgekehrte Reihenfolge, d.h.
    - Blattfeder mit den 4 Befestigungsschrauben in der Mitte fixieren
    - Mit dem Federspanner vorspannen
    - Scherenwagenheber auf einer Seite untergesetzt und Feder so weit gespannt, bis sich das Fahrzeug angefangen hat zu heben
    - Dreiecklenker auf dieser Seite mit dem 2. Wagenheber "hochgehoben" und diesen dann angeschraubt
    - Legergummi am Dreieckslenker angeschraubt
    - das Spil auf der 2. Seite wiederholt


    Fazit:
    Die ganze Aktion war absolut unkompliziert, ungefaehrlich und allein zu bewerkstelligen. Kleiner Tip: Einen Feingewindeschneider fuer die Gewinde der Dreieckslenker-Befestigungsglocken zum evtl. Nachschneiden (wg. Rost) bereitlegen und zum Festschrauben der Lenkerarme etwas laengere Feingewindeschrauben (80mm) der entsprechenden Guete (10.9) verwenden. Sonst wird es manchmal ein ganz schoenes Gefrekkel, bis man die Lenkerarme wieder fest hat...

    Von Oel als "Hohlraumschutz" rate ich dringend ab:


    - Es verdraengt kein Wasser (merke: Oel schwimmt auf dem Wasser!)
    - Es loest bestehende Konservierungen auf Wachs- oder Fettbasis aus, vor allem auf senkrechten Flaechen
    - Oel wird wiederum mit der Zeit von Wasser ausgewaschen
    - die korrosionsschuetzenden Wirkung von Oel ist eher gering (Quelle: Reichelt, Werner: Ratgeber KfZ-Konservierung. Transpress-Verlag).


    Fuer die Hohlraumkonservierung in Deinem Fall, wo man also schon mit Rostansaetzen rechnen muss, kommen eigentlich nur Produkte auf Fettbasis, also z.B. Mike-Sanders) in Frage. Elaskon gehoert zwar auch in diese Kategorie, allerdings ist es kaum in der Lage, einmal vorhandenen Rost wirksam zu stoppen, da es mit der Zeit auch unterrostet wird.

    Traue keinem Getriebe, welches Du nicht selbst ueberholt hast! Ich hatte auch mal ein "regeneriertes" bekommen und eingebaut. Ergebnis: Nach 5 Tkm war der Freilauf fertig...


    TrabsCabri
    Das mit der Farbkennzeichnung der Wellen ist mir neu. Ich kenne nur die Kleckse auf dem Differentialgehaeuse, welche bei der Montage beider Haelften in Deckung gebracht werden muessen (damit haben die es im Werk auch manchmal nicht so genau genomme, bei meinem Originalgetriebe waren die Punke um ein Loch versetzt).


    Die Farbkleckse am Differential kenne ich zwar in weiss, gruen und gelb, aber auf einer anderen Welle habe ich die noch nicht gesehen. Kannst Du das hier mal naeher erklaeren?

    Sorry, aber das muss ich jetzt mal loswerden:


    Hammse Aebbel, wollnse Birnen...


    Habe neulich einen Japaner gesehen, der eine Lenkradschaltung genau wie der Trabi hatte. Ich persoenlich finde den Wellentunnel der meisten Westautos und die Knüppelschaltung darauf einfach nur steinzeitlich. Musste man ja zu Zeiten, als es noch keine vernuenftigen Antriebsgeleke gab, so machen. Aber heute?


    Wie sagte mir neulich jemand, als er nach 10 Jahren wieder im Trabi gefahren ist: Ach war'n dass noch Zeiten, wo Mutter'n zur Not zwischendurch Gas geben konnte, wenn mir der Fuß eingeschlafen war...


    Und ich finde das ueberaus praktisch, beim Schalten in einer Kurve beide Haende am Lenkrad lassen zu koennen...

    boernhord
    Ich schreibe doch auch nur, was *ich* empfinde. Es kann doch jeder mit seinem Fahrzeug machen (fast) was er will. Und das schreibe ich auch niemanden vor und insofern brauche ich auch keine Ermahnung ueber Tolleranz. Nur ist es ja mein gutes Recht, gewisse "Schoenheitsideale" anzuzweifeln.


    Denn mir sind einfach schon zu viel tiefergelegte und klapperbespeulerte Fahrzeuge mit getoenten Scheiben auf dem Schrottplatz meines Verwanden begegnet, deren Besitzer vor lauter "Tuning" vergessen haben, dass Korrosionsschutz und die Einhalteung der Wartungsvorschriften des Herstellers nunmal wichtiger fuer den Erhalt des Fahrzeuges sind. Mir tun dann immer die Fahrzeuge leid, denn "nachwachsen" tun die nicht mehr.

    Klar kann man mit einem Fußball auch Kuchenteig ausrollen. Aber egal wieviel man lackiert, poliert oder tieferlegt: Aus dem Trabi wird nunmal kein Porsche. Aber ist schon richtig, alles subjektiv...


    2TViper
    Gruesse aus Bad F.

    Ich z.B., halte ueberhaupt nichts von Tieferlegungen.


    Da ich mein Fahrzeug im Sinne des Erfinders nutze (also das Ding heisst ja "Automobil" und nicht "Autosteh" oder "Autoprotz"), liegt es eh schon tief genug (bei meiner Nordkapfahrt haette ich eher eine Hoeherlegung gebraucht...).


    Aber wer sich unbedingt mit einem tiefergelegten Trabanten laecherlich machen will: Nur zu!